Beiträge von Katja Triebel

    Mein Kommentar steht im Backyard Safari Blog.

    Der Kommentar des Dorsteners Vereins versucht genau das, was unsere Verbandsspitzen immer tun: mit Details und Abgrenzungen zu beweisen, dass sie besser waren/sind als die anderen.

    Wenn man die Quelle von dem ausgewiesenen Fachmann Stephen Halbrookdurchliest, kann man erkennen, dass die Nazis ab 1928 systematisch alle Systemkritiker entwaffnet hatten, dann dem Rest die effektiven Kurzwaffen und die Mauser 98 wegnahmen und damit SA, SS und Stahlhelm ausrüsteten. Und erst dann, als alle "guten" Waffen bei den Unterstützern waren, machten sie sich an die Totalentwaffnung der Juden. Dazu erfanden sie die Reichskristallnacht und anschließend interessante, deutschgründliche Gesetze, die ihnen dies "erlaubten".

    Hier stellt sich nun die Frage, welchen Widerstand die Schützenvereine hätten üben können.

    Alle Deutschen, ob nun in einem Verein oder in der Kirche wurden von 1928 bis 1938 zu willigen Unterstützern. Es gab ja keinen Widerstand mehr - denn die Waffen in Schützenhänden waren ineffektiv gegen die Ausrüstung der Nazitruppen.

    Ich kann Dir versichern, dass ich alles in den beiden Wiki-Quellen selbst überprüft habe, wobei ich mich auf das SAS bei der Übersetzung der internationalen Quellen zum Einen verlassen habe, zum Teil (ins. Kanada, USA, Neuseeland) selbst recherchierend ergänzt habe.

    Natürlich hatten nicht alle meine Beiträge dem "hohen" Anspruchsniveau der WP-Gemeinde genügt, so dass einige Aussagen wieder verschwunden sind. Ich habe beide Artikel auf meiner Beobachtungsliste und überprüfe jede neue Aussage dort.

    Aber wie schafft es der Staat mit hilfe des Bedürfnisses diese Kluft zwischen den "Gruppierungen" zu bringen? Das verstehe ich so noch nicht.

    Die Diskussion um Bedürfnisse, wer darf was unter welchen Umständen führt dazu, dass sich die einzelnen Gruppierungen abgrenzen. 1972 sagten die Jäger, wir sind gut, Probleme machen die Sportschützen. 2009 sagten die KKler, wir sind gut, Probleme machen die GKler. 2011 sagen die nicht HA-Besitzer, wir sind gut, Probleme machen die HA-Besitzer. (Aktuelle Diskussion, welche Waffen gut und welche unnötig sind, grassieren nach dem Report Mainz Bericht über die HAs in jedem Forum.)

    Kannst du noch ein paar Quellen nachreichen? Ich würde mich selbst gern ein wenig einlesen zu paar Themen bevor ich weitere Worte verliere. Gerade was Zahlen und andere Staaten angeht


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    Hier zwei Quellen

    Internationale Zusammenfassung der Waffenkontrollmaßnahmen in über 40 Staaten und Bundesländern

    Historie des Waffengesetzes


    Zitat von Dan More

    An sich halte ich das Bedürfnisprinzip schon für praktikabel und sinnvoll, da es eben verhindert, dass jeder Hinz und Kunz sich legal Waffen kauft.

    Du verwechselt Zuverlässigkeit mit Bedürfnis.

    Bei der Zuverlässigkeitsprüfung wird verhindert, dass Hinz und Kunz sich legal Waffen kaufen.
    Beim Bedürfnis wird die Menge und Art reglementiert.

    1928 wurde im Reichswaffengesetz die drei Säulen des deutschen Waffenrechts erfunden, nach dem Attentat auf Walter Rathenau-

    • Registrierung, um allen "Feinden" der Weimarer Republik die Waffen zu entziehen (insbesondere rechtsextreme Gruppen)
    • Zuverlässigkeit, damit nur staatlich genehmen Bürgern („Berechtigten“) der Erwerb und Besitz von Schusswaffen erlaubt wird
    • Bedürfnis für Waffenschein (d.h. nur für das Führen)

    Nach der Machtübernahme entzogen die Nazis zunächst allen Juden, Homosexuellen und Staatsfeinden die Zuverlässigkeit. Dann wurden sie entwaffnet. Das konnten sie tun, weil die rechtstreuen Bürger vorher ihre Waffen haben registrieren lassen. Dann bewaffneten sie das "genehme" Volk: Langwaffen und Munition konnten frei erworben werden. Dann schafften sie das Bedürfnis für NSDAP, SS und die Führer der Hitlerjugend ab.

    Wegen der RAF-Terroristen und Kriminellen, die sich bekanntermaßen an Waffengesetze halten, wurde 1972 der Privatwaffenbesitz reglementiert. Statt lediglich die Halbautomaten - wie in Neuseeland und Kanada - an die Kette zu legen, waren alle, auch vormals frei zu erwerbende, nicht-deliktrelevante Waffen betroffen durch:

    • Meldepflicht = Registrierung
    • Erwerbsscheine = Zuverlässigkeitsprüfung
    • Regelkontingente für Bedürfnisse

    Übrigens war Hamburg hier federführend: Das einzige Bundesland, in dem der Besitz einer Schreckschusswaffe vor 1972 an einen Erwerbsschein und Bedürfnis gekoppelt war.

    Das Waffenrecht soll eine Balance zwischen innerer Sicherheit und Selbstschutz darstellen.
    Es gibt zwei internationale rechtliche Prinzipien: die oberste Sorgfaltspflicht des Staates Schusswaffenmissbrauch durch private Besitzer zu verhindern und das Prinzip der Selbstverteidigung, das eine herausragende Stellung in den internationalen Menschenrechten einnimmt.

    Dieses Recht auf Selbstschutz besitzen in der EU die Österreicher, die Tschechen, die Iren, die Kroaten und sogar die Nord-Iren (Teil von Großbritannien). Österreicher, Tschechen und Iren liegen im Internationalen Friedensindex weit vor Deutschland (Großbritannien weit hinter uns).

    Der Staat hat dafür zu sorgen, dass kein unzuverlässiger Bürger an legale Schusswaffen kommt.
    Dies macht er mit einer Zuverlässigkeitsprüfung.

    Der Staat hat dafür zu sorgen, dass deliktrelevante Waffen, (Kurzwaffen, VA und HA) bestmöglich vor der Abwanderung in die Illegalität geschützt werden.
    Dies macht er in vielen Ländern, in dem diese Waffen (jedoch nicht EL und Repetierer) registriert werden, in dem der Erwerber zeigen muss, dass er sie sicher aufbewahrt, in dem der Erwerber nachweisen muss, dass er die Sicherheitsbelange kennt, in dem ein Abhandekommen dieser Waffen höhere Strafen nach sich zieht und in dem er die Menge pro Bürger reglementiert. So agieren die meisten Rechtsstaaten, die das Small Arms Survey 2010 untersucht hat.

