Beiträge von netsurfer2002

    Wenn´s eine günstige Sportpistole sein soll: ich schieße schon seit Jahren problemlos mit einer GSP (SpoPi ca. 560-570 R.).
    Kann man sehr günstig (ca. 200 Euro) im Netz finden. Allerdings sollte man eher ein neueres Baujahr wählen. Es sind auch viele alte "Schlitten" unterwegs.
    Da sie modular aufgebaut ist, kann man später evtl. ja auch noch Großkaliber schießen. Ersatzteile sind auch kein Problem.

    Ich habe einem Jungschützen, den ich seit ca. 2 Jahren trainiere und betreue, so ein Teil besorgt und er schießt sehr ordentlich damit (ist jetzt auch schon im Landesleistungszentrum).

    Kommt halt drauf an, was man ausgeben möchte. Aber für die ersten Jahre wird es die sicher tun.
    Aber: zuerst in die Hand nehmen und schauen, ob sie dir liegt (gibt auf Meisterschaften genug, die die GSP schießen)

    Gruß
    netsurfer2002

    Habe mir auch vor Monaten schon ein Abzugsprüfgewicht selbsgebastelt:
    eine 0,5-Liter PET-Getränkedose, den Schraubdeckel oben durchgebohrt (geht auch mit dem erhitzten Draht), Draht durchgesteckt und umgebogen (bei mir war´s eine alte Mopedspeiche),
    Draht oben quer gebogen, dass er an den Abzug reicht.
    Jetzt noch die Flasche mit Wasser gefüllt (bei mir auf 520 g) und mit einer Digitalwaage gemessen (allerdings mit Deckel und Draht!) - fertig.
    Den gleichen Deckel mit Draht kann ich mit einer 1-Liter-Getränkeflasche für SpoPi verwenden.

    Nach monatelanger Lagerung hat ein Nachwiegen einen Unterschied von lediglich -1 Gramm ergeben (Verdunstung).

    Funktioniert!

    Grüße
    netsurfer2002

    Hmmm, ist ja alles gut und recht, was ich hier so gelesen habe.
    Aber bei den meisten Beiträgen vermisse ich doch meiner Meinung etwas sehr Wichtiges:
    die Munitionsgeschwindigkeit!

    Einfach mehrere Munitionssorten und -lose einfach durch den Lauf zu jagen und dann den kleinsten Durchmesser zu suchen, halte ich nur für die halbe Wahrheit.

    Wenn ich meine Muni-Tests selbst mache, dann justiere ich meine Pistole mit der einzuschießenden Munitionssorte erstmal auf die vom Hersteller empfohlende Geschossgeschwindigkeit aus (Steyr LP 10 ca. 155-160 m/sec.). Dann erst wird getestet!
    Und beim Wechsel auf eine andere Munitionssorte: zuerst die Geschwindigkeit kontrollieren, ob sie noch im gleichen Bereich ist.

    Meine Erfahrung:
    Habe zuerst mit der RWS Meisterkugel (0,53 g) 10 Schuss getestet (Geschwindigkeit lag bei 10 Schuss zwischen 148-152 m/sec.-eigentlich zu niedrig) mit einem Streudurchmesser von ca. 6,0 mm.
    Danach mit der gleichen Druckeinstellung die billigere RWS Basic (0,45 g) getestet (Geschwindigkeit schwankte mit dieser leichteren Kugel zwischen 165-180 m/sec.!-deutlich zu hoch) mit einem Streudurchmesser von ca. 7,5 mm.
    Dass die Trefferlage durch die leichtere Kugel ca. 15-20 mm weiter oben und links lag, war mir klar.
    Die hohe Geschwindigkeitsschwankung innerhalb der Serie von über 15 m/sec. bei der leichteren Kugel machte mich schon stutzig...
    Mir kam der Gedanke, dass diese Schwankungen auch für das größere Trefferbild verantwortlich sein könnten.

