Beiträge von Carcano

    Erstens geht so etwas gar nicht. Unglaublicher Zustand.

    Zweitens: wer so blöd ist (und so ERZBLÖD sind erstaunlich viele Schütz(Inn)en; eine Sportlerkrankheit offenbar), dass er oder sie das Abzugsgewicht bis auf 10 Gramm an die Grenze herunterschraubt, oder Höchstmaße bis auf den letzten Millimeter ausnutzt, der / die hat alles Böse und Schlimme verdient, und ich werde fröhlich keckernd daneben stehen, wenn er/sie schäumend das Sägeblatt oder die Raspel anlegt - selbst wenn es zu Unrecht war.

    Carcano

    Fehleinschätzungen des Markts sind für Wirtschaftsunternehmen geradezu typisch.
    Eine Nachfrage zu einer Alternative zu Steyr besteht sicher. Das Problem ist eher, dass die hohen Entwicklungskosten sich nicht so bald einspielen wüden.
    Und Tesro käme zwar gut in Frage, hat auch schon eine Einzelschuss-LP, die wohl nicht schlecht ist, wird aber als deutscher Produzent zu teuer sein, um Steyr in diesem kleinen Sement verdrängen zu können. Die Chinesen könnten qualitativ auch, sind aber uuuuuuuuuuuuuuuuunglaublich langsam mit Neuentwicklungen, und lassen sie sogar oft verebben.

    250 bis 300 Euro zu viel, wenn der Preis nur auf die Waffe bezogen wäre. Hämmerlis gibt's wie Sand am Meer, viele sehr gut gepflegt.

    Was die Munition betrifft, müsste man sie probeschießen. Für einen 20+ Jahre alten 500-er Karton wird man nicht mehr als 20 Euro zahlen, wenn's nicht gerade R50 oder Tenex ist.

    Die alternativen Verbände, wo diese "neue" Disziplin passen könnte, haben ja - wie hier im Forum mehrfach schon vorgekaut - und bekommen kein Interesse an Jugendarbeit.

    Das ist zwar jetzt ein klein wenig kantig formuliert (ebenso wie wenn Axel über den DSB schreibt, unsere beiden Forums- "Waldorf und Stetler" stehen einander ja in nichts nach), aber leider nicht ganz falsch.

    Aus der Innenperspektive: Die Verbände als solche haben durchaus Interesse an jugendlichem Nachwuchs und an Jugendarbeit, alle haben auch entsprechende Disziplinen. Das gilt für die DSU ebenso wie für BDS und BDMP. Das Problem ist da vielmehr aber die Vereinsbasis.

    Also den Verkaufspreis würde ich hier auch mit 100 bis 200 € neu ansetzen, gebraucht maximal de Hälfte. Diese chinesischen Zielfernrohre müssen ja keineswegs schlecht sein. Wenn man ein paar Meinungsäußerungen in jagdlichen Online-Fora liest, wurde meist die Dämmerungsleistung als mäßig beurteilt; die Mehrzahl der Schreiber war dagegen mit der Schussfestigkeit durchaus zufrieden.
    Ansonsten teile ich Califax' Rat.

    Hallo HoDi,
    Ich habe darauf per PM geantwortet (in der oberen Leiste des Schirms die Glocke bei Dir anklicken).

    Kurze Frage an Dich (die kann ich ruhig öffentlich hier stellen):
    Es ist klar - und berechtigt -, dass der "neu benannte" Verband, also der ex-PSSB, in der Lange sein will, im Grundsatz landesweit Vereine aufzunehmen und landesweit tätig zu werden. Das ist auch nicht abdingbar. Jedoch heißt das NICHT, dass er einen Alleinvertretungsanspruch inerhalb des Bundeslandes Rheinland-Pfalz erhöbe, oder dass er anderen im Lande (weiterhin) tätigen Verbänden das Recht und die Legitimität einer Fortführung ihrer Tätigkeit abspräche.
    Daher die Frage: wie schätzt Du die Stimmung der Vereine innerhalb des (ex-)PSSB an, was die genaue (!) Ausformulierung des neuen Verbandsnamens angeht, also z.B. "Rheinland-pfälzischer Sportschützenbund" oder "Sportschützenbund Rheinland-Pfalz" oder "Schießsportverband für Rheinland-Pfalz"?
    Denn es kann sein, dass insoweit eine gewisse Elastizität zu einer guten Lösung wesentlich beitragen könnte.

    Daneben würden natürlich auch noch einige weitere Satzungsbestimmungen einer Klarstellung zugänglich sein...

    Gut Schuss,

    Carcano

    In der Sportgerichtsbarkeit ist die *gegenwärtige* Fassung der Satzung anhängig und streitgegenständlich.

    Wenn der RPSSB durch außerordentliche Delegiertenversammlung seine Satzung ändert (was aus ganz verschiedenen Gründen sehr sinnvoll sein könnte - und mit "Nachgeben" oder "klein Beigeben" hat das gar nichts zu tun !), dann wird den Fehlurteilen der Boden entzogen.

    Das von mir erwähnte drittinstanzliche Sportgericht würde den Parteien aller Wahrscheinlichkeit nach einen Vergleich vorschlagen wollen. Ob ein solcher Vergleich vernünftig konsentiert werden kann, hängt in erster Linie davon ab, ob die Parteien die beiden jeweils von ihnen jeweils zu benennden beisitzenden Schiedrichter (ein staatlicher OLG-Richter ist Vorsitzender) vernünftig und mit ruhigem Kopf auswählen, oder nur willfährige Preiskämpfer für die jeweils eigene Seite ins Schiedsgericht entsenden wollen.

    Schließlich sollten die Parteien (insbesondere der RPSSB) eines nicht übersehen: nämlich die Frage, inwieweit Novationen ins drittinstanzliche Verfahren eingeführt werden können (Novenrecht). Der RPSSB kann ja jederzeit (qua außerordentliche Mitglieder- bzw. Delegiertenversammlung) seine Satzung wieder ändern und so einigen oder allen der Rügen den Boden entziehen. Die Frage wird dann, wie sich das auf das anhängige Verfahren auswirkt: Erledigungserlärung, Fortsetzungsfeststellung oder gar Änderung des anhängigen Streutgegenstandes (letzteres kaum wahrscheinlich) ?

    Genau solche Änderungen könnte seinerseits zwar auch das Schiedsgericht vorschlagen. Der problematische Punkt bei Satzungsänderungen ist aber, dass ein Vorschlag des Schiedsgericht ja nicht "schnell und einfach angenommen" werden kann, da die Parteivertreter insoweit keine Normsetzungsbefugnis haben.

    Carcano