Beiträge von Califax

    Ich kann gerade gar nicht verstehen, was es daran nicht zu verstehen gibt?

    Das heißt nicht, daß ich es nicht akzeptiere - oder gar dich agitieren will, nein wirklich nicht. Nur ist es in meinem persönlichen Umfeld ganz anders.
    Da tritt man (als Erwachsener) in der Regel in den Verein ein, um eigene Waffen für den Sport erwerben zu können.

    Die wenigsten sind allerdings fleißige Wettkampfschützen, die meisten besitzen eine oder zwei Waffen, die sie immer mal wieder auf dem Schießstand ausführen. Die Traditionsschützen mal ganz außen vor. Fertig.

    Im Pistolenbereich, in dem wir und hauptsächlich rumtreiben, kannst du ohne eigene Waffe, so du denn ernsthaft sportlich was reißen willst, nicht wirklich glücklich werden. Auch sind hier die Anschaffungskosten deutlich geringer als bei der von dir (nicht) begehrten Sportwaffe.

    Ich verstehe auch, daß das ganze amtliche (und nicht gerade preiswerte) Brimborium - von der Bedürfniserteilung über regelmäßige kostenpflichtige Zuverlässigkeitsprüfungen bis hin zu unangemeldeten Kontrollen - viele vom Legalwaffenbesitz abschreckt. Das hat unsere Politik in Verbindung mit so manchen unserer Funktionäre ganz fein hinbekommen: "So wenig Waffen wie möglich im Volk."

    Der Ansatz von Califax ist der beste, um die Beteiligten auch weiterhin beim Schießsport zu halten. Es lässt sich nur nicht in jedem Verein verwirklichen.

    Danke.

    Auch viele andre Deiner Aussagen kann ich bestätigen:
    - enorm viel Aufwand und Einsatz
    - hohe Energiezufuhr von außen
    Aber wir haben inzwischen so ganz langsam auch ein paar Mithelfer, auch aus den Reihen der bisherigen Jugend, gewinnen können.
    Aber bis sowas ein Selbstläufer wird, vergeht allerdings sehr, sehr viel Zeit und entsprechende Energie.
    Und wenn wir Trainer morgen aufhören würden, ja, dann würde das System - zur Zeit - wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
    Aber wir arbeiten bereits an unserer Ablösung, wie gesagt. Geht nur nicht von jetzt auf gleich.

    Aber: Es macht wahnsinnig Spaß, eine funktionierende Nachwuchstruppe, bestehend aus Breiten- und Leistungssportlern aufzubauen.
    Zu sehen, wie sich was (und wer!) entwickelt, besser wird, begeistert ist!

    BTW: Unsere Jugend schießt auch im DSB KK - nämlich Sportpistole 30+30. Allerdings effektiv nur die Landeskader bzw. potentiellen Landeskader.
    Die anderen "Schlumpschützen" finden ihr Ding in BDS 25m - und natürlich KW und Büchse Fallscheibe, Speed etc. pp....
    Jeder nach seiner Facon, jeder nach seinen Möglichkeiten und Vorlieben.

    Und selbst mein Wunsch eine WBK zu haben - trotz Waffensachkunde - liegt bei 0.

    Das kann ich persönlich überhaupt nicht verstehen.
    Solche kommen anscheinend auch gar nicht erst zu unserem Training bzw. bleiben nicht lang.
    Jeder Verein zieht die Leute an, die zu ihm passen.

    Steigend Mitgliederzahlen trotz demografischen Wandel sprechen eine klare Sprache. Wenn du es nicht glauben willst und du ich auch nicht bei der Geschäftsstelle kundig machen willst, kann ich dir nicht helfen. Mach einfach weiter wie bisher, ist doch alles gut und schön. Aber es gibt einen Nachwuchs im Erwachsenenbereich und da mache ich meine "Nachwuchsarbeit".

