Beiträge von Carcano

    Auufwachen,...menno,....diese pimpanellenregelung kennt doch jeder gute Verein.

    Ist es nötig, dass du Rogos Heimstatt jetzt als einen "nicht guten Verein" betitelst? Denn da kennt man die Regelung ja nicht.
    Und was den Verein von Califax betrifft - dem Fragesteller, dessen Frage oben beantwortet wurde -, dessen kollektive Meriten und Erfolge dürftest du wohl nicht einmal mit bewußtseinsverändernder Unterstützung erreichen können.
    Also hast du dich mal wieder - wie üblich - vergaloppiert.

    Carcano

    Carcano: Wie man Druckluft-Ausnahmegenehmigungen U12 bekommt, "können" wir sehr gut. Aber wie bekommt man - mit dem aktuellen Gesetzestext ! - auch die für KK U14? Mir ist so, dass früher der Wortlaut bzw. die Reihenfolge dieser anders war. (DLW "soll" und KK "kann")

    Ganz genauso bekommt man sie, nämlich weitgehend problemlos. Die (geringen) Anforderungen sind jeweils dieselben. Die Stufung zwischen "kann" und soll" ist im Gesetz auch recht nützlich gelöst: die Behörde "kann" immer (auch nach Gutdünken, auch auf mündlichen Zuruf hin, auch durch Allgemeinverfügung); und sie "soll" bei Erfüllung bescheidener zusätzlicher Glaubhaftmachungsvoraussetzungen:

    [§ 27 WaffG]

    (4) 1Die zuständige Behörde kann einem Kind zur Förderung des Leistungssports eine Ausnahme von dem Mindestalter des Absatzes 3 Satz 1 bewilligen. 2Diese soll bewilligt werden, wenn durch eine ärztliche Bescheinigung die geistige und körperliche Eignung und durch eine Bescheinigung des Vereins die schießsportliche Begabung glaubhaft gemacht sind.

    Carcano schreib mir einfach per Nachricht, versuch mich per Nachricht, lass mich in deiner Nachricht

    Gegenfrage (Ball aufgenommen und retourniert): "Soll ichs in Stein meißeln und per Post schicken?"

    Nö, mache ich nicht. :)


    Du postest hier öffentlich, und bekommst ebenso öffentliche Antwort. Und zwar nachhaltig.
    Und diese ist immer dem Inhalt und dem Stil deines jeweiligen Postings und dessen Einsicht oder Einsichtslosigkeit gemäß. So und nicht anders funktioniert das NETZ. Das lernst du gerade.

    Carcano

    Carcano, in gewissen Dingen muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen.

    Einen Widerspruch sehe ich da gar nicht. Nur einige gegenläufige und abweichende Aspekte zu den Beobachtungen und Erfahrungen anderer. Das ist auch völlig legitim und sehr nützlich. Wenn Du willst, kann ich auch versuchen, noch im einzelnen darauf einzugehen.

    Ich möchte ergänzen: es gibt Sportarten, die ihrer Natur nach eher Teamplayer oder Gruppenmenschen oder Wettstreiter anziehen, und andere, die mehr die "Einzelkämpfer" ansprechen. Im Schießsport ist es ja ein altes und zu einem guten Teil wahres Diktum, dass man nicht gegen andere, sondern gegen sich selbst schösse. Das kann man sicherlich auflockern und mit ein paar schönen Elementen überdecken (siehe die verschiedenen ISSF- und IOC-"Team"bestrebungen, siehe Ligarunden und die Schießsportbundesliga), aber der Identitätskern des Schießsports scheint mir auch weiterhin der oben angerissene zu sein.

    Diese Erkenntnis hat wichtige Folgen für die Fragen, wen man als Schießsportverein ansprechen will und dann auch erfolgreich ansprechen kann.

    Wenn man nicht einmal die wesentlichen Bestimmungen des Waffengesetzes zu seinem eigensten Bereich (eben diesem altersbezogenen "Teil", den du erwähnst) kennt, und auch nicht die Wettkampfpraxis seines Landesverbandes, dann sollte man das Maul nicht so weit aufreißen, sondern sorgfältig zuhören und von denen, die weit mehr wissen als man selbst, lernen. LERNEN.

