Beiträge von Califax

    Leider wird die AP20 hier im Forum schon wieder mies gemacht, nur weil es vielleicht im Trend ist?

    Ich fahre neben einem "richtigen Auto" (Kombi, Diesel, mehr als 100 kW, Sitzheizung etc. pp.) auch ein elektrisch betriebenes Moped-Auto für den Kurzstreckenverkehr. Dafür ernte ich regelmäßig dümmliche Bemerkungen bis hin zu "gehört auf den Müll". Nein. Alles hat seine Berechtigung, auch die AP20 (von der wir etwa 4 Stück in Benutzung haben, teils Vereinswaffe, teils privat). Nämlich als preiswerte Anfängerwaffe und als Vereinshure.

    Ich glaube schon, die Qualitätsunterschiede ein klein wenig einordnen zu können. Qualität heißt übrigens auch, dass ein Gut gleichmäßig in seinen wesentlichen Eigenschaften produziert wird. Das ist bei der AP20 definitiv nicht der Fall. Ich freue mich für dich, dass du offensichtlich ein besonders gutes Exemplar erwischt hast, Quigley68 dagegen ein extrem schlechtes.

    Die AP20 ist die Billiglinie von Walther. Billig. Billig. Billig. Die perfekte Vereinspistole, da der Standardgriff (aus Kunststoff) sowohl für rechts- als auch für Linksschützen funktioniert.

    Man kann damit auch gut treffen (wie meine jugendlichen Schützen es eindrucksvoll zeigen), aber es ist wesentlich schwieriger als mit einer besseren Einsteiger-Waffe wie z.B. der Steyr LP2.

    FWB P8X, Steyr 10evo und Walther LP500 spielen dann noch eine Liga höher mit. In Leistung wie im Preis.

    Wenn man auf den Groschen achten muss, dann lieber eine gute gebrauchte Premiumpistole, die nicht die aller neueste Linie darstellt (z.B. FWB P44, Steyr LP10, ggf. Hämmerli LP40 oder - mit Abstrichen Walther LP400).

    Ich fülle sehr viele verschieden Kartuschen von verschiedensten Pistolentypen ... die dort verbauten Anzeigen liefern alle eher Schätzwerte. D.h., kurz hintereinander befüllt sind 20 Bar Differenz ganz normal.

    Damit muss man leben. Ich habe eine, die ich persönlich zu meiner Referenzanzeige ernannt habe. Mit der prüfe ich den Füllstand unserer Pressluftflaschen. Wie genau die wirklich ist ...

    Hätte ich so ein Ding, würde ich, wenn der Schlagbolzen gebrochen wäre, mal schauen/testen, ob das Mistding, was ich stark vermute, durchgehend gehärtet ist.

    Dann wäre es ein Produktionsfehler, aber sowas kommt vor (da fällt mir gerade z.B. ein, .... ein Konstruktionsfehler).

    Die Schlabos von Pardini SIND ein KONSTRUKTIONSfehler. Allerdings einer, der behoben werden könnte: Dur RICHTIGES Härten. Kostet aber Geld. Trotzdem ist die Pistole alles in allem offensichtlich das Beste, was aktuell am Markt für Spitzenschützen vorhanden ist. Sonst würden nicht die Weltklasseschützen fast alle auf diese Marke schwören.

    Für einen überschaubaren Betrag (nämlich für einen Wechselverschluss - nicht pro Schütze, sondern pro Mannschaft, wenn man sparen muss) ist man auf der sicheren Seite. Jedes Auto hat entweder ein Reserverad oder zumindest einen Kompressor und Reparaturgel an Bord. Oder man lebt mit dem - für Otto Normalschützen überschaubaren - Risiko. Wie man will.

    dann würde ich das vorher schon prophylaktisch tun

    Würde ich nicht. Denn WANN ein Pardini SchlaBo bricht, weiß nur der Herr im Himmel. Kann auch mit einem neuen passieren.

    Besser ist es, einen Wechselverschluss (mit frischem Schlabo) mit sich zu führen, wenn man ernsthafte Wettkämpfe bestreiten will.
    Den mit frischem Bolzen kann man ja zum WK reintun, den mit dem alten dann zum Training "aufbrauchen" und eben als Backup.

    Der Verschluss ist in weniger als einer Minute gewechselt und eine Waffenstörung hat man ja "frei".

    Hallo Relentless,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Um aber deine Frage sinnvoll beantworten zu können:

    a) in welchem Verband schießt du?

    b) einhändig oder zweihändig?

    c) welche Disziplin genau?

    Im DSB zum Bleistift wird einhändig "Sportpistole 30+30" geschossen - die meisten erfolgreichen Schützen verwenden die Pardini SP,
    wobei man auch recht häufig - je nach Vorlieben und Hanggrößen - auch noch FWB AW93, Walther SSP und Walther GSP sieht - alles Waffen, mit denen man durchaus gewinnen kann.

