Wenn ich die Beiträge der letzten 3 Seiten so lese, weiß ich, warum ich mich eigentlich ausklinken wollte. Es ist schon ein Armutszeugnis, aber anscheinend bezeichnend für uns Deutsche. Gleiches gilt für die super Aktion von pro legal, mit der Claudia Roth. Anscheinend schaffen wir es auch nur, andere mit Dreck zu bewerfen, wie unsere Gegner, als wirkliche Argumente geltend zu machen.
Wie gesagt, ich bin mit allem was den deutschen Waffenbesitz angeht, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung auch nicht immer zufrieden. Aber ich würde diese bestimmten Punkte, ausgenommen dies, was ich zum "Positiven" für uns ändern würde, niemans in aller Öffentlichkeit breittreten.
Auch kann ich den DSB nicht immer wirklich verstehen. Angesichts solcher Beiträge in "renomierten" Zeitschriften,
Internetdialog der Kanzlerin: Hetzen, schießen, kiffen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
die immer und immer wieder in die gleiche Richtung zielen. Wenn sich einzelne oder viele Sportschützen nicht diffamiert fühlen, bitte, haben sich letztens erst auch wieder einige Jäger am Stand auch für ein GK-Verbot bei Sportschützen "stark" gemacht. Aber ich persönlich sehe mich da schon "angegriffen". Meißt heißt es ja auch nicht nur in den Medien, "die GK-Sportschützen, die auch die bösen SLB´s besitzen oder gar IPSC praktizieren", nein, es wird der Sportschütze oder gar der legale Waffenbesitzer im Gesamten genannt. Und hier sind dann eigentlich auch alle "angesprochen", auch die, die nur "klassische" Disziplinen schießen oder eben "nur" ein LG/LP besitzen.
Ich würde mir wünschen, das man entweder solidarisch mit den anderen Waffenbesitzern ist, oder eben einfach seine Kommentare für sich behält. Sowohl in die eine, als auch vielleicht "extreme" andere Richtung. Auch wäre es schön, wenn wenigstens wir bei einem sachlichen und höflichen Umgangston verbleiben würden, auch und ganz besonders bei Diskussionen mit Gegnern.
Ich denke, das wir die nächsten Jahre massive Probleme bekomen werden. Es wird zwar nicht unbedingt auf ein Totalverbot hinauslaufen, vielleicht bei Rot/Grün in 2 Jahren für KW und SLB´s, aber vielmehr Angst habe ich ehrlich gesagt, vor Vorschriften und Verordnungen die einem das Schützenleben noch schwerer machen. Zentrale Lagerungen, digitaler Blockiermist oder was auch immer, werden den Schießsport dann ins unmögliche und vorallem unfinanzierbare treiben. Und eine Waffensteuer ist ja auch nicht vom Tisch. Diese "Idee" wird sicherlich immer wieder ausgegraben und irgendwann rechtlich in "trockene" Tücher gebracht.
Ich bin Sportschütze, Wiederlader und sehr Waffentechnik interessiert, was in einer Büchsenmacherfamilie, denke ich, verständlich ist. Und dazu stehe ich. Ich schieße eher die klassischen Diszis, aber eben alles von KK bis hin zu meiner "geliebten" .45-70. Und auch dazu stehe ich. Der Schießsport ist für viele, wie auch für mich ein Hobby, um dem Alltag zu entfliehen. Und vorallem um Spaß zu haben. Etwas was nicht alle verstehen, aber eben auch nicht müssen. Schön wäre es, wenn alle Seiten, aber eben auch die eigenen "Mitangeklagten" dies verstehen würden.
So, und nun werd ich ein paar .45er laden, für´s Vortlschießen am Dienstag. Und dann mach ich mich fertig für die oberbayerische vom BBS heute Nachmittag in Großhelfendorf. Die Diszis 100m freies Gewehr, Jagdgewehr und Präzision Pistole warten da auf mich. Da denk ich dann hoffentlich nicht an diesen ganzen Mist, den uns unsere Politiker noch einbrocken werden.
Tag noch.
Martin