    Mithilfe des "Bedürfnisses" erlauben sich jedoch viele Staaten, den Waffenbesitz von rechtstreuen, zuverlässigen Bürgern ohne Sicherheitsgewinn einzuschränken.

    Mithilfe des "Bedürfnisses" schafft unser Staat es regelmäßig, die Waffenbesitzer zu entzweien
    Wenn zwei sich streiten (Jäger-Sportschützen, KK-GK, Olympisch-Gebrauchswaffe), dann freut sich der Waffenreglementierer. Denn er kann die Gruppen gegenseitig ausspielen. Dies macht er seit 1972 regelmäßig bei jeder Waffenrechtsdebatte. (Das geschieht augenblicklich auch hier im Forum, weshalb ich mich überhaupt veranlasst sah, dieses Thema zu eröffnen.)

    Zum Nachdenken:

    1976 sollen u.a. über 6000 Vollautomaten per Meldeamnestie auf WBKs eingetragen worden sein.
    Schon mal davon gehört, dass ein legaler VA-Besitzer diese missbräuchlich verwendet hat?

    Seit 2003 sollen jährlich 6000 Anscheinswaffen (Halbautomaten mit militärischer Optik, d.h. schwarz, oft Teleskopschaft, mit Weaverrail-Vorderschäfte) verkauft worden sein.
    Schon mal davon gehört, dass eine dieser 60.000 HAs missbräuchlich verwendet wurde?

    In Berlin vermuten die Behörden im jährlichen Schnitt, dass 15 Bürger (0,15% aller Berliner Waffenbesitzer) kein Bedürfnis haben. In der Hälfte der Fälle können die Bürger dies nachträglich nachweisen.
    Wieviel Ärger, Zeit und Kosten wenden Behörde, Besitzer, Verein, Rechtsanwalt und Justiz dafür auf? Welcher Nutzen für die innere Sicherheit wird dabei erreicht?

    Blick über den nationalen Tellerrand: In New Jersey (einer der US-Staaten mit den strengsten Waffengesetz) muss der Antragsteller ein Bedürfnis nachweisen, bevor er eine Lizenz zum Führen einer Kurzwaffe erhält, sowie für den Erwerb, Besitz und das Führen von Maschinengewehren oder Angriffswaffen. Bestimmte Angriffswaffen werden akzeptiert, sofern der Zweck Sportwettkämpfe lautet und der Antragssteller Mitglied in einem Schützenverein ist und die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet ist.

    Reglementierungen sollen die innere Sicherheit verbessern - nicht mehr und nicht weniger.

    In diesem Sinne: Was haltet Ihr von Bedürfnisprüfungen?

    Tja, nun müsen nur noch die Interessensvertretungen und Verbände diese Dokumente aufgreifen und verwenden.

    WENN ich bei den Verbandsspitzen einen Fuß in der Tür hätte, dann würde ich nicht an der Basis posten.

    Doch leider werfen mir die Verbandsspitzen kapitalistisches Interesse vor und fühlen sich dümpiert, wenn ich ihre fehlende Lobbyarbeit kritisieren.

    Wenn ich mir überlege, was ich alleine an Fakten bisher zusammengetragen habe und mir dann vorstelle, was man bewegen könnte, wenn man ein ganzes Team dafür einsetzen würde, dann könnte ich heulen, weil seit 1997 zuwenig passiert ist.

    Wir sind uns aber hoffentlich im klaren, dass der Feind diese Zahlen nicht so freundlich interpretieren und vor allem auch ihre Sichtweise erfolgreich kommunizieren wird

    Wie ganz oben beschrieben, haben sich weder der LJV noch der Landesverband die Mühe gemacht, eigene Interpretationen der Zahlen zu erstellen, sondern haben einfach die Werte des Berichts wiederholt mit minimalen Wertungsabweichungen.

    Schade für die Veröffentlichung. Hätten sie mich vorab befragt, hätten sie schönere Zahlen haben können.

    Ich habe mir die Mühe gemacht - ALLE fünf kleinen Anfragen zu bearbeiten.
    Lediglich den Zugang von Minderjährigen habe ich rausgelassen, weil die Antworten zu mager waren.

    Die Zusammenstellung, Verweise und Vergleiche findet man im Anhang.

    Einleitung:

    Wenn ein Gesetz den Zugang, Umgang und Besitz von legalen Waffen beschränkt, um die innere Sicherheit zu erhöhen, sollte ein Rechtsstaat Folgendes untersuchen:

    Welche Auswirkungen haben die Beschränkungen auf die innere Sicherheit?
    Welche Folgen haben die Beschränkungen für die Betroffenen?
    In welchem Verhältnis steht der Entzug persönlicher Freiheitsrechte zum Zugewinn an innerer Sicherheit?

    Der fraktionslose Berliner Abgeordnete René Stadtkewitz, Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“ hatte am 15. August 2011 dem Berliner Senat bzgl. der Waffenrechts-Reformen der letzten Jahren fünf Kleine Anfragen gestellt, die im September und Oktober 2011 beantwortet wurden.

    Meine Fazite:

    Die Waffenrechtsverschärfungen für legale Waffenbesitzer haben aufgrund des minimalen missbräuchlichen Einsatzes (0 bis 2 pro Jahr) keinen Einfluss auf die innere Sicherheit

    Die Gesetze bzgl. des unberechtigten Führens ließen die Ermittlungsverfahren um 60-80% ansteigen.

    Die Annahme, der Diebstahl legaler Waffen begünstige Missbrauch und Gewalt ist demnach falsch.

    Solange keine Daten dazu vorliegen, die nachweisen, dass die privaten Waffenbesitzer nachlässig in der Aufbewahrung und beim Transport sind, gibt es keinen hinreichenden Grund, die Aufbewahrungs- und Transportvorschriften für private, erlaubnispflichtige Waffen zu verschärfen.

    Auch sollte die Mähr der angeblich 6000 verschwundenen Privatwaffen pro Jahr nicht mehr veröffentlicht werden.

    Im Schnitt wurden pro Jahr 37 Bürgern der Waffenbesitz entzogen (0,37%), obwohl lediglich pro Jahr 0 bis 2 Bürger ihre Waffe missbräuchlich verwendet hatten.

    M.E. gibt es keine Verhältnismäßigkeit außer bei der Tresorpflicht, die nachweislich die Diebstähle vermindert hat.

    Alle anderen Maßnahmen hatten keinen Einfluss auf die innere Sicherheit, führen jedoch zu Belastungen beim Bürger, den Behörden und der Justiz.

    Katja, du entwickelst dich immer mehr zu einer Bürgerrechtlerin :thumbup:

    Respekt und Danke

    BBF

    Da uns der meiste Wind aus der grünen Richtung entgegenbläst, interessiere ich mich seit einiger Zeit für fast alles, was aus dieser Richtung kommt.

    Insgesamt gibt es dort ein gefährliches Halbwissen, welches nur eine Seite der Medaille betrachtet und diese in Oberlehrermanier dem Volk aufdrückt. Besonders viel Erfolg haben sie in Brüssel, wo sie von den gut fundierten Orgas wie ai, Oxfam, Peta, Greenpeace etc. unterstützt werden.

