Beiträge von Tom_123

    Ja. So wie jahrzehntelang die in DE sehr beliebte und verbreitete australische Winchester Xpert.

    Nein.
    Carcano


    Und was soll jetzt an SK oder RWS Munition schlecht sein?

    Ich überlege nämlich gerade aus den dargelegten Gründen,
    von CCI SV auf SK umzusteigen.
    Die SK Standard Plus ist unwesentlich teurer, dafür aber
    ordentlich verpackt, sauberer(er) gefertigt und hat keine wochenlange
    Reise übers Meer hinter sich.
    Von ökonomisch-politischen Gründen mal ganz abgesehen.

    Welche Disziplin willst Du denn schießen?

    Für Zielfernrohrgewehr sehe ich keinen Hinderungsgrund,
    so lange Du das Gesamtgewicht von 6,5 kg nicht überschreitest.

    Bei Präzisionsgewehr und Matchgewehr sind wohl die Abmessungen
    des ISSF "Freigewehr" gefordert, was ich mit "fast alles ist erlaubt"
    übersetzten würde.
    Also auch keine Hürde.

    Um 100% sicher zu sein kannst Du ja auch nochmal bei deinem Landessportleiter nachfragen.

    Wie ich schon mal schrieb, kann ich leider mit dieser Klientel, die sich rühmt, KM oder BM geworden zu sein (ber vergisst zu erwähnen gegen wieviel Gegner und mit welchem beschgeidenem Ergebnis), nicht viel anfangen. Einige suchen sich sogar gezielt Disziplinen raus, die kaum geschossen werden (neuestes Steckenpferd: laufende Scheibe). Die fahren dafür sogar zu einer anderen Untergliederung und schießen dort mit, weil es bei uns keinen Stand gibt. Ohne Training und ohne Talent sehen die Ergebnisse natürlich so aus wie ihr euch das vorstellen könnt.


    Ich finde deine Bemerkung schon etwas unsportlich.

    Wie bereits oben geschrieben, steht es dir und jeden anderen doch frei
    auch an diesen Disziplinen teilzunehmen und dein Talent und Können unter Beweiß zu stellen.

    In jeder Sportart gilt nun mal, wer nicht antritt hat automatisch verloren.
    Hinterher nachkarteln und die Leistungen anderer schlecht reden ist dabei die
    weniger sportliche Alternative.

    Ich starte auch in schwach besetzten Disziplinen und würde mich
    freuen wenn es mehr Teilnehmer gäbe und meine Lieblingsdisziplinen populärer wären.

    Ich müsste lügen wenn ich behaupte es macht keinen Spaß Kreis- oder Landesmeister zu werden,
    aber das ist nicht meine hauptsächliche Motivation.
    Mir macht die Disziplin eben Spaß und ich habe viele unschöne Diskussionen
    und sogar einen Vereinswechsel in Kauf genommen um sie schießen zu können.

    Wir haben eine kleine aber nette Gruppe, die ich gern zweimal im Jahr bei den Meisterschaften
    wiedersehe und die Ausrichtung des Wettkampfes findet in netter, lockerer Atmosphäre statt.

    Und außerdem, im Schützenwesen und vor allen bei den Traditionsvereinen
    gibt es jede Menge Auszeichnungen für wessentlich weniger Leistung.
    Vom Zufallstreffer beim Vogel- oder Königsschießen bis zur Auszeichnung
    für bloße Vereinszugehörigkeit.

    So what?
    Ich fülle die Kassen des Verbandes mit Startgeldern,
    ich mache Gratiswerbung für meinen Verein, dessen Name ja auch auf der
    Ergebnisliste erscheint,
    ich habe, gerade durch diese Neben- und B-Listen Disziplinen meinen Spaß
    und bleibe deshalb dem DSB als zahlendes Mitglied erhalten.

    Die 'großen' Disziplinen, die ich schieße kann ich in wesentlich anspruchsvollerer
    Form und in angenehmerer Atmosphäre auch beim BDS schießen.

    Allerdings -und wie bereits geschrieben- bin ich auch der Meinung,
    daß Klassen mit weniger als 4 bis 5 Schützen zusammengelegt werden sollten.