    Und selbst wenn man aus irgendwelchen Egogründen sich persönlich als "habituell unbelehrbar" gerieren möchte, weil man glaubt, man müsse so wirken, so kommt das Dazulernen und Ohrenöffnen letztlich doch dem Verein und anderen Jungschützen zugute. Also schwadronier' hier nicht aufgeblasen über Dinge herum, deren Unkenntnis Du ersichtlich offenlegst, sondern LERNE lieber aus den Tips, und natürlich auch aus den Erfahrungen anderer.

    Zur Altersgruppe: die kann man im Einzelfall als Ziel ins Visier nehmen (DSB-Pun intended), die anfänglich nett klingende Idee ist aber meist zu kurzsichtig. Das ist nämlich nur unter bestimmten besonderen Voraussetzungen sinnig, und diese Voraussetzungen kennen viele hier auch. Ob sie bei Euch gegeben sind, kann man von außen weder bejahen noch verneinen, aber nach dem Stil Deiner Postings und nach einigen der mitgeteilten Inhalte zumindest mit Grund bezweifeln.
    - Ein häufiger Topos ist die Behauptung, dass später die Konkurrenz durch andere Vereine bzw. andere Freizeitangebote zu hoch würde, und dass man die Kleinen möglichst frühzeitig abgreifen müsse. Das ist kurzsichtig, weil es in der Realität nicht so läuft; die Statistik beweist es. Diejenigen, die IHR mit dem was ihr anbietet, mal fangen könntet, werdet ihr nicht halten können. Was es dafür braucht (auch und gerade außerschießsportlich), hat ja no.limits mal beispielhaft erläutert, in meheren Postings. Lanfear wird dazu auch einiges erklären können.

    - Wenn es hingegen darum geht, bald mit Medaillen nach außen in der Öffentlichkeit zu prunken (diese Überlegung ist auch gar nicht illegitim und hat einen gewissen Charme), bzw. innerhalb des mehrteiligen Gesamtvereins die Stellung und das Gewicht der Schießsportabteilung gegenüber den anderen zu stärken, dann ist das ebenfalls NICHT die geeignetste Altersgruppe dafür.

    - Für den Aufbau von Spitzensportlern ist das nicht erforderlich und oft kontraproduktiv.

    - Und wenn es darum geht, den Verein perspektivisch zu verjüngen und (langfristig überlegend) neue Dauermitglieder zu gewinnen, ist das ebenfalls höchstens indirekt zielführend und zudem über drei Banden gespielt (der von Karlchen beschriebene Effekt ist sehr hübsch, man kann aber nicht als default darauf bauen).

    Carcano

    Es ist notwendig, sich darüber klarzuwerden, dass die Begriffe "Nachwuchsgewinnung" bzw. "Neumitgliederwerbung" - ebenso wie die Konzeption von Anfängertraining - absolut *NICHT* identisch sind mit der Idee, mehr Kinder und Jugendliche und Junioren im Verein haben zu wollen. Absolut nicht.

    Und da das den meisten absolut nicht klar ist, völlig unreflektierterweise, muss man diese simple Unterscheidung regelrecht einprügeln. Immer wieder.

    Karlchen: es ist wichtig und richtig, dass Du die Eltern nennst. Ebenso wie die gegenläufige und bekannte Tendenz (Eltern bringen Kinder zum eigenen Sport, ältere Geschwister ziehen jüngere nach), kann es nämlich auch die von Dir erlebte geben. Und an diese Möglichkeit denkt manch einer gar nicht.

    Auch Dein Hinweis auf die Sozialdynamiken ist interessant:
    - Manche Kinder und Jugendlichen sind wegen einer Peer-Group in einem Verein (und wenn dann ein Gruppenführer oder neudeutsch "Influencer" plötzlich fehlt, brechen sehr schnell auch die anderen weg).
    - Andere, eher individualistische wegen der Sache selbst. Die schießen dann allein im Winter auf dem leeren Luftdruckwaffenstand und üben fleißig für sich (heute waffenrechtlich nicht mehr zulässig, vor Jahrzehnten aber durchaus üblich und möglich und wohlgefällig gesehen).

