Beiträge von Carcano

    Bei uns haben sich schon vor Jahren einige Landesverbände umbenannt. Sie schießen jetzt nicht mehr sondern betreiben Zielsport. Noch Fragen??? 8|

    Wenn ich als Schütze nicht mehr Schütze sein darf läuft doch was falsch. Dies ist aber auch von vielen Schützen hausgemacht.

    1. Ich darf verschlimmbessern: "Zielsport mit Dekompressions- und Wärmekraftmaschinen".
    Übrigens Wärmekraftmachinen mit denkbar geringem Wirkungsgrad :-).

    2. So ist es. Wenn sich hier (beispielsweise) eine neue jüdische Gemeinde konstituiert und sich etwas bekannt machen will, dann fange ich als Kantor, Rabbiner oder designierter Öffentlichkeitsarbeiter auch nicht an, in einem Flyer erst einmal der Reihe nach alle üblen antisemitischen Vorurteile zusammenzutragen und schön häßlich nacheinander zu präsentieren - nur um dann in einer zweiten Hälfte bemüht nachzuklappern: "Aber in Wirklichkeit sind wir gar nicht so, und wir schlachten auch keine kleinen Christenknaben, wir sind eigentlich ganz lieb!" Was davon hängenbleibt und verstärkt wird, ist nämlich nur (!) die Hälfte 1.

    Carcano

    und nach Möglichkeit sollten sich die Vereine versichern, dass auch, wenn gegeben, bei mehreren Erziehungsberechtigten deren jeweiliges Einverständnis vorliegt.

    1. Wegi82 sieht die deutsche Situation sehr viel realistischer als du.
    Gewiss, es gibt nicht nur einen richtigen Weg, sondern viele. Und sie schließen einander nicht aus, sondern können (und sollten) sich gut ergänzen. Es gibt aber auch KLAR falsche Wege, die IMMER falsch sind. Nicht nur im Schießsport. Und der vorgestellte Rundbrief war solch ein Fall.

    2. In der Tat, es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Verein auf seinem "Einverständnisformular" angibt: "bitte nach Möglichkeit von beiden Sorgeberechtigten unterzeichnen lassen", und zwei Felder nebeneinander setzt (Sorgeberechtigung von mehr als zwei Personen ist möglich, aber noch sehr ungewöhnlich). Im Gegenteil, es ist umsichtig und kann dazu beitragen, Konfliktpotentiale zu verringern. Nur (für Bedenkenträger angemerkt): rechtlich "vorgeschrieben" ist es nicht, einer würde reichen.

    Das heißt im Klartext, eine Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten muss für Minderjährige immer bis zur Volljährigkeit vorliegen, auch bei "nur" Druckluft. Über den Singular bei Erziehungsberechtigten könnte man auch noch diskutieren.

    1. Ja, das ist leider jetzt so, außer der Sorgeberechtigte ist selbst dabei. Und es muss schriftlich sein.

    2. Kann man diskutieren, die Antwort ist aber eindeutig. Das WaffG verwendet den Singular. Eine vorgelegte Zustimmung reicht waffenrechtlich aus, weil das WaffG damit die gesetzliche Vermutung zugunsten des Schießstandbetreibers und der Aufsichtspersonen aufstellt, dass ein etwa (= eventuell) vorhandener Mitsorgeberechtigter auch zustimmt.
    Familienrechtlich stellt es sich anders dar, dort kann ein nicht einverstandener Mitsorgeberechtigter den anderen Sorgeberechtigten u.U. (nicht notwendigerweise) daran hindern, dem Minderjährigen eine solche Zustimmung zu geben, bzw. zwingen, eine erteilte Zustimmung zurückzunehmen. Zuständig wäre dafür dann das Familiengericht.

    Carcano

    Die P 11 ist eine vereinfachte Einsteigerwaffe für die Kleinen und (in Compactversion) für die ganz Kleinen. Gibt's ja auch bei anderen Firmen. Die P 11 ließe sich theoretisch mit Formgriff aufrüsten, dann wäre sie aber schon fast so teuer wie die P 44 und das lohnt dann nicht, weil der Unterschied in etlichen Punkten doch deutlich bleibt.

