Beiträge von Matze1965

    Vielleicht macht es bei einem Anfänger nicht viel Sinn einen Griff bis zur Extase zu gestalten da stimme ich zu, allerdings wenn ich mir ein neues Auto kaufe stelle ich mir den Sitz und Spiegel schon etwas bequem ein. Und selbstverständilch wird dann nach den ersten 50000 km nach justiert.

    Man kann sich quälen und viel trainieren ohne seine wirklichen Grenzen kennen zu lernen, oder man kann auch als Anfänger sich das Leben etwas vereinfachen und zumindest einen Griff zu 70 % gestalten, so dass Grundeigenschaften wie mittiges Korn und rundes Trefferbild gegeben sind. Dann erkennt man schnell ob es an der Ausdauer und Technik liegt, ob man schlecht sieht oder einem schlicht die Waffe nicht liegt (was auch sein kann). Aber man hat zumindest die Möglichkeit seine Grenzen zu erkennen.

    Bei meinen letzten Pflegefällen war das jeweils ein Sprung von 40 Ring nach oben. Ein Pflegefall muss jetzt trainieren und der andere Pflegefall da sind wir dabei das ein oder andere Feintuning zu betreiben um ein paar schlechte Eigenschaften zu eliminieren, was oftmals gar nicht so einfach ist.

    Aber wie ich oben schon schrieb......ich bin in diesem Fall hier raus. Ich hatte angeboten mir diverse Schwachstellen per Ferndiagnose an zu schauen und entsprechend ab zu fragen. Das mache ich grundsätzlich nicht mehr im öffentlichen Raum, da ich keinerlei Lust habe mich an Trollbeiträgen zu beteiligen oder in 5 minuten 75 gut gemeinte Ratschläge zu bekommen von denen ich 73 eh als Blödsinn bezeichnen möchte und 2 möglicherweise ein wenig in die richtige Richtung gehen könnten.

    Proton Du hast Deinen Weg gewählt.


    Matze

    Wenn ich mir die Schussbilder betrachte und die Passung vom Griff sehe ich da eine ganze Menge Baustellen, wobei die ein oder andere Baustelle wahrscheinlich mit ein paar Fragen und Korrekturen abgearbeitet werden kann. Und das mit recht kleinem Aufwand und etwas Spachtelmasse.

    Wie ich aber sehe bist Du hier in den besten Händen mit Trainingsvorschlägen und Techniken. Da bin ich natürlich raus..... ich kann nur Spachteln.

    Viel Spass

    Einfach mal per PN anschreiben und dann schaun mer mal was wir per Ferndiagnose so machen können.

    Was ich benötige sind Schussbilder mit mindestens 10 Schuss pro spiegel und dann ein Paar Bilder wie die Hand im Griff liegt.

    Auf der Basis können wir einiges probieren. Führt nicht immer zum Erfolg fördert aber vielleicht das Verständnis.

    Material Borma 2 K ist OK und funktioniert. Als Testmasse nehme ich Kinderknete für schnelle Änderungen. Das endgültige mit 2K Masse entspricht oft nicht dem Knetemodell. Das muss man beachten. Man verdrückt die Masse ganz anders beim reingreifen als wenn man Knete unterfüttert. Die quetscht sich nur langsam weg. Daher nicht immer alles mit Reingreifen machen. Man muss trotzdem eventuell nach schleifen.


    Matze

    Bei einigen Flaschen ist der Durchmesser im hinteren Bereich zu eng bemessen. Dann stößt der Fülladapter hinten an und der O Ring dichtet nicht ab. Oder das Gewinde vom Adapter ist zu kurz weil die flasche ein 300 bar Ventil hat.

    Die mechanische kann das auch, und ich habe in der Regel kein Problem mit einem ermüdenden Auslösefinger. Selbst eines meiner "Mädels" kann das mit 50 Jahren gut beherrschen.

    Aus verschiedenen Gründen würde ich einen mechanischen Abzug immer einem elektronischen vor ziehen. Schon weil er immer funktioniert......Kein Laden, kein defekter Akku, nix was sich durch statische Aufladung oder Alterung von Kondensatoren oder anderen elektronischen Bauteilen verstellt. Eine solide Mechanik ist einer Elektronik immer überlegen, und die 3 % die der elektronische Abzug eventuell bringen könnte ....phu,.... ein Käffchen zuviel am Tag vorher und schon ist das eh völlig egal.