    Letztlich noch: man darf sich als Jugendverantwortlicher von einer hohen Abbrecherquote nicht frustrieren lassen. Man muss das Fluktuationsphänomen unter der Devise sehen und emotional interpretieren, dass man Werbung für den Schießsport gemacht hat, dass die wiederum anderen Positives erzählen, dass sie selbst gegen Hoplophobie geimpft sind, und dass sie vielleicht sogar zukünftig einmal, wenn auch in Jahrzehnten, wiederkommen oder dann ihren eigenen Nachwuchs hinschicken.

    [Diesen wichtigen Tradierungsaspekt darf man sich auch nicht selbst durch falsch verstandenen Datenschutz kaputtmachen]

    Carcano

    Für Verheizen kann Califax mit warnenden Beispielen dienen (nein, gerade NICHT aus eigenem Verschulden ;) , aber doch aus erster Hand der Wahrnehmung). Für Nicht-Verheizen no.limits (der mal eine ausgesprochen aktive Jugendabteilung leitete, die eben viel mehr machte als nur Löchlein bohren).

    Aus all deinen Postings lässt sich für hjeden ganz GANZ klar ablesen, wo bei euch die Gefahren liegen. Das merkt jeder, es springt einem förmlich mit dem nackten Hintern ins Gesicht. Nur du nicht. Weil du nicht willst. Deshalb sagen es dir ja Außenstehende.

    Carcano

    Wir haben im Schießsport eine enorm geringe Verbleibsquote von jungen Schützen (Kindern und Jugendlichen). Schon im Juniorenalter fallen die meisten wieder raus.

    Und im Vereinsleben ist es ganz regelmäßig so, dass Jugendabteilungen einige Jahre lang florieren, und dann mit dem Abgang oder der Umorientierung eines spiritus rector wieder in Dämmerschlaf oder Nichtexistenz versinken.

    Zur Sportwissenschaft: dazu habe ich in der Vergangenheit ziemlich viel und ziemlich detailliert hier im Forum gepostet. Man vergleicht dort insbesondere die Kader"karrieren" (meist ja deren Gegenteil). Da sieht man dann, dass bei uns (in Nordkorea anders) Kaderförderung nicht nachhaltig und zu 90 % oder 80 % verschwendet ist. Fakt. Und dann fragt man, warum, und was die Alternativen sind.
    Und speziell im Schießsport schaut man sich auch ausländische Weltklasseschützen an, die sehr oft erst mit 17, 18 oder 19 das allererste Mal einen Schuss abgegeben haben. Und dann innerhalb kurzer Zeit in die Weltspitze aufsteigen. Die Frühförderung ist nett und unterhaltsam, fühlt sich auch gut an, ist aber weitgehend unabhängig ggü. dem tatsächlichen leistungssportlichen Erfolg einer Nation. Nicht nachhaltig.

    Es gibt auch hier im Forum Vertreter von Vereinen, deren Jugendliche und Junioren SEHR beachtliche, tolle Erfolge auf nationaler und sogar internationaler Ebene haben. Diese Vereine sind aber in mehrfacher Hinsicht VÖLLIG anders aufgestellt als der von Rogo geschilderte. Völlig anders.

    Wenn Du suchen möchtest, schau Dir die Postings z.B. von Lanfear und Califax an. Wir haben uns hier in der Vergangenheit öfters darüber unterhalten.

    Carcano

    bei unserer Zielgruppe der Aktion für sehr unwahrscheinlich. Vor allem weil eine Teilnahmebedingung lautet, dass die Kinder noch bei keinem Schützenverein Mitglied sein dürfen.

    Ja, das kann durchaus eine sinnvolle Bedingung sein.

    Der eine Hauptgrund für eine solche Bedingung ist die naheliegende Parallele zum Bürgerkönigsschießen und Kinderkönigsschießen; da ist vielerorts ebenfalls seit je her bestimmt, dass die Teilnehmer nicht schon einem Verein angehören dürfen.

    Der andere und hier bei der Aktion eigentlich wichtigere Grund ist derjenige, dass sich der Vorstand nicht dem Vorwurf aussetzen will (und sei es nur geflüstert hinter seinem Rücken udn im Kreisschützenverband), er wolle anderen Vereinen die Mitglieder abwerben. Sicherlich nachvollziehbare Befürchtungen, gibt es doch überall viele alte Säcke ;) und wenig jungen Nachwuchs, die Statistiken sind katastrophal.