    Zu Deiner Frage mit Diabolos: H & N ist momentan qualitätskontrollmäßig ganz weit unten (siehe Visier-Bericht); weltweit mit an der Spitze und Olympiasieger dagegen interessanterweise chinesische Diabolos, die es jetzt auch in Europa gibt, Igor hat in seinem (sehr guten) Blog darüber berichtet:
    Qiang Yuan Diabolos in Europa zu kaufen? - Igor’s blog, pistol shooting

    Carcano

    An Stand von Feinwerkbau auf der IWA war man ganz klar nicht dieser Auffassung. Die P 11 wurde als abgespeckte Billigversion mit einfacherem System ohne die Feinheiten der P 44 charakterisiert.

    Stehend-Dreistellung :D


    Finde ich geradezu kadermäßig gut. :) Stehend auf dem linken Fuß, dem rechten Fuß, beiden Füßen. :thumbup:

    Im Training sind Sequenzen ohne Jacke, ohne Riemen, barfuß ja auch durchaus üblich. Bei der Disziplin 3 (liegend) ist das Problem für die Ausschreibung eher die adäquate Abgrenzung der Waffen. Ohne entsprechende Klarheit brächte der eine dann ein altes DSM 34 (unseres im Verein ist übrigens unglaublich präzise, wohl ein seltenes Sonntagsprodukt), der andere eine Sauer Meisterbüchse mit schwerem Lauf und Mikrometerkimme. Muß noch etwas an der Formulierung da tüfteln.
    Disziplin 4 wäre auch mit der Freien Pistole möglich, aber erstens ist das langweilig und mit viel weniger Lern- und Ahaeffekt verbunden, und zweitens haben viel weniger Leute (und Vereine) Freie Pistolen als Sportpistolen.

    Letztens: skaliert verkleinerte Scheiben gibt es ja in einigen Landesverbänden, die qua Liste B das (300m-)GK-Gewehr auf 100 m schießen. Andere nehmen stattdessen die normalen 100-m-Scheiben. Der Grund für die Wahl der Duellscheibe hier ist zum einen das bessere Visierbild über das grobe Balkenkorn, zum anderen die ganz rationale Überlegung, dass auch die besten Sportpistolen mit Top-Munition auf 100 m die Zehn der SPopi-Scheibe nicht mehr sicher halten. Die Zehn muß aber immer mindestens so groß sein, dass mit einer guten Waffen-Munitionskombination ohne Schützenfehler (z.B. eingespannt) ein maximales Ergebnis möglich wäre.

    Carcano

    Mein Einstiegsalter war 29 Jahre. Jetzt bin ich 32 und treffe so zwischen 370 bis 380 Ringe. Je nach Leistungskurve bin ich auch auf den Punkt fit und schieße konstant über 380. Meine Bestmarke war bisher 388 im Ligawettkampf.

    Meine Meinung:
    Ich denke die Vereine legen viel zu sehr den Schwerpunkt auf den jugendlichen Nachwuchs. Das Potenzial durch den erwachsenen Nachwuchs erkennt kaum ein Verein. Das ist allerdings schade. Denn Jugendliche haben weniger Geld, können sich Equipment kaum leisten. Das ist bei jungen Erwachsenen bereits anders. Zudem kehren Jugendliche häufig dem Schießsport den Rücken (...). Dann schwinden die Mitglieder wieder und langfristig bleiben vielleicht nur 15% übrig, die man nach Jahren (Jahrzenten) auch noch auf dem Schießstand sieht. Man sollte dies im Verein einmal anbringen und Aktion zur Mitgliedergewinnung auch für den erwachsenen Nachwuchs planen.


    Perfekt auf den Punkt gebracht, und auch noch durchs eigene Beispiel veranschaulicht - danke!

    Ich zitiere mal aus einem anderen Forum, weil es genau diesen wichtigen Punkt anspricht:

    SIGer hat natürlich völlig recht. Der demographische Wandel ist schon da, und
    er wird noch viel krasser werden. Der Nachwuchs, den Schützenvereine auch in
    Zukunft brauchen, um die Abgänge zu ersetzen und nicht auszusterben, werden
    sie deshalb verstärkt in anderen Altersgruppen suchen müssen. Ein paar
    Jugendliche wird es immer noch geben, aber die sind zukünftig nicht mehr
    "der" Schießsportnachwuchs.

    Schaut Euch im übrigen die Teilnahmestatistiken an DSB-Meisterschaften aus:
    selbst dort, also unter der (geringen) Anzahl aktiver Wettkämpfer, dünnt nicht
    nur die Jugend- und JuniorInnenklasse, sondern selbst die Schützenklasse
    von 21 bis 45 immer mehr aus, in vielen Disziplinen ist die Altersklasse heute (!)
    schon stärker. [Anmerkung: dasselbe hatte "Kogge" hier im Forum über seinen Verein berichtet]

    Und da wir zukünftig unseren Nachwuchs verstärkt aus anderen Altersgruppen
    holen, muss sich auch die Ansprache und Werbung ändern.