    Prinzipiell hat der 'Alleinstarter' genau soviel Startgeld bezahlt
    wie alle anderen auch, also steht ihm auch alles zu.

    Weiterhin steht es ja jedem frei, sich mit dem Alleinstarter zu messen.
    Wenn die anderen es nicht tun hat er eben gewonnen, Punkt.

    Der Fehler liegt wohl eher am wenig flexiblen Wettkampfsystem.

    Man könnte z.B. Klassen mit weniger als 4 Teilnehmern zusammenlegen.
    Dann schießt eben der eine Senior bei den Altersherren mit,
    oder die Damen und Herren bilden eine Klasse.

    Man könnte bei wenigen Teilnahmen ganz auf die Kreismeisterschaft
    verzichten und gleich LM schießen.
    Ich hätte dann z.B. mehr Zeit um mehr andere Disziplinen zu schießen,
    statt dreimal im Jahr die gleiche Soße mit den gleichen Teilnehmern.

    Man könnte auf die Vereinsmeisterschaften als Qulifikation verzichten,
    daß bringt wahrscheinlich auch mehr Starter, wenn alle die teilnehmen können,
    die die VM versäumt haben,
    bei denen für ihre Disziplin keine VM ausgerichtet wird
    oder die einfach keinen Bock haben, im Dezember bei zweistelligen Minusgraden
    auf offenen Stand freie Pistole oder 60 Schuß Gewehr zu schießen.

    Wenn ich die Sache mal aus einem anderen Blickwinkel betrachte dann frage ich mich ob das alles so sein muss. Muss ich wirklich meinen Sport so betreiben damit er anderen als Zuschauer gefällt? Kann ich nicht einfach mein Hobby für mich ausüben? Man sollte sich auch nicht zu sehr verbiegen. Vor allem nicht um den Medien zu gefallen...


    Ich glaube hier muß man differenzieren.

    Die ursprüngliche Idee -jedenfalls meine- war es ja, ähnlich der PDC
    eine Profiliga zu schaffen, die neben ihrer Hauptfunktion als Kommerz- und Werbeträger
    eben auch für mehr öffentliches Interesse für den gesamten Schießsport sorgt.

    Da der Schießsport ja ohnehin nur ein Oberbegriff für unzählige
    Disziplinen ist, könnte man alles haben.

    Breitensportler, für die alles beim alten bleibt,
    olympischen Sportler, für die sich ohnehin nichts ändert kann
    und eben die Profiliga die nach eigenen Regeln schießt und bei der Marketing,
    Show und grölendes Party-Volk zur Hauptsache der Veranstaltungen werden.
    Eben wie bei der PDC.

    Ein Fehler wäre es jedoch m.M.n. sich den Schritt mit der Profiliga zu sparen
    und statt dessen zu versuchen den Schießsport im Amateur- und Breitenbereich
    auf biegen und brechen 'mediengerecht' zu gestalten.
    Das kann nur schiefgehen.

    Ansonsten bin ich mit Dir einer Meinung.
    Ich betreibe Schießsport zur Entspannung, die Disziplinen müssen mir spaß machen
    und dabei ist es mir absolut Banane wir mediengerecht das rüber kommt.
    Zuschauer und Kameras würden mich ohnehin nur stören und mir den Spaß verderben.

    Da kann ich dem Doktor in allen Punkten nur zustimmen.

    Natürlich ist Schießen kein Manschaftssport, da ja keine Interaktion
    im Team stattfindet.
    Man schießt allein und am Ende werden eben die Ergebnisse addiert.
    Manschaftstaktik oder spezielle Aufgaben für die einzelnen Teammitglieder,
    wie etwa beim Fußball, gibt es nicht.

    Was der Doktor vergessen hat, professionelle Darbietung, die für die Medien interessant
    sein könnte, bedingt auch eine professionelle Liga.

    Das ist auch bei Darts nicht anders.
    Auch dort gibt es verschiedene Verbände und die betreiben ihren Sport
    meist ähnlich wie die Schützen abseits jeder Öffentlichkeit.
    Allein die PDC hat halt den Sprung ins Profilager gewagt, war erfolgreich
    und schafft so öffentliches Interesse für ihren Sport.