    Nachvollziehbar ja (diese Sorge ist z.B. auch bei den Talentnestkonzeptionen ausdrücklich angesprochen und berücksichtigt worden).

    Aber falsch.

    Carcano

    Wie genau macht man es nun aber?

    Abzugsgewicht auf 580 Gramm erhöhen, ok. Und dann dran hängen, auch ok :) Aber wie stelle ich dann ein das es genau dieses Gewicht hat? Wenn es hält sind es ja mehr als 580 Gramm, wenn es auslöst sind es weniger als 580 Gramm.

    Indem Du zu dem anscheinend schon vorhandenen (und i.d.R. vertrauenswürdigen) 500-g-Prüfgewicht noch Material im Gewicht von beispielsweise 80 Gramm dazunimmst, Das hast Du vorher auf einer Briefwaage ausgewogen. Wenn beim gaaaanz vorsichtigen, lotrechten, langsamen Anheben (!) der Waffe es dann gerade noch so hält, dann bist du knapp über diesem addierten Gesamtgewicht.

    Carcano

    In einem Parallelthread schrieb ich, an rene04 gerichtet

    Zitat

    Zur Frage der Einschätzung "talentiert" oder "talentfrei" schon bei der Anfängerbeurteilung - eine wichtige Frage in der Tat - sollte ich eher noch etwas im "Talentsuche"-Thread schreiben. Das ist nämlich tatsächlich für viele von Bedeutung. Und das gilt - natürlich - nicht nur für den Schießsport, sondern generell für jede Art von Talentdiagnostik.


    Wenn man als Anfänger gerade zu schießen angefangen hat, dann trifft man häufig nicht viel. Entweder man beschränkt sich dann aufs mehr oder weniger fröhliche Knallen (vulgo Ballern), was ja auch völlig legitim ist, und hofft, dass es mit der Zeit und viel Übung doch allmählich besser werden wird, und versucht sich von dem einen oder anderen erfolgreicheren Mitschützen etwas abzuschauen - oder man geht systematisch an die Sache heran.

    Und bei dem letzterem Versuch kann auch ein Online-Forum (egal ob Mailing-Liste, Usenet-Newsgroup oder Webboard) zumindest begrenzt hilfreich sein. Manches kann man in der Tat aus Scheiben auslesen, freilich nur mit erheblichen Unsicherheitsfaktoren; die direkte Beobachtung und Korrektur ist da immer überlegen.

    Jetzt geht es mir aber - dem Titel dieses Threads hier gemäß - um die andere, gegenläufige Perspektive. Nämlich um Talentsuche, also um eine Beurteilungsfrage, die sich mancher Vereinsverantwortliche, aber auch mancher engagierte Mitschütze stellt. Das ist keine schießsportspezifische Fragestellung, die gibt es in JEDEM Sport.

    Die Herangehensweise ist aber ganz unterschiedlich, weil der Begriff zwei durchaus verschiedene Aspekte umfassen kann:


    - Das eine ist der Aspekt, überhaupt in einem großen Pool von Menschen Leute herauszufischen, die möglicherweise für den Schießsport besonders begabt sein könnten. In formierten Gesellschaften, zumal in solchen mit Pflichtmitgliedschaften in bestimmten gesellschaftlichen Organisation, ist das deutlich leichter - man muss dort nicht werben und locken, sondern bekommt das menschliche Rohmaterial zur Durchsicht und Bearbeitung geliefert (DDR, UdSSR, Nordkorea, China).
    - Das andere ist die Situation, wo Leute (ungeachtet des Alters, das ist gerade im Schießsport weniger bedeutsam als in vielen anderen Sportarten) bereits da sind, wo sie also Interesse zeigen, und wo man dann bemüht ist, im Verein und auf dem Schießstand unter den Interessenten die potentiell besonders Begabten auszulesen und entsprechend zu fördern.


    Beides ist Talentdiagnostik, die Diagnoseschritte und Werkzeuge sind aber deutlich andere.

