Beiträge von Califax

    Wenn die Distanzscheibe relevant wäre, wäre auch bei der Steyr eine im Originalzubehör dabei.

    Erst wieder letztens beim "Die Waffen dürfen ausgepackt werden" - "PUFF!"

    Die Pressluftpistolen werden i.d.R. ohne Sicherheitsfaden im Koffer verstaut, die Fräsungen im Schaumstoff lassen anderes auch gar nicht zu.

    Nach der Kontrolle "Sicher" wird i.d.R. vor dem Verpacken der Hebel runtergedrückt und somit die Waffe gespannt. Kaum jemand entspannt die Luftpistole dabei fachgerecht! Kommt nun der Schütze beim Herausnehmen an den Abzug, lösst das die Treibladung aus - und der Schütze wird ggf. disqualifiziert.

    Das zum Bleistift kann man mit der Distanzscheibe minimieren.

    Ich kann da nur für mich sprechen.

    Wenn ich z.B. auf die Meisterschaft "25m KW Präzision / Kombi" gehe, starte ich i.d.R. mit 1101 (9mm Pistole), 1110 (KK-Pistole ohne Optik), 1106 und/oder 1108 (Revolver.38 bzw. .357) und wenns mich rappelt auch noch 1107 / 1109 (Revolver .44 Spez. / .44 Mag). Dito bei Fallplatte oder Speed.

    Wegen einem einzigen Start setzte ich mich doch nicht ins Auto - bei den Spritpreisen heute!

    Dazu braucht es halt ein funktionierenden Verein, Mitglieder die bereit sind hierbei zu unterstützen und Vorstände, die bereit sind das mitzumachen.

    Mein Lieblingsspruch dazu: "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen." - Ohne entsprechende Masse ist es schwierig, neue Menschen zu begeistern. Wenn man die Wahl hat zwischen zwei Biergärten, geht niemand in den leeren, solange man im vollen noch Platz findet.

    Hat man diese kritische Masse nicht (mehr), dann muss man eben wie ein Verrückter dafür sorgen, dass man zu der Masse kommt.

    Als wir in unserem Verein mit Jugendarbeit anfingen, war diese gerade am sterben. Einen einzigen Nachwuchsschützen hatten wir neben unseren beiden Kindern. Und damals Null Erfahrung. Durch den Sporttag hatten wir die ersten echten Neuzugänge seit langem wieder. Heute trainieren wir regelmäßig ca. 15 Kinder und Jugendliche, von denen 10 dieses Jahr das Ticket zur DM erkämpft hatten. Das stemmen de facto zwei Menschen.

    Allerdings macht man sich damit nicht nur Freunde im Verein: "Ihr tut alles für die Kinder und nichts für die Erwachsenen". Das ist zwar Unfug, aber ich könnte mir tatsächlich wesentlich mehr und bessere Angebote für unsere Erwachsenen vorstellen. "Nur an Blumen fehlts im Revier, sie nimmt geputzte Menschen dafür". Aber woher nehmen und nicht stehlen - das ist der ständige Kampf, immer mehr Mitglieder zum Tun zu bewegen. Ich biete zwar hin und wieder interessierten erwachsenen Mitgliedern auch Trainingsstunden in diversen Disziplinen an, aber eigentlich bin ich mit der Jugend- und Vorstandsarbeit vollkommen ausgelastet neben meinem 40-Stunden-Brot-Nebenjob. Den Hut muss sich jemand anders aufsetzen, der es auch kann.

    Dazu kommt, dass in einem Verein wie dem unseren, der ein extrem breites Spektrum an schießsportlichen und auch traditionsorientierten Möglichkeiten bietet, die Konkurrenz bestimmter Gruppen um die knappen Ressourcen Schießstand, Manpower und Geld organisiert und gerecht ausgeglichen werden muss.

    Btw: Will jemand eine recht gut gehende Restauration gutbürgerlicher deutscher (Zigeunersteak, Bauernfrühstück) und internationaler Küche (Wiener Schnitzel, Spaghetti Carbonara), die aber auch noch viel Potential bietet, zur Pacht übernehmen? Sportschützen (m/w/d) bevorzugt.