    Elektronische Abzüge sind was für den Kopf....wie Alufelgen und Sportfahrwerk am Auto,.....Kostet Geld, braucht niemand und bringt nur Ärger. Die Probleme beginnen in 5 bis 10 Jahren wenn die Akkus beginnen zu spinnen weil die Knarre öfters mal im warmen Auto gelegen hat. Warum werden Handys erneuert ?? entweder Speicher voll oder Akku defekt......

    LP 10 kann 420 bis 460 g Vorzugsgewicht und dann 60 bis 90 g Abzugsgewicht. Durch den 2 Stufigen Abzug entsteht ein "Anschlag" der gut zu spüren und zu kontrollieren ist. Den kann man sogar hören. Ich habe meine auf 460 / 60 eingestellt. Eine baugleiche ging nur 420 /90.

    Die LP 500 M lässt sich zwar beim Auslösegewicht einstellen allerdings ist die Abteilung Vorzugsgewicht eine Katastrophe. Mit der schlechteste mechanische Abzug den ich kenne.

    Das Züngel ist nicht verstellbar.... 9 schuss Trommel nicht zulässig nur Einzelschuss. Der Griff ist eher Freizeit mäßig gestaltet. Inwieweit das Abzugsgewicht etc. Einstellbar ist weiß ich nicht. Ich gehe davon aus dass es sich um eine Freizeitwaffe handelt und nicht wirklich für Wettkampf geeignet.

    Ich hatte mal bei meiner Hämmerli 150 FP ein ähnliches problem, dass die Hülsen gern geklemmt haben. Das konnte ich mit einem 22er Filzproppen und Laufreinigeröl beheben. Da war das Patronenlager durch nichtgebrauch und wenig reingen verschmockt, aber ich denke das lässt sich nicht wirklich mit der Trommel eines Revolvers vergleichen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Trommelkammern bauchig geworden sind und die Hülsen somit mechanisch klemmen. Wenn beim Probe schiessen recht alte Muni verwendet wurde kann es sein dass die Wandstärke der Hülsen eine andere war und sich somit das Problem nicht zeigte.

    Schlagfeder zu schwach kann der eine grund sein, vielleicht könnte man die Feder mit ein paar Unterlegscheiben hinterlegen um die Spannung zu erhöhen. Weiterhin könnte es Dreck in der Schlagbolzenführung sein. Z. B. bei der Hämmerli läuft der Schlagbolzen in einer "Hülse" wo er vorne anschlägt. Durch ein Loch schlägt der Schlagbolzen auf den Patronenrand. Durch Schmock der sich dort ansammelt kann der Schlagbolzen dann nicht weit genug heraus kommen.

    Ansonsten kann auch ein verschlissener Schlagbolzen die Ursache sein. Wenn man den Verschluss nicht weit genug öffnet hakt der schlagbolzen nicht ein und schleift sich beim schliessen nach und nach ab. Das geht schleichend so dass man es nicht so mitbekommt. Man denkt halt dass man nicht gespannt hat und das wars.

    Das sollten die wesentlichen Ursachen sein. Mit der TOZ bin ich nicht komplett vertraut, aber in dieser Richtung sollte der Fehler liegen.

    Kann ich nur bestätigen. Änderungen an Griffen sind oft nur eine Grobe Richtung. Je höher das Level desto diffiziler die Maßnahmen. Jemand von 280 auf 350 zu bekommen ist oft einfacher als jemand von 365 auf stabile 380 zu bekommen. Zudem kommen dann noch Änderungen die der Schütze so nebenbei macht. Gerri ist da schon eine Herausforderung zumal ja nicht allein der Griff ein Thema ist.

    Dass dann zwischenzeitlich annähernd sämtliche Änderungen entfernt werden um neu zu starten ist zum Teil normal. Das mache ich auch immer wieder mal wenn ich nicht weiter komme. Und es zeigt sich gerne mal dass man sich schnell verrennt und an Details fest hält die einen nicht weiter bringen. Jeder Griff hat seine eigene Dynamik. Es gibt ein paar Grundregeln, aber die Details sind bei jedem Schützen anders.

    Je nach Disziplin kann man natürlich so viel Schiessen bis man Knietief in Hülsen steht. Es geht halt einigen um den Knall und das Bumms ...andere wollen es verstehen und treffen.

