Ich find' es doch erstaunlich, wie schnell hier die Messer gewetzt werden und dem Verein(svorsitzenden) Rassismus unterstellt wird. Ja sogar mit dem Ausschluss des ganzen (!) Vereins aus dem BSSB geliebäugelt wird.
Na klar, der dem Vorsitzenden zugeschriebene Satz, dass solange er Vorstand sei, kein Asylbewerber Mitglied werden würde ist jenseits des guten Geschmacks, darüber muss man nicht erst noch diskutieren. Aber keiner von uns weiß in welchem Zusammenhang die Aussage gefallen ist. Sollte hier zum Ausdruck kommen, dass jemand was gegen Menschen mit roter, grüner, gelber oder was auch immer für eine Hautfarbe oder Religion hat, dann ist das ohne Zweifel fremdenfeindlich und damit abzulehnen.
Genau so gut, kann hier aber die Befürchtung zum Ausdruck kommen, dass ein junger Mensch im Verein Mitglied werden könnte, der aus einem Bürgerkriegsland kommt und ggf. traumatisiert sein könnte. Dem ermöglicht dann ein Schützenverein den Umgang mit Waffen. Der Punkt wurde glaube ich auch schon in einem anderen Thread hier angerissen. Hier möchte ich dann mal die Schlagzeile in selbiger Zeitung lesen, wenn der Jugendliche dann in der Schule oder sonstwo über die Stränge schlägt und das nur im entferntesten dann mit Waffen zu tun hat. Dann wird der Schützenverein mit Sicherheit auch nieder gemacht. Mal abgesehen von der moralischen Seite, mit der sich der Verein, dann rumschlagen müsste.
Auch wenn ich die dem Oberschützenmeister zugeschriebene Äußerung in dieser Form ablehne, kann ich durchaus das Dilemma verstehen, in dem der gute Mann und sein Vorstand steckt. Ich bin froh, dass wir bei mir im Verein solch eine Diskussion im Ausschuss bisher nicht führen mussten, denn da wüsste ich ehrlich gesagt auch nicht, wie ich mich positionieren würde.