Hallo Jana,
bevor ich mit einem Antwortversuch auf Dein Problem eingehe, komme ich mit einigen Fragen:
- Wie sieht bei Dir ein Trainingsabend aus? 40 Schuss Serie oder immer wieder verschiedene Schwerpunkte?
- Wie häufig trainierst Du (pro Woche / Monat)?
- Was hast Du im Training gegenüber dem Vorjahr geändert?
- Schießt Ihr im Wettkampf als Mannschaft auf Serie oder im Ligasystem Mann/Frau gegen Mann/Frau?
- Nachdem Du von den Veränderungen im Arbeitsleben schreibst: Haben sich bei Dir privat oder gesundheitlich (evtl. mal den Blutdruck prüfen) auch Änderungen ergeben? Diese Frage bitte selbst reflektieren. Eine Antwort hierauf ware doch zu persönlich für ein Forum.
Den wichtigsten Tipp hat Strindberg schon gegeben:
im Schießen momentan eher Ruhe und Entspannung suchen
Du musst derzeit im Job Vollgas geben, also versuche Dich durch das Schießen zu entspannen, sehe es als Ausgleich zum stressigen Beruf. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber damit solltest Du anfangen.
Und auch der Ansatz von moinman ist in Ordnung: Bringe erstmal die Technik in Ordnung, dann kommt der Rest von selbst. Aber um Dir da einigermaßen konkrete Ansätze geben zu können, solltest Du Dich etwas mehr offen legen, sprich, meine Fragen beantworten.
Du hast auch nach eigenen Erfahrungen gefragt. Ja, ich habe solche Situationen bereits mehrfach in meinem "Schießleben" erfahren. Die Letzte, und die nehme ich, da ich einen Weg aus dem Leistungstief gefunden habe, war in diesem Jahr. Die Leistungen in meiner Lieblingsdisziplin KK 3x20 waren ab April immer mehr gesunken. LG habe ich da schon nur noch einmal kurz vor der Landesmeisterschaft in die Hand genommen, aber auch da war die Leistung gesunken. Der Einbruch war bei mir nicht so extrem wie von Dir geschildert, aber er war da. Bei der DM habe ich dann bis auf KK Liegend nicht übermäßig schlecht geschossen, aber es gab bei den vier Starts keinen Ausreißer nach oben. Im Nachhinein betrachtet, war das der Tiefpunkt (schon Sch..., wenn der Saisonhöhepunkt der Ergebnistiefpunkt ist
).
Hochgebracht habe ich mich wieder, indem ich endlich wieder Techniktraining gemacht habe. Als einen Schwachpunkt hatte ich bei mir die seitlichen Schwankungen ausgemacht, also habe ich mich darauf gestürzt. Parallel stieg bei mir auch die Belastung in der Arbeit, auch mit Umstrukturierungen, größerer Verantwortung, dazu noch direkt zugeordnete Mitarbeiter nicht mehr nur im eigenen Büro, sondern weltweit, so dass ich meine Arbeitszeit auch hochgeschraubt habe. Aber ich habe wieder Spaß am Schießen und freue mich auf jedes Schießen, sei es Training oder Wettkampf. Da kann ich mich total auf mich selbst konzentrieren. Das gibt mir wiederum viel Kraft für Familie und Arbeit.
Gruß aus Franken
Konrad