    Der eine kauft zu Sylvester für hunderte von Euros Knaller,.... der andere kümmert sich um vernünftige Munition.

    Das muss jeder für sich selber entscheiden.

    Bei Gerri kann man sehen wie sich minimale Änderungen deutlich auswirken.

    Soderle ein kleines Update zu der Platine.

    In 4 stündiger Arbeit habe ich den großen Steckverbinder ausgelötet, sämtliche Durchkontaktierungen abgesaugt und mit Draht neu verlötet. Den Steckverbinder wieder rein und dann noch einmal sämtliche Lötstellen abgesaugt und neu verlötet. Es waren zwar viel Ansätze zu kalten Lötstellen, aber nicht eine hat mich wirklich überzeugt. Durchpiepsen der Leiterbahnen war total unauffällig und zu guter letzt habe ich doch noch die IC Fassungen nachgelötet obwohl alles toll aussah.

    Heute noch einmal 2 h investiert und die Potis noch einmal überprüft. Völlig unauffällig. Kein Kratzen....nix.

    Poti wieder rein und abschliessende optische Prüfung auf vergessene Lötstellen oder Pfusch meinerseits. Da lachte mich plötzlich unter einer IC Fassung ein Draht an. Oki,... also doch gepfuscht und nen Schnipsel vergessen. Aber Pustekuchen. Draht war fest. Genauwer hingeschaut und festgestellt dass jemand seitlich an der Fassung rumgelötet hat, was man zwar vielleicht schon mal macht wenn die Platinenoberseite nicht genug Lötzinn zieht und man den Kontakt sicher stellen möchte, aber man vermeidet derartige Rumbraterei möglichst. Ich habe mich dann entschieden die Fassung auszulöten und mir das genauer an zu schaun.



    So war das Teil original hergestellt worden.



    Das war die Platinenseite nach dem Auslöten.

    Ein hundsgemeiner Fehler der so richtig schön versteckt war.

    Alles gesäubert, sauber verlötet und nun liegt alles Verpackt und fertig für den Versand bereit. Das Durchpiepsen des Kontaktes war übrigens nur digital möglich. Mal war Durchgang, mal nicht. Nach dem wieder einsetzen ist der Kontakt einwandfrei. Das IC ist ein Schmitt Trigger, der zum hin und herschalten zwischen 25 und 50 m genutzt wird. Passt zum Fehlerbild, dass die Entfernungen nicht sauber umgeschaltet werden konnten. Nun bin ich gespannt ob das Teil wieder einwandfrei funktioniert. Denke ich aber schon. Schon beim letzten mal hatte ich die Lötstellen der IC nachgelötet, daher wohl das kurzzeitige Funktionieren. Ich hatte es aber auf andere Bauteile geschoben. So einen Produktionsfehler hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm.


    Matze

    Die Anlage ist eine für 25 und 50 m und hat an sich "nur" eine kalte Lötstelle. Kritisch an den alten Johansen Platinen ist nur ein Relais dass als Speicher fungiert für die Richtung. Dieses Relais ist nicht mehr verfügbar. Da müsste man sich also ein Ersatz basteln, was aber auch machbar ist. Alle anderen Teile sind Standard Teile die man an fast jeder Gießkanne bekommt. Das Angebot von Johansen ist eine neue Steuerung für 1000 Euro ein zu bauen......Je nach Verein ein kleines Sümmchen das wirklich nicht weiter ins Gewicht fällt. Da findet sich immer ein edler Spender..........

    Als an unserer 50 m Anlage was defekt war hat mir Johansen gesagt dass sie nix mehr reparieren, wir sollten gefälligst eine neue Steuerung kaufen. Nachdem sie mir den Schaltplan geschickt hatten konnte ich den Fehler lokalisieren (Relais) und habe nach langem suchen noch eines gefunden. Die Anlage läuft jetzt für einen Kostenaufwand von 7,50 schon seit 12 Jahren fehlerfrei. Warum also damals 600 Euro ausgeben für eine Elektronik, die man heutzutage wegen Programmierung etc. nicht mal reparieren kann ??

    Also liege ich gar nicht so verkehrt damit dass in der mitte der halbe Tennisball stört. Du kannst nur versuchen Volumen raus zu nehmen und dann einen Kompromiss zwischen Fingerlage und seitliche Anlage zu finden. Die seitliche Anlage lässt sich in wenigen Minuten aufspachteln.

