Beiträge von Carcano

    Ich bin früher nach Einbeck oder Hannover gefahren, ja. Meine ersten beiden Langwaffen hatte ich bei Carl Bernhard gekauft, habe ich auch heute noch.
    Heute gibt's Waffen-Rauner in Deensen-Schorborn, Ralf Krekeler in Höxter (das ja seit den Straßen- und Brückenbaumaßnahmen irgendwie viel näher als Holzminden liegt als zu meiner Zeit...) und das Retro-Arsenal Christopher Bengner in Delligsen-Ammensen.
    Jenseits der Weser dann noch "Schaumburger Jagd- und Sportwaffen".


    Gruß, Carcano
    (ich habe früher in Stadtoldendorf geschossen, im größeren der Vereine ;-))

    Ich möchte zum Thema einer solchen "Strukturreform" (das betrifft letztlich Organisation wie Personal) noch eine mehr allgemeine Überlegung anfügen.
    Diese Überlegung betrifft allerdings sowohl den Schießsport, als auch das Jagdwesen. Denn ganz genauso wie bei den schießsportlichen Verbänden haben wir auch im Deutschen Jagdverband und seinen Landesjagdverbänden uralte verzopfte Organisationsstrukturen und überkommene Ämter, die tatsächlich gut 90 Jahre zurückgehen. Die Grundstruktur des DJV wurzelt noch im Jahre 1935 (Gründung der Reichsjägerschaft), und sie wurde nach einem Unterbruch von sieben Jahren dann in der jungen Bundesrepublik 1952 nahtlos wieder aufgenommen, selbst der belastete alte Chef (direkt unter Göring angesiedelt) kam wieder in Amt und Würden zurück. Er hat übrigens erneut in der jungen Bundesrepublik keine schlechte Arbeit gemacht, wie viele der sonstigen ehemaligen brauen oder angebräunten Funktionäre und Fachleute auch.

    Die alten Strukturen in Schützenwesen und Jagd gingen von einer durchgetakteten und durchorganisierten Matrix aus, die relativ kleinteilig gestaffelt war, und in der eine Vielzahl von kleinen Ämtern und Pöstchen alle mit dadurch gebauchpinselten und stolzen Ehrenamtlichen besetzt werden konnten. Das hat sich heute völlig geändert. Sowohl in der Jagd, als auch im Schießsport.

    Zum einen besteht heute, ganz anders als früher, eine relativ deutliche Verbraucher- und Konsumentenmentalität, also die Erwartung, dass man für einen (meist viel zu geringen !) Beitrag eben Mitglied ist, und dann etwas dafür erwarten kann und will; aber man erwartet eben nicht die Dinge, die vielfach der Verein oder Verband immer noch für irgendwie "herkömmlich und geboten" hält, sondern dasjenige, was einen selbst interessiert. Eigene Mitarbeit, ja, dazu gibt es immer noch Engagierte, sogar einige Begeisterte oder - wie Califax selbstironisch schreiben wird - brennende Verrückte, aber es sind viel weniger geworden. Die meisten Vereine haben bei ihren Arbeitsdiensten und Gemeinschaftsarbeiten große Probleme, diese abzudecken.

    Und zum anderen ist es im Schießsport so, dass auf Kreis- wie auch Bezirksebene viele Funktionsstellen oder Posten schon länger vakant sind, oder von anderen zwangsläufig (und mehr schlecht als recht) miterledigt werden [müssen]. Jeder Blick in die entsprechenden Personalseiten von Kreis- und auch Bezirksverbänden zeigt dies augenfällig auf. Das Raster ist Widerspiegelung einer nicht mehr existenten Vergangenheit, liest sich teilweise noch wie zu Zeiten Kaiser Wilhelms.