    Also: Geschwindigkeit mit der leichteren Kugel auf 155-160 m/sec. reduziert (sie konnte in diesem Bereich auch gut eingehalten werden zwischen 156-162 m/sec.) - und siehe da: ich hatte annähernd nur noch die gleiche Streuung wie mit der schwereren Muni.
    Das Gleiche funktionierte auch mit unterschiedlichen Munitionsherstellern, aber annähernd gleichem Geschossgewicht.
    Deshalb werde ich nie zwischen leichter und schwerer Munition wechseln. Aber für Training (RWS Basic) und Wettkampf (H&N Finale Match Pistol) schon zwischen billigerer und hochpreisiger Muni wechseln (annähernd gleiches Gewicht). Die Trefferlage wegen Visierumstellung dieser zwei Sorten ist bei der Lupi zu vernachlässigen.

    Ich will damit einen Denkanstoß dazu geben, dass nicht nur der Lauf als solcher für das Zusammenspiel mit der Muni ausschlaggebend ist,
    sondern auch mit welcher Geschwindigkeit die Kugel durch Selbigen durch"gepfiffen" wird, um die höchstmögliche Präzision zu erreichen.
    Vielleicht wurde das ja bei einigen Tests durchgeführt, aber gelesen dazu habe ich hier nichts.


    So long
    netsurfer2002

    So, melde mich mal wieder zu dem Thema...

    In der Zwischenzeit habe ich eine akzeptable Munition für mich gefunden.
    Ich habe einen Muni-Test mit folgenden Fabrikaten gemacht:
    RWS Club
    Geco Pistol
    CCI Standard
    Blazer (HV)
    American Eagle
    Remington Target

    Die Stopper Premium Match habe ich dieses Mal nicht mitgetestet, weil sie mir für die GSP etwas zu schwach im Rückstoß ist.

    Ergebnis:
    - Den größten Streukreis hatte die Remington Target (zwischen 45-60 mm Außendurchmesser), das war mir vom vorigen Test schon bekannt.
    - Die Am. Eagle war zwar auch etwas härter im Rückschlag, hatte aber auch nicht die gewünschte Präzision ( ca. 40 mm Außendurchmesser)
    - Dann die Geco, die auch noch nicht dem Besseren nahekam (ca. 40 mm Durchm.)
    - Die RWS Club war da schon deutlich besser, aber auch weicher als die Vorherigen - und das wollte ich ja eigentlich nicht (ca. 30 mm Durchm.)
    - Jetzt die Überaschung: die Blazer hatte einen durchschnittlichen Streukreis von ca. 12-15 mm ! Wenn da bei 10 Schuss nur nicht immer einer dabeigewesen wäre, der mindestens 30 mm vom Zentrum entfernt gewesen wäre... Sie wäre es geworden, wenn der Ausreißer nicht gewesen wäre - obwohl ich ja keine HV will.
    - Den besten Streukreis hatte am Schluss doch die CCI Standard mit ca. 25 mm Außendurchmesser. Einen etwas härteren Rückstoß und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, dazu hält sie problemlos die Innen-Zehn auf 25 m.

    Festzuhalten ist:
    Dieser Test gilt für meine GSP.
    Aus einer anderen Pistole können andere Ergebnisse erzielt werden.
    Die Ergebnisse konnten von mir insgesamt 3x reproduziert werden.
    Es wurden keine Lose der einzelnen Fabrikate untereinander verglichen.
    Der Test kann eine kleine Orientierungshilfe für andere Schützen sein - mehr soll er auch nicht sein ...
    Dieser Test soll keine Werbung für eine bestimmte Munition sein.

    Viele Grüße
    netsurfer2002

    Hallo zusammen!