    Im BDS schießt man beidhändig "Combi" (20 Schuß "Präzi", + 10 Schuß Intervall + 5 Schuß 20 Sec. + 5 Schuß 10 sec.) oder eben nur den Präzi-Teil gesondert. Hier ist die Menge der verwendeten und auch erfolgreichen Waffen schier unüberschaubar, Man kann mit jeder Pistole, die die 10 hält (und das tun die meisten) vorne mitmachen.

    Revolver in KK dagegen haben es etwas schwerer. Erstens haben Revolverabzüge keinen Vorzug und das volle abzugsgewicht ist mit einmal zu überwinden - und sobald man den reinen Präzisionsteil verläßt, ist das Vorspannen (resp. Double-Action) ein echter Wettbewerbsnachteil. einen KK-Revolver legt man sich zu, NACHDEM man eine KK-Pistole hat - nämlich um z.B. Fallscheiben im BDS zu schießen (da nämlich andere Wertungsklasse, ansonsten, wie gesagt, erheblicher Wettbewerbsnachteil in der gleichen Wertungsklasse)

    Es steht doch in der Sportordnung drinnen was wie gemacht werden darf und daran hat man sich zu halten.

    ERSTENS regelt die Sportordnung NUR die Wettkämpfe, nicht das freie Training.
    Das sollte man jedem Schützen und auch den Aufsichten ganz klar vor Augen halten.
    Das darauf herumhacken macht eine irrige Meinung nicht wahrer.

    ZWEITENS Der Standbetreiber darf eigene Regeln - schärfer als das WaffG - erlassen, den er ist der Hausherr, z.B:

    Wenn der Standbetreiber nur 5 Schuss zulässt oder das Schießen in violetten Jacken verbietet - sein gutes Recht.
    Dieses hat die Aufsicht durchzusetzen.

    DRITTENS Der Standbetreiber beruft seine Aufsichten. Hierbei beachtet er im Idealfall die Regelungen seines Verbandes bezüglich der Ausbildung dieser, wenn er in einem anerkannten Verband organisiert ist. ansonsten ist alles gesetzlich geregelt. Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung ungemein.

    VIERTENS Das Schießen ohne Aufsicht ist für ALLE Beteiligten ein Verstoß gegen das WaffG und kann ggf. zur Feststellung der Unzuverlässigkeit führen. Wer Aufsicht führen darf, darf alleine schießen (aber nicht zu zweit, dann ist immer einer Aufsicht).

    FÜNFTENS Wenn bei bestellter Aufsicht die Schützen ohne diese Schießen, gibt es zwei A-Karten: Erste für die Schützen, die ohne Aufsicht geschossen haben und die zweite für die Aufsicht, die ihre Pflicht verletzt hat.

    SECHSTENS Wo keine Anzeige, da auch keine Verfolgung, wo kein Kläger, da auch kein Richter.

    bei dir ein wenig eingeschränkt

    Ich hab dich auch lieb, wegi82


    Der Mann ist mir jetzt schon sympathisch :)

    Jan Eric Aeply war eine Zeit lang Bayerischer Landes-Trainer und führte in dieser Zeit in Bayern die Disziplinen mit der Mehrschüssigen Luftpistole ein, so wie sie heute geschossen werden - abgerüstete Clone von KK-Sportpistole (= MLP Mehrkampf) und KK-Standard-Pistole (= MLP Standard). Zu dieser Zeit war das Schießen auf "Biathlon-Ziele" populär und leitete sich in seinen Regeln von "Rapid-Fire" / ehemals "Olympisch Schnellfeuer" ab. Die Disziplin war schnell (10 Sekunden, 5 Schuss) und sowohl optisch wie auch für den Schützen interessant - man konnte die Treffer leicht sehen - und es machte dem Nachwuchs höllisch Spaß. Wir investierten nach und nach in nicht ganz billige mehrschüssige Luftpistolen und hatten auch einen recht guten Schnellfeuerschützen auf diese Weise gewonnen.

    Dann wurde Aeply Bundestrainer - führte seine Bayerischen Disziplinen ein und im Gegenzug verschwand die Fallscheibendisziplin aus dem Canon der Deutschen Meisterschaft. Damit war sie für Vereine wie dem unseren, die AUCH von der Sportförderung leben, de facto tot. Wie holen die anlagen nur mal raus zum Spaßschießen, aber das ernsthafte Trainieren und somit Nachwuchs an Rapid Fire heranführen können wir zeitlich und personell nicht leisten.

    Weiterhin ist Jan Eric Aeply der Autor der aktuellen Technikleitbilder für das Pistolenschießen des DSB. Diese sind 2006 bis 2009 modernisierte Technikleitbilder der GST der DDR, was übrigens auch nicht verwunderlich ist, da Herr Aeply ja dort das Schießen gelernt hat. Wird aber überhaupt nicht als Quelle erwähnt.

