Dafür, dass Strukturreformen scheitern, bisweilen seit 30 Jahren, gibt es - wie ich zu Anfang des Therads ausführlichst erläutert habe - viele Gründe.
Finanzielle Aspekte können da zwar eine Rolle neben anderen spielen, sind aber regelmäßig nicht die wichtigsten Gründe; so auch hier nicht.
Beiträge von Carcano
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Aber so pauschal sehen, kann man das jetzt auch nicht. Z.B. denke ich nicht, dass sich durch die Fusion der baden-württembergischen Verbände soviel ändern würde. Dort sind die Schützenverbände, nicht die einzigen Sportverbände, die diese Dreiteilung haben - es gibt sogar drei Landessportbünde in den selben Grenzen. Über diese wird nach meinem Eindruck (ich lasse mich gerne korrigieren falls ich verkehrt liege) der Löwenanteil der Sportförderung ausgeschüttet (mal von kommunalen Förderungen abgesehen). Die Verbandsschießanlage des WSV wird folglich auch nicht vom LSB Baden-Württemberg sondern eben vom WLSB gefördert ...
Ich will jetzt auch gar nicht diesem Sinne "korrigieren" (wie etwa eine unrichtige Zahl), sondern einfach auf das hinweisen, was schon ganz zu Anfang dieses Threads auf der ersten Seite [von mir als Threadstarter] im Detail ausgeführt worden war, Dir aber bei der Antwort vielleicht nicht (mehr) recht präsent war:
"Die einige Jahre bestehenden Streitigkeiten um das LLZ in Pforzheim scheinen beigelegt. Ob das LLZ internen Reformbedarf hat, ist eine andere Frage. Die Finanzierung der großen Anlage ist jedenfalls sehr komplex und umfasst den örtlichen Verein, die Jäger, u.U. die Stadt Pforzheim, drei Landesverbände, und öffentliche Mittel.
Das ist (siehe Bad Kreuznach) immer potentiell heikel, zumal die Anlage stark unternutzt wird und die altehrwürdige SG Pforzheim recht anämisch und sportlich defizient wirkt."Grüße,
Carcano -
Typische Anlagentreffer (nicht immer gleichbedeutet mit "Schaden") sind die folgenden:
- Aufsetzer in die Schießbahnsohle (und ggf. auch mal Absetzer)
- Treffer in die Hochblenden (i.d.R. unterer Rand) oder in die Stützpfeiler der Blednen
- Treffer auf den Hardoxpanzerugen elektronischer Scheiben
- Treffer in Scheibenzugwagen von Seilzuganlagen (sehr sehr SEHR häufig)
- Rahmentreffer bei Holzrahmen (häufig)
- Treffer in den Halterungen von 25m-Duelldrehanlagen
- Treffer in den Bodenblenden oder Traversen vor dem Kugelfang von Pistolenanlagen
- Abpraller oder Splitter im Fangdach
- Splitter, die in die Scheibenbeleuchtung fliegen
- Treffer in Wand oder Boden oder Decke von Raumschießanlagen / SchießkinosDie große Mehrzahl der o.g. Fälle werden von Aufsichtspersonen erst einmal gar nicht wahrgenommen.
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Also du tönst hier in breitmäulig-lautschwätzerischer Weise herum, aber sobald konkret nachgefragt wird, verschwindest du in der Ritze zwischen den Dielen, unter Hinterlassung von etwas Sekret.
Peinlich. Der Holzboden braicht wohl wieder etwas mehr Scheuersand.
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Bevor es hier wieder Spekulationen oder Unwahrheiten zu lesen gibt, hier die INFO aus aller erster Hand.
Dieses Strukturpapier wurde vom DSB für seine Gesamtvorstandssitzung aus der Tagesordnung genommen (die Details müssen hier nicht genannt werden, haben meine Meinung über die Entwicklung des Schießsportes aber total bestätigt).
Dann nenn' sie einfach mal.Um es ebenso grob wie zutreffend zu sagen: nur furzen, aber kein Ei legen, das geht nicht.

