Beiträge von Califax

    Danke, guter Tipp


    Mein Nachbar, der kürzlich mit 58 Jahren die Vorstandschaft des Heimatvereins verjüngt hat würde das in seinem Verein toll finden, für mich stellt sich die Frage was bringt das dem Schiesssport?

    A) Gern geschehen. Hilfe unter Alten Säcken wie wir eben sind.

    B) Keine Ahnung. Ich stehe auch eher auf Schießen als auf das Tragen einer Unifom.

    BTW: Eine Bundestrainerin hat sich letztens mit meiner besten Ehefrau von allen während einer Meisterschaft unterhalten.
    Erstere meinte, daß unsere Schützlinge ja z.T. im falschen Verband schießen würden.
    Als zweitere ihr erklärte, daß aber nicht jeder (seltener jede) es auch zu Ruhm und Ehre im DSB bringen würde, aber durchaus Spaß & Freude in anderen (eher dynamischen) Verbänden finden würde - und darum diese auch über die Phase der Berufswahl und die der Freundin dem Verein und dem Schießsport treu bleiben. Da begriff diese, daß unser nicht ganz gewöhnlicher Weg für den Verein im Konkreten und den Schießsport als Gesamtes anscheinend doch nicht so dumm ist.

    Zitat von Karl

    Was soll ungerecht verteilt sein wenn Gelder die nun mal für den Leistungssport bestimmt sind auch dafür verwendet werden?

    Ungerecht ist nicht, daß Gelder sachgerecht eingesetzt werden,
    aber, daß im Endeffekt nur Olympiamedaillen vergütet werden und nicht die Arbeit, die dahin führt - nämlich die an der Basis.
    Die Arbeit, wo Stück für Stück aus der Masse die Klasse entsteht.

    Im Übrigen bin ich selber kein Kader, nie gewesen. Ich produziere und fördere nur solche.
    Ich selbst bin leistungsorientierter Breitensportler. Das reicht mir. Und auch vielen meiner Schützlinge, die nicht das Zeug zum Kader haben, aber Spaß am Schießen.

    BTW:
    Zitieren (d.h. Kürzen des zitierten Postings, insbesondere, wenn dieses noch Zitate beinhaltet) mit vernünftiger Formatierung ist bei der aktuellen Forensoftware eine einzige Katastrophe! Auf normalem Wege nicht zu machen!
    Oder liegt es daran, daß ich keine 13 Jahre mehr alt bin?

    OK, wir machen kein LG-Training, sondern LuPi, MLP und SpoPi (sowie zusätzlich, fakultativ im BDS, das, was sonst noch Spaß macht).

    Jedes Training fängt mit Aufwärmen und Dehnübungen an. Immer.
    Dann wird erklärt, was das jeweilige Ziel des heutigen Trainings ist. Z.B. (Doppel-)Atmung, Anschlag, Stabilität, Abzug, ...
    Dann werden die Waffen ausgepackt, die jeweiligen Scheiben verteilt.
    Techniktraining geht vor Wettkampftraining.

    Dazu wird nicht jeder Trainingstermin für alle nebeneinander stehenden Schützen gleich ausfallen, da wir uns auf die individuellen Bedürfnisse und Notwendigkeiten einstellen.

    Wettkampfsimulationen gehören auch dazu, sind aber nur ein kleiner Teil.

    Sorry, der Artikel ist dank der eingeblendeten Links und Popups, die man anscheinend nicht wegklicken kann, nicht lesbar.
    Ich komme nicht mal zum Link" hier gehts weiter".

    Edit:
    Mit "Link im Incognito-Fenster öffnern" gings dann. Nur noch ein nerviges, aber wegklickbares Werbepopup.

    Gut, zu, Inhalt:
    Toll, daß sich die "Jugendkompanie" voll mit einbringt und somit dem Verein das Überleben sichert.
    Was ich nicht aus dem Text entnehmen konnte, war, wie man das geschafft hat.
    Anscheinend hat man die kritische Masse an begeisterten jungen mitgliedern erreicht, so daß Jugendarbeit ein (nicht unarbeitsintensiver) Selbstläufer wurde. Respekt!

    Wir haben in unserem Verein auch inzwischen 15 Kinder und Jugendliche, Tendenz stetig steigend.
    Nur wird es mit der Organisation der unterschiedlichen sportlichen Interessen dieser langsam ein wenig unübersichtlich und anstrengend.
    Geht nur mit einem strikt geführten Terminkalender, wer wann was mit welcher/n Waffe/n für den nächsten Wettbewerb in welchem Verband und in welcher Altersgruppe verstärkt trainieren muß.

