K8500 willkommen im Forum!
Du hast am Anfang des threads bereits gut zusammengefasst, was hier im Forum geschrieben wurde und sich nochmals in den Antworten der Foristen auf Deine Frage erneut wiederfindet.
Alles anzeigenJetzt lese ich im Forum aber immer wieder, dass die AP20 pro hier und da zickt, nicht genügend verstellt werden kann und man lieber eine andere LP gebraucht kaufen sollte.
[...]
--> Wäre eine FWB65 tatsächlich die bessere Wahl?
--> Oder legt man noch zwei Hunnis
[...]
Oder sind die alle supergenau und auf 10 m macht das keinen Unterschied.
Jack Ryan hat die Hämmerli AP20 gut dargestellt.
Älteren Waffen der 60er bis 90er ist sie klar vorzuziehen, weil:
1. z.B. Feinwerkbau LP65, LP80 und LP100 mit Seiten- oder Unterspannhebeln arbeiten, was insbesondere für Kinder unter 14 Jahre zu schwierig ist, um dann auch noch wiederholt präzise und konkurrenzfähig damit zu schießen.
2. wie Du bereits gelesen hast, die Griffe und Abzüge entweder genaugenommen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt verstellbar waren.
Eine CP88 Competition scheidet leider auch aus. Sie ist ganz wunderbar für Freizeitschützen und zum Bearbeiten von Dosen, aber damit trifft man nicht Loch in Loch. Das kann eine LP65, die im Vergleich zur Walther CP88 dann sogar so etwas wie eine sehr gute Abzugscharakteristik besitzt, besser. Im Vergleich zu einer inzwischen auch älteren Walther LP300 aus Anfang der 2000er würde ich bei der LP65 dann aber doch den Abzug nicht loben wollen...
Und da komme ich gleich mal zu einem für mich, also subjektiv empfundenen Manko der AP20: ich empfinde den Abzug nun verglichen mit anderen Waffen die seit den 2000ern erschienen sind als wenig überzeugend bis unterirdisch (und der Ladehebel ist ein in Bezug auf Haptik und Optik wenig überzeugendes Blechprägeteil mit Plastikapplikation usw.).
Das kann sogar eine alte Feinwerkbau P34 klar besser. Von modernen kugelgelagerten Abzügen gar nicht zu sprechen.
Wenn möglich und wenn es keine Gebrauchtwaffe sein soll, würde ich mir an Deiner Stelle als Neuwaffe, die nicht den letzten Entwicklungsstand darstellt, mal die Walther LP400 ansehen. Der Abzug soll laut einiger Foristen Mist sein, aber ich kann diese Meinung nicht teilen.
Dieses Urteil in Bezug auf den Abzug würde ich über die AP20 fällen, aber auch das relativiert sich dann, wenn man wie gesagt die AP20 mit Wettkampfpistolen vor den 2000ern oder sogar aktuellen Freizeitpistolen vergleicht.
Nun gebe ich nochmal eine Empfehlung ab, wie ich handeln würde, obwohl ich sonst ein großer Befürworter des Gebrauchtwaffenkaufs bin:
Frage Jürgen Pfäffle in Offingen, ob er z.B. eine LP400 als Vorführwaffe günstiger abzugeben hat.
Oder schau doch auf dem Gebrauchtwaffenmarkt.
Z.B. hat eine sehr gepflegte LP 400 mit 2017 erneuerten Dichtungen und Kartusche bis 2027 letztes Jahr im Verein für 600 Euro den Besitzer gewechselt.
Zum Schmöckern ein Vergleich der AP20 Pro mit der LP400 Club
https://www.all4shooters.com/de/shooting/ku…lub-kurzwaffen/
und Waffentests bei Co2air.de
https://www.co2air.de/forum/55-testb…uft-kurzwaffen/?
Mein Fazit: ob Neuwaffe oder nicht, „nimm 200 Euro mehr in die Hand“, es lohnt sich, auch wenn man die Waffe wieder verkaufen möchte, weil man bzw. Dein Sohn sich, wohin auch immer, fortentwickelt.
Viel Erfolg!