Beiträge von Ludwig

    Ich glaube dass der Ambacher das ganz gut macht. Damals bei der Sache in Erfurt hat er den Autofahrervergleich gebracht und wurde von den Medien, vom ADAC und sogar von der Politik in der Luft zerrissen.
    Die große Lehre damals war, dass man nicht nach Vergleichen suchen sollte - es gibt keine. Der Vergleich damals hat so viele Leute verärgert, dass der DSB das Mitspracherecht bei der Waffengesetzänderung fast komplett verloren hat.

    Damals hat er was gelernt und kann diesmal die Medien besser steuern.

    "Sportschützen werden zu Sündenböcken gemacht"

    Darauf antwortet Herr Schöne :

    "Ich habe mit keinem Wort Sportschützen beleidigt. Ich weiß, dass es überwiegend ehrenwerte, friedliche Leute sind, die ihr Hobby lieben und viel Gemeinschaftssinn pflegen. Umso mehr müsste ihnen selbst doch daran gelegen sein, dass sie die tötungsfähigen Sportwaffen aus ihrem Sport verbannt werden."

    Ich seh ja ein, dass keiner ein Kaliber 50 braucht, auch diese Beretta nicht aber mir liegt nicht viel daran alle "tötungsfähigen" Waffen aus diesem Sport zu verbannen. Wenn mans nämlich genau nimmt ist jede Waffe mal abgesehen vom Lichtgewehr "tötungsfähig". Wenn ich mit dem Luftgewehr jemandem ins Auge schieße kann das auch tödlich sein. Noch leichter gehts mit der Armbrust oder mit dem Bogen. So gesehen würde da nichts mehr übrig bleiben außer Erbsenpistolen.
    Der Slogan "Keine Mordwaffen als Sportwaffen!" ist populistisch und seine Forderungen sind wenn überhaupt nur schwammig formuliert. Jedenfalls konnte ich nicht erkennen, was genau da gefordert wird. Weiß der Mann denn nicht, dass der Amoklauf auch mit einer kleinkalibrigen Sportwaffe möglich gewesen wäre? Wem will er denn eigentlich seine Unterschriftenliste vorlegen? Und mit welchen konkreten Forderungen?

    Meiner Meinung nach tut sich Herr Schöne hier als Weltretter hervor, der glaubt das Universalrezept gegen Amokläufe gefunden zu haben. Weder über seinen Slogan noch über seine Forderungen und seine Antworten hat er gründlich nachgedacht.

    Dem Kreis seiner "Erstunterschreibenden" nach zu urteilen zählt er sich wohl zu den Intellektuellen, den Denkern im Lande :/

    Mein absoluter Favorit ist Apfelschorle. :)

    Das ist auch mein Favorit, allerdings muss ich dann immer nach 20 Schuss wo hin. Mit dem Cola und dem Koffein ist das so ne Sache. Ich hab mal gehört, dass Frau Horneber immer vor dem Wettkampf eine Tasse Kaffee trinkt.
    Es kommt glaube ich immer drauf an, wieviel Koffein der Körper gewohnt ist. Da ich nie Kaffee trinke, würde ich von einer Tasse schon Herzrasen bekommen. 8o Ähnlich wirkt bei mir Cola. Da treff ich garnix mehr.

    Kogge,

    ich möchte mal eine provokante Frage im Raum stellen, auf Grund der Ereignisse hat unser Bezirksvorstand beschlossen das Schießen im Schulsport Hofähig zu machen vorläufig zurüchgestellt. Viele von euch kennen ja die Unterschriftensammlung " Schießen im Schulsport". Gerade waren hier bei uns im Bezirk Bremerhaven- Wesermuende die Weichen gestellt. Ist die Entscheidung richtig, oder wäre besser zu sagen, jetzt gerade?

    Ich würde nicht versuchen in Schulen reinzukommen wo ich noch nicht präsent bin (mit Ausnahme von Bogenschießen). Da wo es schon läuft sollte man weitermachen, weil man dort wertvolle Aufklärungsarbeit leisten kann.

