Beiträge von Califax

    Das mit dem Ölen des Gewindes der Kartusche kommt mir auch etwas komisch vor,

    Eigentlich nicht. Bei den älteren Kartuschen der Hämmerli (Walther) AP20 war das leichte fetten überlebensnotwendig. Das Innengwinde der Kartuschen war aus extrem weichem Alu, das Außengewinde der Pistole und der Adapter aus hartem Edelstahl. Ich habe selbst mit eigenem Auge da "Steckgewinde" gesehen, wo das Innengwinde der Kartusche sich als Alu-spirale verabschiedete. Der Rat des Walther-Series war damals: "Fetten / ölen". Zum Glück hat sich seitdem bei dieser Firma das Gewindematerial verbessert.

    Ich habe verstanden dass man den Fire und Dry-Fire Modus nur im gespannten Zustand betätigen darf da es sonst zu schäden kommen kann.

    Ich selber schieße keine Pardini-LP, aber inzwischen hat unser Verein ein paar davon gewonnen, einige Mitglieder haben auch einige gekauft ... - insofern habe ich da schon ein klein wenig Erfahrung.

    In der Regel läßt sich der Hebel für Dry/Fire nur dann betätigen, wenn die Waffe "das will". Solange die Betätigung ohne Kraftaufwand möglich ist, passiert da absolut nichts.

    Gilt das auch beim Kartuschenwechsel?

    Nein. Rausschrauben, an Adapter anschrauben, füllen, wieder an Waffe anschrauben - ggf. muss man, um den Fülladapter an der Flasche dicht zu bekommen, mit einem entsprechenden Schlüssel nachziehen (kenne ich wirklich nur von Pardini, aber nicht von allen Pardini-Adaptern).

    das man das Gewinde des Adapters mit einem Feinmechaniker Öl benetzen soll.

    Hin und wieder. Schont das Gewinde. Und GANZ WENIG!!!! davon. Tröpfchen auf die Fingerkuppe und dann vorsichtig auf das Außengewinde "einmassieren". Wenn man es weglässt, auch nicht schlimm.

    Mag ja sein, daß das Spaß macht, mit Sportschießen hat das aber wenig zu tun. Ich verbinde Sportschießen immer mit Präzionsschießen.

    Das ist übrigens eine sehr verengte Sicht. Oder sind etwa Trap und Skeet kein Sportschießen? sind sie doch olympisch?

    https://olympics.com/de/video/highl…iele-paris-2024

    Zitat

    würde ich eher in die ungeliebte Kategorie 'ballern' einordnen.

    Was das jetzt mit diesem Forum zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    Eine Aussage, die bei dir unter "freie Meinungsäußerung" fällt, aber als Jan-Eric Aeply Bundestrainer war, hat er dafür gesorgt, dass "Mehrschüssige Luftpistole" (auf Ziele ähnlich wie Biathlon, sozusagen die Vorstufe für Rapid fire) aus dem Programm der Deutschen Meisterschaft genommen wurden - weil es seiner offiziellen Aussage nach "Kirmesschießen" wäre. DAS WERDE ICH IHM NIE VERZEIHEN. Er möge dafür in der Schützenhölle schmoren! Was für ekelhafte Arroganz und bodenlose Dummheit! Das war eine sportliche Disziplin, die die Jugend geliebt hat. Da haben sie sich noch um die wenigen MLPs gekloppt. In Dresden haben je 3-4 Nachwuchsschützen eine MLP gehabt. alles Vergangenheit. Heute, wo ich 5x mehr Nachwuchsschützen als damals betreue, reichen unsere 6 MLPs locker. Und "Standard" (20 Schuss Präzision, danach 4 Serien 20 Sekunden) ist komplett unbeliebt.

    Lieber jogo08 - der Schießsport ist wohl der Sport mit dem weitesten Feld an Disziplinen und Ausprägungen. "Sport" heißt, dass nach entsprechende Wettkämpfe REGELN ablaufen. Es mag Sport geben, der dem Einzelnen nicht zusagt, aus verschiedenen Gründen - ich mag z.B. weder Boxen (mir zu brutal und mit gewollter Körperverletzung verbunden) und Fußball (mir zu banal). Aber das ist meine persönlich Präferenz - ich würde nie abstreiten, dass Boxen oder Fußball Sport wäre. Aber das machen viele "Löchlestanzer" auf der einen Seite und ich muss - leider - die Gegenbewegung auf der anderen Seite, der Seite der Dynamiker (z.B. IPSCler) auch beobachten. Sehr, sehr schade - und vor allem strunzdumm. Sowohl als auch.

