Beiträge von Carcano

    Zwei Kommentare, indirekt auch an Michael Kuhn. Beide Zitate sind aus seinem Blog.

    1.

    Zitat

    Ihre Aufgabe, liebe Leser, ist, Ihre jeweiligen Verbandsoberen dazu aufzufordern. Schreiben Sie diese an, fordern Sie die o.G. Punkte mit Nachdruck ein!


    Da hat Michael Kuhn völlig recht. In irgendeinem Forum vor ihn zu meckern / zu granteln, ist verschwendet. Eine Brief oder auch nur eine Email an die Verantwortlichen kann schon eher etwas bewegen; das zeigt gerade aktuell das Beispiel des eilig zurückrudernden DJV-Präsidenten.

    2.

    Zitat

    Selbst Jonny Otten (DSB-Vorstandsmitglied), der Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes, quasi der “Vorgesetzte” des Herrn Masemann, war entsetzt über den Vorgang: “So geht das gar nicht!” Er hat mir während eines Telefonates versprochen, sich um die Angelegenheit zu kümmern.


    Ich weiß nicht, inwieweit Michael den J.O. tatsächlich kennt oder einordnen kann. Er sollte aber ggf. gesagt erhalten, dass dessen Haltung zu nichtolympischen Disziplinen und zu bösen Waffen überhaupt weitaus radikaler ist als das Gewäsch des Herrn Masemann auf Bezirksebene. Der NWDSB und der NSSV sind die beiden ausgesprochen waffenfeindlichen - und gegenüber allen anderen Sportschützen bewusst feindseligen - Landesverbände innerhalb des DSB. Das weiß auch der DSB selbst. Der HSV kommt erst an dritter Stelle.

    Carcano

    Ich hatte heute auch (wieder einmal) OSP geschossen. Das war sehr aufschlussreich. Da unsere Duellanlage nämlich plötzlich spinnt, konnte ich nur die 8-Sekunden-Serie üben, das allerdings mehrmals. Vermutlich habe ich nur 6 Sekunden gebraucht. Mit Ergebnissen von 182, 184, 170 (oder 177?) sah ich hier schon eine Verbesserung gegenüber meinen ersten drei Versuchen.

    Aufschlussreich für mich selbst - und damit schon vom bloßen "Üben" sich dem Begriffs des "Trainings" nähernd - war vor allem die Auswertung der einzelnen Scheiben, deren Konsistenz einem Trainer vermutlich ein erstaunlich klares Bild über die Bewegungsabläufe und Schwächen vermitteln kann. Die schlechte dritte und letzte Serie ist (neben Ermüdung? ;) ) einer vereinzelten 5 zu verundanken; vermutlich im Abziehen nach rechts unten verrissen. Interessant war, dass durchweg die dritte Scheibe die beste war, und dass die letzte (fünfte) Scheibe zwar wieder enge Gruppen aufwies, aber alle fast konsistent nach links verschoben.

    Carcano

    Der Zweck eines Zieles ist ja Ansporn, nicht Frustration. Deshalb sind sehr hoch gesteckte Ziele in den Sternen nicht für jeden geeignet. Andererseits bringen zu niedrig gesteckte Ziele (typisch für viele "Zielvereinbarungen" und "benchmarks" in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung) nichts. Sport heißt ja auch, dass man über sich hinauswachsen will.
    Ich habe mir die erneute Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften vorgenommen, und idealerweise zwei Medaillen in den Landesmeisterschaften (voriges Jahr wars eine). Für viele LeserInnen hier wird sich das sicher viel zu bescheiden und unambitioniert anhören...

    Carcano


    Mir wurde auf dem Lehrgang beigebracht dass man sich bei der Ausübung als Schießleiter/Standaufsicht darüber im Klaren sein sollte das man nur eine bestimmte Anzahl an Schützen beim Schießen beaufsichtigen kann. Mir wurden 4-5 Schützen als Anzahl genannt. Vielleicht sind die Standaufsichten gerade bei den Deutschen Meisterschaften ganz besondere Personen dass sie 10 Schützen gleichzeitig beaufsichtigen können, sei es drum.