    Die Wege zu einer Strukturreform, mit deren Umsetzung auch vielfach schon begonnen worden ist, sind nicht einheitlich, sie lassen sich aber gut vergleichen:

    - Zum einen können Hierarchien und Zwischenebenen abgebaut werden, dass haben wir auch in diesem Thread gerade erörtert. Kleinere Schützen"kreise" (in wenigen Landesverbänden heißen sie auch noch "Gaue", also das haargenaue Gegenteil der früheren germanischen und altdeutschen "Gaue", lucus a non lucendo) werden zu größeren Kreisen zusammengelegt, oder gleich zu Regionen.
    Dass dabei dann man den alten dreibuchstabigen Begriff, der irgendwo zwischen dem Turnvater Jahn, deutscher Sängerschaft und den Nazis vom schlierig wabernden Nebel der Vergangenheit umgeben ist, auch über Bord wirft, ist kein Verlust. Er wird heute ohnehin nicht mehr verstanden.

    Die vielfach existierende Zwischenhierarchie der "Bezirke" stammt aus einer Zeit, als viele Menschen noch zu Fuß oder der Kutsche unterwegs waren, oder als man mit der schnaufenden Lokal- und Vicinalbahn in zwei bis drei Stunden die nächste Kreisstadt erreichen konnte, wo man sich dann eine Droschke nahm. Da war die Landeshauptstadt (ebenso wie der Sitz des Landesschutzverbandes), sehr weit weg, wurde von den meisten Menschen nur einige Male im Leben aufgesucht.
    Für größere Schützenfeste, Tagungen und schießsportlichen Wettkämpfe war da eine zumindest noch erreichbare Bezirksebene oft sehr sinnvoll.

    Das ist heute nicht mehr so, ganz im Gegenteil, eine notwendig mit zu durchlaufende Ebene dieser Meisterschaften wird vielfach als unnötige zusätzliche Belastung empfunden. Die Annahme, dass es doch auch Schützen und Schützinnen gäbe oder gegeben habe, deren Ziel bereits durch eine Bronzemedaille bei der Bezirksmeisterschaft erfüllt und erreicht sei, will ich nicht völlig von der Hand weisen. Aber seien wir ehrlich, das ist nur eine kleine Minderheit. Niemand war wirklich "stolz" darauf, als dritter von drei Teilnehmern in einer bestimmten Disziplin und Altersklasse dann eben die Bronzemedaille im Bezirk zu errringen.

    Die Abschaffung der Bezirksebene auch im Schießsport scheinen mir also vielfach eine durchaus vernünftige Sache zu sein, zumal es ja auch immer schwieriger wird, für die Abhaltung von Meisterschaften genügend Funktioner (verantwortliche Aufsichtspersonen, Kampfrichter, Wettkampfleiter, Auswerter) überhaupt zu finden.

    Bei den Jagdverbänden sind aus verschiedenen Gründen die Bezirke noch viel überflüssiger. Die sind noch aus der Zeit der Zwangsmitgliedschaft und ideologischen Durcherfassung übrig geblieben und wurden weitergeschleppt.

    Zurück zum Schießsport: Die Landesmeisterschaften hingegen haben immer noch ein gewisses Flair und einen gewissen Anspruch, und es klingt nach außen immer noch gut, sich Landesmeister nennen zu können. Bei den meisten Disziplinen braucht das auch ein gewisses Niveau. In den weniger stark geschossenen, und insbesondere in den schwach besetzten Altersklassen, ist dagegen ein Erfolg bei Landesmeisterschaften nichts, was mit etwas Planung und Vorlauf nicht wunschgemäß angesteuert und erreicht werden könnte, dazu muss man kein Meisterschütze sein. in manchen Fällen (ich denke etwa an junge Pistolenschützinnen) ist es je nach Größe des Verbandes fast schon ein erwartbarer Erfolg. Die Ernüchterung kommt dann eben bei den Deutschen Meisterschaften.

    Im Trainingswesen ist es so, dass neben Vereinsverbünden und echten Vereinsfusionen vielfach von den Landesverbänden eine gewisse verteilte Punktstruktur von Talentstützpunkten oder Talentnestern (NWDSB) angestrebt wird, welche für die interessierten Schütz*innen noch in erreichbarer Nähe sind.