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Zu hohe Preise, und Treffer werden nicht gemeldet. Typischer Zusammenhang.
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Früher einmal hatte ich in zwei Postings geschrieben:
ZitatIch mag ja traditionelle Eigenheiten. Aber *echte* und *alte*, keine pseudofizierten der Nachkriegsbesatzungsgrenzen.
Eine traditionelle Eigenheit wäre es zum Beispiel, zu überlegen, warum es keinen Hanseatischen Schützen- und Schießsportverband gibt. Mit zwei eigene Bundesländer darstellenden Hansestädten (Hamburg und Bremen) und einer dritten, bis 1937 selbständigen, und 1956 mit der Wiederverselbständigung gescheiterten Hansestadt (Lübeck), sollte das nicht nur machbar, sondern auch tatsächlich historisch sinnvoll sein. Solch eine Grenzziehung hätte weit mehr Sinn, als die jetzige. Das einzige, was es in der Richtung zur Zeit gibt, ist ein jährliches Hanseatenschießen (5 Schuss mit dem Luftgewehr), das vor allem ein geselliges Ereignis mit Kaffeefahrt ist, allerdings mit Betreutem Schießen und 2011 auch noch mit Western-Beiprogramm: NDSB-SH: Artikel
Zu den Fördergeldern: die Lübecker Vereine bekommen ohnehin jetzt nichts davon. Wenn man sich die Lübecker Vereinsstatistik ansieht (auf der NDSB-Website),
- allgemein: Bericht -
- speziell Jugend: Bericht -
fällt einem eh' der Unterkiefer herunter. Dagegen ist Draculas Gruft ein Hort blühenden Lebens.
Die Lübecker Schützen könnten sich durch einen ideellen Anschluss nur verbessern.und
ZitatEs gibt in Bremen und Bremerhaven ja schon Verbandsstrukturen (sogar in doppelter Hinsicht: Bremischer Schützenbund und Fachverband) und Funktionsträger, die einen eigenen LV (freilich einen meines Erachtens zu kleinen !) oder einen kombinierten Hanseatischen LV gut tragen könnten und würden. Man müßte praktisch bloß umfirmieren, müßte nichts personell "neu aufbauen".
Deshalb denke ich, dass die Kosten sich im Rahmen halten würden. Im Gegenteil: die Bremer Schießsportvereine müßten keinen Beitrag mehr an einen zwischengeschalteten "auswärtigen" Verband zahlen, das Geld bliebe vor Ort. Es gäbe also Umlagen für die wenigen Kreise und ggf. drei Bezirke oder Gebiete (Bezirk Hamburg, Bezirk Bremen, Bezirk Lübeck), wobei die jetzige Bezirksumlage und der LV-Beitrag dann eben nichts mehr nach Bassum wandern würde, sondern dem eigenen Verband zu Gute käme. Wenn man das Bassumer LLZ für Lehrgänge etc. nutzen möchte, würde ein normaler Beitrag dafür entrichtet.
Ich habe jetzt auch noch weiter nachgschaut. Und habe zwar ich gesucht, was es denn schon bisher mit dem Namen "hanseatisch" im Schießsport gäbe. Da findet sich z.B. das alljährliche Hanseatenschießen (oben schon erwähnt, im Jahre 2016 zum 39. Mal), ein Hanseatischer Schützenverein zu Stralsund e.V., der Verein Hanseatischer Schützen e.V. (im Schützenkreis Sachsenwald des Landesverbandes Hamburg), den Schützenverein Hanse e.V. 1990 in Wismar (der auch einen Hanseatischen Vorderladerpokal in Wismar ausschießt).Die Sicht hat mch dazu geführt, über eine umrissene territoriale Struktur hinaus auch eine Mitgliedermöglichkeit von außerhalb zu erwägen. Auch die existenten Landesschützenverbände im DSB haben ja einzelne Mitglieder jenseits ihrer Grenzen (lustig ist Nicht-Abgrenzung zwischen Bayern und Oberpfalz). Soweit es die staatliche Sportförderung betrifft, so ist die Lösung eigentlich sehr einfach: in der Satzung wird eine Mitgliedschaft in mindestens einem Landessportbund verpflichtend vorgeschrieben (so wie beim NSSV), aber zugleich vorgesehen, dass Mitgliedsvereine nur Anspruch auf Sportförderung innerhalb ihres eigenen staatlichen Bundeslandes haben, wenn und soweit sie auch Beiträge an dessen Landessportbund zahlen.
