Beiträge von Califax

    Das finde ich ein gelungenes Video.

    Ich nicht.

    Zitat

    Gerade weil das Schießen mit Ordonnanzgewehren in Thüringen schon seit vielen Jahren erfolgreich Anklang findet.

    Es wurde gar nicht die Verwendung des K98 im Ordonnanzgewehrschießen beleuchtet.

    Warum fand ich das Video nicht soooo prickelnd?

    Ich bin ein großer Fan des Schießens mit alten Militärgewehren, habe selbst ein Schweizer G11 (mein bevorzugtes Gewehr dafür), eine langen Schweden M96 und noch ein paar Russen und Finnen in 7,62x54R im Schrank. Und einen Lee-Enfield mit Diopter in .303.

    Diese Gewehre schieße ich auf Präzision, nicht "taktisch". Dazu hat jedes dieser Gewehre seinen (Trage-)Riemen, denn der gehört für mich zum präzisen Schießen einfach dazu. Ohne Riemen = Wackelhand,

    JEDES meiner Ordonnanzgewehre hat seine eigene Geschichte, die ich dem geneigten Publikum auch gerne erzähle. Zum Teil das Gewehr selbst, zum Teil eben seine Gattung.

    In dem Video hier habe ich nur Allgemeinplätze gehört. Rotnacken Ray - das kannst du besser!

    Und ihr wundert euch, dass es immer weniger Schützen gibt, die sich sowas antun?

    Hat es irgendeinen Einfluss auf das Schießergebnis, ob ein Schaft oder ein Laufgewicht 1cm vor oder hinter dem Punkt der tiefsten Auflage liegt?
    Oder vielleicht viel mehr, welchen Trainingsgrad der Schütze hat?

    Vielleicht sollte man besser Training als sportlich unfair verbieten.

    Auch der Pistolensektor ist ziemlich durchorganisiert, aber solche Regel-Auswüchse sind uns fern.

    Wenn ich mir das so anschaue - ich werde mich in Zukunft standhaft weigern, bei Gewehrmatches als KaRi zu fungieren. Ich bleibe bei den Sachen, die ich verstehe und von denen ich (etwas) Ahnung habe - Kurzwaffen und Vorderlader.

    Eine meiner jungen Schützinnen hat Probleme mit ihrer LP-Kartusche von Pardini (neues System).

    Sie verliert Luft. Werde ich bei Schleo rügen und um Ersatz bitten.

    Jetzt habe ich mal geschaut, was die kosten und bin fast vom Stuhl gefallen: Unter 225 Ocken für eine Neue und 179,- für eine mehrere Jahre alte - und keine von preiswerteren Ersatzherstellern wie 10,9 - das ist ja echt Wucher! Der fast doppelte Preis wie für die Konkurrenzprodukte! Und dann mit diesem "mechanischen" Manometer, das kompletter Müll ist.

    Selbst in Österreich bin ich bei Keckeis nicht fündig geworden.

    Gibt es keine günstige Bezugsmöglichkeiten?

    Die FWB P85 sollte der inzwischen betagten Steyr LP50 überlegen sein.

    Auf Fallplatte jedoch dürfte es keinen signifikanten Unterschied geben, eher in der Präzision (der Steyr-Abzug ist bei der LP50 kein echter Matchabzug!).

    Was die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit betrifft, werden wir sehen. Ich hoffe, da hat FWB dazu gelernt. Wir haben eine ältere FWB 5-schüssige LP (genauer Typ mir jetzt aus dem Gedächtnis nicht vorhanden) - die funktionierte eine Weile hervorragend, dann störte sie und wir haben wirklich viel Geld für zwecklose Reparaturen ausgegeben. Das Putzige ist: Die muss man WARMSCHISSEN, dass sie funktioniert! Also vor dem Match so 10 bis 15 mal schnell leer durchrotzen, dann ging sie. Aber das entspricht leider keinem Reglement. Seitdem liegt sie als Reserve im Schrank.

    Da ich eine sehr weiche Zwischenladung verwende (kein Gries), braucht mein Hege-Uberti ein klein wenig mehr.
    Die Tabellen sind ganz nett, aber immer nur für einen Typ Waffe und auch eine Gesamtlaborierung stimmig.

    Ich habe das für meinen Revolver ausgetestet, denn eigentlich bin ich ein fauler Mensch und würde sonst meinen Pulverspender einfach auf 16 Grains einstellen - passend für Pistole .44, Revolver .44 und fürs Gewehr einfach 2x den Hebel ziehen (was ich wirklich so mache beim Gewehr)

    Es gibt so viele schöne Aus- und Weiterbildungen. Aber viel zu wenig Esel, die dann auch ANDERE trainieren. Ich schrub schon weiter oben: Jedes Jahr bildet der LV bestimmt 10-15 C-Basis-Trainer aus. Das wären in 10 Jahren 100 bis 150. Aber in der Zeit, seitdem ich aktiv trainiere, hat sich die Zahl der mir bekannten aktiven Trainer nicht wesentlich verändert. Man kann schon froh sein, wenn für altersbedingt ausfallende Kollegen und Kolleginnen 1:1 Ersatz nachkommt.

    Unsere zwei Traineranwärter, die uns inzwischen seit gut einem Jahr immer mehr im Training unterstützen, können auch schon sehr viel - lerning by doing - und sind auch alleine vollkommen handlungsfähig mit LP und Licht. Wir sind da extrem froh und dankbar für!

    Btw: Die Qualität des Trainings hängt sicher nicht nur von der Kompliziertheit der "Ausbildung" (dem Lizenzerwerb) ab.
    Und mit "nur" meine ich nur. Den größten Kompetenzsprung, den ich selber an mir verspürt habe, hatte ich durch die Ausbildung zum Trainer C-Leistung.

    Wenn zum Beispiel meine Tochter auf dem Stand andere trainiert - und sie hat keinen Trainerschein - macht sie das extrem gut und sieht Verbesserungsmöglichkeiten, die ich übersehen habe. Sie war ja auch einige Zeit im Bundeskader. Ich kenne auch mindestens einen B-Trainer, den kann man dagegen in der Pfeife rauchen. Das Scheinchen ist kein Garant für hohe Qualität.

    Beispiel: In BY gibt es einen Erlass, dass es keinerlei Mindestalter für die Ausnahme von der Alterserfordernis gem. WaffG gibt und wie die Behörden im Einzelnen mit solchen Fällen zu verfahren haben.

    In Sachsen sieht das KOMPLETT anders aus, jede Behörde macht sich diesbezüglich ihre eigenen Regeln. Mit unserer Behörde komme ich hin, ist aber WEIT weg von dem, was in BY das Staatsministerium anweist.

    Wie gesagt, nur ein Beispiel - wir leben immer noch im Kleinstaatentum. Und darum ist euer VÜL außerhalb der Grenze des Freistaats Bayern nichts wert. Würde der DSB ihn offiziell anerkennen, sähe die Sache anders aus.

    Du hast mich nicht verstanden. Ich meine die Hostien, die konsekriert wurden.

    Oder mit anderen Worten: Was der bayerische Beamtenapparat durchwinkt, wird vom sächsischen Beamtenapparat nicht automatisch anerkannt.