    - Der zweite Weg besteht darin, die noch auf dem Papier stehenden und längst nicht mehr interessanten Ämter und Posten zu ersetzen durch neuere und ggf. umfassendere Zuständigkeitsbeschreibungen. Wer will heute denn noch "stellvertretende Kreisdamenleiterin" werden, wo es ohnehin gar nicht mehr so viele Schützinnen gibt, und wo die vorhandenen "Schützendamen" auch keinen eigenen geSCHÜTZten Schonraum gegenüber einer Männergesellschaft mehr brauchen, wie noch 1955?
    Und die jungen Schützen (unter 18 oder unter 21) haben so viel zu tun, dass sie nicht auch noch ehrenamtlich irgendwelche Posten übernehmen und ausfüllen können und wollen. Wofür es einen Bezirksjugendleiter geben sollte, weiß ich auch nicht, dass kann eine professionell geführte und hinreichend gut hauptamtlich besetzte Landesgeschäftsstelle viel besser und souveräner erledigen, was es da etwa zu organisieren gibt. Ansonsten hat die Jugend (hoffentlich !) mit ihren jeweiligen Trainern und Trainerinnen zu tun, und nicht mit irgendeinem (für sich genommen vielleicht durchaus sympathischen und engagierten) "Bezirksjugendleiter".

    - Der letzte, dritte Ansatz zur Strukturreform ist schließlich, dass althergebracht fixierte Ämtergerüst oder Gerippe mentalitätsmäßig zu ersetzen durch eine dynamischere und professionellere Heranziehung der immer noch vorhandenen Bereitschaft zum Freiwilligendienst, zu einigen Arbeitsstunden oder auch zum sonstigen Einsatz für eine Sache, die die Betreffenden überzeugt oder von der sie noch überzeugen kann, wenn man sich Mühe gibt (hallo Califax). Niemand will mehr Stellvertretender Fahnenträger, Vorsitzender des Fest- und Vergnügungskomitees oder Zweiter Schatzmeister sein, aber viele sind bereit, sich im Quartal einige Stunden für den Verein einzubringen.

    Es geht also um volunteerism statt um den längst unbrauchbar gewordenen Begriff des "Ehrenamtes". Das hat aber immer noch fast niemand in den Verbänden so richtig begriffen.

    Carcano

    Das ANGEBOT für den Interessierten mehr Zeit zu investieren und entsprechend mehr Training zu bekommen, das sollte allerdings schon gegeben sein, sonst verliert man den wirklich sportlich interessierten.
    Das wiederum sollte (meiner Meinung nach) aber im ländlichen Verein dann eine kooperation mehrerer Vereine sein, da die Anzahl der wirklich interessierten in einem Verein zu gering ist.

    Darum bemühen sich verschiedene DSB-Landesverbände ja auch, etwa durch Trainingsverbunde, die z.B. einen oder auch mehrere Landkreise umfassen könnten, und in denen dann ein Honorartrainer zu bestimmten Zeiten und bekannt gegebenen Trainingswochenenden zur Verfügung hier oder dort zur Verfügung steht.
    Parallel und teilweise Hand in Hand hiermit haben Verbände die Einrichtung sogenannter Talentstützpunkte oder Talentbester (NWDSB) in die Wege geleitet. Diese scheinen sich aber schwerpunktmäßig darauf zu konzentrieren, bei bestimmten bereits entsprechend ausgewiesenen und positiv aufgefallenen Vereinen mit guter Jugendarbeit einen Schwerpunkt zu fördern und interessierte Jugendliche dorthin zu steuern, nicht unbedingt zu Lasten des Heimatsvereins, sondern gegebenenfalls auch als eine Ergänzung.

    Soweit ich es sehen kann, fehlt es im Schießsport aber noch an einem strukturierten Trainingsangebot für interessierte Erwachsene, welche dies natürlich auch in Anspruch nehmen müssten. Dann ist es durchaus denkbar, dass sie auch einmal 50 oder 60 km fahren müssten. Ob sie das wollen?

    Carcano

    Über die Disziplin in der die Waffe genutzt wird habe ich bisher nichts gefunden.

