Beiträge von Califax

    bisher war ich immer der Meinung, dass sich die Mitglieder in den unterschiedlichen Schießsportverbänden eher voneinander abgrenzen.

    Es gibt immer sone und solche.

    Ich finde es z.B. absolut nicht toll, von Bogensportlern als "Knallschütze" abwertend bezeichnet zu werden - dabei finde ich pesönlich Bogenschießen als ausgesprochen schöne Sportart.

    Ja, die Zukunft werden wir gemeinsam nur erleben, wenn wir auch gemeinsam - oder zumindest, im ersten Schritt, nicht gegeneinander - agieren.


    Die dumme Software hat meine etwas differenzierte Antwort gefressen. Na ja, eh' egal.

    Das ist schade. Denn gerade eine differenzierte Antwort von dir würde ich als sehr hilfreich betrachten.
    Denn, nimm´s mir nicht übel, deine Kurzantworten sind zwar stets sehr knackig, leider oft wenig informativ ohne extrem aufwendige Recherche.

    ReBre: Ich wollte dir nicht an den Karren fahren. Nur habe ich selbst so manches unschönes Erlebnis diesbezüglich, so daß meine Haut da ein wenig dünn ist. Du reißt dir den Allerwertesten auf und bekommst dann als Antwort, daß du den "Dienstweg nicht eingehalten hast". Das Problem ist häufig (ganz allgemein, nicht nur in Vereinen), daß bestimmte Personen Macht haben, die den Gipfel ihrer persönlichen Kompetenz bereit weit überschritten haben (Peter-Prinzip).

    Nach mehreren - natürlich nie aufgeklärten - Einbrüchen (bei denen allerdings keine Waffen gestohlen wurden) hätte es die Behörde untersagt.
    Mehr weiß ich auch nicht. Bin nicht im Vorstand.
    Eventuell wäre es genehmigungsfähig (reine Spekulation meinerseits), wenn man ein Wachbataillon 12/24 vor dem Schützenhaus postieren würde.
    Oder sonstige komplett unbezahlbare Auflagen erfüllen würde.

    Dieser Umstand konterkariert natürlich die Bemühungen mancher hoplophober Gutmenschen, eine zentrale Aufbewahrung zu fordern.

    BTW: Kurzwaffen sind sowieso die Leihwaffen, die am ehesten abgefordert werden.

    Zustimmung, Carcano!

    Zitat

    Dann aber kaum Vereinswaffen haben, und beim ersten Herbststurm das große Zittern bekommen...

    Bei uns das Problem, daß wir diese nicht mehr im Schützenhaus lagern dürfen. Zu gefährlich, sagt die Behörde.
    Deshalb stets das logistische Problem, wie die Waffen regelmäßig und frühzeitig hin und möglichst spät wieder her kommen.
    Hängt da auch immer wieder an den Gleichen (aber nicht an mir, zum Glück).

    Dazu die mangelnde Bereitschaft der breiten Masse, freiwillig Stunden zu schruppen kommt noch erschwerend hinzu.


    "Die Förderung der Beschäftigung von Trainerinnen und Trainern genießt eine besondere Priorität."
    ...und Trainer auf Honorarbasis beschäftigt.

    Meine Gute und ich bieten pro Woche insgesamt 5 Doppelstunden (je ca. 1,5 Zeitstunden) Training an: Anfänger Luftpistole, Fortgeschrittene Luftpistole, Extratraining DSB Landeskader Luftpistole, Extratraining DSB Spopi (Kader/interessierte Fortgeschrittene) und fakultativ BDS KK Lang+Kurz (Standardprogramm, Fallscheibe, Speed) - neben bzw. nach unserer Brotarbeit.
    Dafür sehen wir nicht mal eine einzige Kopeke.
    Wir müssen total bekloppt sein, aber dafür haben wir in unserem kleinen Verein 4 Landeskader im Nachwuchsbereich (D und E).

    Die Steyr LP10 meiner Tochter hatte einen Defekt - der "Stabilizer" war ausgenudelt.

    Nur hatten wir zu wenig Zeit vor dem nächsten Wettkampf, die Waffe nach Ösiland hin- und wieder zurückzuschicken.
    Ein Anruf beim Werkskundendienst klärte ganz schnell das Problem - und die notwendigen Ersatzteile und sogar das Werkzeug (zwei Durchschläge) wurden sofort per Briefpost versandt. Das ganze sogar 2x, weil die Post die erste Sendung irgendwie vermurkst hatte und diese dann zeitgleich mit dem zweiten Brief identischen Inhalts kam.

    Was wir zu machen hätten, erklärte das gut gemachte Service-Video, das auf der Steyr-Homepage verlinkt war. Wirklich einfach. Dafür braucht man keinen Büchsenmacher, nur ruhige Hände. Meine Tochter hat das Teil selber gewechselt.

    Wir haben dann die Werkzeuge und die zuviel gelieferten Ersatzteile wieder zurückgeschickt.

    Das Ganze erfolgte auf Kulanz ohne irgendeine Rechnung - Super Service!!! Danke, Steyr!

    Da hat AxelA recht.
    Der, der dieses Formular für den RSB entworfen hat, war ein echter Untertan. Oder hatte einfach mehr Ein- als Bildung.
    Was dort bescheinigt werden soll, geht weit über die staatlichen Forderungen hinaus:

    Zitat

    Ein Leistungsnachweis in der Regel-Nr. mit Schuss und Ringen wird ausdrücklich bestätigt.


    Wir bescheinigen, dass wir die notwendigen Standanlagen für die beantragte/n Disziplin/en in Besitz haben oder ein Mietverhältnis besteht.

    Ich wiederhole mich: Man braucht kein MIETverhältnis:

    Zitat

    WaffG, §15 Abs. 1:
    7. im Rahmen eines festgelegten Verfahrens die ihm angehörenden schießsportlichen Vereine verpflichtet und
    regelmäßig darauf überprüft, dass diese...
    c) über eigene Schießstätten für die nach der Schießsportordnung betriebenen Disziplinen verfügen oder
    geregelte Nutzungsmöglichkeiten für derartige Schießstätten nachweisen.

    Geregelt ist, wenn es nachweislich die Möglichkeit gibt, dort, wo man die begehrte Waffe schießen darf, als Gastschütze zu den öffentlichen Zeiten und zu den jeweils aktuellen Bedingungen/Preisen schießen zu können.
    Es ist ratsam, daß der Verein sich das vom Eigentümer des Schießstandes schriftlich bestätigen läßt. Es bindet aber keine Seite wirklich.

    Auch ist der vom RSB geforderte Leistungsnachweis absolut nicht erforderlich, was staatliche Vorgaben anbelangt.

    Der größte Feind des jungen Sportschützen ist der alte Sportschütze, wie mir scheint.