    Die Diskussion, die wir hier führen ist sehr gut. Wir sollten uns allerdings nicht dazu hinreißen lassen, den Computerspielen die Schuld zuzuweisen. Wir sitzen im gleichen Glashaus der potentiellen Medienopfer und sollten gefälligst nicht mit Steinen werfen. Wie meinungsbildend die Medien sind hat der Tagesschaubeitrag gezeigt. Da kann schnell die Stimmung kippen und der Druck auf die Politik wird zu groß.

    Das ganze zwingt uns unser Auftreten in der Öffentlichkeit gründlich zu überdenken. Das ist gut und schlecht zugleich, weil vieles was in den letzten Jahren angefangen wurde sehr gut gewirkt hat (z.B. Sport nach eins), was jetzt ev. gefährdet ist. Auf der anderen Seite schlafen viele Schützenvereine ihren hundertjährigen Schlaf und werden jetzt vielleicht geweckt um zu retten, was noch zu retten ist. Das ganze kann auch zu Fehlreaktionen führen, dass manche vielleicht meinen sie müssten wieder zurückkehren zum Jäger/Trachtler/Kompanie-Image.

    und für killerspiele hab ihc absolut kein verständnis, wobei es teilweise in meiner verwandtschaft auch gespielt wird :cursing: :cursing:
    mfg :P

    Du hast vorher auch mal nach dem Grund für "Killerspiele" gefragt. Es gibt keinen. Oder besser gesagt den gleichen wie für jedes andere Spiel auch. Zerstreuung, Entspannung, Spaß, Leute aus aller Welt kennen lernen, ...
    Daran ist nichts verwerflich. In den meisten sogenannten "Killerspielen" geht es nicht primär darum, jemanden abzuknallen, sondern andere auszutricksen, zu überlisten, schneller zu sein, die bessere List anzuwenden und/oder einen Auftrag zu erfüllen (Catch the flag).

    Weil die meisten Leute nicht wissen was das ist haben sie ein gestörtes Verhältnis zu Shootern (Die Erde ist eine Scheibe!). In Malaysia und Thailand ist das so populär wie bei uns Fußball. Da wird in Profiligen gespielt wo die Spieler 100.000€ im Jahr verdienen und in Turnieren um Millionenprämien zocken. Die Zuschauer sitzen in Hallen und Stadien und verfolgen an Großleinwänden die Spiele.
    Die lachen über uns und unsere Schuldsucherdiskussionen - und nein, die haben zu Gewalt kein wesentlich anderes Verhältnis als wir es haben.

    Klar gibt es ultrabrutale Spiele - das muss ja nicht sein und ist auch nicht das was die Masse tut. Wenn du pokerst, dann spielst ja auch nicht gleich Strippoker oder um dein ganzes Erspartes.

    Ich bin dagegen bei Spielen Verbote auszusprechen. Die Verantwortung dafür was die Kinder spielen und am PC machen liegt bei den Eltern, nicht allein beim Gesetzgeber. Genauso wie ich darauf achte, dass das Holzspielzeug nicht giftig lackiert ist, dass der Kindersitz ein TÜV-Siegel hat, dass mein Kind nicht die Minibar im Wohnzimmerschrank plündert, muss ich auch darauf achten was mein Kind mit dem Spielzeug "Computer" macht. Das ist ein Teil der elterlichen Fürsorge, der wohl noch nicht ins Bewusstsein gerückt ist.
    Ebenso bin ich gegen eine Verschärfung des Waffengesetzes. Nur weil einer dagegen verstößt kann man nicht das Gesetz ändern. Dafür gibt es Bußgeld- und Strafkataloge. Gesetzesänderungen sind nur bei Massenverstößen eine sinnvolle Maßnahme, wobei normalerweise immer zuerst das Strafmaß verschärft wird. (siehe Straßenverkehr)

    Dass es mit dem Hotel sooo schlimm steht hätte ich nicht gedacht. Ich hab dort noch nie übernachtet, nur Mittags gegessen und das war OK.
    Wenn die Zimmer nicht mehr bewohnbar sind, dann wirds mit dem Pachtertrag auch bald nicht mehr weit her sein.
    Vielleicht müsste man das einfach zur Jugendherberge machen, da gibts glaube ich auch wieder Geld vom Staat für Sanierung etc.

