Beiträge von Carcano

    -Spannend und besorgniserregend. Insgesamt.

    - Interessant aber die geringfügigen Gegentrends in Teilen Ostdeutschlands bzw. Mitteldeutschlands.

    - Generell katastrophal die enorme Verlagerung in den Seniorenbereich. Den Spitzensport juckt das nicht (der würde auch mit einem Bruchteil der ggw. Mitgliederzahl noch funktionieren), der Wettkampfsport allgemein reduziert sich zahlenmäßig, sehr problematisch wird's im Hinblick auf den Nachweis des Fortbestandes des Bedürfnisses, die Gebrauchtpreise für Sportrwaffen werden noch mehr in den Keller gehen. Und die DSB-Verbände werden radikal umlernen müssen: Nachwuchswerbung wird sich zunehmend an Erwachsene richten müssen, nicht an Jugendliche oder gar Kinder (so löblich das ist). Damit müssen sich auch Ansprache und Selbstüpräsentation ändern. Bisher fehlte dazu die Bereitschaft.

    Carcano


    Einen einfachen Vorgang nicht nur idiotensicher sondern wie hier mal geschrieben wurde auch noch schützensicher zu erklären ist wirklich eine Aufgabe. (...)
    Es geht hier um den Erwerb und Besitz einer Waffe, d.h. es nach üblicher Lesart betrifft es erst mal alle Waffen die hier vom Gesetze erfasst sind und beschränkt sich nicht nur auf Waffen im Vereins- Privat- oder sonstigem Besitz.

    Frank (Murmelchen) hat die rechtliche Lage wirklich klar, ausführlichst und mit wahrer Kindergärtrnerinnengeduld erklärt.
    Wenn danach immer noch kindisch weitergequengelt und gänzlich belehrungsresistent weitergemault wird, dann ignoriert man das sinnvollerweise hinfort.

    Carcano


    Im übrigen können sie als Gastschützen bei ihrer SSG schießen.

    Genau das ist der Punkt, und kann somit ein Bedürfnis aufrechterhalten. Ist sohar eigens in Ziffer 8.1 Satz 4 WaffVwV erwähnt, die Möglichkeit in einem verbandsangehörigen Verein als Gastschütze (regelmäßig und regelgerecht) zu schießen.

    Carcano

    Korrektur: das Klageverfahren der Hauptsache ist weiterhin anhängig, wie ich präziser hätte schreiben sollen, unter dem Az. 5 O 278/14.
    In ihm geht es darum, dass bzw. ob die beiden in den Bezirksverband unmittelbar neu aufgenommenen Schießsportgemeinschaften Nordholz und Wesermünde dadurch ihrerseits mittelbare Mitglieder des NWDSB als Landesverband geworden sind.

    Carcano

    Die erstinstanzliche Entscheiodung des Landgerichts ist ihrerseits mit einem Rechtsmittel angreifbar (Berufung, weil schon mündliche Verhandlung erfolgt ist). Das betrifft das jetzige Verfügungsverfahren (als EIlverfahren) selbst.

    Daneben ist weiterhin das JKlageverfahren der HAuptsache möglich.

    deswegen sind die hier auch so teuer. Wer sich für eine Pardini Spopi interessiert, sollte sich ruhig mal bei Händlern im benachbarten Ausland umhören. Da kann man SEHR viel Geld sparen ;)

    Ja. Die hochinteressanten Pardini HPs in 7,65 Browning (.32 ACP) gibt's zum Beispiel auch nur in den USA, und nicht hier. Obwohl die Patrone sportlich der .32 S&W Long WC überlegen ist (kein großes Kunststück).

    Carcano

    @Landwehrsmann
    [1.] Stell Dir die Frage, warum das auf nationalem/internationalem Spitzenniveau fast niemand schießt? Ja, wahrscheinlich zahlt Tesro zu wenig und deswegen schießen alle die viel schlechteren Waffen von anderen Herstellern.

    [2.] Irgendwie plagt mich aber der Zweifel, ob Du wirklich Rat oder eigentlich nur eine Bestätigung wolltest?

