Die genaue Wortwahl, Schützenvereine oder Sportschießen, ist vermutlich eher unbedeutend, es geht wohl auch darum die Schützenvereine als Ganzes zu präsentieren und nicht nur auszugsweise Breiten- oder Leistungssport, also insofern ist „Wochenende der Schützenvereine“ die richtige Bezeichnung.
Die genaue Wortwahl ist erstens sehr wichtig, weil das Wort die Sache bezeichnet und - mehr noch - auch die Sache prägt. Es ist eben nicht arbiträr austauschbar. Du benennst ja eine schießsportliche Jugendveranstaltung bei euch vermutlich auch nicht "Großer Ballertag - strike and kill !"
Zweitens ist die zitierte Bezeichnung falsch, und zwar aus mindestens doppeltem Grund; warum, habe ich aber schon erläutert (ebenso falsch übrigens wie die Symbolfigur, der Trimmy, der das Gegenteil des gewählten Mottos verkörpert). Dem, der es bewusst nicht verstehen *will* (wie Kogge), muss ich es nicht wiederholen,
Drittens, und das ist zur Zeit das Wichtigste, sind wir nun einmal mit diesen Fehlern geschlagen (die ganz einfach ein Produkt fehlenden initialen Nachdenkens darstellen) und haben nun die Aufgabe, das Beste aus der gegebenen Chance zu machen. Denn eine Chance ist es. Der DSB gibt einen Rahmen vor (was gut ist), gibt etwas Geld (was beachtlich ist) und gibt Anregungen. Jeder Verein, der mitmacht, sollte sich jetzt aufgerufen fühlen, sich selbst etwas Originelles und Anregendes auszudenken, das Interessenten anlockt. Nicht nur Junge.
Und die Möglichkeit haben wir ja, das DSB-Programm limitiert uns in keiner Weise. Nur: Brezelschießen mit dem Luftgewehr oder Glücksschuß auf den besten Teiler (100 m stehend freihändig) gehört nicht dazu. Diese gähnenden Routinen kann man anderweitig durchziehen.
Carcano