Beiträge von Carcano

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    Was mich beeindruckt am Nachwuchsleistungssportkonzept, ist wie beharrlich die Verbände (insbesondere der DOSB) die Erkenntnisse der Sportwissenschaft zu ignorieren versuchen. Kopf in den Sand und mit den Steißfedern gewackelt. Und de AthletInnen selbst fragt man sowieso nicht.
    Einige Vereine leisten im Rahmen ihrer finanziell meist sehr beschränkten Möglichkeiten gute und erfolgreiche Arbeit. Lanfear möchte ich hier hervorheben, als ein gutes Beispiel neben anderen.
    Spitzenleistungen im Schießsport als solche lassen sich heute sehr gezielt produzieren und ggf. einkaufen. Etliche Länder in Asien machen uns das gerade vor. Aber wenn es um grundständige Sportförderung insgesamt geht, sieht es schon anders aus. Ein entscheidender Faktor ist tatsächlich die in Deutschland ungenügende TrainerInnensituation. Die "Traineroffensive" des DOSB sieht das Problem, produziert mir aber zu viel wohlmeinend heiße Luft und zu wenig Wirkung.

    Carcano

    Ich antworte dir mit Gegenfragen, Wilhelm.

    1. Wo definieren wir die Trennlinie zwischen "einfachem" Leistungssport und Hochleistungssport? Wo der Leistungssport selbst beginnt, ist relativ einfach zu sagen, auch wenn es immer eine Übergangszone sein wird und keine scharfe Linie.
    Aber Hochleistungssport? Meines Erachtens bei der Aussicht auf Medaillenplätze bei deutschen Meisterschaften und auf Teilnahme an qualifikationsabhängigen internationalen Wettkämpfen (also nicht z.B. die Commonwealth Games). Aber vielleicht sehen Fachleute das ganz anders?

    2. Was genau hat das Konzept im Blick? Einfachen Leistungssport, Hochleistungssport, oder beides?

    3. Sind die Diskutanten auch nur in groben Ansätzen bekannt mit dem sportwissenschaftlichen Diskussions- und Forschungsstand der letzten 15 Jahre zum Thema Nachwuchsförderung, Kaderung, Sportelite? Nein? Dachte ich mir.

    4. Besteht Kenntnis der verschiedenen internationalen Leistungssportansätze im Schießsport außerhalb des deutschen Mustopfes ? Wissen die Diskutanten überhaupt, was die gegenwärtig stark aufholenden und überholenden Nationen im Schießsport sind?

    *Stöhn*

    Die Voraussetzung für die Teilnahme an einem offiziellen Verbandswettkampf (und um einen solchen handelt es sich hier) ist im NWDSB das Innehaben eines Wettkampfpasses; in andreen Landesverbänden zumindest die offizielle Registrierung als wettkampfberechtigter Verein.

    Jürgen Wintjen wird mich schon korrigieren, wenn ich es falsch darstelle. Verschwiegen wurde, wer die SSGs dazu gezwungen hat, sich unter ihrem alten Vereinsnamen anzumelden. Das war nämlich nicht deren Idee und Entscheidung.

    Ja, Axel, stimmt.
    Vor allem ist es nicht so ganz redlich, wenn man zwar auf ene Diskrepanz wie die obige hinweist, zugleich aber geflissentlich VERSCHWEIGT, _warum_ die Meldungen so erfolgen mussten...

    Das hier ist / war der Hauptthread mit dem meisten und substantiellsten Inhalt. Er lohnt auch heute wieder eine Beschäftigung. Das zweite Schlagwort neben dem "Tag / Wochenende de Schützenvereine" (etwa für die Forumssuche nach Beiträgen) wäre "Ziel im Visier".

    Während an der ersten Aktion im Jahre 2012 noch um die 4400 Vereine teilgenommen hatten, waren es beim dritten Mal 2014 nur noch entweder 296 oder 315. Wieviele es 2013 waren, weiß ich nicht - hat jemand diese Zahl? Ich sah irgendwo mal 1200 ? Danke für jede Information hierzu.
    Das ist ein katastrophaler Einbruch, aber den diskutieren wir schon anderswo.