    Mit dem 'best off'- bzw. Finalmodus hat er sicher auch recht.
    einer Rotte Schützen bei 60 Schuß liegend zuzuschauen ist selbst für Insider eine Zumutung
    und sicher der Alptraum jedes Medienmachers, der daraus eine spannende Sendung machen soll.

    An den Disziplinen liegt es aber eher weniger und man muß auch nicht so weit
    über den Tellerrand schauen.
    Auch bei den Bogenschützen gibt es ähnlich interessante und medienwirksame Wettkämpfe.
    Beispiel:

    https://www.youtube.com/watch?v=nn0PbYN6UJY

    Und auch die Schußwaffenschützen haben interessante und mediengerechte Disziplinen.
    Field Target, IPSC und selbst Fallscheibe -um nur einige zu nennen-
    sind durchaus mediengeeignet.
    Es fehlt eben nur an der Profiliga.

    Wenn man nun bedenkt, daß die Bundesschießen zu Anfangszeiten des Deutschen Schützenbundes
    bereits einmal die Popularität heutiger Bundesligaspiele hatten,
    ist es eigentlich schade um die verpaßten Chancen und auch ein weiterer Ansatzpunkt,
    um zu analysieren was über die Zeit wohl schief gelaufen ist.

    Als böse Zunge könnte man behaupten, daß es seit der Gründung des DSB und der ISSF
    mit dem öffentlichen Interesse am Schießsport eigentlich nur noch bergab ging. ;)

    Im Moment stört mich eigentlich wenig am Schießsport,
    weil ich in der glücklichen Lage bin, hier genug Auswahl an Verbänden,
    Vereinen und Ständen zu haben und mir so meine Freizeitgestaltung
    optimal zusammenbasteln kann.

    Deshalb ist es logischerweise mein größtes Interesse, diese Vielfalt
    zu erhalten und wenn möglich sogar auszubauen.

    Gäbe es nur den DSB/SVVB und entprechende Vereine würden sich
    meine schießsportlichen Aktivitäten doch sehr übersichtlich gestalten
    und vielleicht würde ich sogar ganz aufhören.

    Dann würde mich stören:

    Das Fehlen meiner Lieblingsdiziplinen, die allesamt beim BDS geschossen werden.
    (hauptsächlich Kurzwaffe-Kombi und Zielfernrohrgewehr)

    Die allgemeine Ödnis und verbiesterte, bürokratische Stimmung bei
    den meisten SVBB Wettkämpfen.

    Vorgeschaltete Vereinsmeisterschaften um gnädigerweise an den
    Kreismeisterschaften teilnehmen zu dürfen.

    Waffenkontrollen die sich anfühlen wie das Genehmigungsverfahren
    für ein Atomkraftwerk.

    Ewige Wartezeiten zwischen den Serien bei den Kurzwaffendisziplinen.

    Die unsäglichen Diskussionen und Schikanen bei jeder Befürwortung.

    Fehlende Sportmöglichkeiten mit GK-Selbstladern, GK-Zielfernrohrgewehren,
    Repetierflinten, usw.

    Na ja, der Griff wäre nun nicht gerade mein
    Topkriterium für die Auswahl einer Lupi.

    Ein bischen Holzspachtel aus dem Baumarkt, ein paar Stunden Zeit
    und schon hat man einen 1A Maßgriff.
    Und das sogar ohne mehrmals durch halb Deutschland
    zur 'Anprobe' fahren zu müssen. ;)

    Für 'Normalschützen' wird es wohl keine großen objektiven Unterschiede geben.

    Vielleicht solltest Du auch die Steyr LP2 und die Feinwerkbau P44 in Betracht ziehen.
    Die LP2 hätte ich damals genommen, wenn es sie gegeben hätte, die Feinwerkbau
    hat mir optisch nicht besonders zugesagt, ist aber sicher auch eine gute Wahl.

    Wichtig(er) ist, wie FritzHer schon sagt, daß Du die Kandidaten ausgiebig prüfst
    und ein gutes Gefühl bei der gewählten Waffe hast.