Carcano
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Die Teile vom LV HH bekommen auch ihren Teil der Fin. Mittel aus dem LSB.
Das kann doch aber gegenwärtig nur ein minimaler Betrag sein?Carcano
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Nein, genau umgekehrt. Da wird nicht "aussortiert", sondern einsortiert. In vielen Ländern ist es so, dass es zwar viel weniger Schützen insgesamt gibt, der Jugendanteil jedoch höher ist und massiv gefördert und geformt wird. Man kann zwar keine Olympiamedaillen auf Zuruf produzieren, aber man sehr wohl und sehr verlässlich MQS und Quotenplätze "nach Bedaf" herstellen. Das zeigen ja die Statistiken sehr anschaulich.
Gute Beispiele snd z.B. Japan (mit einem sehr eingeschränkten privaten Waffenbesitz, Leistungsschwerpunt bei Erwchsenen), Thailand, Iran (Nachwuchs von Weltklasse). Aber auch Italien ! Ich stelle das jetzt auch nicht als Ideal oder vorbildich dar, es ist nur eine Herangehensweise. Umgekehrt sind dafür viele der erwachsenen Verbandsmitglieder eher Hobby-Schützen.Nun speziell zu Lettland: die Sportschulen fassen stützpunktweise verschiedene Sportarten zusammen und bezahlen Sportstätten. Trainer, auch einige Lehrer, Ich weiß nicht, ob se auch einen Internats- und Wohnheimzweig haben. Die fnanzielle Bezuschussung jugendlicher Leistungssportler von 16-23 Jahren aus dem dafür geschaffenen „Jaunatnes sporta fonds” ist verhältnismäßig gering; zur Zeit sind im Schießsport drei Junioren (2 m, 1 w) in der landesweiten Förderung. Das sind so dreistellige Beträge zwischen jeweils 400 und 800 €, anlassbezogene Zuschüsse zu Wettkampfteilnahmen (Reisen), Lehrgängen/Trainingslagern und Sportgerätebeschaffung. (10.5. Der Fonds leistet eine Teilfinanzierung bis zu 75 % des Gesamtbetrags der Kosten, aber nicht mehr als 800 EUR für Sport-Camps oder Sportgeräte bis 600 EUR, bzw. 600 EUR Zuschuss zu Wettbewerben innerhalb eines Jahres, jeweils pro Kategorie. Die Quote werden auf die Fachsportverbände aufgeteilt.)
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Für die neuen Alternativen zum NWDSB dürften allerdings die Kosten eine der größten Hürden sein. Warum soll auch jemand der im bisherigen Verband kein Geld für den Sport übrig hatte plötzlich spendabel werden?Da hast Du (prognostisch) sicherlich recht.
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Dir ist aber schon klar, dass diese Position angreifbar ist? Carcano mag mich korrigieren.
Axel
Er korrigiert Dich deshalb nicht, weil Dein Vorredner in der Tat Unrecht hat. Allerdngs ist der Klageweg recht lang und mühselig, und BDS, BDMP, DSU haben kein starkes Interesse.. Es gibt aber in anderen Sportarten Präzedenzfälle, und der DOSB weiß das auch.
Carcano
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Ein Blick über den Zaun ist oft hilfreich und bereichernd. Er regt an, zu schauen, wie der Schießsport anderswo betrieben wird, was jenseits der eigenen Grenzen die Probleme, Herausforderungen und Erfolge sind. Manche selbstverständliche - aber kurzsichtige - Annahme relativiert sich da.