    Das ist auch ok so.
    Wir machen es z.T. genau so (bei Erwachsenen), aber bei den Jugendlichen fahren wir zweigleisig:
    Im DSB lernen die Kinder/Jugendlichen das Schießen, nämlich die richtige Technik.
    Wer Interesse hat, geht zusätzlich in den BDS und kann dort auch Meisterschaften mitschießen - meist mit leichter errungenem Erfolg als beim DSB.
    Spätestens ab 17 wird Schießbuch geführt - und der Wunsch, mit 18 eine WBK in der Hand zu haben, wird immer größer.
    Wer dann mit 18 die WBK hat, bleibt in der Regel auch weiterhin dem Verein treu.
    Ist mir doch egal, ob der Verbandsbeitrag dem einen oder anderen Landesverband (oder mehreren) zukommt - mit ist wichtig, einen Sportschützen zu haben, der nicht einfach so wieder im Nichts verschwindet.
    Und das funktioniert. Nicht 100%, aber weit über dem normalen DSB-Schnitt.

    Wichtig ist, den Jugendlichen für "richtige" Waffen zu begeistern. Mit Druckluft allein hält man keine Jugendlichen über die Jahre der Lehre/des Studiums und Familiengründung.

    Könnten wir dann stattdessen über das Für und Wider einer Ziegenhahn (Modelle IV und 5005) diskutiueren?

    Ersatzteile dürften hier ausgesprochen schwer beschaffbar sein, da Kleinserienferigung in Handarbeit.
    Ich sehe diese Waffen eher als hochinteressante Sammlerstücke denn als heute verwendbare Sportgeräte, die auch gestreßt werden.
    Zu schade, um sie zu verschleißen.

    D´accord.

    Ansonsten müsste der Polizist nach jeder auch ergebnislos verlaufenen verdachtsunabhängigen "Allgemeinen Verkehrskontrolle" auch seinen Quittungsblock zücken.
    Denn der Autofahrer stellt ja permanent eine latente Gefährdung dar und die Überprüfung, obwohl zum Wohle der Allgemeinheit, ist doch von diesem potentiellen Verkehrsrowdy veranlasst, er könnte ja auch zu Fuß gehen, oder ...

    Aber mit den (Legal-)Waffenbesitzern kann man es ja machen. Die schlucken fast alles, solange man ihnen ihre Spielzeuge nicht wegnimmt.

    Ich überlege nämlich gerade aus den dargelegten Gründen,
    von CCI SV auf SK umzusteigen.
    Die SK Standard Plus ist unwesentlich teurer, dafür aber
    ordentlich verpackt, sauberer(er) gefertigt und hat keine wochenlange
    Reise übers Meer hinter sich.
    Von ökonomisch-politischen Gründen mal ganz abgesehen.

    Ich kann dir nur sagen, es gibt Waffen, die mit der SK (goldene Schachtel) besser zurechtkommen, aber auch Waffen, die die SK nicht vertragen und mit der blauen CCI standard besser bzw. zuverlässiger schießen.
    Vom Preis her kann man die CCI auf etwas über 2,50 je Schachtel drücken, bei SK Standard habe ich es noch nicht unter 4,00 € geschafft.

    Ich verwende (lasse verwenden) beide, je nach Waffe und Vermögen des Schützen. ein Eu Fuffzig Unterschied je 50 Bumms ist IMHO schon relevant.
    Insbesondere, wenn es mein privates Geld ist.

    In ein Matchgewehr würde ich die auch nie reintun!
    CCI ist gut für Fallplattenschießen u.ä., zum üben mit der Kurzwaffe (wenn selbige keine Diva ist).
    Mehr kann und soll sie nicht bei dem Preis.

    BTW: Gibt es eigentlich noch Swartklip?
    ("Ist der Massa knapp bei Kassa schießt er Swartklip aus Mombassa")

    Diesen Spagat zwischen Traditionalisten und sportlich orientierten Schützen kenne ich live aus dem eigenen Verein.
    Vielleicht 1/3 hat eine eigene Schützenuniform (Schützentracht), aber allen anderen soll vorgeschrieben werden, sich eine solche zuzulegen.
    Offen dagegen ist vielleicht 1/3. Der Rest hat keine Meinung. So eine Uniform kostet richtig Geld.

