Beiträge von Califax

    Ein echter Zielstachel oder ein Fadenkreuz ist natürlich variabler als das Ringabsehen der aktuellen Modelle.

    Dieses Ring-Absehen der SIMALUX-ZFR scheint nur für die Anwendung auf DSB/ISSF-Scheiben hin entwickelt zu sein, da in anderen Verbänden, in denen mit ZFR geschossen wird, das Innere des Spiegels weiß ist - und/oder Leuchtabsehen verwendet werden dürfen.

    Also ein reines Nischenprodukt für eine ganz spezielle Verwendung.

    Leute, was schreibt ihr für ein Schmarrn über Datenerhebung und doppelte Meldungen ...

    Wenn ein Verband mehr Mitglieder haben will, muss er genau zwei Dinge tun:

    1. die Altmitglieder bei Laune halten und

    2. interessant sein für potentielle Mitglieder.

    Natürlich muss man dazu Daten erheben: "Was wollt ihr (außer MAOAM) ?"

    Woran der DSB IMHO am meisten krankt, ist, dass er ein bürokratisches Rhinozeros ist, gegen das die EU fast wie ein buntes Einhorn erscheint.

    Wichtig ist, dass es auf die Schießentfernung auch wirklich parallaxefrei ist. Die sonstige optische Qualität sollte nicht unterirdisch sein, aber auf eine feste Schießentfernung von 50m (?) auf normalerweise gut beleuchteten Ständen braucht man absolut kein Supadupa-Markenglas. Übrigens auch keine variable Vergrößerung. Weiterhin eine ausreichend feste Montage, aber auch das ist im KK-Bereich bezahlbar.

    Daher wundert es mich, dass solche Ferngläser sich kaum bewährt haben.

    1) Wie Matze schon schrieb: Um ein entsprechend starkes Glas ruhig zu halten, bedarf es beider Hände. Ein Spektiv auf einem Stativ steht fest. Waffe kann in der Hand bleiben. Brillenbetrieb macht die Sache noch eindeutiger.

    2) Ein auf das Ziel ausgerichtetes Spektiv zeigt genau auf das Ziel. Ein Fernglas muss ich erst auf das Ziel ausrichten. Das kostet Zeit und Konzentration.

    3) Die wenigsten Ferngläser haben ausreichend Vergrößerung, damit man schnell ein kleines KK-Loch im Schwarzen erkennen kann. Spektive meist auch im relativ preiswerten Segment, zumindest bis 25m.

    4) Ich hab es probiert (wirklich hochwertiges 8-fach Glas). es war nicht gut.

    5) Wundere dich weiter oder probier es selber aus. Vielleicht kommst du zu einem anderen Schluß.

    "Stehen aufgelegt" ist in der Tat ein wenig ungewöhnlich.

    Für diese Diszi macht das z.B. ein günstiges altes Brünner, Suhler oder auch sowjetisches Mehrladegewehr mit ZFR gut, vorausgesetzt, es hat nicht jemand in früheren Zeiten bezüglich Schaft, Mehrladefunkion oder Abzugseinstellung mit kiloweise Epoxidharz unwiederbringlich versaut (ich besitze so ein leider von der westdeutschen Sittenpolizei gefoltertes Gewehr).

    Die guten alten KKs sind in der Regel unkaputtbar und ausreichend präzise mit beim Händler ausgeschossener Munition - hier das Abzugsgewicht niedrig genug einstellen, ZFR montieren, ggf. Zweibein oder eine sogenannte "alternative Auflage" besorgen - und Spaß haben.

    Die Frage für mich stellt sich doch dahingehend, warum Schützen in einem anderen (2. oder gar 3.) Dachverband eingetreten sind. Ein denkbarer Grund könnte in den angebotenen Disziplinen liegen, wie z.B. für halbautomatische Ordonanzgewehre, oder dynamische Disziplinen à la IPSC, welche im DSB nicht vorhanden und wohl aktuell auch nicht vorgesehen sind

    Die Sachsen können das auch. Vllt. erklären sie dem Landesverband Norddeutschland (-1,86%) wie sie zur erneut guten Mitgliederentwicklung gekommen sind (+ 2,77%) - wenn es die NDS-Schützen überhaupt wissen wollen.

    Ich kann nur sagen, warum ICH in zwei Verbänden aktiv bin. Ich komme ursprünglich vom BDS und bin dann zusätzlich beim DSB eingetreten. Darum schieße ich auch sportlich die ganzen BDS-Disziplinen. Es geht jetzt nicht darum, was "anspruchsvoller" ist, das interessiert nur wirklich wenige. Es interessiert eher, was Spaß macht! Ich schieße auch nur das wettkampfmäßig, was mir selber Spaß macht.

    Schaut doch mal, wie viele Mitglieder der DSB hat - und dann rechnet nur mal sie Starterzahlen auf der KM zusammen, dann habt ihr eine halbwegs belastbare Zahl, wie viele DSB-Mitglieder überhaupt "sportlich" im sinne von "schieße Wettkämpfe" unterwegs sind. Die Vereinsmeisterschaften würde ich da rauslassen, da starten auch Leute, die nur zu diesem Event überhaupt mal eine Leihwaffe anfassen.