    Carcano

    Den Gegnern ist Lichtschiessen schnuppe. Es geht darum eine scheinbare breite Erreichbarkeit der
    frühesten Jugend für Schiesssport im Keim zu ersticken und uns damit den Nachwuchs abzugraben.

    Das ist soweit - also als Analyse der Motive der Gegner - ja auch völlig richtig. Klar ausgesprochen. Allerdings unterliegen sowohl Gegner wie Freunde dem gleichen Fehler, der Begriff "Nachwuchs" wird halt viel zu eng verstanden.

    1. Zur längst überfälligen Abkopplung des Begriffs Nachwuchs von einer viel zu kurzsichtigen Führung entlang bestimmter Altersgruppen hatte ich schon mal was geschrieben, ich bringe es jetzt auch noch in ene anderen, thematisch noch passenderem Thread. Das ist ein ähnliches Wahrnehmungsproblem wie mit dem gängigen Fehlverständnis des Begriffs "Ehrenamt".

    2. Beispiele anderer Länder zeigen, dass auch Einsteiger mit 16 Jahren und mehr in relativ kurzer Zeit zur Weltspitze vorstoßen können. Beispiel wären Heena Sidhu (Indien) oder eine junge Mongolin. Das sind zwar Ausnahmetalente, aber um zur Weltspitze zu gehören, muss man sowieso Talent sein.

    3. Dessen ungeachtet ist es völlig richtig, wenn wir darum kämpfen, dass auch Kindern der (natürlich altersgerechte, nicht leistungsorientierte) Zugang zum Schießsport möglich bleiben und noch früher als z.Zt. möglich werden muß. Gilt mutatis mutandis auch für Jugendliche. Die französische Regelung und Praxis ist hier vorbildlich, und vom DSB (besonders von Kohlheim) mehrfach hervorgehoben worden.

    Carcano

    Ja. Aber der fatale Anfang verunmöglicht den gesamten Brief und erreicht dadurch bei der Leserin / dem Leser das Gegenteil. Das hat gerade deine schöne Parodie noch einfach klar aufgezeigt. Das ist aber ein durchaus typischer Fehler, der sich immer verheerend auswirkt, egal in welchem Kontext.

    MajorTom: in der Tat, der von mir nur als eines von vielen Beispielen hervorgehobene nette VHS-Kurs mag in manchen anderen Situationen gut und direkt so kopierbar sein, in anderen vielleicht auch nicht. Manche Volkshochschule wird ein solches Angebot attraktiv finden, eine andere vielleicht ablehnen. Wichtig ist jedenfalls, dass mensch einen Schießstand zur Verfügung hat, und dass "die" Schützengemeinschaft das Vorhaben insgesamt mit trägt (also der Schützenkreis oder Bezirk), damit Eifersüchteleien vermieden werden. Vielleicht noch wichtiger ist die richtige Einstellung und Erwartung auf Seiten der Veranstalter: man/frau darf das NICHT als eine Maßnahme der Nachwuchswerbung auffassen, sondern als eine gelungene Popularisierung des Sports und positive Öffentlichkeitsarbeit. Wenn dann sogar eine neue Schützin hängenbleibt, umso besser - es ist aber nicht das erwartete "Ziel".

    Zur 16-Jahresgrenze des konkreten Kurses: das WaffG in aktueller Fassung (2009) setzt das Limit für KK und EL-Flinte bei 14 Jahren und für GK bei 18 Jahren. Der Grund ist vielleicht der folgende:
    - Erstens hatte die Ursprungsfassung des WaffG-2003 noch die (vernünftige) 16-Jahresgrenze im damaligen § 27 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2, wonach es ab 16 Jahren keines schriftlichen Einverständnisses des Sorgeberechtigten mehr bedurfte (heute dagegen nötig bis 18 ).
    - Zweitens gibt es in einem anderen rechtlichen Zusammenhang die 16-Jahresgrenze auch weiterhin, nämlich hinsichtlich der "besonderen Obhutsperson" (in der Praxis des DSB ist das meist die JuBaLi). Unter 16 muss eine solche (oder stattdessen ein zur Aufsichtsführung befähigter Sorgeberechtigter) nämlich zwingend zugegen sein, ab 16 aber nicht mehr: § 27 Abs. 3 Satz 5 WaffG aktuell.