    1. International ist die Tesro etwa so verbreitet und beliebt wie Agner, Britarms und Ziegenhahn. :P Alles übrigens gute Pistolen. :D

    2. Häufiges Problem im Netz.


    Eine GSP (Expert) würde ich nur geschenkt nehmen. Dafür auch noch viel Geld bezahlen? Im Leben nicht.

    Lass es mich so ausdrücken: die Walter GSP (auch als Expert) ist heute neben anderen Sportpistolen (bzw. Standardpistolen) ungefähr so konkurrenzfähig und zeitgemäß, wie es die Walther PP Sport nach der Einführung der Walther GSP war.
    Das bringt's in etwa gut auf den Punkt.

    Carcano

    ..sprachen sich mehrheitlich dafür aus .... den Verband zu verlassen.
    Das geht jetzt landauf landab so.
    Die Tradition verabschiedet sich. Der siechende Tod des LLZ..

    1. Ich denke, dass das deutsche Schützenwesen (nicht nur in Nord[west]niedersachsen) auf einem Zusammenspiel von Sport und Tradition beruht, und dass das eine nicht ohne das andere sein sollte. Ich selbst bin Sportler, nicht Traditionsschütze (wenn man denn nicht etwa mein Wehrmannsgewehr 8,15x46 R und Ordonnanzgewehr schon darunter fasst), aber ich will den Traditionsteil weder missen, noch vergrämen.

    2. Für ihren Fortbestand und ihre sportliche Aktivität sind die Vereine und Verbände auf den Traditionsschützenanteil zwingend angewiesen. Deren Abwanderung gefährdet den Bestand der Verbände in ihrer gegenwärtigen Form insgesamt.

    3. Die Überalterung der Vereine und die Auszehrung des sog. "Ehrenamtes" (das weder das eine noch das andere Wortbestandteil ist, aber dazu gab es schon eine Reihe sehr guter Threads) sind für sich genommen bedrohlich genug. Da müssen wir nicht auch noch tausende, wenn nicht zehntausende von Verbandsmitgliedern zusätzlich vergraulen, die uns dann bitter fehlen.

    4.a. Ein zweites Landesleistungszentrum außer Hannover im Bereich des staatlichen Bundeslandes Niedersachsen, als eines großen Flächenstaats, ist _keine_ schlechte Idee, und grundsätzlich sinnvoll.
    4.b. Das konkrete neue LLZ Bassum in seiner jetzigen Form ist problematisch, insbesondere seine Finanzierung. Die Bedenken lassen sich auch nicht einfach vom Tisch wischen oder schönreden.

    5. Der Umgang im Verband miteinander ist unter aller Sau.
    Punkt.

    6. Die Interessen des Deutschen Schützenbundes und des Schießsports als ganzen (!) werden durch die gegenwärtigen Konflikte im NWDSB zunehmend gefährdet.
    a. Daran trägt die aktuelle Verbandsführung einen nicht zu leugnenden Anteil. Das ist objektiv so. Einen kleineren Anteil (hinter den Kulissen) hat auch der NSSV.
    b. Die Lage ist derart verfahren und zugespitzt, dass mit der gegenwärtigen Verbandsführung eine gedeihliche Weiterentwicklung nicht zu erwarten oder zu erhoffen ist. Das ist eine objektivierte EInschätzung, keine subjektive Schuldzuweisung. Auf die kommt es nämlich nicht an.

    7. Ein Neubeginn mit gänzlich neuer, ausgewechselter Spitze könnte zu einer Befriedung und Wiederannäherung führen. Die neue Kandidatur Themsfeldt könnte eine solche Möglichkeit sein. Persönlich kenne ich ihn nicht, sein Lebenslauf und seine Qualifikationen lesen sich sehr gut. Möglicherweise kann er die auseinanderdriftenden "Lager" wieder integrieren. Die Voraussetzungen hätte er wohl.

    Carcano

    Hallo Wilhelm, den Bericht habe ich dem DSB bis jetzt nicht zur Verfügung gestellt. Das wäre aber sicherlich eine Option. Ich werde diesbezüglich noch einmal bei uns im Verein das Gespräch suchen.