    Das schreibe ich als Trainer Leistungssport, der jedes Jahr - und das schon lange - mehrere Handvoll Nachwuchsschützen zu Deutschen Meisterschaften begleitet, die auch regelmäßig auf den Treppchen stehen und der selber auf diversen Feldern des Schießsportes aktiv und nicht ganz erfolglos ist.

    der DSB schafft es einfach nicht, bestehende Regeländerungen- bzw. anpassungen in die (jeweils neue) SpO. einfließen zu lassen. Wenn ich mir so anschaue, was da seit über 10 Jahren! an teilweise heute noch gültigen TK-Zetteln oder "Der KaRi weiß das"-Blättern so "herumfliegt" und bis heute nicht in der SpO. steht...

    Das ist einfach Irrsinn. Ich verstehe, wenn innerhalb eines Sportjahres eine KLARstellung kommt oder redaktionelle Fehler berichtigt werden - aber das hat spätestens in der nächsten Vollversion drin zu stehen oder "kann weg".

    Auch eine Sportordnung muss - wie auch ein Gesetz - Normenklarheit verschaffen. Alles andere ist Willkür.

    (Und - wie ich mitbekommen habe - hat sich der BDS fast dem gleichen Schlendrian verschrieben und nennt das "Kommentar zu, Sporthandbuch" - da ist aber wenigstens alles zusammen, nicht auf 10 verschiedenen Webseiten und 50 zusammenhanglosen und unsortieren Dateien verstreut.)

    Im Netz bin ich bei der Diana Airbug / Bandit hängen geblieben. Sie erfüllte ziemlich gut meine Kriterien. Als ex Sportschütze erwarte ich schon eine gewisse Präzision,

    Wahrscheinlich nicht ohne Grund ist mir diese Waffe noch nie untergekommen, weder im Netz noch auf dem Schießstand.

    Willst du was mit der LuPi reißen, gibt es aktuell die Hersteller Steyr, Feinwerkbau, Walther, Pardini, ggf. noch Morini und Tesro. Alles andere kannst du sportlich abhaken und reines Plinking veranstalten.

    Tut mir leid, genau das ist NICHT der Fall, und genau dort lag und liegt das Desiderat.

    So war es zumindest in dem Schießsportleiterlehrgang, den ich vor ca. 15 Jahren absolviert hatte. Incl. praktischer Einlagen.

    sind gerade die Lehrgänge zum Schießsportleiter trotz des Qualifikationsplans des DSB immer noch ein bisschen Freistiel

    Nicht nur die. Habe Trainer CL in Dortmund gemacht, meine Frau CL in Suhl - das waren komplett unterschiedliche Lehrgänge, kaum Überschneidungen. Wir haben unsere Aufzeichnungen nebeneinander gelegt. Vielleicht haben wir darum sozusagen gemeinsam das volle Programm mitbekommen?

    Warum das so ist, und was vielmehr zu tun wäre,

    Hast du dir die Präsentation der DSJ zur JuBaLi, die ich dir per PN geschickt habe, mal durchgelesen? Was sagst du dazu?

    Und da wundert man sich dann über die babylonische Sprachverwirrung.

    Da bin mal ausnahmsweise nicht Deiner Meinung. Es fehlt in dieser Ausbildung - zumindest wenn sie den Regeln des DSB folgt - die fachliche Komponente zum Luftpistole- / Luftgewehrschießen (LP/LG).

    Der Schießsportleiter kann den Schießbetrieb aufbauen und betreuen

    Dazu sollen unter anderem folgende Kenntnisse vermittelt werden:

    Grundlagen zur Planung und Gestaltung des Schießbetriebes

    Organisation von Training und Wettkampf
    Einsatz von Hilfsmitteln im Anfängertraining

    Da muss ich dir - unter Zuhilfenahme Deines Postes widersprechen. Zumindest in meiner, ok, schon lange Jahre zurückliegenden Schießsportleiterausbildung wurden die allergrundlegendsten Technikelemente von LG und LP vermittelt - nämlich den Pistolenschützen das Luftgewehr und den Gewehrschützen die Luftpistole. Sehr rudimentär, natürlich. Anfängertraining wird beim DSB üblicherweise Druckluft (und maximal KK) gesehen.