    Carcano

    An vier Elemente denke ich, damit es ein bißchen Abwechlsung und Herausforderung hat. 1.35 stehend, 1.80 liegend (nur halt auf 100 Meter), dann liegend mit einem einfachen KK-Gewehr (offene Visierung Kimme & Korn, keine Jacke, kein Schießriemen) und noch 10/13 Schuß Sportpistole 100 Meter auf die große (Duell-)Scheibe. Das geht übrigens, und gar nicht so schlecht. Man wundert sich, wie gut eine Gruppe (mit optimaler Munition) auch auf 100 m noch zusammen bleibt. Wir haben's schon ausprobiert.

    Hmm. Hätten denn einige hier Interesse an einem Mehrkampf 100 Meter? In der Südwestecke, Emmendingen (nahe bei Freiburg). Wir haben gerade vier neue elektronische 100-m-Anlagen installiert, und ich überlege mir gerade was. Nicht tierisch ernst, aber anspruchsvoll. :)

    Carcano

    Denn jede Aktion verursacht eine Gegenreaktion gegen die Waffenlobby usw.

    Ganz und gar falsch und verkehrt. Und extrem schädlich dazu.
    Tatsächlich ist es GENAU UMGEKEHRT. Der große Fehler der Waffenbesitzerverbände (gleich ob Sportschützen - DSB, BDS, DSU,BDMP; Jäger; Sammler) war es, dass sie immer nur reagiert haben und nie agiert.
    Genau das war falsch und hat uns einen Verlust und eine Einschränkung nach dem anderen gebracht. Erst das FWR hat da eine gewisse Modifikation gebracht.

    Wie man nun sinnvoll agiert, und wo, und wann, das ist in der Tat die berechtigte zweite Frage. Denn _manche_ Aktionen können auch kontraproduktiv sein, worauf Geronimo dezent hingewiesen hat.

    Carcano

    Als jüngstes Beispiel ein kleiner Auszug aus der heutigen Tagespresse. Der Schwarzwälder Bote hat ein Verbreitungsgebiet von Basel bis Bodensee und Ulm bis hinter Stuttgart. ... Mit dieser Zeitung habe ich absolut keine Probleme. Im Jahr 2010 hatte ich 43 Presseberichte mit einem Volumen von zum Teil einer halben Seite mit Bild und mit Sportwaffen (abgebildet).

    Na also. Dann ist doch alles sehr gut. :) Wobei Du en passant auch einen ganz wichtigen Punkt angesprochen hast: Zeitungen und Zeitschriften brauchen und wollen gute Bilder. Die allermeisten Bilder zu Schießsportberichten sind langweilig, schlecht, unbrauchbar. Das ist aber nicht den Redaktionen vorzuwerfen. Wenn die pfiffige, gute, attraktive Bilder bekommen, dann drucken sie sie auch.

    Der von Dir verlinkte Artikel war ein kurzer Leserbrief; na und? Ist doch legitim, wenn die Zeitung das *auch* abdruckt.

    Carcano

    Einer von vielen denkbaren Ansätzen der Öffentlichkeitsarbeit (nur indirekt für einen konkreten Verein, vor allem für den Sport überhaupt) ist hier zu finden:

    Volkshochschule Wiesbaden: Spezial

    Und wer vor dem Klicken auf den Link erst einmal wissen will, was es ist:

    Kursnummer: A86860
    Titel: Sportschießen: Eine laute Form der Meditation

    Info: Sportschießen hat eine lange Tradition in Europa. Seit dem 12. Jahrhundert
    gibt es Schützengilden, die den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit
    Sportwaffen trainieren. Der sichere und verantwortungsvolle Umgang mit
    Schusswaffen hat auch für die Deutschen Schützenbund Lizenztrainer des
    Polizei-Sportvereins Grün-Weiß Wiesbaden oberste Priorität.

    In diesem Anfängerkurs erlernen Sie in Theorie und Praxis Schritt für
    Schritt die Grundbausteine des sportlichen Schießens und setzen die
    erlernten Prinzipien an Luftpistole, Kleinkaliberpistole und Großkaliber-
    pistole um. Der Kurs richtet sich an weibliche und männliche Schießsport-
    interessierte ab dem 16. Lebensjahr (bis zum vollendeten 18.
    Lebensjahr nur mit Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten).
    Das Schießen mit der Großkaliberpistole ist ab dem 18. Lebensjahr möglich.
    Der Unterricht wird von lizensierten DSB-Trainern mit maximal 6 Personen
    durchgeführt.
    In Kooperation mit dem PSV Grün-Weiß Wiesbaden und der Interessengemeinschaft
    Wiesbadener Schützen.