    Zitat von Kogge

    Das tendiert auch schon mehr zu Unternehmen hin, die einen Stand haben und Gästeschießen machen wie in den USA. Die haben mit uns den Schützenvereinen überhaupt nichts gemein.

    Wir machen bei Bedarf auch "Gästeschießen" zu Betriebsfeiern, Jugendweihe etc. - die Gruppen bestellen bei unserem Wirt den Tisch und gastronomische Dienstleistungen (Buffet oder a la carte) und buchen beim Verein "für x Personen 1/2 Stunde Großkaliber oder Kleinkaliber oder ..." Da braucht man einen oder zwei verantwortliche Aufsichtspersonen, die auch mit Menschen umgehen können, Leihwaffen, Munition, Scheiben oder - sehr bliebt - Fallscheiben. Die Kalkulation ist i.d.R. etwas mehr als kostendeckend, der Hauptbenefit ist jedoch nicht das eingenommene Geld, sondern die Außenwirkung: a) es macht höllisch Spaß b) ist ja doch nicht so einfach c) das sind ja ganz sympathische Leute und d) die passen auf, dass nichts Schlimmes passiert (Sicherheit!). D.h., wenn man es richtig macht, läßt man sich die Public Relations von der Zielgruppe bezahlen.

    Wenn wir im Prinzip das Gleiche als "Sporttag" für die ortsansässigen Schulen machen (natürlich nur Licht und Luft und in Kooperation mit dem Bogenverein), dann ist unser Marketing ein reiner Kostenfaktor, aber eine Investition in neue junge Mitglieder. Wenn wir dafür (Förder-)Geld bekommen könnten, würden wir das natürlich mit Kußhand nehmen.

    Wenn Du also nicht tatsächlich einen an der Waffel hast, kommst Du da gut durch.

    Davon gehe ich aus, solange der Seelenklempner nichts gegen Waffennarren hat.

    Mein Sohn berichtete mir im Prinzip das Gleiche wie Helldriver .

    Edit:

    Waffennarren reden über Seelenklempner.

    Irgendwie putzig.

    Klempner ist ein ausgesprochen ehrbarer Beruf, bei dem m.W.n. immer noch Meisterzwang herrscht.
    Der Meister Klempner kennt sich mit Gas, Wasser und Scheiße aus - und wie das alles in den richtigen Bahnen läuft, so dass es der Kunde im Idealfall gar nicht mitbekommt und dadurch gestört wird.

    Der Seelenklempner macht eigentlich fast das Gleiche, ich möchte gar nicht wissen, mit wieviel Unappetitlichem er dabei in Berührung kommt.

    Mein Sohn hat vor Kurzen genau diesen Antrag gestellt. Vorstellig geworden bei einem örtlichen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wurde dort im Gespräch begutachtet und bekam dann ein entsprechendes Gutachten zugeschickt, dass er wiederum an die Behörde mit seinem Antrag auf Erlaubnis zum Erwerb einer großkalibrigen Waffe weiterleitete.

    Da wir bislang noch gar nichts gehört haben, gehe ich davon aus, dass der Antrag von der Behörde sorgfältig wie jeder andere Antrag auf Voreintrag geprüft wird (Polizei, Staatsanwaltschaft, Verfassungsschutz, NABU ...).

    Wichtig ist, dass man bei dem begutachtenden Seelenklempner die letzten 5 Jahre NICHT war.

    § 130 StGB Volksverhetzung

    (1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

    1.gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
    2.die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.


    (2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

    1.einen Inhalt (§ 11 Absatz 3) verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht oder einer Person unter achtzehn Jahren einen Inhalt (§ 11 Absatz 3) anbietet, überlässt oder zugänglich macht, der

    a)zum Hass gegen eine in Absatz 1 Nummer 1 bezeichnete Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer in Absatz 1 Nummer 1 bezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung aufstachelt,
    b)zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen in Buchstabe a genannte Personen oder Personenmehrheiten auffordert oder
    c)die Menschenwürde von in Buchstabe a genannten Personen oder Personenmehrheiten dadurch angreift, dass diese beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden oder

    2.einen in Nummer 1 Buchstabe a bis c bezeichneten Inhalt (§ 11 Absatz 3) herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, bewirbt oder es unternimmt, diesen ein- oder auszuführen, um ihn im Sinne der Nummer 1 zu verwenden oder einer anderen Person eine solche Verwendung zu ermöglichen.