    Ich will noch etwas Anderes an diesen Thread anfügen. Die Aktion als solche war ja in ihrer Grundkonzeption keineswegs ein Novum, sondern schon probiert und bewährt (auch wenn das in den Präsentationen 2012 verschwiegen oder zumindest dezent heruntergespielt wurde). Das ist auch überhaupt nichts Schlechtes, im Gegenteil: was woanders praktiziert wurde, kann man ja aufgreifen und übernehmen.

    1. Das Ur-Vorbild war die große bundesweite "Vereins-Kampagne" des Deutschen OIympischen Sportbundes im Zeitraum 1987-1994, damals unter dem Obertitel „Gemeinsam aktiv – Im Verein ist Sport am schönsten“; das war damals der fünfte und letzte große Zyklus der 1970 begonnenen und damit (bis 1994) immerhin 24 Jahre währenden Trimm-Dich-Aktionen.

    Verena Mörath (freie Journalistin) hat das 2005 in einer Studie schön untersucht und dargestellt. Die Studie ist hier zu lesen:
    http://www.trimmy.de/fileadmin/fm-d…DSB_i05-302.pdf
    Die Vereinskampagne ist auf den Bildschirmseiten 60-64 (Textseiten 61-65) beschrieben und analysiert. Zitat daraus:
    "Tatsächlich gab es aber nicht einen klaren Startpunkt mit einem genau vordefinierten Endziel, sondern die Trimm-Aktionen wurden von Mal zu Mal, von Zyklus zu Zyklus entwickelt."

    2. Einzelne Fachverbände haben diese letzte große bundesweite Vereinskampagne später aufgegriffen und für sich umgesetzt. Zitat von Gabriele Fraytag (Führungsakademie des DOSB):
    "Der Deutsche Tennisbund hat schon vor dem DSB eine ähnliche Aktion gestartet und im April zum sechsten Mal seinen Aktionstag „Deutschland spielt Tennis“ wiederholt. Auch andere Verbände haben ähnliche Dinge gemacht. Die Reiter etwa veranstalteten einen „Tag der offenen Stalltür“."

    Also, ein "Tag des Schießsports" ist eine gute Idee. Man sollte es aber nicht primär und im ersten Ansatz als Vereinsschlumpferei verkaufen. Weil mit dem Begriff "Schützenverein" 70 % der Bevölkerung nun einmal herkömmlich Leute in grünen Jacken und Hüten (gelegentlich auch roten Nasen) assoziieren, mit einem Trachtenumzug und Schützenfest, und Schwule und Muslime dürfen da nicht Schützenkönig werden, wie die BILD-Zeitung gerade mal wieder berichtet hat - nee, geschenkt.

    Carcano

    Danke erst einmal an Wilhelm für die wie immer anregende und hilfreiche Einstellung. Merci !

    Und dankenswerterweise hat er im oberen Teil des Bildes auch die Original-Kritik wiedergegeben. Dazu fällt einem wirklich nichts ein; außer Mitleid mit einem DSB und dessen Geschäftsführer Robert Garmeister, der _solche_ Vereine anleiten und motivieren soll. Gewiss war die anfängliche Herangehensweise und die Umsetzung durch den DSB in mancher Hinsicht verbesserungsfähig, in manch anderer auch fehlerhaft, angefangen mit dem kontraproduktiven Namen der Aktion, der genau das ausklammert, was er eigentlich herüberbringen und popularisieren will - oder wollen sollte. Es soll ja nicht um Hausmeister Krause gehen ("Alles für den Dackel, alles für den Hund !"), sondern um den Schießsport gehen; um Tätigkeit und Werbung neuer Interessenten, nicht um Vereinsmeierei als solche. Die Grundkonzeption war aber gut und vernünftig und bestens ausbaubar.

