Da kann ich dem Doktor in allen Punkten nur zustimmen.
Natürlich ist Schießen kein Manschaftssport, da ja keine Interaktion
im Team stattfindet.
Man schießt allein und am Ende werden eben die Ergebnisse addiert.
Manschaftstaktik oder spezielle Aufgaben für die einzelnen Teammitglieder,
wie etwa beim Fußball, gibt es nicht.
Was der Doktor vergessen hat, professionelle Darbietung, die für die Medien interessant
sein könnte, bedingt auch eine professionelle Liga.
Das ist auch bei Darts nicht anders.
Auch dort gibt es verschiedene Verbände und die betreiben ihren Sport
meist ähnlich wie die Schützen abseits jeder Öffentlichkeit.
Allein die PDC hat halt den Sprung ins Profilager gewagt, war erfolgreich
und schafft so öffentliches Interesse für ihren Sport.
Mit dem 'best off'- bzw. Finalmodus hat er sicher auch recht.
einer Rotte Schützen bei 60 Schuß liegend zuzuschauen ist selbst für Insider eine Zumutung
und sicher der Alptraum jedes Medienmachers, der daraus eine spannende Sendung machen soll.
An den Disziplinen liegt es aber eher weniger und man muß auch nicht so weit
über den Tellerrand schauen.
Auch bei den Bogenschützen gibt es ähnlich interessante und medienwirksame Wettkämpfe.
Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=nn0PbYN6UJY
Und auch die Schußwaffenschützen haben interessante und mediengerechte Disziplinen.
Field Target, IPSC und selbst Fallscheibe -um nur einige zu nennen-
sind durchaus mediengeeignet.
Es fehlt eben nur an der Profiliga.
Wenn man nun bedenkt, daß die Bundesschießen zu Anfangszeiten des Deutschen Schützenbundes
bereits einmal die Popularität heutiger Bundesligaspiele hatten,
ist es eigentlich schade um die verpaßten Chancen und auch ein weiterer Ansatzpunkt,
um zu analysieren was über die Zeit wohl schief gelaufen ist.
Als böse Zunge könnte man behaupten, daß es seit der Gründung des DSB und der ISSF
mit dem öffentlichen Interesse am Schießsport eigentlich nur noch bergab ging. 