    Moin Monika,

    wenn ich das richtig verstehe "schwimmt" Dein Griff um die Mitte. Du hast entweder hinten nen Spalt oder kommst nicht weit genug rum. Also wahrscheinlich hast Du auf der rechten Seite zu viel Material. Stell Dir nen halben Tennisball vor, den Du rechts auf den Griff bappst. Da kannst Du Dir aussuchen ob Du vorn die Finger mittig bekommst und hinten nen Spalt hast oder nicht um den Griff kommst.

    Versuche mal folgendes:

    Hand an die Seitenanlage hinten (wo sonst gern das Telefonbuch rein kommt). Und dann schau doch mal wie weit Deine Finger umgreifen können und wo das Korn dann steht. Theoretisch solltest Du dann linkskorn haben wenn Du beim mittigen Greifen rechts Korn hast.

    Meine Vermutung ist, dass Du Volumen aus dem Griff nehmen musst. Ob das geht hängt viel von der Waffe bzw. der Griffaufnahme ab. Sonst bist schnell durch......

    Sollte ich alles falsch verstanden haben ist es recht einfach. Dann muss einfach an der Seitenanlage so viel Material rein bis das Korn mittig steht. Die Fingerlage fällt bei kurzen Fingern dann hinten über. Da hängt es vom Fleisch ab wieviel Material Du wo abtragen kannst.

    Wenn Du das Volumen verringerst kannst Du Dir vielleicht das Spachteln sparen,.....Du könntest die Rille, Fingerlage dann direkt aus dem Vollen schleifen.

    Wenn die Fingerlage vorn mittig unterm Lauf steht müsstest Du Dir die Position der Rille markieren und diese einarbeiten. Dann wirst Du sehen dass mit jedem mm Abtrag das Korn nach links wandert. Das müsstest Du dann über die Handinnenfläche fortsetzen bis das Korn mittig steht. Dann hinten den Rest nur noch auffüttern. Hört sich leicht an ist aber eine umfangreiche Arbeit und recht fehlerbehaftet. Die Frage wäre ob es einen kleineren Griff für Dich gibt, bei dem die Finger von anfang an besser umgreifen können und nicht so viel geschliffen werden muss.

    Wo kommst Du her...??

    Welche Waffe ???

    Welche Griffgröße ??


    Matze

    Lass es mich mal so sagen,.........:

    Kommt drauf an,........

    Also die Handballenauflage ist (fast) immer montiert. Gegen fest backen ein Stück Plastikfolie drüber machen.

    Fleischiger Ballen bedeutet für mich (fast immer) dass eine Rundung auf oder in die HAndballenauflage eingearbeitet wird.


    Als allererstes musst Du checken ob Deine Finger in der Lage wären annähernd mittig unter den Lauf zu kommen. Vorrangig Mittel und Ringfinger. Wie man den kleinen Finger eliminiert ....phuuu...jedesmal anders. Bei kurzen Fingern oft ein Problem. Also mal die Finger von vorn herum um den Griff wickeln. Passt hinten dann ein Telefonbuch zwischen Hand und Seitenanlage wirds eh spannend.

    Als zweites mal checken wo denn das Korn steht wenn die Finger vorn mittig sind, bzw. hinten annähernd anliegen. Die Kornlage entscheidet den Rest. Weiterhin......wieviel Volumen hat Dein Griff. Hast Du Futter genug um aus dem Vollen zu fräsen ????

    Die Wurst ergibt sich übrigens meist von allein. Der Klassische Ansatz (Gruß an No Limits) beginnt hinten mit der Seitenanlage. Mit der wird das Korn mittig gestellt. Danach Ergeben sich Fingerlage und Wurst von allein.

    Bei Kurzen Fingern hat man dann aber ein Problem.....es reicht vorne und hinten nicht. Daher gibt es keine richtige Anleitung wo man beginnt. Ich persönlich versuche gerade bei kurzen Fingern von vorn zu beginnen, also grobe Fingerlage mit Anlage der Wurst und dann nach hinten. Das funktioniert aber nur wenn man an der Seitenanlage nicht ein Telefonbuch einzementieren muss. Insgesamt würde dann nur Schleifen helfen um sich den Platz zu verschaffen.

    Ich habe noch nie einen Griff in der gleichen Reihenfolge bearbeitet. Das einzige was gleich geblieben ist war die Frage: Wo steht das Korn.......


    Matze