    Hab mal das Forum durchgestöbert, aber zu meinem Problem nichts gefunden:

    Mit meiner Sportpistole Walther GSP, Bj. ´85, und einer Freien Pistole TOZ 35 schoss ich bis vor einem Jahr die Remington Target, weil ich die sehr günstig von einem Vereinskameraden bekam, der aufhörte.
    Die Remington hat einen vergleichsweise härteren Rückschlag, aber die Präzision lässt sehr zu wünschen übrig (konnte ich bei einem Munitionstest mit Erschrecken feststellen - 50 m FP eingespannt --> Streukreis ca. 45 mm Durchm.)
    Also holte ich mir für die FP die STOPPER Premium Match (Streukreis 50 m FP --> 17 mm, jeweils 10 Schuss). Top-Munition mit weichem Rückstoßverhalten - ideal für die FP.
    Diese Munition habe ich auch aus der Walther GSP geschossen.
    Allerdings ist die STOPPER im Vergleich zur Remington relativ "weich", sodass ich ab und an mal einen Repetierversager hatte, weil die Hülse nicht ausgeworfen wurde (passierte mir bei der Remington nie!).
    Und um Nachfragen vorzubeugen:
    - ja, die Waffe ist pingelig gereinigt
    - ja, ich habe schon die schwächere Verschlussfeder eingebaut

    Ich suche deshalb jetzt eine etwas "härtere" Munition im mittleren (bis unteren) Preisbereich (max. € 80,-/Tsd.).
    Hat jemand damit Erfahrung?

    Die Frage geht auch an die Gewehrschützen, die spüren ja auch, ob die Muni härter oder weicher ist.

    Wie würdet ihr folgende Fabrikate einstufen (härter oder weicher):
    CCI Standard
    GECO Pistol oder Rifle
    RWS Club
    Schönebeck Magazine
    AKAH X-Trainer

    Ihr könnt auch was zu der Präzision und Zuverlässigkeit schreiben.
    An HV-Munition bin ich grundsätzlich nicht interessiert.
    Die Walther sollte eigentlich mit jeder vernünftigen Muni zurecht kommen...

    Beste Grüße
    netsurfer2002

    Ausgehend von 500g Gesamtabzugsgewicht bei der Luftpistole empfehle ich als Orientierungswerte:
    Anfänger Vz 300g Dp 200g Ag 150g
    Fortgeschrittene Vz 340g Dp 160g Ag 80g
    Profis Vz 370g Dp 130g Ag 50g
    Vz=Vorzugsgewicht, Dp=Druckpunktgewicht, Ag=Auslösegewicht.

    Hallo Lanfear!

    Mit Deinen Ausführungen kann ich nicht so richtig was anfangen... ?(
    Du schreibst von Vz, Dp und Ag...

    Ich hab das bisher immer wie folgt definiert:
    1. das Vz-Gewicht ist die Kraft, die man benötigt, um das Abzugszüngel aus der Ruheposition bis zum Anschlag am Druckpunkt zu bewegen (z. B. 350 g).
    2. Am Druckpunkt angekommen benötigt man dann noch 150 weitere Gramm (Ag), um die Klinken zum Auslösen zu bewegen (ergibt somit eine Gesamtkraft von 500 g).
    (hier ist der Idealfall von 500g-Mindestgewicht angenommen)

    Was verstehst Du unter Dp und wie definierst du ihn (und an welcher Schraube stellst Du den ein)???
    Bitte erklärs mir!


    Vielen Dank und beste Grüße
    netsurfer2002

    zu D: hatte was Ähnliches auch schon. Allerdings ist mir der Fuß immer etwas taub und kalt geworden und hat verkrampft.
    Lag daran, dass ich dünne Einlagen in die Schuhe machte und noch unterschiedlich stark geschnürt hatte.
    So wurde es etwas zu eng drin, obwohl es sich vorher recht komfortabel anfühlte. Ich hatte also nicht "das Gefühl", dass zu eng geschnürt wurde.
    Einfach deutlich lockerer schnüren und der Fuß blieb OK.
    Festes Schnüren bringt meiner Meinung nach, zumindest beim Stehendschießen nichts. Man fällt auch mit lose geschnürten Schuhen nicht "aus den Latschen".

    Bin Pistolenschütze und kann aber nichts zum Kniend- und Liegendschießen sagen...