    Ich schau es mir mal an, wenn es in der Mediathek ist.

    Aus anderen Foren vernahm ich, dass es blanke Hetze (unter Zuhilfenahme des gesamten Werkzeugschrankes) gewesen wäre.
    Das wundert mich allerdings bei dem Moderator in keinster Weise. Aber mal sehen ...

    Und wo findet man das ich mit der Waffe den ganzen Wettkampf schießen muss oder darf ich wechseln?

    Wechseln nach einer Störung oder "einfach so"?

    Zitat

    0.8 Defekte und Störungen (Ausnahmen siehe Fachteile)
    0.8.1 Störungen an Waffen und Munition
    Hat ein Schütze einen Waffen- oder Munitionsdefekt, so kann er diesen beheben oder den Wettkampf mit
    Erlaubnis der Schießleitung, die auch eine Zeitgutschrift erteilen kann, mit einer anderen zugelassenen
    Waffe fortsetzen.
    (Für mehrschüssige Luftpistole, Pistole 25 m, Flinte, Armbrust, Sommerbiathlon und
    Vorderlader siehe besondere Regeln).

    Da "Gewehr" nicht unter die Ausnahmen fällt, kannst du nach Defekt die Waffe wechseln. Die Ersatzwaffe hat aber auch den jeweiligen Regelungen der Disziplin zu entsprechen (Kaliber, Visierung ...)

    Das eine schließt das Andere allerdings nicht aus. Der Schützensport in jedem Verein besteht nicht nur aus Leistungssport, sondern auch aus dem Breitensport und das tangiert nicht das Anzapfen der Fördertöpfe.

    Darum schrieb ich "Querfinanzierung". Wir erhalten Geld aus den Fördertöpfen für Leistungssport und können uns darum auch manches für den Breitensport (Großkaliber) leisten, wofür sonst kein Geld da wäre.

    Manche Sachen sähe ich als problematisch an, so auch das Lichtschießen, da akzentuieren Califax und ich die Bewertung etwas unterschiedlich.

    Ich sehe durchaus die Gefahr und habe Bauchgrummeln, dass 2023 das Lichtschießen und auch Blasrohr als gleichberechtigte Disziplinen in die DSB-SpO aufgenommen wurden. Ich sehe diese Aktivitäten ausschließlich zur Gewinnung von Nachwuchs unter 12 Jahren und als Trainingsmöglichkeit. Wer 6 Monate Lichtpistole "geschossen" hat, bevor er an die LP durfte (Alter), der hat eine wesentlich verkürzte Lernkurve. Auch auf Veranstaltungen ist das durchaus brauchbar, um gute Öffentlichkeitsarbeit zu machen.

    Aber ALLE Lichtschützen freuen sich riesig auf "ihre" LP. Jetzt werden gerade 3 "meiner Kinder" in den nächsten Tagen 12 - wir haben ihnen bereits letzte Woche LPs nach Größe, Hand und Leistungspotential zugeordnet und auf die Koffer ihre Namen geklebt. Es war richtig niedlich, wie sie sich dann von "ihren LPs" verabschiedet haben. Was jeepern die darauf, die dann auch schießen zu dürfen!

    Viertens: echtes Sponsoring ist wichtig, aber institutionelle Förderung ist oft nicht der Bringer und macht sehr viel Aufwand.

    Ja, wem sagst du das ... - auch immer eine Frage der Manpower und des Geschickes derer, die die Manpower leisten. Man kann nur mit den Ochsen Stroh dreschen, die man hat.

    Die hier oft als Heilmittel angebotene Erweiterung des Angebots ist es aber sicher nicht.

    Überlege als erstes, was du wirklich willst.

    Dann wirst du das machen, was dazu führt, dass du es bekommst. (Du wirst damit zumindest die Chancen dazu erhöhen)

    Ich persönlich möchte, dass ich mein Hobby - das Schießen mit erlaubnispflichtigen Waffen - möglichst lange noch ausüben kann und dass dies auch meine Kinder, ebenfalls Sportschützen, auch tun können.