Es ist aber nicht recht möglich, das "passendste" Forum dafür zu finden, da es nirgendwo recht hineinpasst. Eigentlich wäre das Stoff für eine Serie in der DSZ.Dass ich mit dem kleinen baltischen Staat Lettland (bestehend aus den alten Einheiten Kurland, Livland, Semgallen und Lettgallen) beginne, hat keinen besonderen Grund. Eine ziemlich gute junge Pistolenschützin hatte mein Interesse erweckt, und so las ich mich etwas ein, unter rege Nutzung von Google Translate (wer kann in Deutschland auch schon Lettisch ? auch wenn's eine indogermanische Sprache ist). Auswärtig bekannt sind ja eher die lettischen Eishockeyspieler.
Lettland, früher einmal (bis 1919) von einer dünnen deutschen Oberschicht von Adel, Stadtbürgertum und lutherischer Geistlichkeit als russische Ostseeprovinz regiert, ist ein kleinerer baltischer Staat mit sanft abnehmender Bevölkerungszahl; zur Zeit sind es 1,976 Millionen Einwohner, und die Landesgröße ist etwas geringer als der Freistaat Bayern. Seit 1991 ist das Land dezidiert westlich und anti-russisch. Deutschbalten gibt es dort seit 1919, jedenfalls aber seit 1940 keine mehr.
Der lettische Schießsportverband umfasst sowohl sportliche als auch jagdsportliche Schützen; er hat eine kleine Website, die nicht einmal der ISSF bekannt ist.
http://saufed.lv/1100 Mitglieder sind keine sehr hohe Zahl; doch in der Mehrzahl der europäischen Staaten hat der Schießsport nicht die Breiten- und Tiefengründung, die er bei uns hat, auch und gerade in den sportlich sehr erfolgreichen Staaten nicht (z.B. Italien, Bulgarien, Frankreich).
Von diesen 1100 Mitgliedern des Verbandes sind aber immerhin nicht weniger als 387 Jugendliche; das ist m.W. sogar eine höhere Verhältniszahl als in Italien. Mit der enormen Überalterung der Vereine in Deutschland kontrastiert das natürlich stark.Der Verband zählt 49 Untervereinigungen (Vereine, Schießsportgruppen in Betrieben und Sicherheitsinstitutionen, oder öffentliche Einrichtungen wie Sporträte und Schulen). Da haben natürlich etliche deutsche Schützenkreise bzw. Schützengaue schon mehr. Die Vereinigungen umfassen nur aktive oder zumindest interessierte SportlerInnen und sind deshalb i.d.R. klein; eine mittlere zweistellige Zahl bringen mit einer Ausnahme unter den Vereinen (Riga) nur die Sportschulen, von denen das Land mit einem dichten Netz überzogen ist:
http://www.sportaskolas.lv/index.php?option=com_content&view=article&id=120
In immerhin acht von ihnen wird Schießsport betrieben:
http://www.sportaskolas.lv/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=5&Itemid=122Die NachwuchsschützInnen schießen auf starkem europäischen bis unterem Weltniveau, und reisen relativ viel. Zuletzt waren sie natürlich auch in Suhl. Der vielleicht erfolgreichste lettische Sportler (und einer der erfolgreichsten Olympioniken überhaupt) ist der Pistolenschütze Afanasijs Kuzmins, Olympiateilnehmer sage und schreibe von 1976 bis 2012 -- mal sehen,ob er auch in Rio 2016 dabei sein wird.
http://www.issf-sports.org/athletes/athle…HLATM2203194701
In der öffentlichen Wahrnehmung Lettlands und den dortigen Medien spielt der Schießsport aber keine Rolle, wie die Netz-Abstimmungen über die beliebtesten SportlerInnen zeugen:
https://lv.wikipedia.org/wiki/Kategorij…lva_sport%C4%81Und wer generell etwas mehr über Lettland lesen will, aus der Innenansicht, findet hier einen nicht uninteressant gemischten, deutschsprachigen Blog:
http://lettland.blogspot.de
und hier eine Presseschau:
http://www.lettische-presseschau.deCarcano
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Grundsätzlich haben solche Regeln ja zwei einander widerstreitenden Forderungen zu genügen:
- einerseits sollen sie so transparent und objektiviert wie möglich sein;
- andererseits sollen sie einen Einschätzungsspielraum für Unwägbarkeiten lassen.Zwei Grundmuster sind entweder kumulierte Rankings, oder offene Nominierungswettkämpfe. Letztere liegen glaube ich dem Schweizer System zugrunde.
