Beiträge von Califax

    Zum anderen ist die JuBaLi bei uns eine Vorstufenqualifikation zur Trainer C-Lizenz und deren Inhalte sind verbindliche Ausbildungsteile in unserem, durch den DOSB genehmigten, Qualifizierungsplan.

    Das stimmt anscheinend. Der Trainer C (Basis) hat nur eine sehr eng begrenzte Stundenzahl und da muss man durchaus schauen, was man als Vorstufenqualifikation zulässt oder nicht - insofern hat der DSB hier, das bestreite ich nicht, das Recht, HIER andere Qualifikationen nicht anzuerkennen. Das ist aber eben der der Teil "zum anderen" und nicht zur konkreten Aufsichtsführung im Verein.

    Das Curriculum der Trainerausbildung - teilweise (also nicht alle Seiten) online auf den DSB-Seiten veröffentlicht - stammt aus dem Jahr 2014, die Ergänzungen von 2020 betreffen nur sporttechnische Aspekte.

    Ich selbst darf dieses Jahr als Referent 4 UE (also 180 min) zur "Pädagogik" geben, das ist bei der Fülle der pädagogischen Themen in diesem Curriculum extrem wenig. Aber ich bin guter Hoffnung, vom verantwortlichen Trainerausbilder mein Themengebiet entsprechend definiert und eingegrenzt zu bekommen.

    Btw:

    sind verbindliche Ausbildungsteile in unserem, durch den DOSB genehmigten, Qualifizierungsplan.

    Da kann ich nur leise lachen.

    Meine Frau und ich haben beide im gleichen Jahr den Trainer C-Leistung aber in verschiedenen Landesverbänden erworben - es gab - nachweislich - kaum Schnittmengen zwischen diesen gleichen Ausbildungen. Was auch gut ist - sie ist die Planungstante, ich der Techniker. So haben wir wahrscheinlich zusammen das gesamte Curriculum abbekommen, hoffentlich lassen wir uns nicht scheiden. Wäre deshalb ziemlich blöd.

    Lehrern oder Meistern mit Waffensachkunde

    Waffensachkunde nicht gleich "zur verantwortlichen Aufsichtsführung berechtigt"

    Insofern ist die Aussage des Bildungsreferenten eine typische Politikeraussage (nicht die Frage beantworten, sondern was ganz anderes) und zweitens steht der Herr Bildungsreferent nicht über dem Gesamtvorstand. Aber bockig sein könnse alle richtich jut.

    hast da mal bitte einen Link für mich?

    https://www.dsb.de/media/PDF/Recht/Waffenrecht/Richtlinien DSB/6b_DSB_Richtlinien_Standaufsichten.pdf

    Zweiter Absatz dieses Dokumentes:

    Zitat

    ... die „zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeignete Aufsichtsperson“ nach § 27 Abs. 2 WaffG i.V.m. § 10 AWaffV. Den hierfür erforderlichen Nachweis gemäß § 10 Abs. 6 AWaffV kann die Aufsichtsperson durch den Erwerb der sogenannten Jugendbasislizenz führen, ansonsten reichen die Arten von Ausbildungen aus, die einen Bezug zur Jugendarbeit herstellen können (z.B. Jugendleiter, Lehrer, Geeignetheit zur beruflichen Ausbildung von Jugendlichen, spezielle sportliche Ausbildung im Jugendbereich).

    Der Screenshot ist aus der Ausbildermappe für JuBaLi-Ausbildende, die kann ich dir nicht verlinken.

    es hat mich auch gewundert wie viele Vereine mit minimalen Beträgen auskommen.

    Wer keinen eigenen Stand hat, spart bares Geld.

    Wenn die Mitglieder jeden Schießstandbesuch als Gastschütze extra bezahlen müssen, kann man sogar auf dem Papier einen ganz schlanken finanziellen Fußabdruck hinterlassen.

    Die Waffe ist selten der wirklich limitieren Faktor - der liegt meistens zwischen den Ohren.

    Ich habe schon jugendliche Schützen betreut, die mit einer AP20 oder einer Browning Buckmark (erstes Modell) in München auf dem Treppchen standen. Beides Sportgeräte der untersten Qualitätsklasse, wenn es ums Löchlestanzen geht. Und viele, die mit EVO und Pardini RF gerade mal mittelmäßige Leistungen brachten.

    Ich sehe jetzt mindestens 4 Wochenenden um z.B. LG Freihand in allen Klassen durchzuführen.

    Das ist doch super und spricht für die Lebendigkeit des Schießsportes sogar mit Druckluftwaffen.

    Wir (als Verein und Schießstand) führen in Kürze auch in unserem LV den Nachwuchspokal Druckluft + Licht Kurzwaffen durch und sind von früh bis spät Abends KOMPLETT ausgebucht. Jeder Durchgang zu 100%, da darf nichts kaputt gehen.. Auf dem befreundeten Schießstand 75km weiter weg findet das gleiche Event mit dem LG statt. KW+LW ist zusammen nicht mehr von einem Schießstandbetreiber stemmbar. Wir jammern auf extrem hohem Niveau.