    Beste Grüße
    netsurfer2002

    Habe vor einiger Zeit mal mit der Serviceabteilung von Steyr telefoniert und auch das Thema angesprochen (für meine LP10).
    Der Servicetechniker sagte, dass das Abschrauben nicht notwendig ist.
    Sollte ich mal für längere Zeit nicht schießen, z. B. länger als ein halbes Jahr, dann sollte man sie abschrauben.
    Nur, wenn man die Kartusche abschraubt, soll man sie ganz abschrauben. Nicht nur halb abschrauben und dann wieder aufschrauben, das würde den kleinen Dichtringen überhaupt nicht guttun.

    So mach ich es jetzt auch bei meiner Steyr LP10.
    Bei anderen Fabrikaten hilft evtl. ein Blick in die Bedienungsanleitung.
    Sollte es da nötig sein, würde es bestimmt auch drinstehen.


    Beste Grüße
    netsurfer2002

    Bei mir hat es auch so funktioniert (für Bastler):
    Pin ausbauen, eine Unterlegscheibe (Dicke etwa knapp 1 mm, Durchmesser etwa so groß wie der Knopf/Pin selbst) mit Sekundenkleber auf den Pin (innen!) aufkleben.
    Vor dem Kleben entfetten, dann hält´s auch.
    Pin wieder einbauen und jetzt ist der Knopf breit genug, um den Fanghebel nach dem letzten Schuss nach oben zu schieben und den Verschluss offen zu halten.
    Achtung: bei alten Magazinen habe ich die Erfahrung gemacht, dass das auf Grund von verschlissenen, schwachen Magazinfedern nicht immer funktioniert. Habe die Magazinfedern dann ausgebaut und etwas "gelängt", dass sie wieder ihre ursprüngliche Kraft hatten. Aber: nicht übertreiben! ;)

    Für alle anderen: egun hat´s auch fertig


    Beste Grüße
    netsurfer2002

    Ich kann die beiden letzten Beiträge über Herrn J. auch nur voll und ganz bestätigen!!! Verspricht seit über 4 Wochen, dass er liefert (telefonisch und per E-mail), aber es tut sich nichts :cursing:
    Schlechter Geschäftsmann!
    Der Mann könnte ja Geld verdienen, da der Bedarf offensichtlich da ist...

    Warum tut Walther da nichts - Stichwort: Kleinserie?
    Und das Snap-Korn scheint auch nicht die Lösung zu sein.

    Werde die Augen offen halten müssen...


    Mit Schützengruß
    netsurfer2002

    Hallo zusammen!

    Ich kann das Abzugszüngel an meiner Freien Pistole TOZ 35 nicht mehr weiter nach hinten versetzen, komme aber immer noch nicht richtig mit dem Finger dran (kurze Finger), um gerade von vorne ziehen zu können.
    Habe zwar schon einen RINK-Griff dran, der eine gewisse Verbesserung brachte, aber ist immer noch nicht gut.

    Hat jemand von euch das gleiche Problem, und wie habt ihr das gelöst?
    Den Stahlstift nach hinten zu biegen traue ich mich nicht, weil gehärtet (wird wahrscheinlich brechen)...

    Würde mich über Fotos und Anregungen eurer Lösungen freuen!


    Mit Schützengruß
    netsurfer2002

    Hallo Wuidschütz!

    Grundsätzlich ist nichts gegen eine "richtige" Schießbrille einzuwenden. Und vom Preis würde ich das auch nicht abhängig machen.

    Es geht mir um das verwendbare System als solches.
    Ich brauche ja, wie geschrieben, als Pistolenschütze nicht nur ein Glas, das auf ca. 80 cm eingestellt ist (Zielglas), sondern aufgrund meiner Fehlsichtigkeit zur Scheibenbeobachtung noch ein Fern-Glas, das auf 10 m scharf zeichnet vor dem gleichen Auge!!!
    Bei einer "richtigen" Schießbrille kannst du das meines Wissens nur mit einem 2. Glashalter vor dem Zielauge machen.
    Wenn Du dann noch evtl. den Farb-Filtervorsatz verwendest, dann sieht Deine Schießbrille schnell danach aus, als ob Du damit auch noch Satellitenfernsehen empfangen kannst - soll heißen, dass mir das dann zu viel "G´stellage" vor dem Auge ist :D

    Hat jemand noch eine andere Idee wie das zu lösen wäre?

