Beiträge von tante.may

    Meine Erfahrung ist es, das es hier zwar locker tu geht, aber dafür auch sehr gesittet, zumindest im vergleich zu anderen Foren die ich kenne.

    Eskaliertes OT gibt es in allen mir bekannten Foren. Ja das kann nerven, aber es ist für mich erträglich. Was mich zumindest mehr nervt sind dann ehr die noch weniger inhaltlich wertvollen Kommentare wie:"hatten wir schon", "benutz die Suche", "Ich hohl mal eben Popcorn", "das ist OT, bleib beim Thema." etc.

    Wer sich per OT-Beitrag weniger OT wünscht, trifft genau meinen Humor. Danke soweit dafür. :dreaming:

    Gold als Diabolo wäre ungeachtet der kosten dennoch ungeeignet.

    Bismut (Bi) – vom Gewicht her nahe an Blei. Dichte: 9,78 g/cm³ also ~86 % von Blei. Leider spröde bzw. kristallin

    Allein daher ungeeignet, aber interessant als Legierungsbestandteil

    Eine Zinn-Bismut-Legierungen Wäre mMn. eine gute Alternative Näher am Blei Gewicht als Gold.

    Dichte: ca. 8,5–9,5 g/cm³ Die Härte ist weicher als Bismut ; härter als Blei aber noch formbar

    Jedoch schwerer herzustellen. Und ein höherer Laufverschleiß wäre möglich

    Technisch aber der beste bleifreie Ersatz, wenn man es ernst meint, mMn.

    bdw. Bismut ist ja jetzt schon in einigen Blei Diabolos enthalten.


    Gold wäre vom Gewicht her sogar „besser als Blei“, aber als Diabolo-Material praktisch völlig unbrauchbar/unsinnig.

    Die Dichte von Gold hat ca. 19,3 g/cm³ (Blei 11,34).

    Ein Diabolo mit gleicher Form wäre ~70% schwerer. Das killt dir i.d.R. die Ballistik im Luftgewehr (extrem niedrige V0, sehr viel Drop).

    Auch bei Härte und Verformung muss man Abstriche machen. Reines Gold ist zwar relativ weich, aber zäh und schmierig und neigt zum Kleben auf Stahl.

    Jetzt denkt bestimmt einer Blei klebt auch im Lauf.

    Deswegen möchte ich kurz den Unterschied erklären. Beim Abschuss passiert ja folgendes.

    Der Diabolo-Kelch wird in die Züge gepresst. An Mikrorauheiten im Lauf entsteht Bleischmieren Es bildet sich ein gleichmäßiger Bleifilm und dieser Film ist erwünscht.

    Er wirkt wie eine Gleitbeschichtung, sorgt für konstante Reibung und stabilisiert die Präzision.

    Deshalb schießen viele Gewehre nach ein paar Bleischüssen besser als „blank“.

    Gold verhält sich etwas anders. Obwohl reines Gold weich ist, hat es andere tribologische Eigenschaften.

    Gold ist zäh, adhäsivind neigt stark zu Kaltverschweißen auf Stahl.

    Es bildet daher keinen stabilen Schmierfilm.

    Es wird ehr schlierig und ungleichmäßig anhaften

    Statt gleichmäßigem Ablagerung bekommst du punktuelle Anhaftungen die dann wechselnde Reibung verursachen. was eine instabile V0 zufolge hat. Eventuell auch eine schlechtere Stabilisierung

    Kurz :

    Blei schmiert, aber kontrolliert.

    Gold schmiert nicht, es haftet

    Ich finde das ist ein sehr interessantes Thema.

    Laufgewichte sind wohl ursprünglich angebracht worden um die Mündung träger zu machen. Nicht um das Gewehr Massiger zu bekommen.

    Ja weiter ein Gewicht vom Schwerpunkt platziert wird, desto schwerer/Träger wirk es für den Schützen. Bzw. desto stärker ist die Wirkung.

    Aber jedes zusätzliche Gewicht am Lauf ändert auch das Schwingungsverhalten des Laufes.

    Hier kommen wir nun zum Lauftuning. Hört sich spektakulär an ist aber im Prinzip nichts weiter als ein Gewicht auf oder am Lauf oder der Laufmündung anzubringen. Und durch verändern der Position den Streikreis positiv zu verändern.

    Das ein Hersteller den Gummiring aus dem Programm genommen hat klingt logisch, da sich mit dem Tuning-Tube viel mehr Verdienen lässt. Das Ergebnis für die Präzision ist das gleiche.

    Ich kenne es so das ein einzelnes Gewicht auf dem Lauf platziert wird und verschoben wird. Das ist zumindest ein günstiger Weg, der zum Ziel führen kann.

    Wenn der Streukreis ehr ein Strich als ein Kreis ist, kann man das mit dem Lauftuning mWn. beheben.

    Das der Lauf sich schon bewegt während der Diabolo sich hindurch bewegt sollte klar sein.

    Der Effekt beruht auf einer Erhöhung der kritischen Knicklast des "biegeweichen" Laufes durch Innendruck und axiale Impulsübertragung.

    D.h. durch den inneren Luftdruck und den Impuls der Strömung erhöht sich die Biegesteifigkeit des "flexiblen Laufes", wodurch es sich aufrichtet.


    Gerne möchte ich auch erzählen was an meinem Gewehr gemacht wurde.

    Ich betreibe ja Fieldtarget und Hunter-Fieldtarget. Für Gewicht gibt es da keine Begrenzung per Regeln.

    Bei beiden Gewehren wurde der Alu-Laufmantel gegen Stahl getauscht. Da wir Outdoor Schießen und das bei jedem Wetter, auch gerne mal mit zweistelligen Temperatur Änderungen über den Wettkampf zu kämpfen habe ich eine Besseres Gefühl wenn am Lauf kein Material mix ist. Das ist aber bestimmt nur Kopfsache.