    Weitere, objektive Aspekte wären ev. noch der Service und die Munitionszuführung.
    Bei den Steyr mußt du die Diabolos direkt in den Lauf stopfen.
    Mich stört das nicht, aber einige Grobmotoriker bei uns haben damit
    manchmal Schwierigkeiten.

    Vorab:
    Jeder betreibt sein Hobby auf seine Weise, da gibt es kein richtig oder falsch
    und das ist auch gut so.
    Der Eine kauft sich Waffe und Munition und geht schießen, der andere findet seine
    Erfüllung darin seine Hülsen bei Mondschein von Jungfrauen polieren zu lassen oder
    ständig neues Zubehör an sein LG zu schrauben.
    Beides ist Hobby und solange es Spaß macht und Entspannung bietet kann es nicht falsch sein.

    Zu den Fragen und wie ich es damit halte:

    Punkt Eins:
    Wenn die Frage auftaucht, "schraubst Du noch oder schießt du schon"
    gehöre ich zu denen die schon schießen.
    Natürlich interessiere ich mich auch für die physikalischen und kulturhistorischen Aspekte
    von Waffen, so wie ich mich auch für viele andere Dinge interessiere, aber ich halte das nicht
    für unabdingbar um mein Hobby Sportschießen zu betreiben.
    (Natürlich abgesehen von den Grundlagen, die nötig sind um Waffen sicher zu handhaben)

    Widerladen? Nö!
    Erstens habe ich nicht den Platz dafür und wenn ich eine kleine Werkstatt hätte,
    würde ich lieber tausend andere Dinge basteln, statt mich mit eintöniger
    Muninionsherstellung zu befassen.

    Ich wähle eben die Kaliber meiner Waffen so, daß ich dafür ausreichend
    gute Fabrikmunition finde.

    Punkt zwei:
    Ich wüßte jetzt nicht, wann ein Sportschütze je in die Verlegenheit kommt
    seine Waffe blind zerlegen zu müssen, also nein.
    Aber wenn es jemanden Spaß macht das zu üben warum nicht.

    Punkt drei:
    Na ja, die Gesetzeslage ändert sich ja nicht täglich und bei wichtigen Änderungen
    wird man ja auch von der Waffenbehörde informiert.
    Aber natürlich gilt hier bei uns, Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.
    Also ist man schon gut beraten, hier auf dem aktuellen Stand zu sein.

    Das Gegenteil ist aber noch wichtiger.
    Wenn man lange Zeit schießt und Standaufsicht schiebt, bekommt man ev.
    zu viel Routine und es schleichen sich Flüchtigkeitsfehler ein.
    Hier ist es angeraten, sein Verhalten auf dem Schießstand immer wieder
    zu hinterfragen und sich immer wieder klar zu machen, daß man mit gefährlichen
    Gegenständen hantiert.
    Das gilt natürlich nicht nur für das Sportschießen sondern für jeden
    Umgang mit gefährlichen Gerät.

    was hat dein Schützenkollege denn für Sorgen mit der SSP?

    Gleich am Anfang richtig kaputt und mußte zum Büchsenmacher.
    Danach nur noch Zuführstörungen bei fast jeder zweiten oder dritten Serie
    und unterschiedlichster Munition.
    Nochmal zum Büchsenmacher aber die Störungen blieben.
    Seitdem schießt er sie nicht mehr.
    Ich kann ja mal fragen was daraus geworden ist.

    Nur meine unmaßgebliche Meinung als bekennender Freizeitschütze:

    Zuerst, einhändiger Anschlag war meines Wissens beim BDS noch nie vorgeschrieben,
    - außer natürlich bei Mehrdistanz- ist jedoch zugelassen.

    Macht eine SpPi alias Walther SSP und Co. noch Sinn, wenn man im BDS schießt?
    - Eine Pistole mit Sportgriff (wie meine Walther Lp400 Carbon) will man doch auf Dauer nicht zweihändig greifen?
    - Wenn alle anderen beidhändig schießen, soll man trotzdem einhändig mit einer SpoPi schießen (ja, ich weiß, es gibt Schützen, die schießen min. genausogut einhädig, wie andere beidhändig)?