    Vielleicht magst Du ja mal einige Sätze dazu schreiben.

    Ja.

    Die Disziplin heißt "NRA Precision Pistol" oder verbreiteter und umgangssprachlicher "NRA Bullseye". Sie hat damals in den 1960ern auch die ISSF Standardpistole ein wenig mit inspiriert, und gilt - zu Recht - als die "Kaiserdisziplin" des gesamten Pistolenschießens.

    Die drei Durchgänge werden i.d.R auf drei Distanzen geschossen, i.d.R. 50 feet, 25 yards und 50 yards. Standardmäßig jeweils 30 Schuss.

    Es gibt drei Kaliberklassen, nämlich .22, von .32 aufwärts ("Centerfire"), und .45. Die Lauflänge (einschließlich Trommel) nicht mehr als 10 Zoll.

    Der Großwettkampf ("2700", die Ringzahl wurde aber noch nie erreicht) wird sogar mit drei verschiedenen Waffen als Aggregat geschossen, an mehreren Tagen.

    Die 7,65x17mm (.32 ACP oder 7,65 Browning) wurde als neuere Idee primär im Hinblick auf den 50-yards-Teil von einigen Schützen gewählt, weil die .32 S&W long WC auf diese Entfernung Stabilisierungsschwierigkeiten zeigt.

    Carcano

    Das geht voll an der Realität vorbei.

    Erst mal schnell auf das Kadersystem schieben :stunned:

    Das Kadersystem? Ja, in der Tat, das geht voll an der inzwischen stark veränderten Lebensrealität Jugendlicher vorbei. Bingo.

    Aber das habe nicht ich im Alleingang herausgefunden. Sondern die Sportwissenschaft schon vor längerer Zeit. Und auch nicht speziell im Schießsport (da trifft es nur etwas verschärft zu, aus verschiedenen Gründen), sondern wurde primär bei anderen Sportarten untersucht, worauf Hansaxel zu Recht oben hinwies.

    Carcano

    Mit dem Abseilen kennen wir leider. Viele unserer Jugend sind bis 17-18 voll dabei. Danach geht der Ernst des Lebens los und sie verschwinden und kommen mit 30+ wieder zurück in den Verein. Die meisten nehmen dann nicht mehr am Schießsport teil

    Dafür gibt es einen Grund. Das misslungene und nicht mehr zeitgemäße Kadersystem. Das hat die Sportwissenschaft aber schon vor 10 Jahren erforscht und dargelegt.
    Hier im Forum habe ich das wiederholt in Breite und Tiefe erläutert.

    Carcano

    bei KK-Mun. ist es oft so, daß Schützenkollegen seit Jahrzehnten nicht mehr viel schießen, oder auch gar nicht, und nun alles abstoßen. Da kommen immer mal wieder solche alten Chargen zu Tage. Die gibt's dann für umme oder gegen wenig Geld als billige Trainingsmunition.

    Das ist dauernd der Fall und sorgt für einen ständigen Zustrom.

    Natürlich muss man hier trennen. Alte Sellier & Bellot Rex zum Beispiel ist zwar zündsicher, aber für Gewehr kaum noch geeignet, und für Pistole überwiegend in den dynamischen Disziplinen. Desgleichen Pob[j]eda.
    Dagegen die südafrikanische Swartklip, die in den 1980ern hier von Kettner vertrieben wurde, ist je nach Charge mäßig bis immer noch sehr gut. Gleiches gilt für alte RWS Standard, und für viele ältere Eley Pistol und Eley Club. Alte russische Munition schwnkt zwischen eher schlecht und versageranfällig (z.B. die braune Vostok Target) und sehr gut (Match und Extra). Alte Lapua Master ist oft immer noch (fast ;) ) Goldstandard.

    Es mag sein, dass dies von Landesverband zu Landesverband stark verschieden wäre. Hier wäre es tatsächlich einmal (zumindest der Neugierde halber) interessant, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen.