    Aber dass die von mir gefetteten Auszüge aus der Richtlinie wenigstens etwas Methodik / Didaktik enthält, dürfte klar sein.

    Den Schießleiter z.B. habe ich in einem anderen Verband gemacht, daher, wie im anderen Post erwähnt, finde ich es so schade das der DSB diese Qualifikationen nicht anerkennt.

    Schießleiter (z.B. BDS) und Schießsportleiter (DSB) sind vollkommen unterschiedliche Lehrgänge. Der BDS-Schießleiter soll BDS-Wettkämpfe ausrichten, leiten und auswerten können. Der DSB-Schießsportleiter dagegen hat eher die pädagogische Komponente, Unbedarfte an den Schießsport als Anfänger-Breitensport heranzuführen (nur Luftpistole/Luftgewehr).

    Beide Scheine waren bislang der Schlüssel, alleine schießen zu dürfen, da damit die Qualifikation Schießaufsicht verknüpft wurde.

    Heute wird das mehr getrennt - heutzutage gibt es in den Verbänden den Kurzlehrgang (meist nur 1/2 Tag) Aufsichtsführung, manchmal ist das sogar schon in der Sachkunde (z.B. DSB) enthalten.

    Und überhaupt scheint eine babylonische Sprachverwirrung selbst innerhalb einzelner Verbände zu herrschen. Die Verbände und ihre Schützen schaffen es, noch kompliziertere, noch mehr sich selbst widersprechende Regeln aufzustellen, als es kaum das WaffG kann.

    Ich fände es gut wenn es eine Art, Übungsleiter oder Trainer Light geben würde

    Den gibt es. Nennt sich Schießsportleiter und beinhaltet die grundlegendsten Fähigkeiten, eine kleine Übungsgruppe zu übernehmen. Ist die Basisqualifikation für alle weiteren (höheren) Lizenzen - Vorteil: muss nicht alle paar Jahre erneuert werden. Nachteil: Wird inzwischen (zumindest bei uns) nicht mehr für die Breitensportförderung berücksichtigt.

    Abgesehen davon ist ein Schein einfach nur ein Schein. Meiner Erfahrung nach sagt der relativ wenig über das wirkliche Können eines Menschen aus. Aber wir sind Deutsche, wir lieben unsere Lizenzen und Qualifikationsbezeichnungen, nur noch von den Österreichern getoppt.

    Allerdings ist der Weg bis zum Trainer C Breitensport auch nicht ohne. Ich hatte darüber nachgedacht den Trainer C zu machen. Nachdem ich gesehen habe wie hoch der Aufwand, zeitlich und finanziell ist, habe ich davon Abstand genommen.

    Das finde ich sehr schade. Soooo schlimm ist es auch nicht. Aber ein paar WE gehen da schon drauf in dem einen Jahr. Über das Finanzielle habe ich ja bereits oben abgelästert.

    Ich bin sehr froh, in meinem Verein inzwischen 3 Mitstreiter gefunden zu haben, die dieses Jahr die Trainer C Basis-Ausbildung machen wollen - zwei davon haben wir selbst als Jugendliche ausgebildet und sind inzwischen im erweiterten Vorstand, die Dritte ist Mutti einer Schützin, die richtig Blut geleckt hat. Die Mutti und der eine Vorstand unterstützen uns bereits seit über einem Jahr jede Woche beim Training, die sind inzwischen richtig fit. Ich bin so happy!!!

    Wirklich ärgerlich ist auch, das die verschiedenen Verbände, Schießleiter, Standaufsicht usw. kaum gegenseitig anerkennen.

    Bemerkenswert ist, dass der BDS hier zumindest bezüglich Jugendaufsicht eine Menge fremder Lizenzen anerkennt, z.B. auch den DSB-Trainer. Der DSB dagegen erkennt da nichts Fremdes an.

    Für die Kampfrichter ist meines Wissens zumindest in Hessen der Lehrgang kostenlos (wenn keine Unterkunft erforderlich ist), trotzdem sind die Lehrgänge nicht gerade überlaufen.