    Bsp:
    Das Waldsterben wurde 1996 zu den Akten gelegt (der Wald krankt immer irgendwo, ein Sterben ist nicht zu befürchten.) Doch erst Kühnasts Machtwort beendete im Jahr 2005 die Subventionen und statistischen Erhebungen.

    Die Erderwärmung und der vermehrte CO2-Gehalt soll lt. Klimaschutz-Skeptiker hauptsächlich von der Sonnenaktivität bestimmt sein, an der wir nichts ändern können. Der Einfluss des vom Menschen erzeugten CO2s soll 2-3% betragen. Ob man davon 10 oder 50% einspart, wäre dann eigentlich egal. Die Skeptiker haben das Klima in den letzten 1000 (TAUSEND) Jahren betrachtet und dies festgestellt. Deshalb hatten wir auch die letzten 10 Jahre trotz steigendem menschlich verursachten CO2 Ausstosses eine Abkühlung (wegen der verminderten Sonnenaktivität).

    Der Meeresspiegel sollte 2007 in den nächsten 100 Jahren um 2-3 Meter steigen. Skeptiker wie Singer u.a. glauben, dass er um ca. 0-20cm ansteigt.

    Elektro-Autos benötigen - neben dem Strom aus der Steckdose - Lithium für die Akkus. Auf der Welt ist der Stoff Lithium nur begrenzt vorhanden. Wenn in D nun E-Autos subventioniert werden, wird Geld in eine Technik gesteckt, die 1. endlich und 2. nur für die 1. Welt zu haben ist. Das Lithium-Aufkommen auf diesem Planeten würde nicht reichen, in allen Ländern die Autos umzustellen. Von daher: m.E. Schrott.

    Sehr interessant sind auch die weiteren Eingriffe der Grünen in unsere Bürgerrechte, wie z.B. durch GPS-Maut und vermehrte Regulierung, Verbote und Kontrollen.

    Zum Weiterlesen:

    Buchveröffentlichung | Realitätscheck für den Klimaschutz - Holger Krahmer MdEP
    Grüner Ministerpräsident im FOCUS-Gespräch: Kretschmanns Vision von der Öko-Maut - Deutschland - FOCUS Online - Nachrichten
    Die Achse des Guten: Das zynische Verständnis

    Und wer bei Facebook ist, möge hier mal vorbeischauen:
    Anmelden | Facebook

    Je besser wir und andere aufzeigen, mit welchem gefährlichen Halbwissen gewisse Volksvertreter in anderen Politikfeldern agieren, umso eher können wir ihre Glaubwürdigkeit bezüglich Waffenrecht in Frage stellen.

    Zitat

    Mein Vorschlag daher: Bevor man uns wieder alles nimmt, verzichte ich lieber auf ein paar bestimmte Schäftungen, die Systeme sind ja auch mit anderen Schäften (die weniger Anstoß in der Öffentlichkeit finden) benutzbar.

    Dieser Ansatz ist genau der, den die Deutschen seit 1970 verfolgen, und per Salamitaktik eine Scheibe des Waffenrechts nach dem anderen abschneidet.

    Der Film behauptet:

    - diese Waffen sind gefährlicher als andere Halbautomaten
    --- wir wissen hier alle, das stimmt nicht, da die Technik innen die gleiche ist

    - es werden seit 2003 von diesen Waffen pro Jahr 6000 Stück verkauft
    --- wir wissen, die Gewaltdeliktrate (auch der Schusswaffenmissbrauch) geht kontinuierlich zurück
    --- wir wissen, dass seit 1972 über 6000 Vollautomaten als Altbesitz in Privathand sind, die jedoch in D nicht vererbt werden dürfen
    --- wir wissen, dass diese legalen HAs und VAs in Privathand nicht missbräuchlich benutzt wurden

    - mit solchen Waffen hat der Norweger zugeschlagen, sowie mit 30 Schuss Magazinen
    --- wir wissen, dass er ein Ruger Mini 14 benutzt hatte, welches auch vor 2003 nicht verboten war
    --- wir wissen, dass sein Anschlag auch mit 3x 10-Schuss-Magazinen oder 6x 5-Schuss-Magazinen möglich war - ebenso mit
    jagdlichen Repetieren, da er 90 Minuten nicht am Schießen gehindert wurde - Magazinwechsel hin oder her
    --- wir wissen auch, dass er sich illegal einen VA besorgt hätte, wenn er legal nicht zum HA gekommen wäre - oder auf der Insel
    einige Sprengstoffe hätte verstecken können

    Das grundsätzlich Böse lag in dem Norweger, nicht an den Waffen - egal ob schwarz, Teleskopschaft, Multi-Rail o.a.

    Diese Waffen sind nicht gefährlicher als andere, ihre legalen Besitzer sind genauso - wenn nicht sogar mehr - rechtstreu wie andere Schützen.

    Verbote, Beschränkungen und Hauskontrollen sind Zeichen eines Präventionsstaats/Polizeistaats, jedoch nicht einer demokratischen Republik.

    Murmelchen: Du scheinst ja, wenn Fakten da sind diese stets zu akzeptieren und dich nach diesen zu orientieren. Du kennst sicherlich die Argumentationskette und die Beweise zur globalen Klimaerwärmung. Fährst du trotzdem ein Auto, das mit fossilen Brennstoffen angetrieben wird? Wenn ja bist du inkonsequent, weil du die Folgen kennst und ignorierst.

    Das nenne ich ein Eigentor.

    So wie die Grünen, ai und andere Menschenrechtsorgas über Waffen falsche Fakten verbreiten, so tun sie es auch über den Klimawandel, Waldsterben und Elektroautos. Sogar im grün eingefärbten Wikipedia konnte die Veröffentlichung dieser Faktendrehung des IPCC nicht unterdrückt werden. Und das will schon was heißen.

    Mittlerweile gibt es für dieses Gebahren auch einen Begriff: "postnormale" Wissenschaft. Und die arbeitet so wie der Reporter Beres: Neben den Fehlern wird bemängelt, dass in der Zusammenfassung der Ergebnisse negative Prognosen herausgepickt und positive Prognosen nicht genannt worden seien.

    Wie beim Klimawandel wird auch im Waffenrecht sehr einseitig geforscht und publiziert. Ein Hoch auf das Internet und Welt Online, dass man nicht mehr alles glauben muss, was die meisten Massenmedien, inkl. dpa und Reuters, schreiben und verbreiten.

    Wenn alle immer nur "korrekt" reagieren, während die "Gungrabbers" dies nicht tun, zieht den Kürzeren.

    Von daher sind Michales Blogeinträge, Meinungsterror.de Satiren und Zakrajseks Glossen wichtig und richtig.

    Wie oben erwähnt, agiert die NRA in unseren Augen zu heftig. Aber sie zeigt Erfolge, während wir immer nur Rechte abgeben müssen, weil wir ja so korret sind.

    Richtig wäre: Verbände = korrekt und Waffenlobby = heftig!

    Deutliche Worte. Ob diese (Über-)Deutlichkeit geeignet ist, uns auf breiter Flur Gehör und Wohlwollen zu verschaffen?