    Aber wenn man so dann etwas wie den obigen Leserbrief liest, dann wundert man sich nicht, warum die Aktion anscheinend (zu) wenig Widerhall findet und es an Wirkung mangelt. Der DSB kann einen Anstoß liefern und einen gemeinsamen Rahmen vorgeben (was an sich eine gute Idee war); ausfüllen müssen den allerdings die Landesverbände, die Schützenkreise und die jeweiligen Vereine selbst. Und genau an der Ausfüllung hapert es. Stattdessen herrscht das "Das-haben-wir-noch-nie-so-gemacht"-Prinzip vor, vereint mit der Haltung, dass man nicht nur alles gekoccht, serviert und in der Mund geschoben haben möchte (mit Lätzchen um den Hals), sondern auch noch die eigenen Kiefernmuskeln fremdbewegt und den Hals massiert haben will, damit man nicht einmal mehr kauen und schlucken muss.

    Wo statt eigener Einfälle natürlich nur völlige Gedanken- und Planlosigkeit herrscht, wie bei Karl-Heinz Heil aus der Schießsport-Metropole Rai-Breitenbach (900 Einwohner, das erste Bioenergiedorf im Odenwald; sein Verein ist von 1956 und sportlich recht aktiv und erfolgreich, seine Mentalität aber wohl eher von 1856 - vor der Gründung eines Deutschen Schützenbundes), da kann man nur noch die Schützenhaustür abschließen, und der letzte macht das Licht aus und stellt Strom und Wasser ab. :(

    Carcano

    Die Dissertation zum Thema Kadersystem und Hamsterrad ist von Andreas Albert - und gut lesbar.
    Auch der Datenerhebungsfragebogen am Ende ist top.

    http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/handle/urn:nbn…4-2011032236691

    Davor hat er auch über Talentsuche und Talentförderung in Hessen intensiv gearbeitet - das wird Lanfear interessieren.
    Sein leicht veraltetes CV ist hier:
    http://www.uni-kassel.de/fb05/fachgrupp…eas-albert.html

    Carcano

    Wenn man den Sieg entsprechend gefeiert und begossen hat, sollte die Obhut über die Waffen allein der nüchterne Fahrer ausüben (heißt: im Kofferraum).
    Der selbstverantwortliche Transport (= erlaubnisfreies Führen) von Waffen in alkoholisiertem Zustand *kann* waffenrechtlich bedenklich sein, unabhängig von Straßenverkehrsrecht.


    Die im Konzept vorgesehen Ansätze mit einer Sichtung auf der sportartübergreifenden und auch vereinsübergreifenden Ebene gefolgt von sportartspezifischen Sichtung halte ich grds. für sinnvoll. Auch für die sportartspezifische Sichtung sollen zukünftig "Sichtungstrainer" nach von den Spitzenverbänden erarbeiteten Standards Talente sichten.

    Das funktioniert in manchen Staats- und Gesellschaftssystemen, und dann in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und den Staatsjugendorganisationen. Manchmal stehen auch einige Leute im Ledermantel wohlwollend im Hintergrund, so als Schwert und Schild. :D Seit 1989 sind diese Systeme seltener geworden...

    Wenn allerdings die sogenannten "Bundesjugendspiele" (die wir schon damals als Schüler bescheuert fanden) in eine solche allgemeine sportliche Sichtung für viele verschiedene Sportarten umgewandelt würden, vielleicht noch mit einem attraktiveren Titel (Talent- und Begabungspool oder irgendwie so was), wäre das tatsächlich ein interessanter Ansatz.

    Zitat

    Eine Verbesserung der Sichtungsmechanismen zumindest in Hessen für Pistole erscheint mir sinnvoll. Hier ist es viel zu sehr vom Zufall abhängig, ob ein Schütze gesichtet wird.

    a) Du meinst, ein schon aktiver Kleinschütze in irgendeinem Dorfverein?
    b) Oder irgendeine noch unerweckte zehnjährige Knirpsin in der Schule, in der vielleicht in ein paar Jahren die nächste Heena Sidhu schlummert? (Heena fing mit 16 Jahren von Null an und war mit 17 auf internationalem Wettkampfniveau).

