Beiträge von Califax

    Coole Sache. Wie gehen denn da deine Mitschützen mit um?

    Dies ist hier ein klassisches Beispiel.

    Meinst du, daß er damit seine Standnachbarn stört?

    Die Aufnahme spiele ich mir ziemlich laut am Stand vom Mini-MP3-Player per Kabel in den elektronischen Gehörschutz ein.

    Davon bekommt kein Außenstehender was Störendes mit.

    Oder meinst du die Tatsache an sich, daß @snarrow versucht, sich auf Wettkampflärm zu konditionieren?

    BTW: Wir bauen auch (laute und z.T. extrem ohrwürmige) Musik und sonstige Störungen in unser Training mit ein. Auf internationaler Ebene ist Musik als Hintergrundbeschallung bei Wettkämpfen sogar Pflicht.

    ch behaupte mal frei, dass es fast unmöglich ist eine Bewegung bewusst (und ins kleinste Detail durchdacht) während eines Flowzustandes korrekt durchzuführen.


    Im umkehrschluss heißt dies doch, dass antrainierte Bewegungsabläufe nie "unbewusst" in Perfektion geschehen.

    Falsch.

    Wenn du z.B. beim Autofahren jede Handlung BEWUSST ausführen würdest, würde das fürchterlich aussehen.

    Aber man muß erst bewußt den Ablauf lernen, um ihn dann unbewußt ausführen zu können.

    Gutes Klima und ob es dort auch Leute gibt, dir dir zeigen, wie man schießt (und trifft).

    Ob es Leihwaffen für das erste Jahr gibt. Und was für welche.

    Und welche Disziplinen dort geschossen werden können (stand- und verbandsabhängig).

    Oder ist das eine Begabung, die man entweder hat oder nicht hat?

    Das ist keine exakte Wissenschaft. Den "Flow" kann jeder bekommen, aber niemand kann ihn erzwingen.

    Was man tun kann, ist die Bedingungen herzustellen, in denen es möglich ist, den Flowzustand - zumindest teilweise - zu erreichen.
    Schon 70% Flow sind super!

    Ich empfehle die Bücher von Michael Draksal, die sind z.T. auch extra für den Schießsport geschrieben worden.

    Ich helfe mir immer noch mit einem verinnerlichten Prozessablauf, z.B.: Zentrierung/Gedankenstopp in den letzten Minuten vor dem Start, Focus auf Atmung bzw. Herzschlag während der Pausen zwischen den Serien, Mantras im Schussablauf während der Serien ...

    Genau das ist vollkommen richtig. Durch ein ritualisiertes Vorgehen kommt man schneller in den Zustand, in dem die Gedanken nicht mehr stören.

    Aber den von Dir beschriebenen "geilen Überflug" hatte ich noch nie.

    Du erinnerst dich nur nicht mehr dran ... :-))

    Manchmal ist die Phase nur sehr kurz. Einer meiner jungen Schützen schoß in einem wichtigen Wettkampf plötzlich - als erste Schüsse der ersten Serie - 6 Zehner hintereinander. Hatte er noch nie geschafft. Das war Flow! Danach, als er das realisiert hatte, setzten wieder die Gedanken ein und ... es purzelten die Achter.

    Du hast 100% recht. Das Match wird im Kopf gewonnen.

    Ab einem gewissen Leistungslevel ist die Technik abrufbar.

    Gute Hardware verhilft zu weiteren Vorteilen.

    Aber wie viel von dem, was insgesamt an Können und Technik vorhanden ist, abrufbar ist, entscheiden die kleinen blauen Männchen im Kopf, die dort gerade Stepptanz üben.

    Wer es schafft, die kleinen blauen (grünen, roten...) Männchen zumindest während des Wettkampfes zu seinem Trainer zu schicken, damit der den Kindergarten betreuen soll, hat schon gute Karten.

    Das Geheimnis ist, in den "Flow" zu kommen. (Alles funktioniert, man ist einfach gut drauf, die guten Treffer purzeln einfach so...)

    Dafür gibt es Mentaltrainer. Aber auch die können nur mit Wasser kochen.

    @snarrow

    Jeder einzelne Stift ist einzeln wechselbar. Sollte man natürlich nur paarweise machen.

    Die normale SP hat Stifte aus Stahl, die RF solche aus schwererem Wolfram (neudeutsch "Tungsten").

