Naja, jedem das seine, dann weiß ich, woher die "etwas von oben herab"-klingenden (für mich zumindest) Antworten bzw. Beiträge kommen.
Irgendwas dagegen zu schreiben, oder versuchen, argumentativ zu überzeugen, sehe ich nicht als zielführend, daher werde ich mir dann auch die Zeit sparen, auf Diskussionen, was einen "richtigen" Verein ausmacht usw. einzugehen. Ich denke auch, der Fragesteller wollte nur seine Eindrücke zeigen, dass die Jugend immer weniger wird, zumindest an der Spitze und fragen, wie es beim Rest der Welt so ist.
Und wenn ich genau überlege, ich selber habe das bisher gar noch nicht beantwortet...
Ich denke, ja, die Jugend wird weniger, zum einen wegen der geburtenschwachen Jahrgänge (die jetzt nicht mehr stärker werden...), zum anderen wegen dem zunehmenden Stress, den die Jugendlichen haben. Wenn ich sehe, dass z.B. Nachhilfe schon in der Grundschule fast schon normal ist, dass die Kinder von Balett, Musik, Fussball, Kirche, ... noch an vielen anderen Dingen viel früher dran sind und dann mit 12 Jahren schon "ausgebucht" und ausgebrannt sind... Und da kommt dann ein SV daher und verlangt eine Disziplin, Ausdauer und Trainingsfleiß, das wird immer härter.
Was ich auch sehe - ich fahre eine größere Strecke zur Arbeit mit dem Zug - die Kids (ich sehe mal das Alter von 10 bis 17) sind dauernd "online" - sprich immer am Telefon rumfingern, immer auf dem Sprung, schon um 6:30 Uhr in der Früh. Die sind schon gestresst, bis die Schule beginnt, müssen dann gezwungenermaßen auf die neuen Medien verzichten, solange der Unterricht andauert, um dann bei Heimfahrt und nachmittags/abends dann für alle wieder erreichbar zu sein. Das ist für mich ein Grundübel, das die kompletten nächsten Generationen treffen wird. Ich denke, da wird eine "BurnOut"-Generation gezüchtet. Oder die Evolution schlägt zu und wir werden alle multitasking-fähig...
Also ich sehe der generellen Situation mit gemischten Gefühlen entgegen, sehe aber mit Freude wie meine älteste Tochter die ersten Gehversuche im Schießen hinter sich bringt - sie darf noch auflegen, bringt aber immer alle geschossenen Bänder mit vom Schießabend (da will sie auch allein und ohne Papa hin...
) usw. . Also, wenn Kinder einigermaßen "normal" aufwachsen, ohne extrem überreizt zu werden, dann kann auch Schießen ein toller Sport sein. Wenn man "Erfolg" nicht nur auf die 10 beschränkt und lobt, dann sieht man sein Kind förmlich wachsen... Das Kind hat natürlich Auf und Ab's, es gibt kaum eine Sportart, wo das so schön zu sehen ist... aber gerade die Fortschritte zu Beginn, das ist einfach toll für alle Beteiligten.