    Zur Info: ich rede von 375-380 ganzen Ringen als Trainingsergebnisse (wir haben - noch - keine elektron. Anlage und schießen noch konventionell auf Papier! Im Wettkampf sind es ein paar weniger - aber das Thema kennen andere ja auch :rolleyes:


    Beste Grüße
    netsurfer2002

    Schön, dass schon fast 100 Besucher meinen Beitrag gelesen haben.
    Würde mich über eine Rückmedlung freuen, ob und wie mein Vorschlag ankommt.

    Auch würde mich interessieren, wie ihr das mit dem Fehlsichtigkeitsglas (Trefferbeobachtung) und dem Zielglas handhabt...


    Viele Grüße
    netsurfer2002

    Hallo zusammen!

    Ich bin Pistolenschütze und brauche zwingend eine Brille zum Schießen.
    Wie ich schnell merkte, ist meine Gleitsichtbrille ungeeignet zum Schießen.
    Also machte ich mir Gedanken, wie ich an eine günstige Schießbrille kommen kann.
    Ich bin Rechtsschütze und ziele mit dem linken Auge, weil ich rechts durch eine Hornhautverkrümmung sehr schlecht sehe.

    Also habe ich eine ältere Brille mit relativ großen Gläsern aus meinem Alt-Bestand ausgesucht.
    Mit dieser bin ich zu einem Optiker und habe mein Zielauge auf 0,25 Dioptrien genau ausmessen lassen - natürlich mit meiner Pistole im Anschlag und absoluten Blick aufs Korn!
    Gleichzeitig haben wir den Durchblickpunkt an der Brille festgelegt, auf den das Glas mit seinem optischen Zentrum eingeschliffen wurde.
    Erste Schießergebnisse brachten gute Resultate, aber ich konnte mit dem neuen Glas die Scheibe zur Trefferüberprüfung nicht mehr beobachten (zu unscharf).
    Also wieder zum Optiker mit der Brille und ihn gebeten, mir ein ganz normales Fern-Glas auf mein Auge auszumessen, damit ich die Einschüsse auf der Scheibe wieder erkennen konnte.
    Nun wurde die linke Hälfte des "Ziel"-Glases entfernt und an diese Stelle wurde das Fern-Glas eingesetzt.
    Somit hatte ich eine Brille, die beides konnte - zielen und Treffer beobachten. Dazu brauche ich nur den Kopf minimal drehen und durch das andere Teilglas schauen.

    Iris-Ersatz: aus einem dünnen Kunststoffstreifen (Heftstreifen, die man in Aktenordnern verwendet, gibt´s in verschiedenen Farben) habe ich mir ein ca. 20-Cent-großes Teil zugeschnitten und mit einem 2mm-Loch versehen (gebohrt). Diesen mit Klebestreifen genau auf den Punkt kleben, durch den man beim Zielen blickt (sollte identisch mit dem optischen Zentrum des Glases sein!)
    Danach hatte ich "meine" Schießbrille, die mir jetzt schon über einem Jahr gute Dienste leistet.
    Wer Wert auf eine Helligkeitsanpassung legt, der stellt sich schnell Blenden mit unterschiedlichen Lochdurchmessern her. Ich habe zwar noch 1,5 und 3mm-Blenden, habe sie aber noch nie gebraucht - weder Indoor noch Outdoor bei der Freien Pistole.

    Das Ganze hat mich unterm Strich ca. 60 Euro gekostet für die beiden Gläser (vollentspiegelt!).

    Perfektionisten werden jetzt entgegnen, dass beim Zielen das Auge zwar das opt. Zentrum des Glases trifft, aber nicht ganz rechtwinklig zur Blickachse steht. Das mag zwar stimmen, aber ich halte das beim Pistolenschießen für mich für verkraftbar. Bei mir reicht es z. Zt. jedenfalls bei der LuPi zu 375 bis 380 Ringen.