    Sehr löblich! OK, war bei uns nicht wirklich teuer, dass man drüber nachdenken müsste.

    in Hessen gibt es im Verband ca. 1000 Vereine. Wenn also jedes Jahr 20 neue Trainer ausgebildet werden,⁷ würde es auch ohne dass wer aussteigt 50(!) Jahre dauern bis jeder Verein einen Eigenen hätte.

    Laut Homepage des SSB gibt es in Sachsen ca. 140 DSB-Vereine. Da wären in 10 Jahren bei jährlich 15 Absolventen jeder Verein 1x bedient - im Durchschnitt. Trotzdem sehe ich bei uns in den anderen Vereinen kaum aktive Trainer, wahrscheinlich weil:

    Dass in den Lehrgängen trotzdem regelmäßig Kandidaten dabei sind, die gar nicht erst vorhaben wen zu trainieren (und vielleicht in einen Jedermann-Lehrgang besser passen würden) will ich dabei gar nicht bestreiten.

    Und wer keinen hat, kann keine Fördermittel für das (Jugend-)Training aus dem Landessportbund und meist auch der Kreis- und Gemeinde-Sportförderung erhalten. Dafür ist der C-Trainer Breitensport nämlich (in Hessen) die 'niedrigste' Lizenzstufe (im Turnverein vergleichbar mit den 'Übungsleitern' für alles von Kinderturnen bis Rollatortanz).

    Das ist häufig der Grund, dass Vereine Mitglieder zum Trainerlehrgang schicken. Pro 10 DSB-Mitglieder kann man (zumindest bei meinem LSB) einen Trainer geltend machen, auch ohne Jugendarbeit.

    Auch Vereine mit ernsthafter Jugendarbeit (Förderung pro 10 Mitglieder unter 18) kann man bei uns mit der Lupe suchen. Im Pistolensektor eine gute Hand voll, im Gewehrsektor wahrscheinlich ähnlich (da bin ich nicht ausreichend informiert). wir haben zum 1.1.25 genau 30 Kinder und Jugendliche unter 18 = 3 Fördereinheiten extra.

    Ja und....? Ist daran irgendwas problematisch?

    Ja.

    Du gibst immer eine kurze Antwort, aber eine die nicht wirklich weiterhilft.
    Wie auch beim Mitgliedsbeitrag.

    Ich sehe keine Probleme daran, Breitensportlehrgänge anzubieten und auch damit in Maßen Geld zu verdienen. Wer da hingeht, bekommt einen privaten Benefit für sein Geld.

    Wo ich eher Probleme sehe, ist die Finanzierung der Lizenzlehrgänge - ja, natürlich, man kann sich sein Geld auch vom "delegierenden Verein" wiederholen. Ich habe meine ganzen Lehrgänge vom Schießsportleiter über JuBaLi bis Trainer CL und KaRi alles selbst bezahlt, inclusive Reisekosten. Und die Lehrgänge waren größtenteils nicht "vor Ort". Ein Mitglied unseres Vereins wollte dann auch den Trainerlehrgang machen - und der Verein hat die Kosten übernommen. Er hat das Training knapp 2 Jahre lang gemacht, dann war er w wie weg.

    Ich wäre eher dafür, dass Lizenzlehrgänge - die ja dem Sport(verband) dienen, kostenlos gestaltet, wenn der Lizenzinhaber diese Tätigkeit auch soundsovel Jahre ausübt, wie das auch in der Freien Wirtschaft bei teuren Lehrgängen üblich ist (z.B. pro Jahr zu früh die Tätigkeit abgebrochen oder gar nicht aufgenommen = 20% von der Lehrgangsgebühr zu erstatten).

    Der Landesverband bildet jedes Jahr mindestens 3- Hände voll Trainer C Basis (Pistole, Gewehr, Bogen) aus - aber an der Basis kommt nichts an. Aktive Kampfrichter gibt es auch kaum noch in unseren Sportschützenkreis. Usw. usf.

    ...manche kommen da mit der halben aus

    Hihi, gerade die jüngeren Kinder - haben ja komfortable 30 Minuten für 20 Schuss und sind teilweise schon nach 5 - 10 min fertig.
    Da ist einfach keine Zeit für stabilen Stand und Doppelatmung eingeplant. Das muss man denen erst mühsam vermitteln, dass nicht der gewinnt, der zuerst seine Kugeln (oder Laserstrahlen, bei Lichtpunkt) verschossen hat.