    Wohlwollen verbreiten unsere Verbände und das FWR, wobei ich meinen eigenen Verband nicht ausnehme (der VDB hat es in seinem ersten Image-Video 2011 geschafft, kein einziges waffenrechtlich relevantes Statement abzugeben).

    Auch wenn wir alle - wie auch die US-Waffenbesitzer - für die eine oder andere Reglementierung einen Grund sehen und Wohlwollen artikulieren würden, fehlt uns in Deutschland eine NRA, die - egal welch guter Grund vorgebracht wird - einfach gegen JEDE Reglementierung vorgeht.

    KEIN Verband, keine IG ist in Deutschland einfach nur ANTI gegen jegliche Reglementierung. Und genau das ist unsere Crux.

    Ich habe mir gerade das Buch The Politics of Gun Control von Spitzer in der 5. Neuauflage angetan. Vermeintlich neutral ist es doch ein Reglementierungsbuch. Interessant ist jedoch sein Standpunkt zur NRA. Diese soll nach Spitzer seit den 80er Jahren ein "Hardliner" geworden sein. D.h. sämtliche Reglementierungen werden von der NRA angegriffen und verneint, obwhol eigentlich 70% der amerikanischen Waffenbesitzer einigen Reglementierungen positiv gegenüber stehen.

    Die NRA arbeitet wie deutsche Gewerkschaften: 150% fordern, um 80% zu realisiern.

    Doch genau solch eine IG haben wir nicht in Deutschland.

    Alle Verbandsvertreter fordern - jeder für sich - ca. 70% ein und sind dann mit 50% zufrieden. Doch allein 70% von 2009 von 2008 von 2003 von 1972/76 sind statistisch gesehen lediglich 34%, bei 50% Verwirklichung kommt man auf 12,5% . Und irgendwo zwischen 12 und 34% befinden wir uns augenblicklich - sofern wir die Waffengesetze vor 1972/76 betrachten. Und die Partei "Die Grünen" wollen diese Rechte nochmals mindestens um die Hälfte beschneiden.

    Mittlerweile ist es einfach egal, wie die Kriminalitätslage mit oder oder ohne verschärftem Waffenrecht aussehen könnte. Beide Seite arbeiten mit Möglichkeiten=Utopien, doch nur eine Seite (die restriktive) setzt sich seit 1970 durch und schneidet eine Scheibe des Individualrechts nach der anderen ab und steht - jedenfalls im Sinne der UN und Brüssel - auf der Seite, die noch mehr Reglementierungen erfordern wird.

    Daher ist es meines Erachtens einfach nur noch Schluss mit nationalen Restriktionen. Alle Verbände müssen sich zunächst national gegen jede weitere Verschärfung einsetzen und darüber hinaus sogar gegen - bisher akzeptierte - EU-Richtlinien verwehren.

    Warum?

    Es gibt keine einzige wissenschaftliche Evaluation, die die Restriktionen nach 1972/76 - evtl. ausgenommen die Aufbewahrung in gesicherten Safes gegen Diebstahl - kriminologisch rechtfertigen.

    Da das Waffenrecht auf internationalem Standard eine Balance zwischen möglichen Missbrauch und dem Recht auf Selbstverteidung (gibt es nicht in Deutschland) und indivueller Freiheit (Bedürfnis: Jagd und Sport) herstellen soll, muss zunächst eine Evaluation stattfinden, die aussagt, welche Restriktionen seit 1972 des Missbrauch DEFINITIV eingedämmt haben, bevor weitere Einschränkungen in die Freiheitsrechte des Bürgers erfolgen dürfen.

    Sofern die Verbände der legalen Waffenbesitzer (DSB, DJV, VDB und JSM = Schützen, Jäger, Handel und Hersteller) seit 1972 nicht in der Lage sind, der Kontrollwut des Staates etwas entgegenzusetzen, sollte sich jeder bei Prolegal einsetzen, damit wir ein Instrument ala NRA bekommen. Ich stehe jedenfalls - wie die Brüder Hipp mit meinen Namen - dafür, dass sich Prolegal genau dafür einsetzen wird.

    Die obigen Verstöße gegen die Aufbewahrungsvorschriften sagen gar nichts über das tatsächliche Risiko aus. Könnt ihr euch noch an den auch hier im Forum diskutierten Vorfall mit der alten Dame erinnern?

    Genauso sehe ich das aus.

    Ich habe mich gestern nochmal hingesetzt und mir die Statistik angeschaut. Hier das Ergebnis:

    Es wurden 7861 Jäger und Sportschützen kontrolliert

    Bei 17% gab es Beanstandungen,
    insgesamt waren 14% Verstöße gegen die Aufbewahrung.
    2,5% der kontrollierten Jäger und Sportschützen haben ein OWI-Bußgeldverfahren
    0,57% droht der Widerruf der WBK.

    Es wuirden 6427 sonstige LBWs kontrolliert

    Bei 35% gab es Beanstandungen,
    insgesamt waren 30% Verstöße gegen die Aufbewahrung.
    4,3% der kontrollierten anderen LWBs haben ein OWI-Bußgeldverfahren
    2,5% droht der Widerruf der WBK


    Wir wissen auch, dass nicht alle OWI und Strafverfahren vor dem Gesetz gleich behandelt werden. Was in BW zur Verurteilung führt, wird in Hannover bei Zahlung einer Summe X eingestellt.

    Das heißt im Klartext: Alle Werte - außer den 30-35% Werten - sind m.E. nicht besorgniserregend.


    Und die Werte bei den Altbesitzern und Erben kamen ja, wie im Bericht beschrieben zustande, WEIL die Behörden nicht richtig im Vorfeld informiert hatten.

    bei meinem sonntäglichen Streifzug durch die Seiten der Landesverbände ist mir das doc9568.pdf aufgefallen. Gemeinsame Pressemitteilung aus Stuttgart

    Diese Information gehört in die Öffentlichkeit, denn die müssen wir mit dem Vertrauen in unseren Sport zurück gewinnen. Diese Aufgabe kann/sollte jeder von uns erfüllen können ohne dass dafür Geld in die Hand genommen werden muss.

    Der Link zum Bericht des Landtags BW fehlt, so dass kein Leser sich sein eigenes Urteil bilden kann. Hier wird er nachgereicht.

    Ich habe den Bericht gelesen und hätte ihn völlig anders für die Presse aufgemacht:

    In BW ticken die Uhren anders.

    Während in der gesamten Bundesrepublik seit 2003 eine Bringschuld des Nachweises zur sicheren Aufbewahrung existiert, haben die BW-Behörden es anscheinend versäumt, diese auch einzufordern und ihre waffenrechtlich registrierten Bürger zu informieren.

    Zu dieser Schlussfolgerung kommt man anhand der folgende Aussagen aus dem Bericht:

    Seit der Änderung des Waffengesetzes (Gesetz vom 17. Juli 2009) müssen alle Waffenbesitzer die sichere Aufbewahrung ihrer Schusswaffen und Munition – unabhängig von einem behördlichen Verlangen – nachweisen (§ 36 Abs. 3 Satz 1 WaffG).