    Als Leistungssport-Trainer des DSB (SSB) habe ich natürlich insbesondere die olympischen Disziplinen im ersten Blick, im zweiten Blick die nichtolympischen, mit denen man zur DM in München fahren kann. So wird das Training für die Landeskaderschützen auch ausgerichtet. alles andere fällt zwangsläufig aus Zeit- und Manpowergründen hinten runter. Wir bieten unseren nichterwachsenen Nachwuchsschützen darum Luftpistole, Sportpistole, Schnellfeuerpistole (OSP), Mehrschüssige LP "Mehrkampf" und "Standard" an. Das ist in der möglichen Zeit für zwei im zivilen Leben voll arbeitende Jugendtrainer schon am absoluten Limit.

    Zum Spaß: Seit die mehrschüssige LP als Fallscheibendisziplin de facto vom sehr verehrten Herrn Aeply ermordet wurde, will kaum noch jemand unserer Nachwuchsschützen MLP schießen. "Mehrkampf" und "Standard" sind langweilig, sagen sie - und dabei ziemlich trainingsintensiv. Fallscheiben war spaßig, man sieht den Erfolg sofort, die dafür notwendige Trainingszeit war aufzubringen bzw. fiel einfach ab. Jetzt schießen viele unserer 14+ jährigen eben Fallplatte im BDS.

    Ja, warum hat der Sächsische Schützenbund immer noch Zulauf, während in Norddeutschland die Zahlen nach unten gehen? Zum einen denke ich, dass auch nach 40 Jahren nach der Wende noch nicht das gleiche Niveau erreicht ist, also sozusagen einfach noch etwas mehr Luft nach oben ist. Auf der anderen Seite ist der SSB extrem schützenfreundlich und bietet mit seiner Liste B fast alles an, was man sonst nur über die dynamischen Verbände befürwortet bekommt.

    Weil es mit jeder Waffe über Kontingent - und das sind nun mal nur 2 KW - schwieriger wird. Je nach (Landes-)Verband und je nach Behörde.

    D.h., man schöpft sein komplettes "Kontingent" aus, wenn man zwei identische Waffen erwirbt.

    Nicht jeder steht so auf Affentanz wie ich. Und langsam kriege ich auch nichts mehr genehmigt.

    Und wenn ich mal keine Wettkämpfe mehr schießen kann, muss ich ganz schnell dafür sorgen, dass die Waffen nicht "weg" sind, sondern bei jemandem, der sie sinnvoll einsetzten kann. Wegfall des Bedürfnisses, da sind die bei uns sehr flott. Das tut sich nicht jeder an bzw. hat auch nicht unbedingt schießsportlich interessierten (und erfolgreichen) Nachwuchs.

    Was ist aber bei einer Waffenstörung im Bewerb? Beispielsweise gebrochener Schlagbolzen, gebrochenes Schlößchen oder was auch immer. Kann man da unterbrechen und mit der defekten Waffe den Bewerb verlassen und den Service des Herstellers nutzen?

    Beim DSB - und IMHO auch international ISSF - hat man bei einer (!) anerkannten Waffenstörung 15 Minuten "Auszeit", nach der man sich wieder als startbereit zurückmelden muss. Die Zeit sollte man i.d.R. auch nehmen, denn Waffenstörungen haben meistens einen Grund (und wenn es nur eine gelockerte Schraube ist). Die Kampfrichter sortieren dann je nach Möglichkeit den Schützen wieder in den Wettkampf, ggf. in einen der nächsten Durchgänge ein.

    Habe ich mit meinen Schützen schon mehrfach nutzen dürfen.

    In der Regel rennt dann der Betreuer, so der Schaden nicht gleich selbst behoben werden kann, wie ein geölter Blitz zum Service, wird i.d.R. auch sofort drangenommen und kommt dann innerhalb der gegebenen Zeit zurück an den Stand.

    Im übrigen auch so bei Druckluftwaffen, die ja nicht auf WBK laufen. Aber kaum jemand hat da zwei identische. Macht einfach niemand.

    Danke für diese sachliche und sinnvolle Antwort. Irgendwann mußte ja auch mal eine dabei sein.

    Ich sage zwar, es ist machbar. Jedoch in Deutschland nicht üblich, kostet jede KW einen der wertvollen Plätze auf der WBK.

    Meine kalibergleichen Waffen sind auch keine gleichen (also als Ersatz beschafft), sondern jeweils für andere Disziplinen vorgesehen.

    Bei hochkarätigen Sportlern wird eher eine identische Ersatzwaffe "da sein", bei der Masse eher nicht. Die gehen zum Service, wenns klemmt.

    Bekäme der die dann auch genehmigt mit dem Argument der Ausfallsicherheit?

    Das das Bedürfnis vom Verband ausgestellt wird, dürfte das für Nationalkader überhaupt kein Problem darstellen.

    Aber unsere Sportler sind eben nur zu einem geringen Anteil Kadersportler.

    Jedoch ist es bei ausreichender Wettkampfteilnahme und entsprechender Begründung auch in Deutschland kein Problem, mehrere Waffen im gleichen Kaliber auf die WBK zu bekommen.

    Ich selbst habe auf meiner Grünen 2 Pistolen und einen Revolver in .22 lfB und 3 Pistolen in 9 Luger.

    Weltspitze ... schießt ja zu 80 bis 90 % Pardini.

    Wenn MG einen vergleichbaren Service "vor Ort" - nämlich auch direkt an den wichtigen Wettkämpfen - anbieten würde, könnte ich mir vorstellen, dass die Zahlen sich ändern würden. Die MG ist saugut, aber ich hätte immer Angst vor einer nicht für den Schützen/Trainer zu behebenden Waffenstörung.