    Ich persönlich schieße BDS Kombi/Präz beidhändig mit Sportgriff.
    Mit meinen Griff und meinen relativ langen Händen geht das sehr gut.
    Muß man halt für sich ausprobieren.

    Ich persönlich würde mir zutrauen, bei entsprechender Übung auch im einhändigen Anschlag
    meine Ringzahlen zu halten.
    Was für mich gar nicht geht, ist beide Anschläge schießen.
    Das ständig wechselnde Visierbild stört mich und mir fehlt auch die Zeit,
    in beiden Anschlägen zu üben.
    Also habe ich mich für einen Anschlag - bei mir zweihändig- entschieden.


    - wär es da nicht sinnvoller lieber eine Pistole zu kaufen, die gleich in Richtung Gk geht (zb. CZ 75 Sport 3, schießt sich beidhändig besser und einhändig geht auch), damit man gleich das Gk Schießen mit allen Disziplinen mit trainieren kann (im Kal. .22lr)?
    - oder doch SpoPi Walther SSP-E kaufen und nach einem zusätzlichen Verband Ausschau halten, der weiterhin einhändig im Programm hat? (denn einhändiges Präzisionsschießen ist schon cool und anspruchsvoll, wär eigentlich schade drum?)

    Ich meine nein.
    .22er Wechselsysteme sind meist störanfällig, das Visier meist schlechter
    und auch der Abzug erreicht selten die Qualität des Abzugs einer Sportpistole.
    Dazu funktionieren sie meist nur mit stark geladener Munition, die jedoch meist
    schlechtere Präzision liefert, als KK-Sportpistolenmunition oder auch 'normal geladene'
    Munition wie die CCI SV

    Gegen eine Sportpistole mit 'normalen' Griff spricht wenig.
    Allerdings kenne ich da keine, die in Punkto Visier und Abzugscharakteristik
    mit einer Sportpistole mithalten könnten.

    An der Walther SSP würden mir aus anderen Gründen Zweifel kommen.
    Ein Kamerad hat eine und ist wegen der ständigen Störungen äußerst unzufrieden damit.
    Das muß jetzt nichts heißen, aber ich würde da nochmal nachhaken.

    Hier möchte ich mich eher AxelA anschließen.

    Klar, das Konzept, das Beste kaufen und nie mehr zurückschauen,
    hat bei Sportwaffen durchaus seine Berechtigung.
    Aber nur wenn man es sich auch leisten kann.

    Andererseits ist gerade bei den KK Sportpistolen die nötige Eigenpräzision
    auch bei günstigen Waffen meist gegeben und diese bleibt auch über einen
    sehr langen Zeitraum hinweg erhalten.
    Wenn man nicht gerade eine ungepflegte und völlig 'ausgelutschte' Vereinswaffe erwischt,
    hält eine alte GSP, Hämmerli, oder Erma genauso die Zehn wie eine nagelneue AW 93.

    Was bleibt also?
    Hauptsächlich die Ergonometrie, also Griff und Abzug.
    Aber auch hier kann eine teure Waffe nicht mehr bieten als einen passenden Griff
    und einen trocken brechenden, einstellbaren Abzug mit Triggerstop.
    Das haben aber auch alte GSPs, Hämmerlis und Ermas.

    Rückstoßkompensator?
    Ich habe die WA 93 mal geschossen und davon nicht viel mitbekommen.
    Vielleicht bin ich auch zu grobmotorisch um die Kompensation des Monsterrückstoßes
    von KK Pistolenmunition zu spüren?
    Die Vorstellung, daß man durch den Kompensator rückstoßfrei wie mit einer Lupi
    schießt, ist jedenfalls falsch.

    Weiterhin schießen hier bei uns weit über 70% der guten Schützen,
    genau das, wovon hier abgeraten wird, nämlich alte GSPs und Hämmerlis.

    Man kann also m.M.n. mit etwas Suchen auch eine geeignete günstige Waffe finden
    und lange damit Spaß haben.
    Wenn man später dann in der Lage ist eine AW93 zu finanzieren, spielen die paar Euros
    für die Eintragerei dann auch keine große Rolle mehr.

