Beiträge von Tello

    Die Unterscheidung einer Schusswaffe in geladen und ungeladen ist das Problem und auch fast immer die Ursache für diese wenn auch seltenen Unfälle, nicht die Lösung. Und würden das alle verstehen, hätten wir schon mal ein Problem weniger.

    Vor einigen Tagen war ich zum Spass mit meiner KK Büchse auf deren 100 mtr. Stand.

    Als ich fertig war und meinen Krempel zusammenpackte, hab ich den mir nachfolgenden Schützen beobachtet, wie er mit seinem K31 (Schweizer geradezug Repitierer) herum hantierte. Nach gefühlt jedem 2. Schuß hat das Möbel geklemmt und er, nicht verzagt, stellt das Ding senkrecht auf den Schaft, hält die Pumpe mit der linken vorne am Lauf, beugt sich darüber und tritt den Repitierhebel mit rechten dem Fuß nach unten. =O

    Ich hab mich dann mal geschlichen bevor man Eimer und Wischmop braucht...

    Währen der Fahrt zur DM nach München, hat no.limits mich auf einen Aspekt des Spopitrainings aufmerksam gemacht

    der mir zwar schon aufgefallen war, von dem ich aber nicht wusste, wie ich ihn visualisieren und damit trainieren kann.

    Es geht dabei um die Bewegung des Arms bei Spopi (drehende Scheibe) von der Ruhestellung ins Ziel.

    Zwischen Präzision und Duell ändere ich unbewusst den Anschlag und drehen den Körper deutlich mehr zur Scheibe.

    Ich konnte bisher nicht sagen warum. Es fühlt sich einfach besser an.

    Nachdem ich mir mein "Multitool" gebaut habe, weiss ich den Grund. Stehe ich steiler zur Scheibe, geht mein Arm von der

    Grundstellung in einem deutlichen Linksbogen nach oben, den ich imm Zielbereich wieder korrigieren musste und das brachte deutlich mehr unruhe in den Arm kurz vor dem Auslösen.

    Mit diesem kleinen Spielzeug und der angebrachten Laserdiode kann ich nun den Weg des Arms "sichtbar" machen und weiss jetzt das mein Arm, stehe ich mit dem Körper mehr zur Scheibe gedreht in einer geraden Linie hoch fährt.

    Ich habe zwei Eisenrohre mit Blei ausgegossen um auf ein vernünftiges Gewicht zu kommen, bei E-Bucht eine Laserdiode für 1,95 und zwei Schalter bestellt. Der an der Seite ist ein einfacher Ein/Ausschalter für "Dauerlicht", der als Abzug verbaute ist ein Taster.

    Ich kann jetzt per "dauer ON" den Zielweg darstellen, mein Haltetrainig absolvieren oder mit dem Taster das auslösen im Zielbereich üben.

    Neulingen kann man den Zielweg (mit oder ohne Doppelatmung) zeigen und auch die "alten Hasen" merken wie sie Zittern

    oder beim hochfahren deutlich am Ziel vorbeirauschen, korrigieren müssen und dann wird die Zeit knapp.

    Die Diode ist stark genug um auf 25 mtr den Ablauf darzustellen.

    Das Gerät wiegt 1200 gr. und das spürt man beim Haltetraining deutlich.

    Ja das war wirklich Interessant. Ich hatte mir schon seit einigen Jahren vorgenommen mal die DM in München zu besuchen.

    Allein die Anlage ist schon sehr beeindruckend. Wenn mann an schier endlosen, 100 (einhundert) KK-Ständen vorbeilaufen kann und die Lupi-Halle mal eben links und rechts je 50 (fünfzig) Stände aufweist...

    Wenn man mit dort no.limits unterwegs ist kommt man nicht sehr weit, ohne das hier ein "Hallo" oder dort Händeschütteln mit aktuellen oder ehemaligen Trainern, Olympia- oder Weltcupsiegern oder sonstigen Größen im Schiessport vorkommt, auch ein freundlicher Gruß aus den Zelten der Waffenhersteller/Aussteller und Zubehörlern war stets zu vernehmen.

    Die Software MPLab von microchip.com gezogen, um den Pic auch programmieren zu können. Dazu noch das pickit 3 bestellt und ein noname produkt eines fern-asiaten. Vertiefte Einarbeitung in Assembler habe ich gelassen. da hat mir der Pascal-Dialekt einer IFM Ecomat 100 schon gereicht, die ist von `89

    :/??? ... alles Andere hab ich verstanden :D

    Naja, der Umbruch im Verein hat fast 6 Jahre gedauert und wir sind noch nicht fertig.

    Es haben sich in dieser Zeit viele, auch überregionale, Vereinsübergreifende Freundschaften entwickelt. Ein loser Verbund von einigen begeisterten Lupi-Schützen,

    die nach Absprache in wechselder Besetzung auch an z.B. 100 Schuss-Turnieren oder auch an Lehrgängen teilehmen. Trainingseiheiten in verschiedenen Vereinen oder Hilfe bei der Griffmodellage gehören auch dazu.

    Das alles aber in ganz kleinem Kreis, da das Groß der Sportschützen leider zu träge ist.

    Die Motivation ist noch da aber ich habe gelernt, dass es viel, viel Zeit braucht.

    Bobinsky

    Bei mir war es ganz ähnlich. Mein Verein wurde 35 Jahre von dem selben 1. Vorsitzenden geführt. Keine Motivation der Mitglieder, keine Homepage, keine Initiativen.

    Als ich mit der Lupi begann, gab es nur eine kurze Einweisung: "Das Ziel ist da vorne..." und das wars.

    Mit der Zeit wurde ich ganz passabel und der Ein- oder Andere Schütze kam zu mir um sich Tipps zu holen. Daraus entstand eine kleine motivierte Mannschaft, die vor fast zwei Jahren die Vorstandschaft bei den Wahlen übernommen hat. Seit dem geht es im großen und Ganzen vernünftig vorwärts.

    Der "alte" Vositzende hat sich jetzt mit seinen ehemals größten Rivalen zusammengetan und Boykottiert und sperrt sich wo er mit seinen Getreuen nur kann.

    Es gibt jezt zwei Lager im Verein (wobei unser Lager das größere ist und immer größer wird)

    Fazit: Das was Du vor hast kann Funktionieren wenn Du ein extrem dickes Fell, wahnsinnig viel Geduld hast und den Umbruch von "unten" anfängst.

    Ich wünsche Dir Geduld, Ausdauer und dass Du den Spass am Schießen dabei nicht verlierst.

    P.S. Prüfe immer wieder ob sich das alles für DICH lohnt, sonst ziehe die Reissleine.