    Darum werde ich alles versuchen, den Schützensport mit erlaubnispflichtigen Schusswaffen zu fördern. Da z.B. das Lichtschießen dazu führt, junge Menschen an den Schießsport heranzuführen, unterstütze ich das. Auch der Leistungssport ist diesem Ziel zuträglich. Wir bringen jungen Menschen bei, wie interessant und vielfältig der Schießsport ist und dass er Spaß macht und auch die sog. "Soft Skills" fördert. Jeder einzelne Sportschütze mit eigener WBK mehr sichert unser längerfristiges Überleben.

    Wenn wir nur noch mit Laser (oder Blasrohr) "schießen" dürfen, bin ich definitiv raus. Nicht mein Spiel.

    Viele begreifen nicht, oder wollen nicht begreifen, dass es auch viele Schützen gibt, die den Schießsport nicht auf einem höheren Niveau ausüben wollen, sondern rein breitensportlich, Just4Fun nachgehen.

    Das kostet Geld.

    Will man Fördertöpfe anstechen, geht das fast nur über Leistungssport. Das muss man einfach verstehen. Just for fun ohne Querfinanzierung durch Leistungssport müssen die Schützen dann auch selber bezahlen. Oder man bleibt auch spaßtechnisch auf Niveau 1970.

    Trifft aber eben nicht auf jeden Verein zu, egal welche Sportart.

    Es werden noch viele Vereine qualvoll verenden.

    Das hängt immer davon ab, ob und in welchem Ma0e man die Bedürfnisse der "Kundschaft" befriedigen kann.

    aber wie groß ist die Bereitschaft ein Amt bzw. Verantwortung zu übernehmen?

    Das ist allerdings die Achillesferse. Leider viel zu wenige - aber wir haben bereits 2 aus meiner ehemaligen Jugendgruppe im Erweiterten Vorstand, somit besteht Hoffnung. Das Prinzip "Vorbild" scheint doch immer noch zu wirken.

    Btw:

    In der Sportordnung steht als Startsignal für so einige Disziplinen als Startsignal "3–2–1–START" -

    und
    "Bei optischer Signalgebung beginnt die Schießzeit mit dem Erlöschen der Ampel nach drei Sekunden

    (± 1 Sekunde) und endet mit dem erneuten Aufleuchten." (Mehrschüssige LP, 2.16)

    bzw.
    "Beim Kommando START ist der Zeitmechanismus zu starten.

    Die Schützen müssen bei >1< die Fertighaltung eingenommen haben.
    Das grüne Licht oder die Scheiben müssen drei (3) Sekunden (±1 Sekunde) nach dem Kommando START
    erscheinen." (25 m Schnellfeuerpistole, 2.30)

    sowie
    "Mit dem Kommando 3–2–1–START wird dann die Serie gestartet.

    Das Ende der Schießzeit erfolgt mit dem Kommando STOP." (25 m Pistole/Revolver - 2.53/ 2.59/ 2.55/ 2.58)

    Praktisch sind doch inzwischen alle modernen Anlagen so, dass man bei "Achtung" den "Mechanismus" startet und dann nach 7 Sekunden das Signal automatisch kommt. Das "3-2-1" funktioniert doch nur bei alten Anlagen, die noch eine Vorlaufzeit von 3 Sekunden haben.

    OK, mLP ist inzwischen ja sowieso praktisch nur noch Landesprogramm, seit Aepply es von der DM gestrichen hat. 25m Pistole/Rev. wird sicher hauptsächlich noch auf alten Drehanlagen schossen.

    Aber Schnellfeuer 2.30 doch zumindest im Leistungsbereich auf moderne Anlagen von Meyton oder SIUS - und da hat man eine Vorlaufzeit von 7 Sekunden. Was ist denn nun richtig?


    PS:

    Wenn ich Feldarmbrust schieße, muss ich da zwingend 1 Unterhemd, 1 T- oder Poloshirt, 1 Pullover oder Sweatshirt und noch Trainings- oder Regenjacke tragen - auch im Hochsommer? Das erschießt sich mir nicht ganz aus Text und Bild zu 5.5.3. DANKE!