Carcano
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Der Deutsche Schützenbund hat in diesem Jahr eine neue Nominierungsordnung beschlossen. Sie liest sich nicht schlecht (Kohlheim hat sicher an ihr mitgewirkt), auch wenn sich einzelne potentielle Schwäche ausmachen lassen.
http://www.dsb.de/media/dsb/info…ungsordnung.pdf
Das betrifft zwar nur sehr wenige Schützen und Leser hier; für die ist es aber von enormer Wichtigkeit. Zudem generieren Nominierungsentscheidungen ganz REGELMÄßIG Streit vor den Sportgerichten, nationalen Schiedsausschüssen und dem CAS, als ultima ratio auch vor staatlichen Gerichten. Daher ist die neue Ordnung für mich auch juristisch interessant.Carcano
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Spitzensportler in Schießsport sind in besonderem Maß auf eigene, aktive Öffentlichkeitsarbeit angewisesen; denn Medien interessieren sich "von sich aus" nicht besonders für unsere Disziplinen.
Viele betreiben daher eigene Websites, zumindest aber Facebook- und Twitteraccounts. Doch ist das nur ein Minimum, mit dem man gerade diejenigen erreicht, die sich eh' schon für einen interessieren. Darüber hinaus muss man aber versuchen, sich aktiv eine gewisse Medienpräsenz zu ersch[l]ießen (vulgo: sich anzuwanzen).Ein nettes Beispiel liefert gerade die serbische Gewehrschützin Ivana Maksimovic, die 2012 Silber holte und jetzt auch in Rio 2016 dabei sein soll. Sie schaffte es jetzt gerade sehr dekorativ auf die Titelseite eines Inflight-Magazins der serbischen Fluggesellschaft "Air Serbia":
https://twitter.com/airserbia/status/661898060398772225Ihr eigener Twitter-Account ist dieser hier (nett und ziemlich nichtssagend):
https://twitter.com/ica_silverlady
und ihre Facebook-Wall ist hier:
https://www.facebook.com/pages/Ivana-Ma…214571238568413Mehr Inhalt hat ihre Website:
http://www.ivanamaksimovic.com/Ob es einer Schützin / einem Schützen gelingt, sich dadurch Sponsoring zu erschließen, hängt aber wohl weniger von der Qualität der Netzselbstdarstellung an, sondern mehr von der eigenen Vermarktbarkeit für bestimmte Produkte; und ist bei Schützinnen wie Ivana Maksimovic, Heena Sidhu und Olena Kostevych natürlich deutlich höher als bei anderen Schützen...
Carcano
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Es ist ein älterer Thread, aber das Thema ist weiterhin aktuell - auch im Blick auf Rio 2016, und auf die 35 olympischen Quotenplätzen für die Spitzenleute der Asiatischen Schießsportmeisterschaften, die nun wegen Sperrung (disqualifiziert wurden nicht die Sportler, sondern die gesamte Meisterschaft) nicht vergeben werden. ISSF und IOC suchen schon eine Ersatzveranstaltung, damit diese Quoten nicht ausfallen.
Ich habe einen reality check durchgeführt. Lag dabei vom Gefühl her schon gar nicht so schlecht.
Vor London 2012 hatten wir 8 MQS in Schnellfeuerpistole und 10 MQS in Sportpistole erreicht.
(Süd-)Korea hat deutlich mehr, bei ca. 50 Millionen EInwohnern. Tja. Und jetzt sehe man sich die Medaillen an.
Freilich liegen wir insgesamt statistisch immer noch ganz weit vorne mit diesen Zahlen.
