Hallo 9komma9!
Deinen Beitrag finde ich SUPER - genau das, was ich mir zu meinem thread gewünscht habe!!!
Meiner Meinung nach müsstest du deinen Namen nach diesem Beitrag in 10komma9 umbenennen 
In einigen Dingen hast du mich in meiner Meinung und meiner Vorgehensweise bestätigt:
Die Augen werden das Problem! Ich war deshalb vergangene Woche bei meinem Optiker und habe einen ausführlichen Sehtest machen lassen.
Dabei habe ich eine Abweichung von je 0,25 Doptrien (sph. und cyl.) in meinem vor einem halben Jahr angefertigten Schießbrillenglas feststellen müssen. Das Glas war nicht schlecht, aber er meinte, dass ich mit dem neuen ermüdungsfreier hinkommen sollte.
Ich liege jetzt bei 160 % Sehschärfe auf dem Zielauge - auch nicht schlecht 
Und mit meiner Irisblende komme ich auch klar. Nur nicht zu klein einstellen, sonst läuft man auch Gefahr, dass man am Rande des Lochs durchschaut und das Zielbild verzerrt. Ergebnisse sind dann u. a. 8er, die man sich nicht erklären kann (bei mir).
Dennoch schwimmen mir die "mouche volantes" - die Fusseln - immer in dem Augenblick des idealen Auslösezeitpunktes mitten durch das fokusierte Zentrum und machen es genau dort unscharf, wo ich mein Korn fixiert habe.
Da haben sich jetzt 2 Möglichkeiten für mich herauskristalliert:
- Wenn sich die Fusseln schon beim Absenken der Visierung bemerkbar machen, dann hilft oft eine schnelle Augenbewegung zur Seite, die die Fusseln somit aus dem Schärfebereich "wegschwemmen". Dann komme ich auch mit dem zeitlichen Zielvorgang von 3-4 sek. noch gut hin.
- Wenn sich die Fusseln erst in der Feinvisierungsphase ins Zielbild absenken hilft nur noch konsequentes Absetzten und neu anfangen! Ansonsten erhältst du sofort die Quittung!
Da die "Fusselsituation" manchmal mehr, manchmal weniger stark auftritt, muss es einen Grund dafür geben. Ich achte jetzt bewusster auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr - schon tagsüber - und bilde mir ein, dass es daduch besser wird. Ich werde das weiter beobachten!
Die Umstellung auf eine schnellere Schussabgabe habe ich auch schon eingeleitet. Funktioniert zwar nicht immer, aber immer öfter und immer besser.
Danke auch für den Tipp mit der "progressiven Muskelentspannung für die Augen". Werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
Auch das "bewusste Gähnen" halte ich für einen wertvollen Tipp. Denn nach 20-30 Schuss habe ich das Gefühl, dass ich einen ganz leichten milchigen Schleier wahrnehme. Das versuche ich mit einem Augenspray "tears again" zu bekämpfen. Bin aber noch in der Anfangsphase - weiß noch nicht genau, ob´s was bringt. Vielleicht hilft ja das Gähnen besser.
Bezüglich einer evtl. beginnenden Altersdiabetes dachte ich in erster Linie nicht an die Augen.
Ich habe seit ca. 8-9 Monaten die Situation, dass meine 2. Serie deutlich unter den anderen liegt:
Beispiel: ca. 15 Probeschüsse, dann 93/88 (wild verstreut auf der Scheibe)/95/94.
Mache ich mehr Probeschüsse, dann rutschen die schlechten Schüsse in die erste Serie.
Das kann natürlich auch von der Ermüdung der Augen kommen.
Aber ich dachte mir, ob das was mit dem Stoffwechsel zu tun haben könnte: zuerst werden alle Reserven in den Muskeln und im Blut aufgebraucht (deshalb auch ordentliche Ergebnisse im Probeschießen und in der 1. Serie). Dann ist der Akku leer und dann braucht der Körper eine Regeneration zur Bereitstellung von neuer Energie (Stoffwechsel wird angekurbelt). In dieser Zeit fallen die schlechten Schüsse. Danach läufts wieder ganz ordentlich - oft sogar besser.
Deshalb dachte ich an einen evtl. Einfluss einer Diabetes. Ist sowas denkbar?
Natürlich versuche ich auch dem mittlerweile Rechnung zu tragen und mache bei der entsprechend erreichten Ringzahl eine längere Pause.
Manchmal hilfts - mehr oder weniger.
Nochmals vielen Dank für deine fundierten und ausführlichen Argumente und Tipps!
netsurfer2002