Als Schütze, der beide Extreme (LuPi und GK) schießt, ist mir klar, daß die Disziplinen unterschiedlicher gar nicht sein könnten.
Dazu das Zitat von Lanfear, das ich zu 100% unterschreiben kann:
Kann ich so nicht bestätigen. Aus meiner Sicht lässt sich das GK-Kurzwaffenschießen DSB mit Transferleistungen aus den Technikleitbildern der olympischen Disziplinen ableiten. Bei den 150s ist das keine große Kunst. Für die 20s braucht es etwas mehr Aufwand. Ich schieße gerne beide Disziplinbereiche und sehe da für keinen Widerspruch. Was ich mit der LP erarbeite, nutzt mir auch für das GK-Schießen und durchaus auch umgekehrt.
Ich sage dann meinen Schützen: "Ist genau das Gleiche, nur etwas anders!"
Dabei hilft mir übrigens sehr die "Fibel" von M. Bartram.
GK ist keine Olympische Disziplin, noch nicht mal International, da wird niemand investieren.
Aber genau da sitzt das Geld der adoleszenten Mitglieder besonders locker!
je Erfolgreicher die Schützlinge werden, desto mehr wird man auch als Trainer gefordert.
So ist es!
Mit persönlich ist es wuppe, ob jemand einen Trainerschein hat, oder nicht. Der Schein sagt nichts über seine tatsächliche Qualifikation aus.
Ja. Wichtiger ist a) das Wissen (evtl. auch Können) und b) die Fähigkeit, das auch anderen zu vermitteln.
willkommen hier erstmal,
Ebenfalls Willkommen!
"Was bedeutet meistens Training?"
Ja, meist rumgestümpere. Ging mir auch so, Habe dann Geld in die Hand genommen und Kurse besucht. Literatur gesucht und gelesen. Als meine Kinder dann so weit waren, Trainerschein(e) gemacht. Trainieren trainiert. Besser geworden (weniger in der eigenen Schießleistung sondern mehr mit der Vermittlung).
In anderen Sportarten gibt es mehr bezahlte Trainer (mein Eindruck), im Schießsport meist Enthusiasten. Entweder schon Rentner oder solche, die noch "nebenbei" ihr Brot verdienen müssen (und denen deshalb die Zeit kanpp & sehr wertvoll ist). Die wenigen hauptamtlichen bezahlten Trainer, die ich kenne, sind, was ihr Salair betrifft, auch eigentlich Amateure - oder anders gesagt: Richtig arme Schweine, die jeder Hilfswilli mit nicht geschafftem Hauptschulabschluss finanziell auslacht.
Das ist erstmal die Wirklichkeit "MEINER kleinen Welt".
Ich stehe zusammen mit meiner Frau jede Woche 3x auf dem Stand (insgesamt netto 6 Stunden, also ohne drumrum wie Vorbereitung, Nachbereitung, Wettkampfbegleitung, Spezialtraining OSP ...) allein für die DSB Jugendarbeit. Dann noch "just for fun" das Fitmachen der Willigen für BDS-Wettkämpfe (Speed, Fallscheibe sowie Standardprogramme in "kurz" und "lang"...). Nebenbei arbeite ich Vollzeit in einer Berufsschule.
Was mir in meinem Verein fehlt, ist eine kompetente Betreuung für die Älteren. Aber das versuchen wir gerade mit einem frischgebackenen C-Basis-Trainer (und sehr aktivem Sportschützen) auch noch aufzubauen.
Auch ermutigen wir unsere inzwischen gut ausgebildete Jugend, den alten Säcken zu zeigen, wo der Barthel den Most holt: War z.B. letztens ein Schütze da (und lungerte rum), der wartete wie Pik 7, dass jemand ihm eine 9mm Leihwaffe in die Hand drückt. Kam natürlich keiner, da er anscheinend nichts vorher bestellt hatte. War ein Gastschütze, nicht unser Verein.
Habe ich ihm dann einen (nämlich meinen) KK-Revolver (Korth) geliehen, eine Schachtel Muni in die Hand gedrückt und meinen 17-jährigen Sohn als persönlichen Anleiter zur Seite gestellt, da ich selbst bei unserer Jugend gebraucht wurde. Der Gast war offensichtlich ganz zufrieden mit diesem Arrangement. Natürlich gab es auch eine qualifizierte und erwachsene Schießstandaufsicht, aber auf mein wertvolles Eigentum lasse ich lieber mein eigen Fleisch und Blut aufpassen. Außerdem schießt mein Sohn besser als ich, gerade mit dem KK-Revolver.