    Ich wollte einfach das 2. zusätzliche und sperrige Glas bei einer "normalen" Schießbrille nicht so akzeptieren (hat jemand vielleicht eine andere Lösung?)

    Ich stelle mal ein Bild von "meiner" Brille ein. Es zeigt die Einfachheit der Sache.
    Natürlich lässt sich das auch auf einen Linksschützen oder auf ein anderes Zielauge übertragen.

    Vielleicht ist es eine Anregung für einige, um an eine günstige Schießbrille zu kommen und ein bisschen zu experimentieren oder zu basteln.
    Für die anderen gibt es ja immer noch die speziellen Schießbrillen, die sämtliche Einstellungen zulassen. :D


    Mit bestem Schützengruß
    netsurfer2002

    Hallo zusammen!

    Mal eine Frage in die Runde der TOZ-Schützen:
    Wie kommt ihr mit der Lage des Abzugszüngels klar, solltet ihr auch relativ kurze Finger haben?
    Ist das bei euch auch nur ein Kompromiss?

    Ich komme mit meinen relativ kurzen Fingern (Zeigefinger) nicht richtig vor in eine optimale Position amZüngel. Das Züngel ist schon in der hintersten Position justiert.
    Ich habe einen Maßgriff und im hinteren Bereich schon so ziemlich alles weggenommen, um nach vorne zu kommen. Mehr Material kann ich nicht wegnehmen. Reicht dennoch nicht ganz... :evil:

    Ich habe das Züngel auch schon seitlich gedreht, fühlt sich jetzt zwar besser an (ausschwenken lässt es sich leider nicht).
    Ich befürchte aber jetzt, dass ich seitlich "verdrücke", weil ich nun kein Gefühl mehr dafür habe, genau in Laufachse abzuziehen.

    Wie habt ihr das gelöst?
    Wie wichtig ist das axiale Abziehen bei den paar Gramm Abzugsgewicht?
    Gibt´s eventuell sogar ein Spezial-Züngel (Sonderanfertigung)?


    Gruß
    netsurfer

    Hallo uboot!

    Schön, wenn Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast.

    Meine TOZ habe ich 1986 gebraucht gekauft.
    Es handelt sich wahrscheinlich um ein bearbeitetes Exemplar, weil sie vorher einem Büchsenmacher gehörte.
    Ich konnte jedenfalls nichts feststellen, was nicht in Ordnung gewesen wäre: sie ist zuverlässig, die Visierung sitzt gerade, Abzug kommt trocken, gleichmäßig und ist fein verstellbar. Die Schussleistung habe ich noch nicht ausgetestet, aber solange das Teil genauer schießt als ich, soll´s mir recht sein :rolleyes:
    Jedenfalls hat es in den 80ern zum LM-Mannschafts-Vizemeister gereicht und auch 3x zur DM im Einzel.
    Wie gesagt, nur der Griff war katastrophal. Und dennoch hat´s damals nach München gereicht (knapp unter 550 R.)


    Und jetzt habe ich den besagten Maßgriff dran und trainiere damit.
    Wir sehen uns dieses Jahr in München! :thumbup:


    Eine andere "Freie" als die TOZ hab ich noch nicht geschossen, habe also keinen Vergleich.
    Aber wenn man den Kollegen Glauben schenken darf, ist sie heute vielleicht nicht mehr ganz up-to-date (verglichen mit einer Morini), kann aber immer noch vorne mitschießen und sei etwas fehlerverzeihender als andere (was ich nicht unbedingt als Nachteil empfinde).

    Ich finde, sie ist eine hervorragende "Trainings"-Pistole für die LuPi.
    Wenn Du mit der "Freien" Deine Fehler abstellst oder reduzierst, das Gelernte dann übertragen kannst auf die Lupi, dann ist die Leistungssteigerung deutlich höher als erwartet.

    Was verstehst Du unter "TOZ "spezial"?


    Viele Grüße
    netsurfer2002

    Hi!

    Hier meine Erfahrungen, die ich mit Griffen gemacht habe:
    Ich habe mir vor ca. 30 Jahren für meine Lupi FWB 65 einen Maßgriff bei Nill machen lassen. Ein Top-Ergebnis, das mir immer wieder Freude und gute Leistungen beschert hat.