    In Baden-Württemberg haben die Waffenbehörden alle Waffenbesitzer schriftlich auf die neue gesetzliche Verpflichtung hingewiesen und zur Vorlage von Aufbewahrungsnachweisen aufgefordert....Sechs Waffenbehörden haben keine Kontrollen durchgeführt, da sie zunächst die Prüfung der Aufbewahrungsnachweise abschließen wollen...

    80,9 % der Verstöße gegen Aufbewahrungsvorschriften waren weniger schwerwiegend. Die Waffenbesitzer sorgten entweder für eine unverzügliche ordnungsgemäße Aufbewahrung ihrer Waffen und Munition oder gaben ihre Waffen und Munition bei den Waffenbehörden zur Vernichtung ab. ...Im Hinblick auf die hohe Beanstandungsquote bei Erb- und Altwaffenbesitzern ist es wichtig, diese Personengruppen über die Aufbewahrungsvorschriften zu informieren und ihnen die Notwendigkeit der Einhaltung der Vorschriften zu verdeutlichen. Da sie nicht in Vereins- und Verbandsstrukturen organisiert sind, müssen sie auf andere Art und Weise erreicht werden.

    Zum Vergleich die Synopse (Gegenüberstellung von Gesetzesänderungen 2003 zu 2009) des §36 WaffG http://www.buzer.de/gesetz/5162/al19385-0.htm

    Diese sagt aus: Bereits 2003 bestand die Bringschuld, die sichere Aufbewahrung der Behörde nachzuweisen.
    Und genau diesen Nachweis haben auch viele Bundesländer 2003 von ihren LBWs eingefordert.

    Doch erst jetzt - im Jahr 2011 - nach über acht Jahren kommen die BW-Behörden auf den Gedanken, ihre Bürger, insbesondere die Erben und Altbesitzer zu informieren. Nur, weil sie vor Ort kontrollierten, BEVOR sie jeden registrierten LWB über die Gesetzesänderung informierten und die Nachweise nicht als Bringschuld der LWBs einforderten, kam es 2009 zu den 50% Beanstandungen und 2011 zu den 20%, von denen die meisten nicht schwerwiegend waren.

    Mein Fazit:
    BW war in den letzten 8 Jahren zu nachlässig bei der Information und Einholung der Bringschuld und hat jetzt mehr zu tun als die anderen Bundesländer. Eventuell berechnen sie deshalb als einziges Bundesland auch bei anstandslosen Kontrollen Gebühren. Wären die Bürger bereits 2003 informiert gewesen, läge die Beanstandungsquote sicherlich im Rahmen der 2,5% OWI- und Straftatbestände aus Niedersachsen.

    Ich begrüsse die Aktion der sechs Waffenbehörden, ERST zu informieren und danach zu kontrollieren.
    Von daher sollte man diese sechs Behörden als Musterbehörden belobigen. Zwei Behörden haben Kontrollen versucht, aber niemanden angetroffen, von daher wissen wir leider nicht, welche der folgenden acht Behörden aus der Tabelle des Berichts mit NULL Kontrollen so weitsichtig und bürgerfreundlich reagierten:

    BW-Behörden, die keine Kontrolle vor Ort durchgeführt haben:
    Kirchheim/Teck
    Bietigheim/Biss.
    LRA Karlsruhe
    Mühlacker
    Mosbach
    Stockach
    Mössingen
    VG Laupheim

    ... dann bezahlen 30.000 Mitglieder jährlich 12 Euro für NIX?

    DSB und DSU kooperieren mit dem FWR. BDS und CDS sind Mitglieder des FWR.

    Kooperieren bedeutet: Du darfst meine Mitgliedzahl in Gesprächen nutzen, aber ich bezahle keine Mitgliedsbeiträge.
    Verband als Mitglied bedeutet: alle Verbandsmitglieder zahlen den ermäßigten Beitrag für Sammelbeiträge.

    Wie viele von den 30.000 Mitglieder nun jährlich 12 EUR zahlen, wie viele per Einmalbetrag lebenslanges Mitglied geworden sind und wie viele Mitglieder die ermäßigten Beiträge zahlen, ist mir nicht bekannt.


    Ebenso scheint ein Jürgen Triebel (Präsident VDB) auf. Ist der Name Triebel nur Zufall?
    Machen dann diese Personen die Geheimdiplomatie?

    Die Namensgleichheit ist Zufall. Ich kenne zwar den Jürgen, aber wir sind keine engen Verwandten.

    Das FWR ist sehr gut in Geheimdiplomatie. Was an sich nichts Schlechtes ist - dito gilt für das Gemauschel.

    Wie ich aus dem Buch "Lobbyismus - die 5. Gewalt im Staat" erfahren haben, benötigt jede Interessensgemeinschaft Geheimdiplomaten, die vertrauensvoll agieren und nicht alles in die Gegen ausposaunen, was beredet wird. Ansonsten verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit. Da das FWR zudem die Interessenen der unterschiedlichsten Verbände bündeln muss, kann es nicht jedem Verband alles recht machen, hat dafür aber mehr Mitglieder und umso mehr Gewicht. (Dossier)

    Was jedoch völlig fehlt ist die seit 2002 angekündigte PR und Kampagnenarbeit.
    Und das ist z.T. sogar verständlich. Wer als Geheimdiplomat verhandeln will, kann nicht öffentlich den Gesprächspartnern ans "Bein pissen".
    Von daher ist es mehr als sinnvoll, wenn ANDERE diesen Part übernehmen.

    BTW: die gerade grassierenden Vorwürfe, wir Lobbyisten würden als Plaudertaschen rumlaufen, stimmen so nicht.
    Wenn über zwanzig Club30 Händler im Bundestag empfangen werden und mit den einzelnen Parteien über das Waffenrecht reden, ist dies eine fast öffentliche Veranstaltung, die auch publiziert werden darf und soll.

    Bei aller Kritik an Prolegal, Michael Kuhn und mich seitens des FWR, VDB u.a. möge man zwei Sachen hinterfragen: Wird mit der Kritik die eigenen Unzulänglichkeit vertuscht oder ist die Kritik nötig, um weiterhin im Hinterzimmer zu arbeiten? Für beides gibt es Indizien, ich hoffe Letzteres trifft öfters zu als Ersteres.

    Es wäre uns schon viel geholfen, wenn die Verbandsspitzen sachlich informativ gegen öffentliche Diffamierung und Fakten gegensteuern würden.

    Es macht sicherlich viel mehr Sinn, wenn die Präsidenten/Pressesprecher Sachverhalte - auch in Zeitungen - richtig stellen würden, als wir in der Basis.

