Beiträge von Califax

    (Für die mathematisch Beeinträchtigten: sie hat schon mit 14 Jahren den olympischen MQS geknackt).

    Das ist das Protokoll vom 13. Mai:

    (Duell vor Präzi, weil danach das breitensportliche Volk auf den Stand kam und ich die Duellserien schon mal ohne dauerndes Händeschütteln durch haben wollte)

    Wettkampf 8. Mai: 281 Präzi, 266 Duell = 546 Ringe. Bestes Mädchen der Jugendklasse, nur 3 Jungs von der Sportschule waren besser.

    Training am 10. Mai: 277 Präzi, 275 Duell = 552 Ringe.

    Training + Motivation wirkt. Mit der LP ist sie gut, aber lange nicht so gut.

    Man könnte es so zusammenfassen: Wenn der Verein bzw. der Standbetreiber irgendetwas aus welchen Gründen auch untersagt, dann ist das so. Bei uns darf man z.B. behördlich erlaubt Flinte schießen, aber der Vorstand hat dies aufgrund der massiven Standabnutzung durch Flinten (Gummimatten/Slugs; Holzaufbauten/Schrot) untersagt. Isso.

    Wem das nicht passt, kann und muss woanders, wo es nicht untersagt ist, seine bevorzugten Waffen schießen. Oder eben den Verein wechseln. Oder sich in den Vorstand wählen lassen, um das zu ändern.

    Bei uns würde der Threadstarter gerne KK-Halbautomat schießen dürfen: Fallplatte, Speed, SpeedSteel, Symbolscheibe, Präzision, Zeitserie ...

    Aber im aktualisierten losen Blätterwerk.

    Es KÖNNTE sich auf folgenden Passus der SpO beziehen:

    Ansonsten ist das für mich echt nicht nachvollziehbar. Kann Darf Herr Fournier einfach per ordre mufti neue Regeln erfinden?

    In der Sportordnung war bis dato nichts darüber zu finden.

    Ich wenn ich es gewusst hätte, hätte ich ihn a) nicht gekauft und b) nicht benutzt.

    Gehe nicht zu deinem Fürschd, wenn du nicht gerufen würschd" ... (alte sächsische Weisheit).

    Wenn nichts Konkretes diesbezüglich in der SpO steht (was ich aktuell nicht beurteilen kann und aus der Aussage von Herrn Fournier auch nicht herauslese), hat der KaRi auf der BM richtig gehandelt - und mivo1965 auch. Der Jurist könnte sowas "Verbotsirrtum" nennen.

    wie hoch die Kosten so für Munition bei FP und OSP ist.

    Wie @KaKa bereits schrieb, die 50er Schachtel um 5-6 Euro (Tendenz steigend). Wie verwenden hier größtenteils die SK Standard Plus, die es zur Zeit für 5,25 € bei Abnahme von 10.000 Schuss bei Buinger gibt. Dazu kommen allerdings noch die zum Teil prohibitiv hohen Versandkosten (außer bei Frankonia, die sind da noch sehr günstig (20,- €), dafür kostet die RWS Pistol Match dort bereits 7,70 € je Schachtel bei 5000 Schuss. Muss man also sehen, wie man zur Muni kommt.

    Zum Verbrauch: Im Training SpoPi (1,5 Std.) gehen in der Tat jedes Mal fast zwei Schachteln drauf. Bei Freier Pistole 50 - 100 Schuss, je nach Kondition.

    Bei OSP kamen wir nie unter 3-4 Schachteln, trotz Anschusstraining (1 Schuss, Rest trocken, dann 2 Schuss, Rest trocken).

    Man kann natürlich auch mehr Trockentraining + Scatt mit einbauen, das spart Munition.

    Andere Sozialisierung, andere Kultur.

    Eine meiner 14-Jährigen Mädchen (erstes Jugendjahr) hat, seitdem sie auch SpoPi schießen darf, extrem zugelegt. Weniger bei LP und MLP, aber SpoPi macht ihr einfach mehr Spaß. Ich habe sie gefragt, was das sei. Sie antwortete, dass da einfach mehr "passiere".

    Heute im Training 267 Präzi, 288 Duell - keine "Trainingsweltmeisterin", denn bei der Jugendverbandsrunde war sie das beste Mädchen, weit vor ihrer Konkurrenz aus der Brandenburger Sportschule. Bei LP war sie nur so so lala.

    Wir machen wirklich viel LP, aber haben da nur im Nachwuchsbereich signifikante Zahlen (und Ergebnisse). Ab 18, 19, 20 ... nur noch als Salz aufs Ei - mit ganz wenigen Ausnahmen.