    Jetzt habe ich nach ca. 20 Jahren das Lupi-Schießen wieder angefangen und mir eine sehr gute gebrauchte Steyr gekauft. Da waren gleich 2 Griffe dabei: Größe M und L.
    Beide ausprobiert und festgestellt, dass keiner so richtig passte (vielleicht liegt´s ja auch daran, dass ich relativ kurze Finger habe).
    Keiner konnte auch nur annähernd an den alten Maßgriff heranreichen.

    So entschoss ich mich für einen maßgefertigten Griff der Fa. Nill, von Herrn Karl Nill sen., der mir in den 80ern den Griff schon angepasst hatte. Ich bekam einen Griff, wie er besser nicht sein kann. Durch das Gespräch mit Herrn Nill sen. erhielt ich noch viele Tipps zur Griffbearbeitung.

    Leider stellt die Fa. Nill für meine Freie Pistole TOZ35 keine Griffe her.
    Also habe ich parallel dazu einen Maßgriff bei der Fa. Rink nach Skizze bestellt.

    Dieser ist aber in der Passform schon noch vom Nill-Griff entfernt.
    Nicht falsch verstehen: Der Rink-Griff ist um Klassen besser als der Originalgriff (der TOZ-Griff ähnelt allerdings auch einem 10er-Kantholz ;)
    Und er kann natürlich auch nicht so perfekt sein wie ein angepasster vor Ort. Und er ist sein Geld allemal wert.

    Was ich damit sagen will, ist, dass ein Griff nach Skizze i. d. R. deutlich besser als der Originalgriff ist, aber nicht an den angepassten Maßgriff herankommt.

    Ich konnte den Rink-Griff durch mein Wissen und Erfahren noch mit einigen kleineren Eingríffen mit dem Dremel so optimieren, dass er nochmals deutlich besser wurde.

    Wenn man allerdings wenig Ahnung hat,
    1. wie ein Griff sitzen muss (soll),
    2. wenn man nicht genau weiß, wo und wie ein Griff optimiert wird und
    3. auch nicht das handwerkliche Geschick und Werkzeug hat,
    dann sollte man es sich genau überlegen, ob man seinen eigenen Griff u. U. "verpfuschen" will, oder ob man den verkauft und den Erlös in einen Maßgriff nach Skizze oder einen angepassten investiert.

    Ich hab mich für die beiden letzteren Wege entschieden und bin sehr zufrieden!

    Es ist nicht damit getan, ein bisschen zu feilen oder zu spachteln. Wichtiger ist zuerst zu wissen, z. B. wo der Griff jetzt hinzeigt und wo er hinzeigen soll, ob der Griff an die Fingerlänge passt und wie und wo Abhilfe geschaffen werden kann.

    So, das war meine persönliche Erfahrung.
    Vielleicht hilft sie ja dem Einen oder Anderen!


    Mit bestem Schützengruß
    netsurfer

    Hallo zusammen!

    Ich bin mit der Situation, die sich bei der Spopi (Walther GSP) zwischen Präzision und Duell stellt, ziemlich unzufrieden.
    Präzi schieße ich "Spiegel aufsitzend" (Haltefläche etwas bei der 6).
    Mit dieser Einstellung muss ich beim Duell etwa bei der 8 anhalten (also im Schwarzen) und habe dadurch keine definierten Kontrolle.

    Ich dachte da an ein Klappkorn, weiß aber nicht genau, wie das funktioniert (das Korn schon, aber mit den Haltepunkten nicht :rolleyes: )

    Wie macht ihr das?

    Präzi: hohes Korn -> Spiegel aufsitzend
    Duell: niedriges Korn -> Fleck

    oder

    Präzi: niedriges Korn -> Spiegel aufsitzend
    Duell: hohes Korn -> auch Spiegel aufsitzend?

    Müsst ihr da trotzdem noch am Visier drehen?
    Oder kann man das Klappkorn so feinjustieren, dass es ohne Dreherei passt?

