Hallo,
der Ausdruck
Integration der Druckerhöhung in das individuelle Technikmodell
trifft es absolut. Ich persönlich glaube, die Technikmodelle der Verbände sind sehr gut und man sollte diese auch persönlich umsetzen. Es gibt aber auch den Fall, dass man mit einem Element nicht zurechtkommt. Man sollte es ernsthaft ausprobieren, aber wenn es nicht klappt, dann klappt es halt nicht.
Für mich ist das der Fall mit der Druckerhöhung im Absenken. Hat im Training (manchmal) funktioniert und ich habe sogar meinen persönlichen Trainingsrekord damit verbessert. Nützt aber nichts, denn im Wettkampf habe ich es nicht umsetzen können und bin deutlich abgefallen. Auch im Training lief es oft nicht gut.
- Teilweise gab es Fehlschüsse im Absenken, also eine 3 oder 4 oben. Tragischerweise waren die oft exakt oberhalb der Zehn, also die seitliche Position war perfekt.
- Da ich dann mehr auf den Druckverlauf geachtet habe, war der Fokus weg vom Kontrollweiß, also viele Treffer oben in der 8.
Fazit: Ich nehme jetzt oben nur wenig Vorzug, gehe in den Halteraum und erhöhe dort. Bin gerade dabei, das wieder zu automatisieren. 
Wenn man mal ISSF-Videos anschaut, dann kann man dort auch "abenteuerliche Techniken" sehen. Da wird lange gehalten und teilweise der Hals arg verkrampft. Aber die Jungs und Mädels treffen die 10.
Mit den Spitzenschützen sollte man sich nicht unbedingt vergleichen; wie oben gesagt, eigentlich sind die Technikmodelle anzustreben. Aber für mich ist es beruhigend, dass man auch trifft, wenn man es nur zu 95% nach dem Idealbild macht. 
Gruss, Marcos