    In meinem Bekanntenkreis zahlen die Eltern, zu den Kosten für den Verein noch Reitstunden, Tennislehrer, Skilehrer, Segelkurse, Trainingslager usw. meist auch noch für Sprösslinge ohne große sportliche Ambitionen.

    Das ist wohl der kleine Unterschied. Unsere Mitglieder und deren Eltern sind nur zu einem ganz kleinen Teil mit dem Goldenen Löffel im Mund geboren worden.

    Quelle: https://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Deutschland / eigene Bearbeitung

    Ich blockiere 5 Stände

    Richtig. Wobei ich in der komfortablen Position bin, Herr über den Standschlüssel und auch über den Nutzungsplan der Stände zu sein.

    Aber es stimmt, für OSP-Training ist dann der halbe Stand für andere Nutzung gesperrt. 3x die Woche 2 bis 3 Stunden (ich brauche jeweils 1/2 Stunde Auf- und Abbauzeit). Wenn ich zwei Nachwuchsschützen hätte, würde sich das aber lohnen.

    OSP und Standardpistole galten als Munitionsverschwendung

    Diabolos gibt es für die Jugend im Verein kostenlos, aber patronierte Munition muss gekauft werden, wenn auch zu rel. günstigen Kursen.

    Das zahlen dann nicht die jungen Schützen, sondern deren Eltern. Ist nicht sonderlich sozial, aber isso ...

    Bei getrennt lebenden Eltern (inzwischen die Norm, nicht die Ausnahme) kann das schon für Spannungen sorgen.

    Warum den das ? Sind doch 2 Wunderschöne Disziplinen.

    Das sind sie, in der Tat!

    Aber: Freie Pistole ist, seit nicht mehr olympisch, für den Leistungssport nicht mehr attraktiv. Außerdem für Anfänger extrem frustrierend.

    Ich hatte mal einen äußerst talentierten jungen Mann, der es hier recht weit hätte bringen können ... - aber seine Mutter musste unbedingt zu ihren neuen Lebenskurzabschnittsgefährten wegziehen und im neuen Verein ist der Junge nie richtig warm geworden.

    OSP liebe ich sehr, aber die hohen Munitionskosten und der erforderliche Trainingsaufwand, um mit den "großen Kindern" auch mithalten zu können, stemmen die Wenigsten. Geld für Muni gibts ja erst ab Bundeskader ... - und da muss man erst mal hinkommen. Dazu kommt, ich habe neben dem Trainern auch noch einen Vollzeit-Brotberuf, der mich zeitlich und mental fordert.

    Eben nicht, die haben eine neue Zielgruppe erschlossen, auch wenn das eigentliche Ziel war sich das Scheißen überhaupt leisten zu können.

    Dieses Argument finde ich gut.

    Btw: Als ich mit dem Schießen anfing, habe ich über KK und Luft gelächelt. Heute trainiere ich Kids mit beidem und finde, auch mit KK kann man richtig viel Spaß auf dem Stand haben. Auch ist es immer noch halbwegs bezahlbar.

    Wenn in Bayern oder anderswo das Blasrohrschießen den Vereinen Zulauf und dieser Zulauf auch für die bisherigen Mitglieder Nutzen bringt:

    Köder dem Fisch schmecken

    dann ist doch alles gut. Für mein Bundesland sehe ich da nicht den Benefit (sh. meine Postings oben), aber ich möchte neue Ideen niemandem vermiesen oder gar verbieten.

    Dafür - ceterum censeo - bin ich den Bayern und insbesondere ihrem Ex-Landes- und Ex-Bundestrainer J.-E. Aepply (einem Ostgewächs, übrigens, dem der westdeutsche Dünger absolut nicht bekommen ist) stinksauer, dass sie ihre Scheiß-MLP-Disziplinen "Mehrkampf" und "Standard" ANSTELLE der OSP-ähnlichen Fallplattendisziplin "MLP" durchgesetzt haben. ZUSÄTZLICH wäre es ein echter Gewinn gewesen, aber anstelle ("Kirmesschießen" - Zitat Aepply) hat es IMHO viel kaputt gemacht: Seitdem es aus dem Kanon der DM verschwunden ist, haben wir einfach keine Zeit mehr, das zu trainieren - denn es zählt für die Sportförderung nur das, "was zählt". und das war eine Disziplin, auf die alle Kiddies echt heiß waren.