    Vielleicht das nicht. Es ist eher so, dass gute und erfahrene Schütz(inn)en, wie man sie mit gewissem Grund auf den DM voraussetzt, vielleicht etwas weniger Bekindergärtnerung brauchen.
    In der Sache ist die von Dir referierte Faustregel als Anhaltspunkt für normale Vereinsschützen aber gar nicht so verkehrt, denke ich.

    Carcano

    Es gibt in Bremen und Bremerhaven ja schon Verbandsstrukturen (sogar in doppelter Hinsicht: Bremischer Schützenbund und Fachverband) und Funktionsträger, die einen eigenen LV (freilich einen meines Erachtens zu kleinen !) oder einen kombinierten Hanseatischen LV gut tragen könnten und würden. Man müßte praktisch bloß umfirmieren, müßte nichts personell "neu aufbauen".

    Deshalb denke ich, dass die Kosten sich im Rahmen halten würden. Im Gegenteil: die Bremer Schießsportvereine müßten keinen Beitrag mehr an einen zwischengeschalteten "auswärtigen" Verband zahlen, das Geld bliebe vor Ort. Es gäbe also Umlagen für die wenigen Kreise und ggf. drei Bezirke oder Gebiete (Bezirk Hamburg, Bezirk Bemen, Bezirk Lübeck), wobei die jetzige Bezirksumlage und der LV-Beitrag dann eben nichts mehr nach Bassum wandern würde, sondern dem eigenen Verband zu Gute käme. Wenn man das Bassumer LLZ für Lehrgänge etc. nutzen möchte, würde ein normaler Beitrag dafür entrichtet.

    Carcano

    Es sei denn, Du kannst uns noch mit mehr Besonderheiten versorgen. Ich würde dann versuchen herauszufinden, wieviel Beitragsteile für diese fortgeführten traditionellen Eigenheiten verbrannt werden.

    Ich mag ja traditionelle Eigenheiten. Aber *echte* und *alte*, keine pseudofizierten der Nachkriegsbesatzungsgrenzen.

    Eine traditionelle Eigenheit wäre es zum Beispiel, zu überlegen, warum es keinen Hanseatischen Schützen- und Schießsportverband gibt. Mit zwei eigene Bundesländer darstellenden Hansestädten (Hamburg und Bremen) und einer dritten, bis 1937 selbständigen, und 1956 mit der Wiederverselbständigung gescheiterten Hansestadt (Lübeck), sollte das nicht nur machbar, sondern auch tatsächlich historisch sinnvoll sein. Solch eine Grenzziehung hätte weit mehr Sinn, als die jetzige. Das einzige, was es in der Richtung zur Zeit gibt, ist ein jährliches Hanseatenschießen (5 Schuss mit dem Luftgewehr), das vor allem ein geselliges Ereignis mit Kaffeefahrt ist, allerdings mit Betreutem Schießen und 2011 auch noch mit Western-Beiprogramm: NDSB-SH: Artikel

    Zu den Fördergeldern: die Lübecker Vereine bekommen ohnehin jetzt nichts davon. Wenn man sich die Lübecker Vereinsstatistik ansieht (auf der NDSB-Website),
    - allgemein: Bericht -
    - speziell Jugend: Bericht -
    fällt einem eh' der Unterkiefer herunter. Dagegen ist Draculas Gruft ein Hort blühenden Lebens. :whistling:
    Die Lübecker Schützen könnten sich durch einen ideellen Anschluss nur verbessern.

    Carcano

    Noch einmal zur Grenzziehung RSB / PSSB:

    Zwei kurze aktuelle Antworten aus zweiter Hand. Ich habe sie beide dem RSB-eigenen Forum entnommen.