    Gibt es da verschiedene Hersteller und Qualitäten?
    (habe den entspr. Blog schon gelesen, bin aber nicht wirklich schlau daraus geworden - ist ja auch schon etwas älter...)

    Danke für eure Tipps!


    Mit bestem Schützengruß
    netsurfer

    Hallo messari!

    Ich habe mir vor ca. 9 Monaten ein gebrauchtes
    SCATT (USB Prof.) geleistet - und ich muss sagen: ich bin vollstens
    zufrieden damit!!!
    Nicht nur, dass ich zu Hause die eine oder andere
    Trocken-Trainingseinheit absolvieren kann (hab im Wohnzimmer leider nur
    5,5 m), bei der ich am Ende auch noch ein aussagefähiges Resultat
    erhalte.
    Auch die Aufzeichnungen der Serie durch das System zeigt Dir gnadenlos Deine Schwächen und Stärken.
    Und das in einem vielfältigen Datenumfang.


    Wenn Du auf dem Schießstand das System direkt vor die elektronische Scheibe
    stellst, ist die Kalibrierung sehr einfach - Du schießt 1-2 mal scharf und
    erhältst Deinen Einschusswert von der elektronischen Schießanlage.
    Diesen vergleichst Du mit der SCATT-Anzeige. Differieren sie, dann
    kannst Du mit der Maus am Bildschirm den SCATT-Schuss auf die Position
    ziehen, die Dir die Schießanlage anzeigt - FERTIG. Hast Du keine
    elektron. Anlage, dann kannst Du auch eine herkömmliche Scheibe in den
    SCATT-Rahmen stecken und beschießen (auf Kugelfang achten!)

    Das System kann auch sehr gut zum Trockentraining benutzt werden (Heimtraining im Wohnzimmer).
    Dazu druckst Du Dir eine entsprechend (auf die verringerte Distanz
    verkleinerte) Scheibe über das SCATT-Programm aus (Funktion ist darin
    integriert), steckst sie in den SCATT-Rahmen und los gehts. Zwei bis
    drei saubere Trockenschüsse und Du siehst, wie die Treffer auf der
    SCATT-Anzeige verteilt sind.
    Ein Fadenkreuz, das Dir den Mittelpunkt Deiner Treffer in der Summe anzeigt hilft Dir dabei.
    Dann Treffermittelpunkt einfach wieder in die 10 ziehen - fertig!

    Du kannst natürlich auch Dein Visier verstellen, aber davon rate ich ab, weil Du
    dann auf dem Schießstand wieder umjustieren musst.
    Ansonsten gibt´s da nix zu schrauben oder zu verstellen - alles ganz easy.

    Die Ergebnisse und Linien sind vielfach selbsterklärend. In die Feinheiten
    weiht Dich die Bedienungsanleitung ein. "Olympisches Pistolenschießen"
    zeigt Dir auch noch viele interessante Analysetipps.
    Aber ich denke, dass Du anfangs wahrscheinlich sehr viele Informationen erhältst, die Du
    erst nacheinander abarbeiten solltest. Der Rest kommt von alleine...

    Im Internet erhältst Du bestimmt noch viel Info wenn Du mal nach SCATT googelst.

    Ich will es nicht mehr missen! Mir hat es seither viel Spaß bereitet und
    meine Leistungen haben sich relativ schnell stabilisiert, Abzugsfehler
    konnten ausgeräumt werden, die Halteruhe hat sich verbessert und, und, und...
    Zur Zeit sind´s ca. 375-78 R. mit der Lupi (scharf geschossen).

    Ich verwende das SCATT auch noch für die Spopi und die Freie Pistole als
    Trainingsgerät. Und funktioniert. Vor allem bei der Spopi im Duell-Modus
    habe ich im Schießrhythmus deutliche Fortschritte gemacht.

    Den Wettkampfstress und die allgemeine Aufregung kann das SCATT aber nicht simulieren.
    Aber das ist eine andere Sache...

    So, das war´s erst mal von meiner Seite


    Mit bestem Schützengruß
    netsurfer 2002