    Veranstaltungsort: Polizeisportverein, IWS-Halle, Brunhildenstr. 55
    Veranstaltungstage: Montag alle Kurstage und -orte
    Zeitraum: Mo. 28.02.2011 - Mo. 23.05.2011
    Dauer: 10 Abende, 26,67 Unterrichtseinheiten
    Uhrzeit: 18:30 - 20:30 Uhr
    Kosten 90,00 EUR
    Dozent(en): xxxxx
    Abschließende Info:
    Anmeldebedingungen:
    Material: Die Munition für Luftpistole ist im Kurspreis enthalten.
    Kleinkalibermunition (3,- €/50 Schuss) und ggf. Großkalibermunition
    (12,-/50 Schuss) werden von den Teilnehmer/innen zusätzlich nach
    Verbrauch gezahlt.

    Um ein Beispiel für positive Öffentlichkeitsarbeit zu geben (negative sehen wir gerade in einem anderen Thread hier im Forum), nehmen wir z.B. das folgende Beispiel: die Vorstellung von Sportarten durch Interviews mit ihren Leistungssportlern. Klar wirken nicht alle Interviews gleich ansprechend, bei einigen sagt man sich auch "igitt, bloß nicht!" - aber es gibt doch zumindest mal ein Bild. Also hier:
    Hobby - Pistolenschießen - Deine Hobbys im Web!

    Ob man dann findet, dass der Ansatz auch breitensportlich geeignet ist, ist eine andere Frage. Aber als eine Stimme im Konzert find' ich's ganz interessant. Meines Erachtens wenden sich diese Interviews in erster Linie an bereits aktive Sportler (Anfänger bis mittleres Level), und NICHT an Einsteiger.

    Carcano

    EIne Waffe, MajorTom, wird dadurch nicht zur Unwaffe, dass sie als Sportgerät verwendet wird.
    Es ist ja auch eine ungeheure Erleichterung, dass die Lörracher Schützin ihr Unheil, in deiner Diktion, nicht mit einer Waffe anrichtete, sondern mit einem reinrassigen Sportgerät, nämlich einer Walther GSP in .22 lfB.
    So kann uns Schützen ja in der Folge überhaupt nichts passieren, gell, und den Opfern und ihren Angehörigen können wir einfach entgegenhalten, ihre Waffenphobie sei ganz unangebracht, es habe sich ja nur um ein Sportgerät gehandelt...

    Carcano

    Erstens: die Albernheiten eines norddeutschen Provinzpolitikers sollte man nicht allzu ernst nehmen. Damit wertet man solche Positionen nur auf, und verschafft ihnen die Propagandawirkung, die sie wollen.

    Zweitens: wo die DSB-Landesverbände selbst so ausgesprochen waffenfeindlich auftreten, wie dort, dürfen sie nicht nicht wundern, wenn Politiker sie noch zu übertreffen suchen. Geschieht ihnen recht.

    Drittens: natürlich ist Lichtpunktschießen ein möglicher Ausweg und Notbehelf unter einer nachwuchsfeindlichen Rechtslage. Aber der Vorfall zeigt, dass es die Antis nicht besänftigt, wie mehrere Schreiber schon betont haben.

    Viertens: der richtige Weg ist es, verstärkt den Weg nach § 27 Abs. 4 WaffG zu begehen und einerseits individuelle Ausnahmegenehmigungen zu beantragen, die man dann auch bekommt (Soll-Vorschrift, Kohlheim hat's nochmal in der aktuellen DSZ 3/2011 erläutert), und andererseits Allgemeinverfügugen als kollektive Genehmigungen für bestimmte Anlässe.

    Carcano

    Ja. Geronimo hatte es in einem anderen Thread knapp auf den Punkt gebracht:

    "Ein gutes Image erreichen wir sicher nicht, indem wir ständig mitteilen, was wir alles nicht sind oder nicht sein wollen,"
    "Schießsport ist Trendsport oder hat zumindest das entsprechende Potential. Nur braucht's dafür positive Öffentlichkeitsarbeit; „Wir sind...“ statt „Wir sind nicht...“."