Kommen wir mal wieder auf die sachliche Ebene zurück.
Was wollen wir, die wir hier posten, wirklich? Was ist unser ganz persönliches Ziel für die sagen wir mal nächsten 30 Jahre?
Mein ganz persönliches langfristiges Ziel ist es, daß ich auch in 30 Jahren (da werde ich dann sicher schon arge Probleme mit dem Sehen haben) noch meine klein- und großkalibrigen Abschußrampen besitzen und auch benutzen darf. Daß dann auch meine Kinder diese erben und auch weiter daran aktiv Spaß haben können.
Meine persönliche Meinung ist, daß dieses Fernziel nur zu erreichen ist, wenn das Schützenwesen mit eben genau diesen erlaubnispflichtigen Waffen weiterhin eine relevante Größe darstellt, die nicht einfach von der Politik vom Tisch gewischt werden kann. Dazu gehören auch Olympiamedaillen, wie sie von Christian Reitz, Monika Karsch, Barbara Engleder und Henri Junghänel dieses Jahr erkämpft wurden.
Ich freue mich natürlich auch über jeden Erfolg deutscher Bogenschützen. Aber das ist nicht mein persönlicher Fokus.
Lichtpunktschießen sehe ich nur als Einstieg in das richtige Schießen ohne Alterslimit. Was nützt, ist gut. Das unterstütze ich in diesem Rahmen. Wenn es möglich wäre, neue junge Menschen übers Blasrohrschießen zu den "Knalldisziplinen" zu bringen - gerne. Aber da sehe ich zur Zeit nicht die Verwandschaft. Da ist das Lichtpunktschießen schon wesentlich näher an dem von mir favorisierten "echten" Schießen.
Auch DLW (Luftpistole) sehe ich - obwohl ich zwei DSB Bundeskaderschützen nicht ganz erfolglos trainiere - nur als (Einstiegs-)Variante zu erlaubnispflichtigen Waffen.
Ich selbst bin überzeugter und recht aktiver BDS Wettkampfschütze auf mittlerem Niveau (hin und wieder Landesmeister, mehrere Medaillen auf LMs jedes Jahr, aber keine DM mehr). Diese Mischung ist für Dich, Wilhelm, wohl ein wenig zu exotisch, um mich zu verstehen. Unser DSB-Landes-Vize nannte mich heute einen Verrückten, als er mich bei der Sportlerehrung umarmte.