    Variante OL (enge Lichthöfe, schmales Kontrollweiß) ist für geübte Schützen mit großer Handruhe und perfekten Augen ideal, weil sehr gut reproduzierbar.

    Variante OR (große Lichthöfe, viel Kontrollweiß) eher für Anfänger und solche mit geringer Handruhe - und solche, die bei Variante 1 Augenkrebs bekommen (z.B. ich).

    Mittels Irisblende kann dann in Grenzen neben dem Korn auch die Kimme und das Ziel relativ scharf gesehen werden - finde ich persönlich sehr angenehm, wenn ich Gewehr 100m über Kümmel+Korn schieße. (Variante 3 in etwa)

    Bei der Pistole bevorzuge ich meine normale Brille (Variante 1-2) - außer bei der 08, die kann ich nur mit Schießbrille + Irisblende überhaupt visieren. Aber ich bin auch seit meinem 3. Lebensjahr Stammkunde beim Optiker (von Augenärzten halte ich nicht so viel und Termine bekommt man ja sowieso kaum).

    Was ich nicht verstehe ist der Aufwand an Energie den Du investierst hier zur Sache.

    Ach, das ist kein Aufwand. Nur meine ganz persönlich Meinung.

    Was mir wirklich wichtig ist, ist dass meine Kinder auch noch weiter mit den im Familienbesitz existierenden Waffeleisen - und da stecken einige Euronen drin! - weiter sporteln dürfen und auch noch meine Enkel.

    Die etwas andere Einstellung zu Vereinen in den östlichen Bundesländern ist ja bekannt, aber wenn man den Verein dann noch stärker als Dienstleistungsbetrieb mit dem Ziel WBK-Erwerb führt, braucht man sich nicht wundern wenn sich deutlich weniger Interessenten angesprochen fühlen.

    Da hast du echt Salz in die Wunde gestreut! Der Trend, den Verein als Dienstleister wahrzunehmen, ist tatsächlich zu spüren: Das "Ich muss nix selber tun, ich lasse ja genug Geld rüberwachsen - und dann hat alles und jeder für mich zu springen." macht uns wirklich zu schaffen. Darum freue ich mich, dass inzwischen junge Leute, die wir seit ihrer Kindheit betreut haben, langsam verantwortungsvolle Posten übernehmen: Sportwart und Stellvertretender Schriftführer. Engagement ist erlernbar und Erziehungssache.

    Es ist allerdings in klein wenig lustig, dass das Auswerfen einer nicht gezündeten Patrone durch alleiniges Zurückziehen des Schlittens als bahnbrechende Innovation (2:30 min) gefeiert wird. Ja, ich weiß- bei so manchen KK-Matchpistolen ist das eine echter Schwachpunkt.

    Gut finde ich, dass die neue GSP auch eine Sicherung hat. Auch das Springen sieht recht moderat aus.

    Interessante Waffe.

    Hatte ich heute am Stand:

    1) Einen Bürgermeisterkandidaten, der, weil er aus der Jungen Gemeinde (Evangelische Landeskirche) stammt, bis heute noch keinerlei Berührungspunkte mit Schützenvereinen hatte. Er hat sich gewundert, dass so mancher aktive Katholik (m/w/d) bei uns aktiv ist - und fand, dass Schießen wirklich Spaß macht. Wir haben ihn Luftpistole, Repetiergewehr (KK, Gebirgsjäger-Karabiner von Norinco) und Selbstladegewehr mit Optik (Ruger 10/22) auf Fallplatten schießen lassen. Mal sehen, ob der den Aufnahmeantrag ausfüllt.

    2) Eine Familie, die geschlossen zu unserem Verein wechseln will. Haben ein Kind, 10 Jahre, hatte heute Probetraining mit Lichtpistole. Kommt nächste Woche zum Training wieder.

    3) Zwei neue Mitglieder, vor 1 Woche aufgenommen, zum zweiten Training mit KK-Pistole (BDS Präzision 25m). Der Ältere bekam von mir die Walther KSP 200, der Schwiegersohn eine Margolin mit Schlittenfang. Nach einer Stunde schossen beide Streukreise von ca, 15 cm mit nur wenigen Ausreißern.

    Den Rest - unsere langjährigen Mitglieder - hat die reguläre Aufsicht (KK/GK - unsere 10 Stände bis 7000 Joule waren brechend voll) bzw. meine Frau (auf dem LP-Stand) betreut (Trainerin CL Pistole).

    Wozu bei uns Blasrohr? Dafür habe ich überhaupt keine Zeit und auch keine sonstige (Wo)Manpower übrig.