Beiträge von Califax

    und wieviel ist die Abweichung beim Scatt?

    Selbst beim Scatt USB Professionell mit Meßrahmen gibt es Abweichungen - ich vermute, auch durch Schwingungen der Kartusche relativ zum Lauf und durch Zeitverzögerung zwischen Abgang der Kugel und Erkennung des Meßstrahles.
    Je schlechter (verrissener) der Schuß ist, um so größer ist nach meiner Erfahrung die Abweichung zwischen tatsächlichem Loch und angezeigtem Treffer.
    Wie das beim Gewehr ist, kann ich nicht sagen.

    Scatt ist - wie sicher auch Trace - von seiner Intenton kein präzises Schußerfassungsssystem, sondern ein (Trainings-)Werkzeug zur Analyse des Schußverlaufes.

    Wir haben neben 2x Gold und 1x Bronze (jeweils in Mannschaften) die verloste Meyrosa-Anlage gewonnen.
    Ein absolutes Plus für unsere Jugendarbeit! Ich kanns immer noch nicht fassen!!!

    Hoffentlich schaffen wir mit optimiertem Training nächstes Jahr wieder Einzelplatzierungen.

    Da kommen offensichtlich wieder die Trainer durch...
    Wie Literaturkritiker ...

    Wenn ich so eine Ausarbeitung fertig gedruckt irgendwo angeboten bekommen. lege ich bestimmt 15-20 Eus auf den Ladentisch.
    Hier bekomme ich eine eventuell nicht perfekte aber gute Anleitung gratis.
    Find ich gut!

    Es werden auf 5 Stationen getestet:
    - Halteruhe (Scatt)
    - Standruhe (Sensorplatte)
    - Reaktion etc. (STEPS)
    - Abzugskontrolle /-sensitivität
    - Muskelverhältnisse

    Der Trainer kann danach das Training optimieren, um die Schwachpunkte (z.B. starke Bauch, aber schwache Rückenmuskel - oder andersrum etc. pp.) gezielt zu beeinflussen.
    Nicht nur, um die Sportler erfolgreicher, sondern auch gesünder zu machen.
    Ich finde die Aktion gut!

    Wir könnten seriös Kapazitäten von 6 Nachwuchsschützen abbilden, die 2x pro Woche trainiert würden. Sollten wir das also umsetzen wollen, stellt sich für uns schon die Frage, wenn man dafür nimmt. Daher auch mein nach wie vor großes Interesse am Thema Talentsichtung.

    Jeden zu nehmen, wie in der Vergangenheit, kommt angesichts unsere eingeschränkten Kapazitäten nicht in Betracht.

    Das 3x Training pro Woche bieten wir auch nicht "jedem", sondern den Talenten, die das auch wollen: Den Kaderschützen und denen, die auf dem Weg dahin sind. "Talent" ist isr da Eine, aber persönlicher Trainingsfleiß (also auch das eigene Wollen, etwas für die Leistung zu tun) ist imho zu 90% für das Ergebnis verantwortlich. "Talent" macht es nur einigen leichter, schneller gute Ergebnisse zu bringen.

    "Alle" trainieren an einem Tag, davon 1 1/2 Stunden die Anfänger un 1 1/2 Stunden die Fortgeschrittenen. Aus der Reihe der Fortgeschrittenen werden die Leistungsträger (und wer das ist, sieht jeder blinde Trainer mit dem Krückkstock) für die zusätzlichen "Kadertrainings" eingeladen.

    STEPS und Scatt haben wir auch zur Verfügung, aber das braucht man nicht zwingend zum Heraussuchen der Erfolgshoffnungen, das sind einfach technische Hilfsmittel, die nicht den gesunden Verstand ersetzen sondern höchstens ein wenig unterstützen. Natürlich führen wir für jeden der jungen Sportler Statistiken der Leistungsentwicklung in Training und Wettkampf (Excel).

    BTW, back to topic: Wer es geschafft hat, sich zur DM zu qualifizieren, hat IMHO schon ausreichend sein Talent bewiesen.
    Aber die, die nicht so die Supersportler sind, aber Spaß und Freude an unserem HOBBY haben, "nicht zu nehmen" halte ich für einen sehr schlimmen Irrweg. Denn die bezahlen uns am Ende mit ihren Beiträgen die Anlagen, die die "echten Sportler" (grün) nutzen. Mit ist ein Schlumpschütze mit WBK lieber als ein Bundeskader, der keine WBK hat (bzw. anstrebt). Denn ich will auch noch in ein paar Jahren mein HOBBY mit meinen erlaubnispflichtigen "Sportgeräten" - Waffen - ausüben können. Dafür braucht es Masse, die Politiker nicht einfach in den Skat drücken können.

    So, muß los nach München!

    Ich finde ein "abwarten - und mal schauen was passiert" Prinzip bei der Talentsuche nicht gerade gelungen - denn so gehen mir wertvolle Jahre einer entsprechenden möglichen Förderung (bei Erkennen des Talents) verloren.
    Und allein deswegen sich Talentzentrum nennen zu können (so wie Califax es beschreibt - man wartet, wer sich eben entwickelt und das ist dann das Talent) finde ich ein wenig zu kurz gegriffen.

    Komm bei uns vorbei, schau, was wir machen, dann kannst du mitreden.

    Nicht solch einen Unfug schreiben wie "denn so gehen mir wertvolle Jahre einer entsprechenden möglichen Förderung (bei Erkennen des Talents) verloren."

