Beiträge von Geronimo

    Hallo Stefan,

    wir werten unser Gauschießen vom 30. April bis 18. Mai mit WM-Shot. Die benötigte Infrastruktur mit insgesamt sechs Rechnern war eigentlich schnell aufgebaut: Anmeldung und Auswertung laufen über jeweils zwei Notebooks, wir haben außerdem einen separaten Server für Datenbank, Backup und Ergebnisse sowie ein weiteres Notebook für die Ergebnisausgabe auf dem Flachbildfernseher. Mein erstes Fazit: Funktioniert. :)

    Beste Grüße

    Gerhard

    Das mit dem Kofferraum ist tatsächlich eine zulässige Alternative. Du solltest dann allerdings drauf achten, dass der auch wirklich verschlossen bleibt und nicht versehentlich mit der Zentralverriegelung geöffnet wird und bleibt oder sich sogar über die umgeklappte Rücksitzbank erreichen lässt. Der anschließende Transport vom Auto zum Schießstand geht allerdings nur mit verschlossenem Behältnis. Diabolos sind wirklich keine Munition. Die direkte Fahrt zum und vom Schießstand ist üblicherweise auch schlicht eine Versicherungsbedingung.

    Ich denke die Sensationsgier wird langsam allen bewusst. Geisterfahrer auf der A1, A22 1/2 oder A90? Ist bestimmt ein ADAC-Mitglied mit Fahrsicherheitstraining. Wir sollten die Verkehrsmittel und natürlich deren gefährliche Benutzer verbieten oder zumindest stark beschränken. Das klingt seltsam. Wie übrigens auch Waffenverbote. :D

    Stimmt, ein guter Einwand. Ich finde man sollte die Anforderungen auch nicht zu sehr nach unten schrauben, es sollte sich für einen Verein lohnen sich nicht nur mit dem absoluten Mindeststandard (Schießsportleiter) zufriedenzugeben sondern in Fachkräfte zu investieren. Die haben auch deutlich höhere Aufwendungen für Aus-, Fort- und Weiterbildung.

    Vorstufenqualifikation auf Ebene des Schießsportleiters. Der nächste Schritt wäre Trainer C Breitensport oder Lizenzierter Jugendleiter. Die gewünschte Durchgängigkeit der Ausbildungen ist damit aber bereits vorhanden, oder? ?(

    Ich finde man muss die Meinung anderer nicht unterstützen aber dennoch akzeptieren können. Die enorme Vielfalt des Schießsports ist sicherlich eine besonders große Herausforderung für die Öffentlichkeitsarbeit. Bewegungsschießen und Verteidigungsschießen sind natürlich auch sportliche Herausforderung, nur entsteht dabei oftmals der Eindruck das wäre der Schwerpunkt des Schießsports und auch die Schießdisziplin die wir Kindern ab 10 Jahren vermitteln. Und dieser scheinbare Widerspruch wird natürlich von reißerischen Medien ausgenutzt. Da braucht's eine klare Ausrichtung.

    Eine gewisse Offenheit für andere Disziplinen kann trotzdem nicht schaden. :)

    Heiko, wenn du auch Kinder unter 14 Jahren bei Luftdruck und Jugendliche unter 16 Jahren bei Kleinkaliber trainierst, ist dafür die Eignung zur Obhut von Kindern und Jugendlichen notwendig. Mit welcher Ausbildung man die bei euch erwerben kann, müsstest du vielleicht mal nachfragen (ist regional unterschiedlich). Vereinsübungsleiter oder Jugendbasislizenz wären sicherlich völlig ausreichend.

    [...] und manche Landesverbände lieber den alten und für die Basisarbeit wenig nutzbaren geistlosen Trott des "Titelabhakens" von Standaufsicht, Schießportleiter, JuBaLi, C-Trainer jahrein, jahraus wiederholen. (Ein positives Gegenbeispiel sind zum Beispiel die interessanten und sehr ansprechenden Fortbildungsangebote des BSSB.)

    Inwiefern? Wir haben Schießleiter, Vereinsübungsleiter sowie Übungsleiter J und Übungsleiter F. In einigen Gauen wird allerdings statt Vereinsübungsleiter die Jugendbasislizenz angeboten. Die beiden Übungsleiter J und F sind ansich zwei Seiten einer Medaille. Einmal die jugendarbeitorientierte Ausbildung und einmal die leistungsorientierte Ausbildung.

    Die neuen DOSB-Bezeichnungen werden parallel mitgeführt, so heißt der Übungsleiter J jetzt Lizenzierter Jugendleiter und der Übungsleiter F jetzt Trainer C Leistungssport (1. Lizenzstufe C2). Es wurde außerdem der Zwischenschritt Trainer C Breitensport geschaffen und mit dem Übungsleiter J / Lizenzierter Jugendleiter auf der 1. Lizenzstufe C1 platziert. Die bisherigen Übungsleiter F wurden somit befördert oder anders herum gesehen die bisherigen Übungsleiter J degradiert.