    Darum verstehe ich sehr, dass er dir ausgesprochen sympathisch ist.

    das typische Totschlagargument

    Ich beziehe mich in meinem leicht emotionalen Ausbruch auf Karls Unterstellung, ein "Ballermann" zu sein und dass, so lese ich es aus seinen Postings heraus, nur das statische Löchlestanzen sei echter Schießsport und das "Belustigen" sei kein Job für ernsthafte DSB Trainer.

    Ich habe den Schießsport NICHT in der DDR gelernt, sondern erst seit Anfang der 2000er Jahre nach und nach ausgeübt. Ich bringe aber seit mehr als 10 Jahren jedes Jahr immer so zwischen 5 und 10 Kinder Jugendliche in den DSB Standarddisziplinen zur DM und sie brachten fast jedes Jahr auch Medaillen, auch goldene, mit nach Hause. Also kann unser Training so schlecht nicht sein.

    Wenn jetzt das Argument

    Es soll ja wohl noch Leute geben die einfach schießen wollen, das nun nicht mal auf Leistung, keine hoch ausgebildeten Trainer sind und dennoch mitreden dürfen.

    kommt, dann ist SPASS am Sport doch wohl der treibende Faktor? Woher dann der arrogante ton "nur was ich mache, ist echter Sport" herkommt?

    Unser Erfolgsrezept als recht kleiner Verein in einer Kleinstadt ist, dass wir eben das "ernsthafte Training" (= Orientierung auf DSB Kadernormen und Teilnahme an der DM als Jahresziel) mit Spaß, Spiel und Abwechslung verbinden. Zum Beispiel beim Schießen auf leere Diabolodosen zum Trainingsabschluss. Wir auch denjenigen, die eher dynamisches Talent haben, auch diese Disziplinen von Fallscheibe bis hin zum SpeedSteel anbieten können und das auch tun. Weil auch ich in diesen Disziplinen aktiver und nicht ganz erfolgloser Wettkampfschütze bin. Und unsere Jugend bei diesen BDS-Wettkämpfen jedes Jahr aktiv teilnimmt (und fast immer alle Medaillen vereinnahmt).

    Der Schießsport ist sowas von vielfältig und interessant. Aber es geziemt sich KEINEM Schützen, hochnäsig auf andere Dsziplinen herunterzusehen und sie als "Kirmesschießen" oder "Ballerei" abzuqualifizieren. Der hat nämlich einfach keine Ahnung: "Was der Bauer nit kennt, det frisst er nicht."

    Die Trainer des DSB sind nun mal nicht zu Belustigung des Nachwuchses und ...

    Lieber Karl, BIST Du Trainer? Wie viele (Nachwuchs-)Schützen hast du seit wie vielen Jahren Jahren auf der DM in München gehabt? Wie viele davon Deutsche Meister? Hast Du Bundeskader trainiert?

    Wenn du diese Fragen mit realen Zahlen beantworten kannst, dann können wir gern über "Ballermanns Wahrheiten" und Spaß am Schießsport diskutieren. Wenn nicht ... ja dann. ... Viel Spaß beim weiteren Ruinieren des Schießsports.

    Da stellt sich dann wieder die Frage ob Schießen Sport oder gnadenlose Bespaßung ist?

    Wo bitte gibt es ein Mantra, dass Sport nicht gleichzeitig Spaß machen darf?

    Genau daran krankt der vom DSB organisierte Schießsport übrigens - ich zitiere den Kurzzeit-Bundestrainer Aeply: "Kirmesschießen"

    Allein für dieses Wort könnte ich diesen Menschen auf den Mond schießen! Was der angerichtet hat, geht auf keine Kuhhaut!

    (Abgesehen davon, dass er einer der übelsten Plagiateure gleich nach Guttenberg und Baerbock ist)

    wenn Jugendliche sehen wie mit 14 der Wurfscheibennachwuchs herangezogen wird.

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen, denn reaktive Ziele sind immer wesentlich interessanter als Papierscheiben oder deren elektronisches Derivat. Und Flinte auf fliegende und bei Treffern sich in Wolken auflösende Ziele - SUPER!

    ABER: 14-jährige, also noch im Wachstum befindliche Jugendliche mit dem nicht zu verachtenden Rückstoß einer Trapflinte zu belasten ... dann macht bitte ausreichend Ausgleichsport!

    in Paris steht dann auch Breakdance auf dem Programm!

    Das wäre doch DIE CHANCE für den Schießsport! Im Gangsta-Kostüm während 1 Minute Darbietung möglichst viele reaktive Ziele treffen, wobei vor jedem neuen Schuss ein Move ausgeführt werden muss.