    Nach den diesbezüglichen nachfolgenden Erläuterungen verstehe ich den obigen Hinweis von ReBre viel besser. Anfänglich und ohne Kenntnis der Hintergründe klang er beim flüchtigen Lesen nämlich arg devot; das ist er aber gar nicht, wie sich nun zeigt.

    Erstens: man wird sicher unterscheiden müssen, ob man diesen Bericht dem DSB-Team nur intern zur Kenntnis übermittelt (das braucht man sich von keiner Schranze allergnädigst genehmigen zu lassen), oder ob man damit auch einer Veröffentlichung auf der diesbezüglichen Ziel-im-Visier-Website zustimmt. Im letzteren Fall könnte es nämlich durchaus geschehen, dass jemand sich vereinsintern aufspielte und dich vom Olymp herab anherrschte, was du dir denn anmaßest, im Namen des Vereines hier zu sprechen und "für diesen" einen Bericht im WWW zu veröffentlichen, denn das dürfe und könne ja wohl nur, wer... [*blah, wetter, donner*].

    Zweitens: dies leitet über zur Psychologie in solchen Fällen (nicht nur in Vereinen, auch in sonstigen Organisationen, Behörden, Firmen, Pfarrgemeinderäten etc,).

    a) Es gibt Leute (Vorgesetzte, Entscheidungsträger, Hierarchen), die einfach vorher gerne informiert und nominell gefragt sein wollen, dann in der Regel aber auch meist zustimmen oder irgendwelche pro-forma-Änderungen verlangen, damit sie ihre Existenzberechtigung wieder einmal gezeigt haben. Die sollte man dann auch stets einbinden und nicht übergehen. Problematisch werden die nur, wenn sie andere blockieren.
    (Typisches und klassisches Beispiel in sehr vielen Vereinen; der unfähige und faule Pressewart, der nichts zustande bringt, aber sich aufregt, wenn jemand anderes Unbefugter aus dem Vereinsbasis einen - womöglich auch noch gut geschriebenen - Bericht in die Lokalpresse lanciert. Dafür gibt es aber eine ebenso klassische Lösung.)

    b) Und es gibt, allerdings Gottlob seltener, den Typus des Meckerers, der immer und überall versucht, Stöcke zwischen die Speichen zu stecken und andere zu behindern, bzw. Zwietracht zu säen, und alles zu kritisieren, vor allem jede Verbesserung (alte Mißstände dagegen regen ihn nie auf). Auf jeder Jahreshauptversammlung gibt es einen solchen, der ist dort auch relativ harmlos und meist leicht in den Griff zu kriegen. Schwierig ist es nur, wenn eine solche Kreatur irgendwie im Vorstand sitzt, so als Knollenblätterpilz unter Champignons. Dann muss man eine Doppeltaktik fahren.

    Carcano

    Erstens: die 1,5 Millionen Mitglieder sind als optimistisch-hohes mittelfristiges ZIEL durchaus ein sinnvoller Ansporn. Natürlich muss man auch aktiv etwas dafür tun, und die große Mehrzahl (!) der Vereine an der Basis tut das (noch) nicht, das hat die Ziel-im-Visier-Aktion 2014 anschaulich gezeigt. Derr DSB hat ja durchaus schon gute Hilfen gegeben. Was noch fehlt, ist ein Bewusstsein (und sodann eine Anleitung), dass man gerade erwachsene Neumitglieder werben muss, um den Schießsport als Bereitensport und den privaten Waffenbesitz zu erhalten, statt über fehlende Jugend und G-8 zu jammern. Spitzensportliche Höchstleistungen kann man durchaus auch in einem Verband von 70,000 Mitgliedern abrufbar "produzieren", das ist nicht das Problem.

    Zweitens: der Hinweis auf die Notwendigkeit von Investitions- und Reparaturrücklagen ist ganz wichtig, das wird mir immer klarer. Wer eine eigene Schießanlage hat, kommt überhaupt nicht ohne aus. Das wird vielfach vernachlässigt, weil man Angst vor den steuerlichen Folgen übertriebener Thesaurierung hat. Dann aber kaum Vereinswaffen haben, und beim ersten Herbststurm das große Zittern bekommen... ganz zu schweigen von der nächsten Schießstätten-Regelüberprüfung.

    Carcano