    (Die nächste darauf aufbauende Stufe für sportlich etwas anspruchsvollere und leistungsorientiertere Vereine, aber immer noch eine breitensportliche Institution, ist dann der "Initiateur de Tir"; er liegt so zwischen D- und C-Trainer, wobei es den D-Trainer oder Vereinsübungsleiter aber nur in manchen Landesverbänden im DSB gibt, nicht als ein übergreifendes DSB-einheitliches Konzept).

    Ein solcher Zwischenschritt wäre sicherlich sehr sinnvoll. Ich finde das ganze System ein bisschen sehr theoretisch. Der übliche Ausbildungsweg ist Schieß- und Standaufsicht (Schießleiter oder wie auch immer genannt) und dann der Schießsportleiter (Vereinsübungsleiter oder Jugendbasislizenz). Was lernt man dabei? Schieß- und Standaufsicht ist eine kurze Einführung in Rechte und Pflichten als Aufsicht. Wir haben abwechselnd einen langatmigen Text vorgelesen.

    Vereinsübungsleiter ist bereits etwas interessanter: Da geht's um solche Dinge wie Aufsichtspflicht, Lehrmethoden und Gruppendynamik. Eine wichtige Grundlage. Die zwei Stunden beim Schießen waren allerdings eher sinnlos. Da hat halt jeder vor sich hin geschossen und bekam ein paar Tipps.

    Der absolute Oberhammer war dann die Ausbildung zum Übungsleiter J. 150 Unterrichtsstunden mit nochmal sehr vertieften Informationen (Aufsichtspflicht, Gruppenführung, Organisation, Physiologie, Prävention, Waffenrecht, ...) sowie Schießsport (Luftgewehr und Luftpistole) und Breitensport (Bewegungssportarten) in Theorie und Praxis und abschließend eine schriftliche und praktische Prüfung (Lehrprobe). Nur kommt auf diese Stufe nur einer von hundert Jugendtrainern.

    Major Tom, du leistest ja viel Überzeugungsarbeit direkt vor Ort und kannst da sicher aus erster Hand berichten. Könnte es nicht sein, dass bei vielen schon allein der Versuch oder Verdacht von Beeinflussung bereits eine strikte Abwehrhaltung hervorruft? Ich merke das vor allem als Jugendleiter. Es hieß jahrelang die Jugend wäre einfach faul und würde - wenn sie denn überhaupt zum wöchentlichen Training erscheint überhaupt nicht ernsthaft trainieren. Es brauchte viel „Stammtischarbeit“ um diesen Eindruck zu korrigieren. Klar, könnte man diesen Kritikern vorwerfen sie hätten halt schlichtweg keine Ahnung wie's heute bei uns ausschaut, aber würde sie das überzeugen? Ich glaube eher nicht. Was meine ich also mit Stammtischarbeit? Ich habe gerade die Kritiker ganz gezielt mit Informationen versorgt und ständig von kleinen und großen Erfolgen aber ebenso auch Misserfolgen berichtet. Gerade die Kritiker sind inzwischen die größten Befürworter: Schütze A war heute schlecht. Stinkfaul? Uninteressiert? Undiszipliniert? Nein! Die stellen doch gerade den Anschlag um, ja weißt du das denn nicht? Er ist mal wieder ein gutes Stück gewachsen!

    Klar, sobigrufti, Sportschützen sind oftmals auch Waffenbesitzer. Wir besitzen die Sportwaffen zur Ausübung des Schießsports und bewahren sie ordnungsgemäß vor fremdem Zugriff geschützt auf. Und dann kommt in Diskussionen doch manchmal der verkappte Waffenbesitzer durch: Ich benötige die Waffe zur Selbstverteidigung! Man muss sich doch wehren können wenn jemand einbricht! Da gewinnt man beinahe den Eindruck, Menschen ohne Schusswaffe wären leichtsinnig. Wer dieses Bedürfnis verspürt, der sollte den Schusswaffenbesitz auch gefälligst damit begründen und nicht den Schießsport vorschieben. Da ist's nämlich nur noch ein klitzekleiner Schritt zur Pistole im Nachtkästchen. Und genau die ist das Problem und nicht die kleine oder größere sicher verwahrte Waffensammlung. Eine kleine Anmerkung zum Leserbrief: Muss das sein? Ja! Das nennt sich freie Meinungsäußerung. In dieser Tageszeitung kommen Sportschützen und Waffengegner zu Wort. Und so soll's auch sein. Wir brauchen keine Zensurversuche.

    Ich glaube wir verfolgen den falschen Ansatz, indem wir versuchen den anderen etwas aufzuzwingen, anstatt ihnen zu ermöglichen sich unbeeinflusst einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Ihr kennt vielleicht die politischen Protestaktionen bekannter Waffenverbände. Klar, man möchte klarstellen, dass Sportschützen oder allgemein alle Waffenbesitzer eine ziemlich große und sicherlich recht interessante Wählergruppe aus der Mitte der Gesellschaft sind. Nur gewinnt nicht vielleicht ein Politiker, der sich kritisch zu privatem Waffenbesitz äußerste und massive Drohgebärden erntete, den - falschen - Eindruck er würde hierbei einer mächtigen „Waffenlobby“ entgegentreten und wird geradezu noch angespornt?

