Beiträge von Geronimo

    Seit 2003 gibt es zusätzlich die gesetzliche Forderung nach der für die Jugendarbeit besonders qualifizierten Aufsicht (JuBaLi).

    So habe ich das auch in Erinnerung. Die Jugendbasislizenz ist allerdings nur eine von mehreren Möglichkeiten.

    Tatsache ist aber, dass man für eine Sondererlaubnis nach § 27 mittlerweile ganz schön zur Kasse gebeten wird. Ich kann mich noch an 15 DM erinnern und habe in letzter Zeit etwas von 52 EUR gehört. :cursing:

    Wir zahlen nur 15,34 Euro. So gesehen ist's sogar etwas günstiger.

    Lustig. Wir könnten die Infos bei Facebook einstellen, das wäre schließlich noch moderner, als unsere bisher statische Website mit Berichten, Fotos und Terminen (wurde bereits alles gestrichen). Das geeignete Medium definiert sich doch nicht dadurch, dass es modern ist oder nicht, sondern dadurch dass es seine Aufgabe erfüllt oder nicht. Eine veraltete nicht gepflegte Website ist jedenfalls nicht ansprechend. Da hängt man lieber die wichtigen Infos im / am Schützenheim aus und verteilt wie wir regelmäßig ein Schützenblattl mit Interessantem, Denkwürdigem und Merkwürdigen aus dem Vereinsleben.

    Ich lasse unsere Vereinswebsite ansich vor sich hin sterben. Warum? Es findet sich niemand der Inhalte beisteuern oder aufbereiten würde. In einer kleinen Ortschaft ist's vielleicht auch sinnvoller die Mitglieder holen sich die Infos per Aushang im Schützenheim. Das fördert die Geselligkeit. :D

    Was lässt dich glauben, dass es sich um Einzelfälle handelt und nicht um ein Systemtisches Problem?

    Zweierlei, ich sehe einerseits wie erfolgreich und zeitgemäß das ehrenamtliche Engagement in sehr vielen Sportvereinen ist und andererseits kenne ich als langjähriger Schriftführer und damit auch Chronist die Geschichte unseres Vereins sehr genau. Es gab immer mal wieder Probleme einzelne Ämter zu besetzen oder eine handlungsfähige Vorstandschaft zusammenzubekommen. Der interessantere Aspekt ist allerdings die Frage aus welchen Gründen solche Probleme entstehen. Da gibt's eine klare Antwort: Wir hatten die Probleme wenn Mitglieder nur kritisierten anstatt konstruktiv mitzugestalten und außerdem wenn Vorstandschaftsmitglieder nach jahrelanger sehr erfolgreicher Arbeit aufhörten. Für beide Probleme gibt's ansich eine einfache Lösung: Als Wortführer - auch wenn's schwerfällt - andere Meinungen und fremdes Engagement zuzulassen und außerdem als Vorstandschaftsmitglied andere Mitglieder einzubinden (Aufsichtsteam, Bewirtungsteam, Organisationsteam, ...) und gezielt einen späteren Nachfolger aufzubauen und zu unterstützen.

    Beides ändert nichts am allgemeinen flächendeckenden (!) Befund.

    Und dabei zeigen doch gerade die Meisterschützen, dass flächendeckende „Befunde“ im Schießsport und vermutlich auch anderen Sportarten meistens falsch sind. Es gibt nicht DEN Sportverein und es gibt nicht DEN Schützenverein.

    Nur, sie verwirklicht sich nicht mehr in Form des sterbenden "Ehrenamtes"; und wer dies ignoriert, und borniert-blind am Überlebten festhält, der geht nicht mit der Zeit, sondern wird von der Zeit bald gegangen. Die Umweltverbände haben es begriffen; die Landessportbünde haben es begriffen. Aber die Schützen stecken den Kopf in den Sand. :)

    Was genau sind allerdings diese Alternativen? Die lokalen Sportvereine setzen erfolgreich auf ehrenamtliches Engagement.

    Wär's nicht sinnvoller, anstatt das baldige Ende des Ehrenamts heraufzubeschwören, auch einmal nach den Gründen zu fragen? Die verschiedenen Beiträge zeigen eines deutlich: Das Interesse und auch die Motivation für ehrenamtliches Engagement hängt ganz massiv vom Umfeld ab. Die teilweise sehr drastischen Probleme sind offenbar schlicht hausgemacht. Und genau das dürfte die Ursache sein, dass es in vielen Vereinen läuft und in einigen nicht.