    Regelmäßig schießsportlich betätigt sich vieleicht 1/3.
    Da sind die ganzen von uns trainierten Kinder und Jugendlichen schon mitgezählt. Das sind nicht wenige.
    Private Waffen besitzen die meisten.

    Und genau die finanzieren mit ihren Beiträgen uns aktiven Sportschützen mit unser Hobby.
    Man sollte auch diese Mitglieder nicht zu sehr ärgern.
    ansonsten wrd das Hobby teurer.

    Achja, bei den Versammlungen wird immer der sportliche Erfolg unserer Schießsportler gelobt und ins rechte Licht gerückt.
    Aber was dort zählt, sind nur Landesmeistertitel (kein Silber, keine Bronze) und natürlich DM-Medaillen.
    Sonst nichts. Schon komisch. Doppeldenk und Doppelsprech.

    BTW:
    Dieser ganze Hickhack wäre eigentlich nicht notwendig, wenn die Mitglieder der (DSB-)Vereine das Wahlrecht hätten, einem jeweils genehmen Verband anzugehören.
    Oder eben keinem, wer nur mit der Tradition die Asche anbeten will. Auch voll ok. Dann aber auch ohne das Recht, sich Waffen kaufen zu dürfen.

    Höchstleistungen im Schießsport sind (fast völlig) ohne Unterbau machbar und werden auch erbracht.

    Ich habe nie behauptet, daß das nicht geht.
    Ich komme aus der DDR ...

    Aber das kann nicht unser Ziel sein.
    Im Übrigen wundere ich mich immer wieder über die "Erfolge" der Sportschule FF/O.

    Danke, guter Tipp


    Mein Nachbar, der kürzlich mit 58 Jahren die Vorstandschaft des Heimatvereins verjüngt hat würde das in seinem Verein toll finden, für mich stellt sich die Frage was bringt das dem Schiesssport?

    A) Gern geschehen. Hilfe unter Alten Säcken wie wir eben sind.

    B) Keine Ahnung. Ich stehe auch eher auf Schießen als auf das Tragen einer Unifom.

    BTW: Eine Bundestrainerin hat sich letztens mit meiner besten Ehefrau von allen während einer Meisterschaft unterhalten.
    Erstere meinte, daß unsere Schützlinge ja z.T. im falschen Verband schießen würden.
    Als zweitere ihr erklärte, daß aber nicht jeder (seltener jede) es auch zu Ruhm und Ehre im DSB bringen würde, aber durchaus Spaß & Freude in anderen (eher dynamischen) Verbänden finden würde - und darum diese auch über die Phase der Berufswahl und die der Freundin dem Verein und dem Schießsport treu bleiben. Da begriff diese, daß unser nicht ganz gewöhnlicher Weg für den Verein im Konkreten und den Schießsport als Gesamtes anscheinend doch nicht so dumm ist.

    Zitat von Karl

    Was soll ungerecht verteilt sein wenn Gelder die nun mal für den Leistungssport bestimmt sind auch dafür verwendet werden?

    Ungerecht ist nicht, daß Gelder sachgerecht eingesetzt werden,
    aber, daß im Endeffekt nur Olympiamedaillen vergütet werden und nicht die Arbeit, die dahin führt - nämlich die an der Basis.
    Die Arbeit, wo Stück für Stück aus der Masse die Klasse entsteht.

    Im Übrigen bin ich selber kein Kader, nie gewesen. Ich produziere und fördere nur solche.
    Ich selbst bin leistungsorientierter Breitensportler. Das reicht mir. Und auch vielen meiner Schützlinge, die nicht das Zeug zum Kader haben, aber Spaß am Schießen.

    BTW:
    Zitieren (d.h. Kürzen des zitierten Postings, insbesondere, wenn dieses noch Zitate beinhaltet) mit vernünftiger Formatierung ist bei der aktuellen Forensoftware eine einzige Katastrophe! Auf normalem Wege nicht zu machen!
    Oder liegt es daran, daß ich keine 13 Jahre mehr alt bin?