    Aktuell gibt es z.B. diesen Kommentar zu den Hauskontrolle in der Süddeutschen, der die Gebühren mit dem TÜV vergleicht:
    Gerechtfertigte Gebühren - ein Kommentar: Wer ein Gewehr oder eine Pistole zu Hause aufbewahrt, muss sich regelmäßig überprüfen lassen und die Kosten in Kauf nehmen


    Mein - eingereichter, aber noch nicht und evtl. auch nie veröffentlichter - Kommentar hierzu:

    Der Kommentator vergleicht Äpfel mit Birnen (TÜV und Verkehrskontrolle)

    Mehrere TÜV-ähnliche Kontrollen der Waffenbesitzer gibt es bereits:

    • die gebührenpflichtige Kontrolle VOR Lizenz (Ist der Bürger zuverlässig?)
    • die gebührenpflichtige Kontrolle VOR Erwerb (Wird der Kaufgrund akzeptiert?)
    • die gebührenpflichtige Kontrolle innerhalb von drei Jahren sowohl auf Zuverlässigkeit und des Bedürfnisses
    • die gebührenpflichtige Kontrolle der jagdtauglichen Zuverlässigkeit, auch wenn bereits die o.g. Kontrollen zeitnah durchgeführt wurden.


    Die Hauskontrollen sind daher eher mit den Verkehrskontrollen vergleichbar.

    Im Vergleich zum Autobesitzer:

    • die Lizenz wäre der Führerschein
    • die Bedürfniskontrolle wäre der TÜV
    • jeder Autofahrer muss kostenpflichtig alle drei Jahre nachweisen, dass er körperlich und geistig im Stande ist, ein Fahrzeug zu führen.
    • Ein Führerscheinsentzug sowie nachweislich gewaltbereite Handlungen führen zur zwingenden Abgabe aller Autos für den Zeitraum von
      mindestens fünf Jahren.
    • Jede Verkehrskontrolle bedeutet Aufwand und ist vom Bürger zu zahlen, auch wenn bei der Kontrolle nichts auszusetzten ist.

    Wenn so etwas - oder etwas Ähnliches per Brief von den Verbänden kommen würde, hätte dies Gewicht. Wenn dies gleichzeitig auch als Stellungnahme auf der Homepage der Verbände stehen würde, hätte es Gewicht. Wenn dies gleichzeitig auch den Landesverbänden mitgeteilt wird, hätte es Gewicht.

    Dieser Aufgabe hat sich das FWR verschrieben: PR und Aufklärung - aber nichts geschieht : weder öffentlich, noch als Aufklärung der Basis.


    Hier haben einigen - wie Kogge - ihre Meinung in den letzten Jahren geändert, gerade weil Dan und Michael und BBF soviel geschrieben haben.

    Unser Zwischenziel hätten wir erreicht, wenn diese Meinungsänderung durch Verbreitung der echten Fakten von OBEN erfolgt wäre.
    Das kostet überhaupt kein Geld, nur etwas Zeit und Mut, Stellung zu nehmen.

    BTW: bei unseren Gesprächen im Oktober 2010 in Berlin mit den Waffenrechtsexperten des Bundestags, hatten ALLE vier Parteien (die Grünen hatten das Treffen abgelehnt) verkündet, gegen Gebühren bei den Kontrollen bzw. (FDP) gegen die Kontrollen zu sein.

    LG

    Katja (nach "Diktat" verreist)

    dingo

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Sogar die UN verweist auf grundlegende Rechte bzlg. des Waffenrechts.

    Es soll eine "Balance zwischen Selbstverteidungs-Bedürfnissen und innere/öffentliche Sicherheit" mit den nationalen Waffenrechten ausgelotet werden. Leider haben wir - im Gegensatz zu Österreich, Tschechien, Irland, Südafrika etc. kein Grundrecht auf Selbstverteidung, weil dies unsere Verbandsspitzen 1976 als nicht so wichtig empfanden. Auch haben wir wie USA und Jemen kein Grundrecht auf Waffenbesitz, weil unsere Verbandsspiten dies 1976 als nicht so wichtig empfanden.

    Und DESHALB stecken wir in dem Dilemma.

    • Selbstverteidung ist seit 1976 kein Bedürfnis.
    • Sportschützen-Mitgliedschaft ist seit 2009 kein Bedürfnis.
    • Jagdschein lösen ist seit 2009 kein Bedürfnis

    ,

    Wer sich - wie z.B. Liberales Waffenrecht für ein generelles SV-Bedürfnis einsetzt, wird von LWBs diffamiert.
    Wer alle Schikanen - wie z.B. die 2/6er Regel, die erst 2008 rechtskräftig wird, obwohl sie 2003 ganz anders initiiert war - hinnimmt, bekommt in Deutschland Beifall.
    Wer als DSB Verein von seinen Mitgliedern mehr verlangt als gesetzlich vorgeschrieben, wird nicht zur Rechenschaft gezogen. (z.B. bestimmte Schussergebnisse vor Befürwortung eines Bedürnisses; 3-Jahre-Training ausschließlich mit LG/KK-Waffen bevor GK-Schießen zugelassen wird; 18x Training, obwohl WBK-Inhalte unterhalb des Grundkontigents uvm.)

    Und generell unterstütze ich Deine Forderung, die Grünen abzuschalten. Nicht umsonst bin ich in der Facebook-Gruppe "Grüne abschalten"

    So wie wir aktuell mitbekommen, dass E10 stärker zum CO2-Ausstoss führt als Benzin und Diesel, sowie Energiesparlampen mehr gesundheitliche Schädigungen bewirken als nachhaltig zu wirken, so sind auch die in den Medien vebreiteten "Fakten" bzgl. des legalen Waffenbesitzes eine Farce. Die Grünen bedienen sich vornehmlich "postnormaler" Wissenschaft, die nicht ergebnislos forscht, sondern ergebnisorientiert bezahlt wird. Treffen die Ergebnisse auf Grüne Aussagen, so werden sie gefördert; widerlegen sie diese, werden sie verschwiegen und nicht mehr gefördert.

    Dazu möchte ich nochmal auf meinen Beitrag Nr. 268hier verweisen:

    Es würde bereits 1€ pro Jahr reichen von allen Sportschützen und allen Jägern, sowie € 100,00 von jedem Händler, € 1000 von jedem Großhändler und €500,00 bis €10.000 von jedem Hersteller, je nachdem wieviel Waffen bzw. Accessiores er für Waffenbesitzer herstellt = 2,5 Mio + 100.000 + 500.000-1 Mio
    = 3,1 - 3,7 Mio. € pro Jahr

    Wir ALLE sollten uns für ein EINMALIGES Notopfer in der doppelten Höhe wie oben engagieren.= 6,2-7,4 Mio €

    Dann geben wir den Verantwortlichen zwei Jahre Zeit für PR und Kampagnen pro-Waffen. Ändert sich in dieser Zeit die öffentliche Meinung, wird ein ähnlicher Betrag jährlich zum Zwang; ändert sich nichts, bleibt es wie jetzt: minimale Beiträge und keine Lobbyarbeit.