    In meinem Landesverband (dem SBSV, also Südbaden, ca. 30.000 Mitglieder) ist die Zentralfeuerpistole Disziplin 2.45 deutlich überaltert, mit wenig Nachwuchs. Die Schützen gehören überwiegend den Klassen Herren III und Herren IV an. Nur wenige Einzelvereine im gesamten Land (etwa drei) achten darauf, fähige Schützen der etwas jüngeren Altersklassen auch an die 2.45 "heranzufixen". Überwiegend besteht darin aber kein Interesse bzw. es gibt eine dumme Trainerborniertheit, die immer noch glaubt, man müsse sich auf eine oder zwei Disziplinen "ganz und gar konzentrieren". Das ist natürlich Quatsch.

    Auf Ebene der Kreise (Bezirksmeisterschaften gibt es bei uns nicht mehr) gilt ein ähnliches Bild. Es gibt über die LM-Teilnehmer hinaus noch einige wenige alte Breitensport- und Freizeitschützen, die ihre Zentralfeuerpistole hin und wieder füttern, aus Spaß an der Freud. Eine Statistik über Jahre hinweg wäre vermutlich ganz interessant, ich weiß aber nicht ob ihr Ergebnis wirklich aussagekräftig wäre.

    In einem großen, mitgliederstarken und flächenausgedehnten Landesverband wie dem NSSV, dem ich von früher her noch etwas emotional verbunden bin, sieht es noch weit schlimmer aus. Im ganzen Land (!) gibt's drei gute Schützen in der Disziplin. Als ich das Schießen begann, sah es - wie generell im Pistolenbereich - noch ganz anders aus.

    Gebrauchte ältere ZFP-Sportwaffen (alte Walther GSP, Erma ESP 85, S&W Mod. 14) haben im Erbfall kaum noch Schrottwert. Nur für Manurhin, Korth, Colt Python, SIG P 240 finden sich noch Sammler-Liebhaber. Selbst eine S&W M 52 (.38 Special WC) will praktisch keiner mehr.

    Carcano

    Die Schachteln haben ja schon den für die Trumpwähler erforderlichen Warnhinweis.

    Ich meine noch an russische Munition aus der Zeit nur in Landessprache zu erinnern. Gab es da unterschiedliche Verpackungen?

    a) Ja, der war auf dem USA-Markt seit 1962 vorgeschrieben, uind die Sowjetunion hat gerne exportiert. Vostok wurde hier hauptsächlich von Frankonia vertrieben.

    b) Ja, weil es auch verschiedene sowjetische (nun: russische) Hersteller gab und gibt.

    Carcano

    Ich hatte bisher noch nie Probleme mit Munition aus Schönebeck, egal wie alt diese war.

    Nun ist genau das aber nicht egal.

    Die Treibladungspulver, die in der alten DDR-Schönebeck mit den Pappeinsatz-Schachteln (weiß-rot, weiß-rot P für Pistole, weiß-blau M 70 für KK-MPi M 69) verladen wurden, waren und sind stabil. Natürlich war das keine Spitzenmunition; weshalb internationale Spitzenkader in kleinen Mengen RWS und Eley bekamen, und aufstrebende Schützen und Trainer der etwas niedrigeren Klassen sich auf allerlei Tricks und Beziehungen verlegten.

    Die neuere DDR-Schönebeck (blau-gelb u.a.) war m.E. verlässlicher in der Präzision, und erst recht die mit Devisen und neuestem Maschinenpark hergestellte spätest-DDR-Fertigung aus den Endachtziger Jahren (Plastikbox). Die wurde nahtlos in die BähErrDäh übernommen (für kurze Zeit als ACF firmierend, Anhaltinische Chemische Fabriken), und war am Anfang ob ihrer modernen Optik und hohen Leistung sehr beliebt. Wir fanden sie damals viel ansprechender als die bräsige und langweilige Alte Tante RWS. Auch die Schiebeboxen waren besser und praktischer.

    Aber die Probleme mit der Deterioration des TLP und noch später mit einigen inert werdenden Zündsatz-Chargen waren damsls natürlich auch noch nicht erkennbar...

    Carcano