    Die erste ist zuverlässiger, weil der User Kurt Lauterwasser (mal nachlesen) in dem betroffenen Gebiet als Funktionsträger und Akteur in mehrfacher Hinsicht an allererster Front steht:


    Quelle: Forum des Rheinischen Schützenbundes • Thema anzeigen - Neuorientierung im Gebiet Süd

    In einem zweiten Beitrag schreibt der User Malume 69:


    Quelle: Forum des Rheinischen Schützenbundes • Thema anzeigen - Außerordentliche Delegiertenversammlung

    Wilhelm, es geht *NOCH* schlimmer. 'Wer sich als Außenstehender für die Situation und Organisationsstruktur des Schießsports in Bremen, um Bremen und um Bremen herum interessiert - außenstehend deshalb Voraussetzung, weil im Inneren des Irrenhauses die Insassen ja den Betrieb für völlig normal halten - und sich zu informieren versucht, der ist schon nach 15 Minuten soweit, dass er oder sie laut schreiend im weißen Spitalhemdchen, einen Papierhelm auf dem Kopf, in eine Plastik-Kindertröte basend, auf die Straße rennen möchte (während zu Hause der allein gelassene Computer die Selbstzerstörung einleitet und in Flammen aufgeht).

    Zwar gibt es in dem hanseatischen Doppelstadtstaat (Bremen & Bremerhaven) eine winzige eigenstehende Landesjägerschaft Bremen, aber keinen Landesschützenverband ("wer es fassen kann, der fasse es"). Dafür gibt es aber einen "Bremer Schützenbund e.V.", der tatsächlich keiner ist, doch dafür "bestehen im Bereich des Bremer Schützenbundes drei Schützenkreise, nämlich einer für die Stadt Bremen, einer für den Bereich Bremen-Nord und einer für Niedersachsen - Weyhe. Daraus ist schon zu erkennen, dass sich die Schützenorganisation von der politischen oder verwaltungsmäßigen Organisation unterscheidet."
    Und zu allem Überfluss hinzu tritt dann auch noch das chimärenhafte Mischgebilde "FACHVERBAND SCHIESSEN im Landessportbund Bremen e.V.", von dem überhaupt niemand weiß, wie er eigentlich einzuordnen ist - schon gar nicht er selber -, und dem gegenüber evangelische Domherren und katholische infulierte Territorialäbtissinnen noch vergleichsweise rational wirken. Dieser ist zwar eigentlich keine schießsportliche Struktur, sondern dient der Geldverteilung stastlicher Förderung, führt aber dessen ungeachtet eine eigene sportliche "Fachverbandsmeisterschaft" durch. Und auch dieser Dachverband hat drei "Schützenkreise", aber dies sind teilweise wieder andere als die obigen. :whistling:8| :wacko:

    Carcano

    Ich hatte unseren Verein von der Anschaffung der DSZ (Deutschen Schützen-Zeitung) überzeugt und bin ganz zufrieden damit. Sie ist eine nützliche und empfehlenswerte Ergänzung. Wer allerdings "Ausbildung, Fortbildung und Information als Schwerpunkt haben und interessante Anregungen für Schießsport" finden will, der darf seinen Blick nicht auf Schützenzeitungen legen. Solche Beiträge findet man nämlich in DWJ, Visier und Caliber. Nicht allein dort, aber am häufigsten dort.

    Carcano

    Nett war auch, dass Kontrollausschuss und Sportgericht I. Instanz des Deutschen Schützenbundes in einem aktuellen Verfahren übereinstimmend eine Satzungsbestimmung des NWDSB für bundesverbandsverfassungswidrig gehalten haben. Nämlich den Versuch in § 12 Abs. 10 und 11, innerverbandliche Streitigkeiten den DSB-Organen zur Entscheidung zuzuweisen. Das geht nicht, sagt der DSB (richtigerweise), jedenalls nicht einseitig durch Landessatzung ohne ausdrückliche Zustimmung des DSB.

    Carcano

    Wer Sorge hat, eine mißgünstige Behörde könne in der Zeit des "Interregnums" (also zwischen dem Ausscheiden aus dem einen Verband und der Aufnahme in den anderen) das waffenrechtliche Bedürfnis in Zweifel ziehen, den möchte ich auf die Möglichkeit einer Zweitmitgliedschaft in anderen Verbänden hinweisen. Drei kommen in Betracht (vier mit dem VdRBw), wobei in RhPf z.B. traditionell die DSU gut vertreten und recht gastfreundlich ist.

    Carcano