    Vorteile:

    • geringe EINMALIGE Mehrbelastung zum Wohl des Waffenbesitz
    • Planungssicherheit für zwei Jahre
    • mittelfristige Beschäftigung eines professionellen Lobbyisten (mit Kontakten zu den Ministerialbehörden und den Innen- und Rechtsausschüssen) mit der Aussicht - bei Erfolg - auf eine dauerhafte Einstellung (kostet sicherlich 100.000€ pro Jahr). Der Rest des Etats wird in Kampagnen, Studien und PR aufgeteilt

    Nachteile

    • alle müssten einen Obolus geben (stößt einigen schwer auf)
    • alle Verbandsspitzen müssten sich einigen, es GLEICHZEITIG zu tun
    • alle Verbandsspitzen müssten sich entscheiden, einem Profi einen Haufen Geld anzuvertrauen und gemeinsam geeignete Mittel der Kontrolle finden (Gegenargument: dieser behält seinen Job nur, wenn er etwas bewirkt, sonst läuft dieser aus - kapitalistisch könnte man noch eine Erfolgsprämie oben drauf setzen, damit er sich während der zwei Jahre nicht auf die faule Haut legt, d.h. 100.000 Gehalt plus 100%, wenn sich Wirkung zeigt)

    IANSA und Co. haben wesentlich höhere Beiträge für ihre Anti-Waffen-Kampagnen zur Verfügung. Siehe hier

    Vereinigungen und Regierungsprojekte, die sich nach dem 2- Weltkrieg bis 1990 finanziell gut gesponsert gegen Atomwaffen und Land-/Streuminen eingesetzt hatten, sahen ihre Schäfchen (Bezahler) davonschwimmen. Sie verlagerten sich ab 1990 lt. der verlinkten Studie des Prof. Bob Clifford auf den Kampf gegen Kleinwaffen (zu denen alle legalen Schusswaffen gehören). Während die NRA jedoch vehement gegen die IANSA kämpft, scheinen die Deutschen die IANSA stärker zu unterstützen als die Rechte der LWBs - bzw. ihnen keine Kampagnen entgegenzusetzen.

    Solange die Forderungen der Grünen zur Abschaffung aller Waffen öfter in den Zeitungen erscheint als die Gegenmeinung von FWR, DSB, DJV &Co. haben unsere Verbände etwas falsch gemacht. (Die NRA ist in jedem waffenrechtpolitischen Thema im Radio, TV oder Zeitung mit ihrer Meinung zumindest in Erwähnung vertreten, oft auch personell)

    Es wird so kommen, wie es immer kommt: mit deutscher Gründlichkeit und vorauseilendem Gehorsam - ohne sich Gedanken zu machen, wieviel es kostet und warum es installiert wird.

    Das EDV-Registriersystem wurde aufgrund falscher Annahmen 2008 in der EU beschlossen. 2008 wurden in der EU auch die vier Kategorien(verboten, genehmigungspflichtig, meldepflichtig und sonstige) auf zwei Kategorien verringert: verboten und erlaubt. Eine Evaluation seitens der UN und der EU bzgl. der Verschärfungen hat bis jetzt nicht stattgefunden. Die reine Annahme, Waffen seien "böse", reicht bis heute aus. Es werden staatliche und personelle Mittel in einem Ausmaß für die Registrierung ausgeben, ohne die innere Sicherheit zu erhöhen, die bei anderen Staaten Kopfschütteln verursacht.

    Nur wegen dieser Reduzierung der Kategorien wurden die Österreicher gezwungen, ihre sonstigen (noch nicht mal meldepflichtigen Schrotflinten) zu registrieren. Und wer bezahlt es? Nicht wie in Kanada die Regierung, sondern die Bürger und die Händler. Letztere bekommen dafür einen geringen Obolus, der die Schikane und Arbeit der Händler nicht mal im Geringsten aufwiegt. (Soviel ich weiss, rühmen sich die Verbandsspitzen in AT dafür, während die IWÖ dagegen weiterhin wettert).

    Hier mal drei Beispiele zur Registrierung in anderen Ländern:

    Schweiz: EDV und alle Waffe ja - aber nicht zentral

    Neuseeland: Registrierung von Kurz- und SA-Waffen, aber keine "normalen" Langwaffen

    Statt - nach dem Amoklauf - alle Feuerwaffen zu registrieren, wurden die Lizenzinhaber sorgfältiger registriert, sowie bestimmte Arten von Feuerwaffen. Vor 1983 hatte das Land ein dezentrales System für die Waffenanmeldung beim Erwerb (inklusiver aller Schrotflinten, Gewehre, Pistolen und eingeschränkte Waffen). Eine Evaluation, die den Arbeitsaufwand einschätzte, das vormals bestehende System, dass vor der Einführung von Computern auf Karteikarten basierte, an heutige Anforderungen anzupassen, und ein interner Polizeibericht kam zu dem Ergebnis, dass die Aufrechterhaltung einer genauen Registrierung, die wirklich den polizeilichen Ermittlungen helfen würde, eine enorme und kostspielige Aufgabe wäre, die hauptsächlich von der Bereitschaft der Inhaber abhing, aktuelle Informationen bereitzustellen. Letztendlich wurde festgestellt, dass das erforderliche Geld in der Kriminalprävention an anderen Stellen besser eingesetzt werden könnte. Daher wurde auf die Registrierung von Langwaffen im Gesetz 1983 verzichtet. Die Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Langwaffen-Registration 1997 mit Unterstützung der Polizei wurden abschlägig beschieden.

    Kanada: Kurzwaffen und SA-Waffen ja (und SEHR strikt), Langwaffen-Registrierung soll wieder aufgehoben werden.

    Nach einem Amoklauf sollten 1995 neben der bereits bestehenden Registrierung der Kurzwaffen, automatischen und halbautomatischen Waffen ein Register für die restlichen Langwaffen kommen. Die Schätzungen gingen von 2,4 Millionen Besitzern mit 7,9 Millionen Langwaffen aus. Die Kosten waren zunächst mit 119 Millionen Dollar angesetzt worden, denen voraussichtliche Einnahmen von 117 Millionen Dollar gegenüberstanden. Die Kostenschätzung wurde jedoch im Jahr 2002 auf 1 Milliarde Dollar erhöht. Aktuell sollen sie bei 2 Milliarden liegen. Daher bereitet die aktuelle konservative Regierung eine Abschaffung dieser Registrierung vor.

    Florida keine Registrierung

    Florida verbietet ausdrücklich die Führung eines Registers der legalen Schusswaffen und Waffenbesitzern, indem es behauptet, dass eine solche Liste „kein legales Instrument der Strafverfolgung sei, sondern ein Instrument für das Profiling, die Belästigung und den Missbrauch von rechtstreuen Bürger“ führe und diese Liste, sofern sie in die „falschen Hände“ fiele, sich als Einkaufsliste für Diebe eigne. In der Tat enthält das Gesetz eine Schadensersatzpflicht für Waffenbesitzer, deren Namen registriert wurden. Dennoch lässt die Regelung zu, dass Informationen von Schusswaffen erfasst werden dürfen, die bei Verbrechen verwendet wurden, sowie von Personen besessen werden, die in Verbrechen verwickelt sind. Zudem erlaubt es, sämtliche gestohlene Schusswaffen zu erfassen, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit.