    6 Stahlgewichte wiegen zusammen ca. 100g, die aus Wolfram zusammen ca. 180...190g.

    Ich habe allerdings auch schon Gewichte einer älteren RF gesehen, die zusammen nur 170g wogen.

    Dazu muß natürlich auch immer die Federstärke passen.

    Das Prinzip ist ganz einfach: Waffe läuft zurück, Gewicht verharrt aus purer Faulheit (Trägheit) und spannt die vorn liegende Feder.

    Dadurch verzögerter Rücklauf = geringer Hochschlag (da der Drehpunkt ja unterhalb des Laufes beim Griff liegt).

    Waffe kommt schneller wieder in die Ausgangslage --> wichtig für das Schießen unter Zeitdruck.

    So simpel und wirksam, daß es anscheinend niemand nachbauen darf.

    PS: Natürlich wirkt auch allein das Gewicht der Stifte als "Zusatzgewicht".

    Bei meinem 16-jährigen Sohn habe ich mehrere Stifte ausgebaut, weil ihm die Waffe sonst zu schwer (kopflastig) war.

    Dadurch natürlich auch mehr Hochschlag als wenn alle Stifte drin wären. Man kann nicht alles haben.

    Diese Aussage ordne ich mal unter unqualifizierter Bullshit ein.

    Es ging um die - zugegeben polemische - Aussage, die SSP hieße in Wahrheit Super Sprung Pistole.

    Als Trainer, der auch SSPs (incl. SSP-Es) "verwaltet" kann ich das im Prinzip bestätigen:

    Die SSP hüpft wie ein junges Reh. (Reimt sich sogar).

    Es gab/gibt(?) auch anschraubbare Dämpfer für die SSP, aber deren Wirksamkeit war offensichtlich auch mehr als begrenzt.
    (Habe ich mit eigenen Augen bei einem ehemaligen Bundeskaderschützen gesehen)

    Dagegen liegen die Pardini - insbesondere die RF mit allen 6 Wolframdämpfern - wie auch die Matchguns MG2/MG2E wie ein Brett im Feuer.

    Was Walther (und MG) kann, was Pardini nicht schafft, ist ein funktionierender elektronischer Abzug.

    Der ist für das Trockentraining der Duellserie einfach Gold wert.

    Elektronischer Abzug PLUS geringes Sprungverhalten habe ich bislang im Bereih der ernstzunehmenden Sportpistolen nur bei der MG2E gefunden.

    Wer sich mal ein Auge holen will:

    Sachkunde im DSB - 2017

    und jetzt kommts:

    Zitat

    Im Hinblick auf die Regelung des § 11 Abs. 3 AWaffV, nach der ein Sportschütze allein auf der
    Schießstätte schießen kann, wenn er selbst zur Aufsicht befähigt ist, und im Hinblick darauf, für
    die Aufsicht auf Schießstätten die erforderlichen verantwortlichen Aufsichtspersonen stellen zu
    können, ist die Ausbildung zur verantwortlichen Aufsichtsperson Bestandteil der
    Sachkundeausbildung. Die Richtlinien des DSB zur Ausbildung von verantwortlichen
    Aufsichtspersonen wird hierbei Bestandteil der Richtlinien für den Nachweis der Sachkunde.

    LP2-Griff paßt definitiv auf LP10 (vor-EVO-Modell) ohne Elektronik sowie die LP5.

    Aber eine Einschränkung: Das beweglich gelagerte Gewindestück, in das die Halteschraube eingreift, gibt es in unterschiedlichen Längen.

    Hier kann eine kleinere Anpassung notwendig werden!

    Ein Glück, daß das Limit für Mannschaft Lupi Schüler nur gering gesunken ist: 2 Ringe weniger und wir hätten ein echtes logistisches Problem gehabt.

    Haben so schon genug jugendliche Teilnehmer (12-18) bei der DM, die wir transportieren und coachen müssen.

    Ein weiteres Glück, daß meine neuen Chefs Verständnis dafür haben und mir für die fraglichen DM-Tage (Mi-Fr. in der 2. Woche) frei geben.

    Versuch mal, auf 300m mit einem teuren Spektiv im Sommer die Scheibe zu beobachten.

    Und da erwartest du von der Mini-Optik eines MX, daß das funktionieren soll?

    Stichwort: Mirage.