    Ich schätze den großen Einsatz nur klingen die Äußerungen fast immer nach Waffenbesitzer und nicht nach einem Sportschützen. Da braucht's viel Feingefühl. Wie meinte doch bereits Konfuzius: „Erzähl mir etwas, und ich vergesse es. Zeig mir etwas, und ich erinnere mich. Lass es mich tun, und ich verstehe.“. Wie geht's uns denn selbst? Der zweite Punkt ist zunächst der Entscheidende, „Zeig mir etwas, und ich erinnere mich.“, da kann uns doch stundenlang jemand erzählen wie interessant oder ungefährlich das Fallschirmspringen ist. Wenn ich mir das aber schon mal angeschaut und mir selbst einen ersten Eindruck verschafft habe oder vielleicht sogar sympathische Menschen kenne, die diese Sportart ausüben, dann ändert sich meine Einstellung. Fazit: Öffentlichkeitsarbeit! Und zwar positive und nicht negative!

    Früher hat die Kartusche fast jeder rausgedreht aber ich habe das Gefühl das wird immer weniger. Ich find's auch nicht sonderlich sinnvoll weil die Kartusche meist nur gelockert wird und dann in ihrer Führung herumwackelt was sicher nicht gerade materialschonend ist. Der andere bereits genannte Punkt ist natürlich der Sicherheitsaspekt, wobei ohne die Kartusche mit der Restluft im System meist trotzdem noch ein oder zwei etwas schwächere Schüsse möglich sind.

    Hallo Siegfried,

    ich verstehe deine Bedenken angesichts der ständigen Forderungen nach Waffenverboten. Und jedoch als Waffenbesitzer und sogar als Waffenlobbyisten vorzustellen ist allerdings die falsche Entwicklung. Wir betreiben den Schießsport als Breitensport und Leistungssport und leisten wertvolle Kinder- und Jugendarbeit. Schießsport ist außerdem völlig gewaltfrei. Das sollten wir vorstellen. Du kennst vielleicht die Netzathleten, ein großes soziales Netzwerk für Sportler aller Disziplinen, und natürlich sind dort auch zahlreiche Sportschützen vertreten. Sie berichten von sportlichen Erfolgen und traditionellen Veranstaltungen und wenn man dort die Kommentare verfolgt dann spätestens wird glasklar: Schießsport ist Trendsport oder hat zumindest das entsprechende Potential. Nur braucht's dafür positive Öffentlichkeitsarbeit; „Wir sind...“ statt „Wir sind nicht...“. Ich denke eine gesunde Sportart kann und muss Bedenken vertragen.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Was und Wie der Sport wirklich ist, oder sein sollte ist doch nicht von Deiner m.E. recht einseitigen Definition abhängig. Z.B. kannst Du mir/uns nie und nimmer die Sportschützeneigenschaft absprechen, auch wenn ich halt eben nicht ständig auf der Jagd nach der ultimativen Ringzahl bin , aber in vielen Disziplinen zumindest mittelmäßig mithalte ,mit meinen alternden Augen und damit zufrieden und stolz darauf bin. Außerdem halten z.B. Dieter und ich im Sobi immer noch Tempo und auf Strecke darf manch jüngerer gern mal gegen uns laufen. Bitte, wer ist also Sportsmann ?

    Eine klare Definition: Sportschießen ist Breitensport und Leistungssport aber niemals reine Selbstverteidigung oder Technikverliebtheit. Wir konzentrieren uns auf den faszinierenden Schießsport. Die anderen Aspekte des Waffenbesitzes und Waffeneinsatzes behandeln bereits zahlreiche Foren und sind für Sportschützen größtenteils eher uninteressant.

    Mir geht die ganze Einteilerei in schwarz / weiß, uninformiert / informiert, schlafend / aufgewacht, richtig oder falsch auf die Nerven. Als müssten wir sämtliche Verwendungen unserer Sportwaffen rechtfertigen oder unterstützen. Ich find's beispielsweise nicht in Ordnung, dass Sportschützen ihre Sportwaffen zur Selbstverteidigung verwenden und vielleicht auch insgeheim dafür erwerben. Ein gutes Image erreichen wir sicher nicht, indem wir ständig mitteilen, was wir alles nicht sind oder nicht sein wollen, und uns mit anderen Waffenbesitzern verbrüdern, sondern indem wir endlich mal positive Öffentlichkeitsarbeit betreiben und unsere - vermeintlich - dunklen Schießkeller öffnen und den Schießsport in allen seinen Facetten vorstellen. Man muss etwas kennen um es gut finden zu können. Wenn ich heute die Diskussionen in Waffenforen verfolge, dann gewinnt man durchaus den Eindruck es ist fünf vor zwölf und vielleicht sogar fünf nach zwölf; Und zwar, dass dieses ständige Geplänkel um Waffenbesitz und Solidarität unsere Sportart verdrängt.