Hallo Wilhelm.
Wie AxelA es schrieb: die LV´s versuchen verzweifelt die Vereine und Mitglieder zu halten. Das neue Waffengesetz hat die Verbandspflicht doch nicht zuletzt auf Treiben der bestehenden Verbände, allem voran dem DSB, eingeführt. Diese Bevormundung hat wohl keinen Verein freiwillig in die Arme des DSB laufen lassen, manche aber zwangsläufig.
Durch diese Quasi-Monopolstellung konnten die LV´s ruhig neu investieren. Ein großflächiger Abfall von Mitgliedern war ja nach den Statuten des DSB und des neuen Gesetzes unwahrscheinlich.
Mit dem Problem Rheinland und der Pfalz wurde die Sache erstmals ernst. Konsequenz auf dem Schützentag in Potsdam: Mindesmitgliederzahl auch im DSB eingeführt. Alte Praxis aus 2002.
Als im Bezirk OS dann erstemals ein Antrag auftauchte, der einen neuen LV vorschlug (OS hat im Gegensatz zu dem versuchten Pfalzverband genug Mitglieder) kamen die Anschuldigungen wegen Unterschlagung.
Viel Verbandspolitik, die an der Basis entsprechend aufgefasst wurde. Os hat zwei Kreise verloren, Brhv. Nord hat im März Abstimmung. Große Traditionsvereine spalten sich oder treten aus (Twistringen).
Daneben werden Konzepte erabeitet, die Tradition und die Regionalsportschützen zusammenzuhalten in dem man nur noch Schützen über Kreis SSGs an den DSB meldet. (Keine neue Erfindung, haben bestimmte Verbände seit Jahrzehnten, siehe SSB in NRW.)
Also um auf deine Frage zu antworten: Ja, regional sehe ich durchaus Chancen und hoffe das sich nicht alles trennt. Der SauerländerSB und die Verbände in NRW machen es vor, Passive, Brauchtums- und Sportschützen arbeiten gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit zusammen.
Eine Zusammenarbeit der Brauchtumsschützen in Niedersachsen (immerhin nach Bayern DAS Schützenvereinsland) mit den Schießsportgruppen wird wohl in Zukunft nur noch ausserhalb des DSB praktikabel sein.
Die Schuld hieran liegt in der strukturellen Zusammensetzung der Vereine, aber auch in der Zerstörung des Glaubens an die Verbandsführung. Die war zwar noch nie beliebt, in den letzten Jahrzehnten hat man aber immer geglaubt sie tut das richtige und war bereit sie zu fördern. Das Denkmal LLZ hat dies beendet.