    Zitat

    Mein Grundproblem ist damit nicht gelöst. Wir haben nur wenige Plätze für Neuzugänge im Nachwuchsbereich. Da die Talentsichtung wohl eben nicht so einfach ist, muss ich das Risiko eingehen, diese wenigen Plätze an Kinder zu vergeben, die sich dann als wenig begabt erweisen. Das ist unbefriedigend.

    Du hast von Deinem erfolgreichen Verein einiges erzählt und so können wir euer Problem auch nachvollziehen. Es ist einsichtig. Wenn ich wirklich Nachwuchstalente intensiv "trainieren" und heranbilden will, ist das etwas anderes als eine Herde von 15 Kätzchen zu beaufsichtigen. Die Kapazität ist begrenzt und soll auf diejenigen verwandt werden, bei denen es sich am meisten lohnt. Übrigens nicht nur die Kapazität an Trainern und Obhutspersonen (JuBaLi), sondern auch an Ständen und (meist zu wenigen) Vereinswaffen.

    Zitat

    Was die Sichtung auf Landeskaderebene angeht, haben wir zumindest im Pistolenbereich in Hessen ein Problem. Zur Sichtung müssen die Vereine die Nachwuchsschützen anmelden. Viele Vereine wissen gar nichts davon, weil der Ablauf sehr gut auf der Internetseite des Verbands versteckt ist.

    Meinst du diese hier? http://hessischer-schuetzenverband.de/Sport/Landeska…9FenDKader.aspx

    Zitat

    Nur die auf diesem Weg angemeldeten Schützen werden zur Sichtung eingeladen. Es gibt keinen aktiven Sichtungsprozeß im Verband, sondern nur diesen passiven durch die Meldung der Vereine. Nachwuchsschützen mit guten Leistungen auf der Landesmeisterschaft oder Deutschen Meisterschaft ohne entsprechende Meldung zur Sichtung bleiben so außen vor. Das ist aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Wer also als vielversprechender Nachwuchspistolero im falschen Verein ist, der kommt nicht in den Landeskader.

    Tja. Dafür wird sie oder er dann aber vielleicht Landesmeister, während die Landeskadermitglieder weiter hinten rangieren. Das kann durchaus vorkommen. Wenn es passiert, würde es mir ein sehr inniges Lächeln und Wohlgefallen auf die Lippen zaubern. Ebenso wie wenn - beispielsweise - in den olympischen Disziplinen OSP und FP auf einmal Mädchen und Frauen die Medaillenplätze auf Landesebene belegen würden (geht ja in einigen Landesverbänden, die die Klassen offen ausschreiben).

    Dem herkömmlichen bzw. überkommenen Kadersystem stehe ich - vor allem aus sportwissenschaftlicher Sicht - zunehmend kritischer gegenüber. Vergleiche die Forschungen von Güllich / Emrich. In so manchen Sportarten ist es dysfunktional geworden. Die Frage ist schlichtweg, warum ein junger Mensch sich das freiwillig antun soll? Genau aus diesem Grund werden ja auch alternative Strukturen entwickelt.

    Gruß, Carcano

    Das sind beeindruckende und auch ziemlich einzigartige Zahlen. In den meisten Bundesländern und den meisten Regionen der Länder wiederholen die sich so nicht. Ich finde es sehr gut und vorbildich, dass ihr eine entsprechende Statisktik führt.
    Übungsleiter / Vereinstrainer (also die Stufe unterhalb des vorgegebenen DOSB-Systems) sind bei Euch nicht erfasst?