    Wir sind ein kleiner Verein (unter 100 Mitglieder) im ländlichen Raum und können nicht aus 100.000 Kinder "die Talente" raussuchen. Wir müssen unsere Talente dort suchen und finden, wo sie unseren Verein finden. Dazu machen wir offensiv Informationspolitik mit regelmäßigen Beiträgen in der Kommunalpresse und Infoveranstaltungen mit den Schulen, bei denen die 5. Klassen zu uns zum Sporttag den Schießsport kennen lernen können.

    Das haben 2 Leute aus dem Nichts heraus organisiert. 2 Leute, die ursprünglich aus dem BDS kommen und nun Leistungssporttrainer für die DSB-Pistolendisziplinen sind.

    Wir haben in den 6 Jahren, seit wir überhaupt mi der konsequenten Jugendarbeit angefangen haben, knapp 20 aktive (!!!) Jugendliche, davon aktuell 4 Landes- und einen DC-Bundeskader sowie eine Schülerin, die inzwischen die Kadernorm erfüllt hat, aber noch nicht berufen wurde.

    Zur DM nach München fahren von den von uns betreuten Kindern und Jugendlichen 5 mit insgesamt 11 Starts.

    Jetzt erzähl mir keinen Blödsinn von "wertvolle Jahre einer entsprechenden möglichen Förderung verloren."
    Wir 2 Trainer (keine Rentner, sondern erwerbstätig!) bieten 3x die Woche Training an.
    Machs besser!

    Und daß es uns vollkommen Wurscht ist, ob jemand vom "Talent" her eventuell besser für Trap oder Laufende Scheibe geeignet ist, verstehst du eventuell, weil wir das standmäßig gar nicht anbieten können.

    Und wer von unseren Nachwuchsschützen einfach nur Spaß am Schießen ohne DSB-Streß haben will, wird von uns auch für die BDS-Disziplinen in Kurz- und Langwaffe fit gemacht, so daß unsere Jugendlichen meist weit über dem durchschnittlichen Niveau der erwachsenen BDS-Sportler auf den Landesmeisterschaften abschneiden.

    Die meisten unserer Ü14 sind in beiden Verbänden aktiv, mal mehr hier, mal mehr dort. Wichtig ist mir persönlich, daß sie auch nach Abschluß der Schule dem Schießsport - wie auch immer- treu bleiben. Da ist unsere Quote gar nicht übel (Bislang nur 1 Austritt).

    Welche Tests würdet ihr denn machen, um Schießsporttalente herauszufischen?

    *Lach*

    Erstmal müssen die möglichen "Opfer" zum Verein kommen und auch Gelegenheit zum Schießen haben. Läuft hier über Mundpropaganda und Sporttage mit dem Gymnasium.
    Wer sich gut in den DSB-Pistolendisziplinen entwickelt und das auch über einen längeren Zeitraum ist / hat Talent. Und wird i.d.R. Landeskader.
    Darum heißen wir Talentstützpunkt.

    Die anderen "machen" wir zu BDS-Schützen, die Spaß an der Freude haben.
    Darum heißen wir auch Schützenverein.

    Da brauche ich nicht wirklich besondere Tests. Die Zeit zeigt es.

    Du bist eine Frau, nicht wahr?

    Bist du eigentlich selbst in einem Schützen- oder Schießsportverein hin und wieder aktiv?


    Zitat von Sabbeltasche

    und zum Wettkampf

    Allein "das" dürfte den Umfang von Dostojewskis "Schuld und Sühne" bei weitem in den Schatten stellen, wenn du wirklich seriös berichten willst.

    werde ich hier nicht den Namen des Kunden verraten

    Aha, ist also eine gewerbliche Frage.

    Ich arbeite derzeit an Infoartikeln, komme als absolut Ahnungslose bei manchen Themen einfach nicht so recht weiter.

    Wenn man ahnungslos ist, ist das Verfassen von Infoartikeln, also Artikeln, die andere schlauer machen sollen, recht schwierig.

    Wir wollen ja auch gar nicht deinen Kunden wissen, aber ein paar Proben deiner bisherigen Arbeiten würden sehr nett sein.

    Als Zeichen meines guten Willens:
    Das mit dem Schützenkönig wird regional sehr unterschiedlich gehandhabt. Ich bin in der Nähe einer Harzer Kleinstadt in der DDR aufgewachsen. Dort gab es jedes Jahr wie in den umliegenden Dörfern auch ein Schützenfest. Es wurde der Schützenkönig mit einem KK-Gewehr ausgeschossen (wie genau, erinnere ich mich nicht mehr, da ich dafür damals zu jung war), der Jugendschützenkönig mit dem Luftgewehr auf eine Papierscheibe und der Kinderschützenkönig mit dem Blasrohr.
    Der (erwachsene) Schützenkönig mußte Bier für alle Anwesenden (sprich: das ganze Dorf) bezahlen (sehr teurer Spaß!), die Nachwuchskönige nichts.
    Dafür bekam der (richtige) Schützenkönig eine Königsscheibe aus Holz, bemalt zurm Anbringen an seine Hausfassade.
    Wer mehrere dieser Scheiben über der Haustür hängen hatte, mußte recht wohlhabend (gewesen) sein, sh. oben.
    Das Schützenfest war mit einem Rummel (Karussels und Buden) verbunden. Das Schießen selbst war von der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) organisiert.