    Ich habe deine Zitate mal wieder korrigiert. Achte doch bitte zukünftig darauf den richtigen zu zitieren. Dankeschön. Ich möchte beim „Tick, Tick, Tack die Zeit läuft ab.“ doch einmal kurz einhaken: Ja, die Zeit lässt sich nicht aufhalten, so mancher verschwendet sie allerdings mit erfolglosen Versuchen anderen Sportlern, bei denen sich Schießsport und Vereinsleben gut entwickeln, ein drohendes Problem einzureden. Da heißt's anpacken und nicht beklagen. ;)

    Ich find's nervig, dass neuerdings ständig versucht wird, anderen die eigene sehr subjektive Wahrnehmung einzureden. In jedem Verein gibt's vermutlich neben ehrenamtlichem Engagement kurzfristige Projektarbeiten wie Vorbereitung und Durchführung von Sportveranstaltungen (Gauschießen, Pokalschießen, Schnuppertage) und Vereinsveranstaltungen (Dorffeste, Gründungsfeste, Feierlichkeiten). Ja, da kann man „Poser“ auch einmal dafür begeistern: Minimaler Einsatz und maximale Wirkung. Nur wenn's ans Eingemachte geht - die Buchführung, die Finanzplanung und auch die Trainingsplanung anstehen - dann ist da schnell wieder die Luft raus. Da braucht's das Ehrenamt als verlässliches und langfristiges Fundament. Und spätestens mit Aufgaben die rechtliche Verantwortung bedeuten (Vorstand, Kassier, ...) oder entsprechende Ausbildung voraussetzen (Schießaufsicht, Jugendbetreuer, Vereinswirt, ...) ist vermutlich eine Freiwilligentruppe überfordert, oder? Man bräuchte einen bezahlten Geschäftsführer und aus dem Sportverein, der verschiedene Menschen mit gemeinsamen Interessen verbindet, ist schlicht ein weiteres Unternehmen geworden.

    Ich muss sagen was einen Jugendsprecher angeht, sehe ich zumindest bei uns eigentlich keine Notwendigkeit, da wir nicht so lange Wege im Verein haben. Wenn jemanden etwas nicht passt, wenn jemand einen Vorschlag einbringen möchte oder wenn jemand eine Aufgabe übernehmen möchte, dann wendet er sich einfach direkt an den jeweils zuständigen. Die Vertretung gegenüber Vereinsorganen wie Vorstandschaft oder Mitgliederversammlung übernehmen die Jugendleiter. Sie garantieren die notwendigen Rahmenbedingungen. Ich kann mich nur noch dunkel an die Diskussion Ehrenamt oder nicht erinnern, aber ich denke es braucht halt jemanden mit festen Aufgaben und Pflichten - ich nenne ihn einfach mal „Kümmerer“ - der beispielsweise im Kinder- und Jugendbereich die Arbeit des Aufsichts-, Betreuer- und Trainerteams koordiniert und außerdem als Ansprechpartner für Vorstandschaft, Jugendliche und Eltern zur Verfügung steht.

    Wenn ich also alleine meinen eigenen Verein betrachte, bei 90 Mitgliedern, wovon knapp 10% noch Aktiv am Schießbetrieb und Vereinsleben teilnehmen, dann sagt das etwas über düe Mitgliedszahlen und deren Verhältnis Aktiv zu Passiv aus. Es gibt viele anderen Vereine, wo es ähnlich gelagert ist. Somit kann man auf gar keinen Fall davon ausgehen, dass die 1,4 Millionen Mitglieder des DSB auch tatsächlich noch etwas für oder mit dem Verein oder dem Verband machen. Sie sind, aus meiner Sicht Karteileichen.