    Ob man eine Gebrauchte nun nach Beurteilung von ein paar unscharfen Fotos bei eGun
    von einem Unbekannten kaufen sollte, oder lieber noch ein paar Euros 'drauflegt und
    die Waffe vom Büchsenmacher oder einem zuverlässigen Vereinskollegen erwirbt,
    ist natürlich eine andere Frage.

    Ist das so?

    Ja, das ist beides so.

    1. Beim DSB ist, bis auf einige Ausnahmen in den B-Listen, für KK-Pistole einhändiger Anschlag zwingend vorgeschrieben.
    Beim BDS ist zwar auch einhändiger Anschlag geduldet, aber zweihändiger Anschlag eben die Regel.

    2. Beim einhändigen Anschlag verlierst Du ohne Sportgriff zwangsläufig Ringe.

    Ergo sollte sich jemand, der DSB Sportpistole schießen will, für eine Waffe mit Sportgriff entscheiden.

    Den Rest hat Califax schon beantwortet.

    Für die DSB-Disziplinen würde ich die Hämmerli und
    die Erma in die engere Wahl nehmen.

    Ich selbst schieße eine Erma, bin zufrieden und würde eigentlich auch
    keine andere Waffe für KK haben wollen.
    Sie ist präzise, schluckt fast alle Munition und ist universell einsetzbar.

    Die Erma wird auch ab und zu auch als .22er/.32er Kombo angeboten,
    falls Du später auch mal Zentralfeuer schießen willst.

    @Axel
    Der unterschied zwischen DSB und BDS Disziplinen ist, daß im BDS zweihändiger Anschlag geschossen wird.
    Da ist ein Sportgriff nicht so wichtig und man kommt auch mit einen schlechern Abzug leichter zurecht.
    Beim einhändigen Anschlag verlierst Du ohne Sportgriff/Handballenauflage und guten Abzug immer Ringe.

    @ Wilhelm

    Zum Termin:
    Wie mehrfach gesagt wäre vor oder kurz nach den Sommerferien m.M.n. die beste Zeit.
    Eben bei schönen Wetter, wenn z.B. Bogenschießen auszuprobieren mehr spaß macht
    als vorm Fernseher zu sitzen.
    Und wenn Eltern nach dem teuren Urlaub günstige Freizeitangebote für die Kids
    besonders zu schätzen wissen.

    Zum Zentralismus:
    Wenn die Basis ein einheitliches und übertragbares Problem hat,
    kann eine zentrale Hilfe Sinn machen.
    Da die Probleme aber schon auf Vereinsebene sehr unterschiedlich sind,
    bietet ein zentraler Lösungsversuch hier m.M.n. nicht genügend Flexibilität
    um zu greifen und wirkt dann oft eher hilflos und am Problem vorbei.

    Natürlich kann ein gewisser Zentralismus auch vorteilhaft eingesetzt werden.
    Meine Idee:
    Die Landesverbände richten den Tag aus.
    Das heißt man mietet das Gelände an, sorgt für Werbung und Catering
    und bietet den Vereinen die Möglichkeit sich vorzustellen.
    Ähnlich wie auf Straßenfesten oder Messen.

    Nebeneffekt wäre, daß die Vereine auf einer solchen Veranstaltung auch
    untereinander Erfahrungen austauschen können und sehen was bei den Interessenten
    ankommt und was nicht.
    Die Interessenten wiederum bräuchten nicht wochenlang die Vereine abzuklappern
    um ein für sie passendes Angebot zu finden sondern hätten alle 'Anbieter'
    auf einem Haufen.

    Von FritzHer's Ansatz bin ich auch überzeugt.
    Ständig den Spaß am Schießsport zu vermitteln ist allemal besser
    als das auf einen Tag zu beschränken.

    Nur wie soll das gehen wenn in vielen Vereinen eine Waffenphobie herrscht
    und jeder Interessent gleich unter den Generalverdacht gerät,
    unlautere Absichten zu verfolgen?

    Ich kann da natürlich nur meine sehr subjektiven Gründe zum Mißerfolg nennen.