    Gruß, Carcano

    Da ich nicht nur DSB-Schütze bin (dies durchaus gerne), sondern auch zwei weiteren Verbänden angehöre:
    Für meinen eigenen Verband, die DSU (Deutsche Schießsport Union) mit ca. 14.000 Mitgliedern kann ich es sagen. Wir haben um die 500 eigene Vereinstrainer, das heißt die meisten unserer Vereine habne auch enen solchen. Schon mal schön. :)
    Das ist zugegebenermaßen eine bescheidene Basisqualifikation; und natürlich gibt es (Wegen häufig vorkommender Mehrfachmitgliedschaften) auch DSB-Trainer verschiedener Qualifikationsstufen bei uns. Und verständlicherweise können wir als relativ kleiner Verband weniger an Aus- und Fortbildung leisten als die großen Flächenverbände.

    Na ja. Eigentlich würde man bei jedem normalen Sportverband (ganz unabhängig von der Sportart) erwarten, dass er solche Zahlen nicht nur verfügbar hat, sondern auch nennt und bekannt macht. Früher im jährlichen Geschäfts- und Tätigkeitsbericht, heute auf seiner Website, im Abschnitt "Aus- und Fortbildung". Oder einfach in einer Übersichtsseite für den schnellen Leser und Journalisten, "Daten und Fakten".

    Die zu erwartende Teuerung der Überprüfung ist zwar unschön, aber zumindest kurzfristig nicht das Hauptproblem. Zur Zeit gibt es in ganz Deutschland nur ca. 15 Sachverständige, welche bisher die zum 1.01.2015 in Kraft tretenden neuen Anforderungen erfüllen. Bei nur alleine 15 000 DSB-Vereinen, von denen sicherlich die Mehrzahl über eigene Schießstätten verfügt, kann man sich den abzeichnenden Engpass leicht vorstellen.

    Das ist zutreffend. Obwohl den betroffenen Sachverständigen diese Lage schon seit secbs Jahren gut bekannt war, haben die meisten von der Möglichkeit, sich öffentlich-rechtlich bestellen und vereidigen zu lassen, bewusst keinen Gebrauch gemacht, weil sie darauf hofften, die Bestimmung in der AWaffV würde entweder ganz zurückgenommen werden, oder ihr Inkraftrreten würde Jahr um Jahr weiter hinausgeschoben werden (ursprünglich war ja der 1.1.2013 der Stic htag gewesen). Ob eine dieser beiden erhofften Optionen nun noch eintritt, werden wir sehen.

    Zitat

    Und ob dieser Sonderweg in Bayern, der aus Schützensicht sicherlich zu begrüßen ist, auf Dauer wirklich so haltbar ist, ist noch fraglich, denn bei weniger wohlwollender Betrachtungsweise ist das ab nächtes Jahr ein Verstoß gegen dann geltendes Bundesrecht.

    Jein. Das kommt darauf an, inwieweit die "öffentliche Bestellung und Vereidigung" nach § 36 der Gewerbeordnung eine Öffnungsklausel für jeweiliges Landesrecht enthält. Der Normalfal ist das Verfahren vor den IHKs (hier wäre das die IHK Suhl); es ist dann also die Frage, inwieweit ein Bundesland insoweit eine Gleichwertigkeitsklausel etwa für Bestellungen durch Gebietskörperschaften (Regierungen, Bezirksregierungen, Regierungspräsidien) haben darf. Nach der Wortlaut der Norm (Abs. 1, Satz 1 Mitte) ist das nicht an IHKs gebunden:

    "sind auf Antrag durch die von den Landesregierungen bestimmten oder nach Landesrecht zuständigen Stellen für bestimmte Sachgebiete öffentlich zu bestellen"

    Es gab ein Bayerisches Sachverständigengesetz von 1950, das zum 31.12.2007 aufgehoben worden ist. Die sogenannten "Regierungssachverständigen" bleiben auch danach weiterhin rechtswirksam öffentich bestellt und vereidigt, ihr Status genießt also Bestandsschutz. Näheres kann man hier nachlesen:
    https://www.muenchen.ihk.de/de/recht/Anhae…erstaendige.pdf

    Gruß, Carcano