    Die Idee mit der Miete ist wirklich nicht schlecht.
    So aus der Kalten würde ich 10% des Neupreises pro Jahr ansetzen. Damit ist nicht mal Geld zu verdienen, da ja allein die Kartuschen alle 10 Jahre gewechselt werden müssen, Wartungen und Reparaturen anstehen und die Opportunitätskosten auch mit eingerechnet werden müßten.

    Bei uns allerdings sehe ich da eher keine Möglichkeiten.
    Die wenigen Erwachsenen, die wirklich sportlich "Luft" schießen, haben eigenes Material. Die anderen Schlupfschützen nehmen 1x pro Jahr zur Vereinsmeisterschaft das Eisen in die Hand, die man ihnen da reindrückt.

    Die sportlich und leistungsorientiert schießende Jugend teil sich in die, deren Eltern Geld haben (die haben dann auch eigene Waffen) und die, wo das nicht der Fall ist.
    Letztere schießen dann je nach Talent mit unseren vereinseigenen LP65 oder mit privat von den Trainern (also mir und meiner Frau) beschafften Preßluftpistolen. Alle Landeskader haben somit moderne Waffen zur Verfügung. So oder so.
    Aber alle Waffen jeweils persönlich zugeordnet, auch die Breitensportler.

    Bei den erlaubnispflichtigen Waffen gibt es diese Zuordnung nicht. Das sind entweder Vereinshuren oder im Privatbesitz.

    ...wir haben ein funktionierendes LLZ und zwar seit 1983 und unser LLZ ist, lassen wir jetzt mal die Olympia-Anlage im München außen vor, auch das größte und wohl auch schönste LLZ in der gesamten Bundesrepublik. Noch Fragen?

    Das kann ich voll und ganz bestätigen. :thumbup:
    Ist sogar weltweit der größte Schießstand-Einzelbau (sagt zumindest Wikipedia, wenn ich mich nicht irre).

    Jau.
    Eher sogar die Regel.

    Wie machen die das dabei eigentlich mit dem Bodenstempel?
    Wenn z.B. CCI schon weiß, daß es für ELEY produziert, kein Problem. Dann nehmen die einfach den anderen Stempel.
    Aber wenn ELEY erst im Nachhinein seine überschüssigen Chargen an SK weitervertickern will - wie machen die das?

    Wie hoch ist der Prozentsatz dieser "Leistungsschützen" gemessen an der Gesamtmitgliederzahl? Die Breitensportler brauchen auch kein LLZ

    Das ist erstmal richtig.
    Aber auch Breitensportler brauchen einen Schießstand. Und ein klein wenig drumrum an Infrastruktur.
    Kohle gibt es u.a. von der Sportförderung dafür.
    Allerdings ist der Verteilungsschlüssel für die Gelder ungerechterweise ausgesprochen leistungssportlastig.

    Wenn also wir Breitensportler (zu denen ich auch gehöre) uns dann noch im Glanz der erfolgreichen Leistungssportler sonnen wollen, müssen wir denen auch die entsprechenden Bedingungen bieten - d.h. mit finanzieren. Du möchtest jetzt nicht wissen, wieviel Kohle ich jedes Jahr in den Sport für andere stecke. Sei es mal eine Lupi, die ein echtes Nachwuchstalent sich nicht selber leisten kann oder eine Scatt-Anlage für unsere Kaderschützen. Oder die KK-Muni, die die Jugend auf Wettbewerben verbraucht.

    Das kann man natürlich auch anders sehen. Aber wer 3 Euro pro Jahr lieber versäuft, als sie talentierten jungen Menschen zu spenden, die uns schießsportlichen Nieten ggf. die nächsten Jahre legalen Waffenbesitz ermöglichen, sind echt armselige Alkis. Für 3 Eus bekommt man gerade mal ein Minifläschchen Schnaps oder 6 Flaschen Bier beim Discounter.

    Für ordentliches Geld können auch Chinesen Qualität liefern. Die Qiang Yuan Diabolos z.B. sollen ja sehr gut und auch gleichmäßig sein. Sind aber relativ teuer.
    Aber für billiges Geld bekommt man genau das, wofür man bezahlt hat - Schrott. Siehe massenweise Billigoptiken aus dem Reich des Ewigen Lächelns.

    Wie wird das denn bei euch so gehandhabt!

    Wenn es die Verbandssachbearbeiter glücklich macht, schreib was hin - was du auch in nächster Zeit mal kaufen willst, z.B. FP in .22 lfB.
    Wenn dir aber vorher ein super geiles Ordonanzgewehr über den Weg läuft, das schreit "Kauf mich!!!", dann nimm es. Sofort!
    Du bist nicht an eine Waffenart bei der Gelben gebunden.