    1. Sportverhinderung.
    Ich stelle mir sicher nicht mehr ein Wochenende lang
    die Beine in den Bauch, um Menschen den Spaß am Sportschießen zu vermitteln,
    wenn mein Landesverband dann alles tut, um den neuen Mitgliedern den Erwerb
    der zur Sportausübung nötigen Geräte über die gesetzlichen Vorgaben hinaus
    noch zusätzlich zu erschweren.

    2. Der Termin ist schlecht gewählt.
    Die Bogensaison ist im Oktober schon fast vorbei, Schießen auf offenen
    Ständen macht nur noch begrenzt Spaß und Grillzeug kaufen wird angesichts
    der Wetterverhältnisse zum Risiko.

    3. Zentralismus gut und schön, aber ich halte es für sinnvoller
    Mitgliederwerbung von unten nach oben aufzubauen.
    Der Verein entscheidet was und wann, Landesverband und DSB unterstützen
    die Aktvitäten.

    An Trimmy liegt es m.M.n. bestimmt nicht.
    Er symbolisiert für mich, daß wir keine absonderlichen Waffenfreaks sind, sondern Sportler
    und daß der Schießsport viele Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung bietet.
    Weit über das hinaus, was ein Trimmpfad zu bieten hat. ;)

    Zum Jonny Otten Zitat kann ich nur sagen:

    Wie soll das positive Ansehen des Schießsports denn vermittelt werden,
    wenn Angst und Mißtrauen gegen die eigenen Sportgerät die
    vorherschende Stimmung im DSB ist?

    Wie soll der Bevölkerung denn eine unverkrampfte Einstellung zu Waffen und Schießsport
    vermittelt werden, wenn viele Mitglieder und Funktionäre das selbst nach jahrelangen
    Umgang mit Waffen nicht vorleben können?

    Für diejenigen unter uns, welche bisher noch keine Auflageschützen gesehen haben und insbesondere auch für unseren Freund Tom_123 mit seiner Vorstellung vom 'artgerechten Schießen' und seinen Eksoskeletten ein schöner Bericht nebst Fotos und Ergebnissen von der Deutschen Meisterschaft LG Auflage in Dortmund.

    Und was soll daran für mich nun neu sein?
    Ich schieße selbst Auflage, sowohl nach DSB Regeln, als auch mit Zweibein
    liegend/sitzend nach BDS Regeln?
    Ok, zwar nur bis zu den Landesmeisterschaften und beim DSB hätte ich diese Jahr auch
    die DM-Quali um 1 Ring verpasst, aber was soll mich jetzt dabei in Erstaunen versetzen? ?(

    Falls Du motorisiert bist, könntest du wegen Probeschießen der
    Tanfos mal bei BAWO nachfragen:

    http://www.bawo-custom-guns.de/index.php/de/

    Celle ist eh ein schönes Ziel für einen Tagesausflug,
    besonders wenn man Fachwerkhäuser mag. ;)

    Ev. kannst Du auch mal hier bei Triebel nachfragen, glaube zwar nicht daß das geht,
    aber Fragen kostet ja nichts.

    Hier in Berlin kenne ich sonst niemanden mit einer Goldmatch.
    Meine Limited Custom kannst du natürlich mal ausprobieren,
    aber erst nächsten Monat wenn ich weniger Stress habe.

    Oder hänge einfach mal einen Zettel am BDS-Schießstand
    in Wannsee auf.

    1911er muß nicht per se schlecht sein, einer unserer besseren Schützen
    schießt eine (STI soviel ich weiß) und trifft damit auch.
    Die TS95 (Bunker am Wolffring) hat übrigens eine 1911er als Vereinswaffe,
    falls Du mal eine schießen willst.

    Mein Ding wären die 1911er nicht und in 9mm schon garnicht,
    aber jeder Jeck ist bekanntlich anders.

    Übrigens sind auch die Tanfos in der IPSC Scene populärer als bei
    den Präzisionsschützen.

    Abzugsgewicht ist nicht das Problem der Tanfos, die 1000g halten die natürlich.
    Nur kricht der Abzug eben etwas und das Züngel hat Spiel.
    Das Krichen ist natürlich nicht so krass wie bei einer Gebrauchspistole,
    der Abzug bricht aber eben auch nicht so absolut trocken, wie man es von
    anderen Matchwaffen oder der X-Six kennt.