    Neun? Ok, dein Verein ist bereits fast gestorben. Aber warum übernimmst du nicht kurzerhand das Amt des Sportleiters oder Jugendleiters und sorgst für frischen Wind? Du schließt von euch auf andere und lamentierst über Schützenbund und Funktionäre und übersiehst die naheliegendste Problemlösung: Anpacken und nicht nur jammern! ;)

    Mannomann! Da kommt man ja kaum hinterher. Netzwerk läuft noch, Computer sind heute nur zwei abgeraucht, kommen wir langsam zum gemütlichen Teil. Ich muss sagen die Diskussion hat mich etwas erstaunt, da feiert ihr einerseits einen Schützenverband der soviel mehr bietet und leistet und kann und was auch immer und fordert andererseits der Deutsche Schützenbund oder dessen einzelne Mitgliedsvereine sollen gefälligst einen geeigneten Schießstand anbieten oder sogar erst umbauen, weil der supertolle und wahnsinnsinnovative Schützenverband nicht einmal diese absoluten Grundlage hinkriegt. Ist jetzt aber nicht euer Ernst, oder? Der zweite Einwurf ist ansich noch merkwürdiger. Da läuft's in manchen Vereinen wohl nicht rund, es findet kein oder kaum strukturiertes Training statt, die ersehnten Erfolge stellen sich nicht ein. Ok, aber dann noch mehr Disziplinen anzubieten ist schlicht der absolute Overkill. Luftballons als Wundermittel? 8|

    PS: Wir haben übrigens Luftballonscheiben. :D

    Aber immer doch. :D Wir haben aktuell 10 Luftgewehre (Jugendgewehre und Vereinsgewehre), 3 Luftpistolen (Links- und Rechtsgriff), 17 Schießjacken (Größe XS bis Größe M) und 17 Schießhandschuhe. Die genaue Anzahl der Schießhosen und Schießschuhe habe ich nicht im Kopf. Wobei inzwischen viele Nachwuchsschützen eigene Schießausrüstung besitzen.

    Also die Ausbildungswege sind DOSBweit normiert. In den anderen Verbänden gibt es mehr Trainer und auch die Qualität ist höher. Jetzt frage ich mich, warum ausgerechnet für Schützen der Weg so schwierig sein soll. Oder sind viele Schützen einfach unmotiviert und faul oder zu egoistisch um sich für den Verein einzusetzen ? Und wenn ja, warum ist das so ?

    Ich glaube der Eindruck entsteht einfach dadurch, dass wir beim Schießsport uns nicht auf's Hörensagen verlassen, sondern einen eigenen Eindruck haben. Ich tausche mich häufig mit Fußballtrainern aus und interessanterweise bemängeln gerade die, dass oftmals die einzige Trainerqualifikation schlicht „Vater“ lautet. Wir setzen zumindest die Ausbidung zum Schießleiter für die Schießaufsicht und die Ausbildung zum Vereinsübungsleiter mit Eignung zur Obhut von Kindern und Jugendlichen für das Jugendtraining voraus (mit kleinen regionalen Unterschieden). Sie fanden's hervorragend.

    Aber diese Jugendleiter - sosehr sie sich auch einsetzen - sind keine richtigen Trainer. Frag' mal einen Jugendleiter nach einem Trainigsaufbau über's Jahr. Ich bin bei solchen Fragen immer nur mit Unverständnis angeschaut worden.

    Ist allerdings auch schwierig. Weshalb? Du lernst das weder beim Vereinsübungsleiter noch beim Übungsleiter J bzw. Trainer C Breitensport so richtig ausführlich. Ich glaube das ist aber gar nicht das Hauptproblem. Ich habe nach acht Jahren als Jugendtrainer das Amt des Jugendleiters übernommen und mein größtes Problem war einfach folgendes: Den größten Teil der Zeit fraßen irgendwelche organisatorische Aufgaben wie beispielsweise die Materialeinteilung. Ich habe mich diesem Problem deshalb schon vor Amtsantritt gewidmet und zuerst die Schießjacken, Schießhosen, Schießhandschuhe und Schießschuhe in einen sinnvolle Größenfolge gebracht was gerade die Kombination aus Kinder-, Damen- und Herrengrößen nicht unbedingt leicht gemacht hat. Wenn heute mal wieder jemand eine größere Schießjacke braucht, dann kann ich ihm die zwei oder drei Schießjacken empfehlen die garantiert passen und bisher kein anderer Schütze verwendet und problemlos die verschiedenen Schnitte von Kinder-, Damen- und Herrenjacken berücksichtigen.