ISSF - International Shooting Sport Federation - issf-sports.orgEs ist eine pure Frage des Geldes: ohne Geld kann man SportlerInnen nicht ins Ausland auf entsprechende Wettkämpfe schicken. Das wird auch jedem Ministerialbeamten im BMI einleuchten.
Carcano
Also noch einmal zu Südkorea: inzwischen haben sie ihre vielen MQS noch weiter erhöht, nämlich auf sage und schreibe 203 und liegen damit an der Weltspitze. Platz 2 hat die USA mit 195 MQS, Platz 3 Russland mit 184 MQS, und immerhin Plattz 4 hat Deutschland mit 167 MQS.
Carcano
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Na ja. schon aus lauterem Egoismus wäre _ich_ natürlich gegen eine Verschmelzung der drei Sportschützenverbände in Baden-Württemberg (dann hätte ich ja gar keine Chance auf eine Medaille mehr...
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Tja, das ist eine interessante Frage. Ich finde u.a. folgende Meldung auf der Website des Verbandes.
"Jetzt haben die Mitglieder das Wort! Am 31.3. erfolgte die Unterschrift des Verschmelzungsvertrages durch die Präsidenten des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg e.V., des Landesfischereiverbandes Südwürttemberg-Hohenzollern e.V., des Landesfischereiverbandes Baden e.V. und des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V. beim Notar in Stuttgart.
Dadurch können jetzt im Juni die außerordentlichen Mitgliederversammlungen der beteiligten Verbände stattfinden. Die Mitglieder stimmen dann über die Verschmelzung ab. Die offiziellen Unterlagen dazu (Einladung mit Tagesordnung, Verschmelzungsvertrag, Verschmelzungsbericht, Satzung mit Ordnungen und Bilanzen) werden Anfang Mai per Post an die Fischereivereine und stimmberechtigten Mitglieder verschickt und sind demnächst auch online verfügbar."
Siehe auch hier:
http://www.lfvbaden.de/index.php?id=93Machbar ist so etwas also. Und hier ein Flyer; wichtig auch für die Schützen ist die Argumentation auf Seite 2:
http://www.lfvbaden.de/fileadmin/user…ng_LFVBaden.pdfLetztens... möglicherweise war DIES hier ja ein Anstoß für die Bewegung auf Landesebene:
ZitatVDSF-Delegierte stimmen auf außerordentlicher Hauptversammlung am 15.02.2013 für die Vereinigung der deutschen Angelfischerei.
Mit einer überwältigenden Stimmenmehrheit haben die Delegierten des Verbandes Deutscher Sportfischer (VDSF) auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag in Berlin der Fusion zwischen dem Verband Deutscher Sportfischer e.V. (VDSF) und dem Deutschen Anglerverband e.V. (DAV) zugestimmt.
Die 2012 noch vorhandenen geringen Zweifel an der Notwendigkeit einer Vereinigung der organisierten deutschen Angelfischerei konnten in den vergangenen Wochen ausgeräumt werden. Damit war der Weg frei für einen neuen Anlauf zur Verschmelzung der beiden Verbände auf der Grundlage des Umwandlungsgesetzes.
VDSF-Präsident Mohnert dankte nochmals allen Landesverbänden, die in einer großen Überzeugungsarbeit die Mitglieder des Verbandes von der Notwendigkeit der Fusion überzeugen konnten. Er untermauerte auch nochmals deutlich die positiven Aspekte eines gemeinsamen großen Verbandes und unterstrich die Wichtigkein des vereinten Verbandes für die Angelfischerei in Deutschland.
Da beider Verbände zu einer neuen Satzung und den neuen Namen des vereinigten Verbandes, er wird sich Deutscher Anglelfischerverband e. V. (DAFV) nennen, bereits die Zustimmung erteilt hatten, steht nur noch die als sicher geltende Zustimmung des DAV e.V. am 09.03.2013 auf seiner Hauptversammlung aus; die Probeabstimmung hierzu am 17.11.2012 hat bereits eine 100%-ige Zustimmung ergeben.