    Der BSSB hat ja vor ein paar Jahren die Schießanlage in Hochbrück gekauft. Dafür wurde von jedem Mitglied im BSSB ein Betrag von (bin mir nicht sicher) 50 cent eingezogen um den Kauf finanzieren zu können. Die verantwortlichen haben damals versprochen, dass keine weiteren Kosten kommen würden und die Vereine haben gezahlt.
    Jetzt hat man festgestellt (und das hat sich scheinbar vor ein paar Jahren noch nicht vorhersehen lassen?!?), dass das Gelände massiv saniert werden muss. Nun soll der Verbandsbeitrag pro Mitglied um 2€ (~15%) erhöht werden.
    Mal abgesehen von der Art und Weise wie das jetzt gemacht werden soll und gelaufen ist, bin ich dafür die Anlage zu erhalten und zu sanieren und bin auch bereit die 2€ zu blechen. Vergangene Woche war ich bei der Gauversammlung und von allen anwesenden Delegierten der Vereine haben in einer Probeabstimmung bis auf 9 oder 10 alle dagegen gestimmt.
    Die meisten haben argumentiert, dass man sich das nicht leisten könne und sowieso schon am finanziellen Abgrund stünde. 2€ im Jahr?

    Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass den meisten Vereinen diese wunderbare Schießanlage ziemlich egal ist.

    Wer mal nachlesen will, was da alles saniert werden muss und was das kostet: pdf

    Das mit den "Killerspielen" ist auch wieder nur Sündenbockgehabe.
    Mann kann doch nicht alles verbieten, worauf ein psychisch kranker oder ein depressiver Mensch negativ reagieren könnte. Würde man das strikt durchziehen, wäre unsere Welt eine einzige Gummizelle.
    Das Problem liegt weitgestreut in der Gesellschaft und nicht bei einer einzelnen Gruppe. Sicherlich macht Waffenbesitz Katastrophen möglich, die ohne Waffen nicht möglich gewesen wären. Sicherlich wirken "Killerspiele" ähnlich abstumpfend wie Horrorfilme etc. Aber das macht noch niemanden zum Amokläufer.
    Nach Erfurt hat man viele Maßnahmen diskutiert, das Waffengesetz verschärft usw. Aber es hat nichts geholfen weil wie mit einer Schmerztablette nur versucht wurde die Wirkung zu bekämpfen. Die Schmerzen sind wieder zurückgekommen.

    Momentan scheinen die Medien die Frage zu forcieren, "Warum man überhaupt Waffen daheim aufbewahren muss".

    Bin ja gespannt ob das wieder mit einer Verschärfung des Waffenrechts endet. Jedenfalls war zentraler Bestandteil der letzten Novelle, dass seltsame Waffen (z.B. Springmesser, Wurfsterne etc.) verboten wurden und der Umgang und die Aufbewahrung von Waffen strenger und genauer geregelt wurde. An diesen Schrauben lässt sich ja kaum noch drehen. Übrig geblieben sind ja nur noch die Sport- und Jagdwaffen. Es könnte tatsächlich auf eine zentrale Aufbewahrung hinauslaufen. Aber ich denke die Polizei- und Sicherheitsverbände werden das wegen der Entstehung von großen Waffenlagern ablehnen.

    Es ist immer wieder verwunderlich wie schnell die Medien auf Sündenbocksuche gehen und die Politiker danken aufspringen auf solche anfahrenden Züge.


    Gerade im Wahljahr 2009 ist blinder Aktionismus von Seiten der Politik zu befürchten. Die Parteigremien werden sich beraten und dann im Wettlauf um die Wählergunst ihre Sofortprogramme präsentieren. Man wird sich eine Gruppe der "Schuldigen" unter Computerspielern, Sportschützen und Jägern suchen und dann wird wieder hoffnungslos reguliert.