    Der Besitz einer .32-Pistole macht eigentlich nur noch Sinn, wenn man an Kontinental-, Welt- oder CISM-Meisterschaften teilnehmen will.

    Dem widerspreche ich.

    Das mag für den DSB gelten (die Waffen haben wir günstig von einem DSB-Schützen erworben, der diese Disziplinen aufgab).

    Z.B. im BDS gibt es durchaus interessante Verwendungsmöglichkeiten, auch mit Optik und/oder Anschlagschaft, die zugegebenermaßen exotisch sind. Gold hat einen Preis, der bezahlbar ist.

    De facto scheint das nicht wirklich ein Problem zu sein.

    Unsere Familie hat auch eine .32er Pardini mit .22er WS erworben - da bin ich damals über den gleichen Kaliber-Unsinn gestolpert und war komplett verwirrt, da ... Chaos und Unfug in den Hersteller- und Händlerangaben.

    Im Endeffekt verschießt die Waffe ganz stinknormale .32er Wadcutterpatronen ohne Klage, die auch problemlos mit Vorlage der WBK gekauft werden konnten.

    Es gibt keine mechanischen Maschinen, die komplett "wartungsfrei" sind - nicht mal die legendäre LP65.

    Es kann nicht schaden, die Waffe hin und wieder mal dem Service zur Begutachtung zu geben.
    Gute Gelegenheit bietet da normalerweise die DM in München.

    Eine Tradition, wo Mädchen keine Kinder sind ("Kinderschützenfest") finde ich trotzdem beängstigend.

    Selbst die katholische Kirche hat inzwischen mehr weibliche als männliche Messdiener.

    Aber eben - und das ist sicher auch die Folge davon - viel zu wenig (männlichen) Priesternachwuchs.
    (wobei ich ausdrücklich nicht den Nachwuchs der bereits geweihten Priester meine ....)

    Das scheint ein Verein zu sein, in dem man ist, um wer zu sein und ohne den man in der Gemeinde keine Geschäfte machen kann. So, wie man sich im Alten Rom zum Großen Geschäft auf der Latrine getroffen hat. Nichts wirklich anrüchiges, aber eben ein Amigo-Verein.

    Die heißen m.M.n. nur "Schützenverein", sind aber keiner.

    Warum erinnert mich das irgendwie an Borkum?

    a) die in "toxischer Männlichkeit verwurzelte Tradition"

    und

    b) der mediale Umgang damit.


    Wenn man sich die HP dieser Gilde anschaut, erkennt man sehr schnell, dass das absolut nichts mit Sportschießen selbst in rudimentärster Form zu tun hat - bei einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 46,- € auch nicht verwunderlich. Den Schuh ziehe ICH mir NICHT an.

    Es gibt bei uns in der Gegend nicht wenige Vereine, die Aufnahmestopp haben, weil sie sonst ihren Mitgliedern keine seriösen Trainingsmöglichkeiten mehr bieten können.

    Bezüglich Jugendliche kommen wir auch langsam an unsere Kapazitätsgrenze, zum Glück haben wir jetzt 3 Mitglieder, die ganz neu die JuBaLi (bei mir) gemacht haben und in diesem Jahr Trainer C-Basis werden wollen. Der Teufel sch**sst immer auf den größten Haufen. Oder biblisch formuliert: "Wer hat, dem wird gegeben, wer nichts hat, dem wird genommen".

    Nach meiner oberflächlichen Sichtung der von Carcano ja angesprochenen § 3 Nr. 3 komme ich zu der Erkenntnis, dass da zwar grds. pädagogische Fragen abgehandelt werden. Die primäre Zielgruppe sind in der Ausbildung aber nicht unbedingt die 12-15jährigen, sondern eher ältere Jugendliche.

    Die Intention des Gesetzgebers, für sehr konkret angegebene Altersgruppen - nämlich bis 13 J. für Druckluft und bis 15 Jahren mit KK/Einzelladerflinte - eine "besondere Aufsicht" zu fordern, kann man nur, wenn man Grünen-Wähler ist, mit der Sorge um das Kindeswohl begründen. Ich brauche keine JuBaLi, wenn ich 7-Jährige mit Blasrohr oder Lasergewehr trainiere. Ich brauche keine JuBali, wen ich einen 14-Jährigen mit der Mehrschüssigen Luftpistole trainiere, aber mit der Sportpistole.

    Ich halte jedoch einen Lehrgang für Personen, die Kinder und Jugendliche trainieren - egal mit was! - grundsätzlich für extrem sinnvoll. Denn Kinder sind KEINE kleinen Erwachsenen. Dazu noch die Sensibilisierung bezüglich Gewalt im Sport mit besonderen Fokus auf sexualisierte Gewalt sollte in JEDEM Sport verbindlich sein, nicht nur bei den zig mal überprüften Sportschützen. Genau so habe ich auch meinen Kurs gehalten und die TN waren offenbar mit ihrem Input zufrieden.