    Zum Aspekt 1:

    Der häufigste Fehler auf Trainerseite und bei Vereinsverantwortlichen ist NICHT etwa das Übersehen und Nichtfördern von potentiellen Talenten, sondern das Gegenteil, nämlich das zu frühe Pushen und Verheizen. Das ist insbesondere bei Rogos Verein die nächstliegende und im Thread schon verschiedentlich aufscheinende Gefahr. Was nicht an seinem Verein als solchem liegt. In einem anderen Zusammenhang hatte auch Califax schon einmal sehr anschaulich - sowohl aus Eltern- wie aus Trainersperspektive - auf diese Gefahr hingewiesen.
    Dieses Problem kennt jeder erfahrene Landestrainer, und jeder Sportwissenschaftler sowieso. Der Kontakt, die Kommunikation zwischen Sportwissenschaft und Schießsport ist aber vielfach eine Einbahnstraße. Die Sportwissenschaft liefert eine Fülle belegter und valider Erkenntnisse und Hinweise, der Schießsport nimmt sie nicht zur Kenntnis oder lehnt sie sogar ab. Manche Bretter sind eben so dick, die kann man nicht bohren, sondern nur sprengen.
    Aber natürlich gibt es auch positive Entwicklungen; zum Beispiel die Ergänzung des überlebten und zunehmen dysfunktionalen Kadersystems im Kinder- und Jugendbereich (bei Junioren und Erwachsenen hat Kaderung immer noch ihren Sinn) durch "Talentstützpunkte" und "Talentnester".

    Zum Aspekt 2:
    Dazu hatten wir gerade im Thread die (sehr verdünnten, weil nur auf Scheibenschussbilder und deren lmitierte Aussagekraft beschränkten ) Anwendungsbeispiele von mikki- einerseits und rene04 andererseits. Da ging es auch um die Frage nach talentiert, weniger talentiert, oder gar "talentfrei". ;) Hier ist vielleicht doch eine etwas genauere Auseinandersetzung erforderlich:

    Es ist sehr naheliegend für einen Zuschauer, eine Beurteilung des vermeinten "Talents" anhand der Schussgruppen auf Scheiben abgeben zu wollen. Und in der Tat gibt es da Anfänger - anscheinende Talente - die schon bei den ersten Malen erstaunlich viele Schüsse in Schwarze bringen. Und wiederum andere, die den Scheibenraum gleichmäßig ausnutzen (und, wenn man den Fehler macht, sofort auf die volle Distanz anzufangen, auch den Kugelfang bzw. die Wand des LG-Standes anteilig mitnutzen).

    Die Annahme, dieses ersichtlich scheinende Anfangsalent werde sich aber dann auch zukünftig in gleicher Weise fortentwickeln und fortsetzen, diese Annahme muss häufig nicht richtig sein. Es gibt Sofortentwickler und Schnellblüher, und es gibt Langsamstarter. In jedem Sport. So ist es auch ohne weiteres möglich, dass der am Anfang sehr begabt erscheinende Neuschütze sich dann nach eienr gewissen Zeit kaum wesentlich verbessert (oder verbessern will), während der vermeintliche Schlumpschütze zäh und geduldig immer besser wird. Wie gesagt, das ist in allen Sportarten so. Deshalb soll man die ersten guten Scheiben zwar loben, darf sie aber keinesfalls überbewerten. Umgekehrt darf man einen rene04 nicht demotivieren, weil er die Schüsse mit gutem Raumgefühl verteilt hat. ;) [Er hat sich auch nicht entmutigen lassen, wie er gerade erklärt hat]

    Gestern habe ich mal mein Abzugsgewicht gemessen und festgestellt das dieses unter 500 Gramm lag. Also Imbus rausgeholt und nachjustiert. Als das Eisengewicht dann endlich NICHT den Schuss auslöste habe ich oben kurz auf den Lauf getippt und schon hats Klack gemacht (Trainingsabzug). Also richtig eingestellt (denke ich mir jetzt mal so denn Ahnung habe ich davon nicht wirklich viel).