    Meine Befürchtung für die nächsten 10 Jahre:


    Heute schon prangt das "rote W" auf Einwohnermelde-Amt-Akten bei LWBs (=Achtung: Waffen). Ein LWB hat beim Ratshausbesuch seine EDV-Akte wegen eines irgendeines Nichtwaffen-Anliegen am PC aufrufen lassen und konnte dort die rote und blinkende Warnschrift "Waffenbesitzer" erkennen, woraufhin die Sachbearbeiterin - seiner Aussage nach - sichtlich nervös wurde.

    Zukünftig könnte jeder Verkauf von EWB-Artikeln (Munition, Zubehör, Waffenteile, Waffen) NRW-abfragepflichtig und protokoll-pflichtig werden. Jeder Händler hätte dann zu protokollieren, dass er VOR dem Verkauf eine Abfrage gestartet hat. Anhand der doppelten Protokollierung (NRW und Handelbuch) kann der Staat jedem Händler oder Erwerber seine Lizenz entziehen.

    Warum?
    Weil es immer Pannen geben wird. Es gibt kein einziges Protokoll mit doppelter Buchführung, dass keine Fehler aufweist. Man vergisst etwas einzutragen, es kommt zu EDV-Übertragungs- oder Speicherfällen etc. Und da mittlerweile der Staat in fast allen Belangen zu Waffen die Beweislast umgekehrt hat, ist es immens schwer zu beweisen, dass man korrekt gearbeitet hat.

    Warum Probleme für die Erwerber?
    Das Kleinwaffenaktionsprogramm der UN möchte die Abgabe von Munition mengenmäßig und mit Seriennummern versehen beschränken. Das NRW ist der erste Ansatz dafür, dass künftig Händler und Erwerber Munitionsbücher und evtl. auch Zubehörbücher führen müssen.

    Warum sehe ich so schwarz?
    Weil ich die internationalen Bestrebungen der Gungrabber beobachte, deren Ziel die Totalenteignung ist. Sie sind viele, haben viel Geld und viel Einfluss. Mit gesundem Menschenverstand kann man weder die Regelungen der EU 2008, noch die WaffG Verschärfungen seit 2003 gutheißen. Sie schaffen keine Balance zwischen den Bedürfnissen der Waffenbesitzer und der inneren Sicherheit, sondern verteufeln Waffen an sich - ohne Verhältnismäßigkeit und ohne Evalution. Das NRW in seinen Auswüchsen ist m.E. nicht das probate Mittel gegen den illegalen Handel, sondern lediglich ein weiteres Kontrollinstrument.


    Der Hauptzweck der Registrierung liegt in der Rückverfolgung:

    • bei Waffen, mit denen Missbrauch betrieben wurde, kann das Register helfen, den letzten bekannten rechtmäßigen Eigentümer zu ermitteln
    • aufgefundene, vormals gestohlene Waffen können dem Besitzer zurückgegeben werden
    • wird der Lizenzinhaber straffällig, erleichtert das Register die Beschlagnahme seiner Waffen
    • Übertragungen von Waffen können hinsichtlich ihrer Legalität überprüft werden

    All diese Punkte können mit DEZENTRALEN Registern ebenso überprüft werden.

    Keiner dieser Punkte geht von einer aktuell drohenden Gefahr aus, sondern von einem Behördenakt, der zwecks Emailanfrage an die dezentralen Stellen innerhalb von 2-3 Tagen geklärt werden kann.

    Was jedoch beabsichtigt ist, dass eine Abfrage zu Bürger x, mit Geburtsdatum x.y.z. zu Waffe y von jedem Polizeibeamten erfolgen kann. Auch wenn diese protokolliert wird, wird sie nicht auffallen, sofern nicht eine Kontrollinstanz täglich damit beschäftigt ist, zu prüfen, WARUM jemand eine Abfrage gestartet hat.

    Hierzu verweise ich nur auf die Aufstellung der Piraten bzgl. Datenpannen, falschem Verdacht und Datenmissbrauch. Bisher konnte der Streifenpolizist nur mit berechtigten Gründen während der normalen Dienstzeiten Auskünfte einholen. Was wird sein, wenn das NRW online ist? Wird dann bei jeder Lärmbelästigung eine NRW-Abfrage durchgeführt? Werden dann statt zweier Streifenpolizisten das SEK-Kommando anrollen? Die Berichterstattung der Zeitungen weisen darauf hin. Und durch das NRW werden die Abfragen bzgl. des falschen Verdachts zunehmen und nicht abnehmen.


    WICHTIGER NACHTRAG

    Der Vorschlag, jede Waffe, die bei einem Missbrauch beteitligt war, anhand einer EDV-Karteikarte (=10 Minuten Arbeit am PC) zu beschreiben und diese Daten für Europol und Interpol in einem Pool zu sammeln, wurde bisher nicht umgesetzt.

    WENN die Regierung und Brüssel tatsächlich daran interessiert wären, den ILLEGALEN Handel und die Missbräuche mit Schusswaffen zu reduzieren, müsste ZUNÄCHST dieses Tool implementiert werden.

    Warum?
    Bei Missbräuchen sind legale Waffen nur zu 4-8% beteiligt, während illegale Waffen mehr als 40% ausmachen.

    Warum nicht?
    Die Kosten der Nachverfolgung wären rein staatlich. Kein illegaler beteiligt sich. Die Kosten des NRWs wird über kurz oder lang evaluiert und dann auf die LWBs umgewälzt. So läuft es in demokratischen Regierungen;(

    Sorry: wieder mal ein viel zu langer Beitrag.

    Hallo Michael!

    Toll für den Schieß- und Print-Erfolg.

    Im Web ist alles sekundär und gleich vergessen. Wenn es jedoch im Print-Medium mit Ankündigung auf der Titelseite erscheint, dann muss ich Dir nachträglich doppelt gratulieren: im "hohen" Alter so ein fulminanter olympisch geeigneter Erfolg (den ich als Nichtschützin aus Mangel an der Praxis gar nicht ausreichend beurteilen kann) und als Waffenlobbyistin für die Print-Titel-Erwähnung plus 3/4 Seite 3 (die beste Seite nach der Titelseite überhaupt).

    Da ich nur noch zwei Jahre Zeit hätte, Dich einzuholen, aber seit 1986 nicht schieße, kann ich mich vor Dir nur verbeugen. Auch finde ich es mehr als gut, dass Du, der auch gerne dynamisches GK schießt, gerade in den statischen Disziplinen des DSB so glänzen konntest.

    Du weisst, dass ich vor Dir seit Jahren wegen Deiner freiheitlichen, tellerand-überschauenden Meinung den Hut ziehe. Du bringst Leistung, bist aber nicht disziplin-blind. Du ziehst Schlüsse zu den freiheitlichen Grundrechten und der Solidarität. Du hast Risikokompetenz bewiesen, bevor das Wort die Wissenschaft erreicht hat. Du zeigst Rückgrat, wo andere zu Kreuze kriechen. Du polarisierst, wo andere nach Kompromissen suchen. Du bist ein Rufer, aber mit dieser Leistung auch ein Zeiger/Beweiser!