Hallo Frank,
was ich damit sagen wollte, war, das wir nicht grundsätzlich ein Problem mit unseren Strukturen und insbesondere nicht mit den von uns
angebotenen Disziplinen haben und bezog sich hauptsächlich auf so Forderungen nach angeblich doch viel moderneren und damit
vermeintlich auch interessanteren und spaßigeren Disziplinen.
Da bin ich komplett deiner Meinung. Ich will auch kein Realvideospiel. Sport soll Sport bleiben !
Ich glaube wir sind da in einer ähnlichen Richtung, haben aber unterschiedliche Definitionen von Leistungssport und Breitensport.
Oben in der Spizenklasse haben wir wohl kein Problem (Aussage eines Bundestrainers). Ich seh' das allerdings auch anders. Bei den
Männern Gewehr könnte schon mehr los sein - wenn man bedenkt, dass wir hier in D die beste Liga der Welt haben.
Aber das soll nicht unser Problem sein.
Das was ich gemeint habe spielt auf Vereinsebene bei den ganz normalen Schützen, die keine Change auf irgendwelche Kader oder
Leistungsgruppen haben.
Ob die dann 320 oder 360 schiessen ist im Prinzip egal. Der 320-Schütze würde bestimmt auch gerne mal 330 schiessen.
So ist das zumindest bei denen die ich kenne.
Der ganz normale Schütze wird im Verein alleingelassen.
Klar bekommt man von den Mitschützen mehr oder weniger brauchbare Tipps, aber das bringt einen im Sinne einer kontinuierlichen Leistungsentwicklung nicht weiter. Diese Tipps sind auch sehr mit Vorsich zu geniessen.
Eine Betreuung findet aber auf Vereinsebene nicht statt. Es gibt kein geplantes Trainig und keine Trainer. Als Training werden halt immer wieder die üblichen Wettkampfprogramme geschossen ohne wirklich problemorientiert zu trainieren.
Als Gegenbeispiel nehme ich mal einen Leitathletikverein.
Da gibt es Trainigsgruppen je nach Alter, Leistungsfähigkeit und Disziplin
Selbst beim Lauftreff am Samstag ist ein Übungsleiter dabei.
Und bei allen anderen Vereinen ist es ähnlich
Nur im Schützenwesen wurstelt jeder mehr oder weniger vor sich hin. Wenn jemand mal richtig gut wird ist das eher Zufall oder halt Ausdauer. Wenn er dann nicht zu alt ist, hat er dann eventuell die Change in einen Kader zu kommen.
Wobei ich bis auf Landesebene bisher noch nie einen guten Trainer kennengelernt habe.
Die Guten gibts scheinbar erst ab Bundesebene.
Warum ist das im Schützenwesen so ?
Bei allen anderen Vereinen funktioniert es doch auch vernünftig.
Die Zusammenlegung von Vereinen halte ich für notwendig um die guten Schützenhäuser erhalten zu können und um gute Mannschaften bilden zu können. Denn in einer Mannschaft steigt auch gleich wieder die Motivation.
Mir fällt kein Grund ein warum in jedem Kaff ein Schützenhaus stehen muss. Die dort vorhandenen Anlagen sind dann oft zu klein um einen Rundenwettkampf in vernünftiger Zeit durchzubringen.
Der Stammtisch kann ja in die örtliche Kneipe verlagert werden.
Gruss Axel