    Nicht richtig gemacht. Wenn Du gerne während des World Cups disqualifiziert werden möchtest, wäre das aber ein gangbarer Weg. Ist gerade passiert. :)

    Also: man (und auch Du) stellt Abzüge mit einem ganz bewussten und nicht nur geschätzten Sicherheitszuschlag ein. Dieser darf nicht zu gering sein. 10 % ist qua Faustregel das Minimum, je nach Abzugscharakteristik und nach bereits bekannter Waffenproblematik (Walther !!) kann es auch ruhig mehr sein. Daniel Goberville empfiehlt beispielsweise 580 Gramm für eine (beliebige) LP.
    Und diese Einstellung nimmt man so vor, dass man das vorhandene Abzugsgewicht noch etwas ergänzt, eben um den Zuschlag, für den Du Dich entschieden hast. Durch Auflegen oder Anhängen von Gewichtsmaterial.

    Zum weiteren geschilderten Rest des technischen Problems (bei einer Feuerwaffe könnte man an den Unterbrecher denken, hier bei einer Luftpistole aber vielleicht an den Triggerstop) können sich gerne die Waltherfreunde oder -feinde äußern. :)

    Carcano

    Das ist genau der Ton, den viele brauchen, weil sie einen anderen nicht verstehen. Also bekommen sie ihn. Und andere bekommen demgemäß einen anderen. Ein Posting verdient sich - nicht immer, aber doch oft genug - den Ton seiner Antworten regelmäßig selbst.

    Und wir gehen eben neue Wege um sie zu finden.

    Es klappt indessen einfach nicht mit dem Anlocken und Finden. Deshalb fragst du ja hier nach, wie zutreffend anfänglich offenlegtest. Weil du dir neue Einsichten erhofft hast, in etwas, das du vielleicht übersehen hast.

    Und genau diese Einsichten hast du jetzt bekommen. Wunschgemäß. Nicht erwartungsgemäß (jaja), aber wunschgemäß.

    Das tut weh, und du schreist. Ist aber notwendig. So ist das mit Einsicht.

    Tja. Es kommen halt keine "Talente" in dem Alter (wie er sie sich fälschlich vorstellte), trotz Bemühens. Deshalb fragte er.
    Und jetzt weiß, er, woran's liegt. Tja.
    Alles gut?

    Das ist das Schöne am Netz: der Gute lernt hier in gerade mal vier Stunden, was ihm in den vergangenen Jahren nie wirklich bewusst geworden ist (was er aber irgendwie schon gespürt hat, sonst hätte er ja nicht hier gefragt). Deshalb postet man ja außerhalb des eigenen Vereinsstammtisches: um aus dem eigenen Beritt und der u.U. bestehenden eigenen Beschränktheit herauszukommen und neue Anregungen und Einsichten zu bekommen.

    Genau das ist hier nun passiert.

    Und das tat weh, wie man sieht. Der Kontakt mit der Realität. Und das ist gut so.


    * * *

    Für alle anderen außer Rogo:
    Ja, Erlaubnisse für unter 14jährige für KK-Feuerwaffen sind durchaus nicht selten -- und zwar in allen Bundesländern. Sie sind eIne ganz gängige Praxis. Weil sie so gängig sind, stehen sie auch in allen Meisterschafts-Ausschreibungen.
    Rogo konnte die Verweise im WaffG auf "Satz 1" statt "Nummer 1" nicht unterscheiden. Das ist nicht schlimm. Das passiert auch Jura-Anfängern. Freilich nur im ersten Semester. Danach nicht mehr.

    Also wäre es klüger, Rogo hielte das Maul (es ist ohnehin zu groß und zu weit offen), lernte bescheiden und dankbar dazu, revidierte seine Grundeinstellungen, und täte damit etwas für seinen Verein. Anstatt sich seiner eigenen Fehler auch noch dreist zu rühmen.

    Carcano

    Unsere Zielgruppe ist junger Nachwuchs, damit sind scharfe Waffen schon rein rechtlich gar nicht möglich.

    Welche Silbe des Adjektivs "perspektivisch" verstehst du nicht? Alle?

    Und was verstehst du an der Vorschrift des § 27 Abs. 4 WaffG nicht? Alles?

    Ja dann... dann warte halt weiter auf den Nachwuchs. Der seine ach so TOLLE Chance bei euch einfach nicht erkennen will.
    Böse, undankbare Kiddies !