    X Gewickeltes Carbone Rohr hat den WAK näher an Stahl als Alu, das wäre dann eine leichtere Alternative. Aber wie gesagt Kopfsache.

    Da das WBK pflichtige Gewehr aber eben einiges mehr an Energie hat, springt es halt ein wenig, auch trotz Stabilisators der ja auch ehr dem Recoil entgegen wirkt.

    Um also gut verteilt mehr Masse ans Gewehr zu bekommen, habe ich einfach eine Stahlkartusche genommen. Jetzt hat das ganze wegen dem Laufmantel und der Stahlkartusche vorne gutes Gewicht. Am Hinterschaft habe ich Ausgleichgewichte angebracht um alles in Balance zu bekommen, mir leichtem Übergewicht Richtung Mündung.

    Das System ist zudem gebettet und nur lose mit dem Systemträger Verbunden. Keine Ahnung ob das was bringt.

    Das Gewehr schießt mit dem neuen Laufmantel so wie es ist schon Loch in Loch und das konnte durch Lauftuning nicht verbessert werden. (man muss auch mal glück haben)

    Um die eigentliche Frage zu beantworten. Ich würde Laufgewichte nur anbringen wenn sie zur Verbesserung der Eigen-Präzision führen.

    Um die Mündung Träger tu bekommen würde ich Gewichte ehr am Schaft anbringen.

    Ich möchte gerne auch ein Paar Dinge erzählen. Ausserhalb der ISSF Blase.

    Ich bin Field-Target und Hunter-Field-Target Schütze.

    Beim FT Trage ich eine Schießjacke, diese unterliegt nicht mal im Ansatz den Regel wie beim ISSF/DSB. Da wird keine Stetigkeit, Dicke oder Überlappung getestet oder was auch immer. Anstelle von Knöpfen haben wir da Gurte und die Dinger ziehen wir so eng es geht, zumindest beim Stehen.

    In der normalen FT-Sitzend-Stellung habe ich nur den oberen Bereich der Jacke geschlossen.

    Beim HFT trage ich keine spezielle Jacke. Bei uns gibt es ja keine Ringe, nur hop oder top wie bei Fallscheiben.

    Unsere Luftgewehre wiegen nicht selten zwischen 8 und 11KG.

    Ich habe für mich festgestellt, das ein gut angepasster Schaft mir mehr bringt als eine gut zugeschnürte Jacke.


    Ich frage mich warum es zum Thema Kleidung bei den üblichen ISSF Disziplinen zumindest gefühlt mehr Regelpunkte gibt als beim FT/HFT Regeln komplett.

    Und bitte versteht mich nicht falsch. Ich mache mich hier nicht lustig über irgend einem oder etwas.

    Ich möchte nur zum Ausdruck bringen das ich denke das diese ganze Regelflut die allermeisten Interessenten ehr abschreckt. bzw. hindert sich für den Schießsport zu begeistern. Oder aktiv an Wettkämpfen teilzunehmen.

    Um also auf die Frage des TS zurück zukommen was ich von der Aktuellen Regeländerung halte, sage ich das ich es einfach nicht verstehe warum so eine schöner Sport durch unverständliche Regeln uninteressant gemacht wird, zumindest für mich.

    Bdw. Frohe Festtage.

    Grüße

    Daniel

    Sind wir hier noch im Forum für Schießsport? Mit 8 bar kommt man dann nicht weit.

    Gruss, Marcos

    Lese mal wozu er den Druckminderer benötigt. Er möchte die 200/300 Barr auf 1-16 Bar runter regeln und damit Autoreifen füllen, Filter ausblasen u.s.w.

    Ja, man kann das mit einem Druckminderer und einer 200/300 Bar Flasche machen. Ein Kompressor wäre aber günstiger.

    Nein man verändert kein Wesendliches Teil, man tauscht es aus. Das ist mWn. ein Unterschied.

    Wenn der Austausch-Lauf vom Hersteller(egal ob LW oder FWB) für das Modell bestimmt ist, ist das kein Problem, denke ich. Bin aber kein Jurist. Habe das nur so im Hinterkopf wurde ja alles schon zig mal durchgekaut.

    Die Läufe von Versandhaus-Schneider für die Weihrauchs, werden jedoch als Wechsellauf angeboten, die darf man z.B. nicht selber einbauen. Dazu ist ne Berechtigung notwendig.

    Ich schieße ja Field Target. Sowohl Klasse1 mit 16,3 J als auch Klasse 3 mit 7,5.

    Vorweg, mWn, haben sich die Rundköpfe durchgesetzt weil sie länger stabil bleiben als z.B. als Flachköpfe. Bei Flachköpfen sind die Streukreise bis 20m gut, gehen dann aber bei weiteren Entfernung exorbitant auf.

    Da man FT auf Entfernungen zwischen 9-50m bzw. 9-25m bei 7,5j schießt, haben sich Flachkopf Diabolos nicht etablieren können.

    Das die Kelche Stärker gewandet sind kann ich nicht bestätigen, ehr im Gegenteil.

    Von den Oben getesteten Marken werden im FT grob gesagt nur JSB, RWS und HN geschossen. RWS und HN machen zusammen vielleicht 1% aus.

    AirArm (von JSB hergestellt) und natürlich JSB sind dort die Absoluten Platzhirsche.

    HN, RWS, und wie sie alle heißen werde quasi nicht verwendet. Daher macht es für mich auch keinen Sinn diese auf Rundlauf zu Testen und zu versuchen da Rückschlüsse zu Ziehen.

    Gruß

    Daniel