Beiträge von Geronimo

    Wie schon gesagt: Ich würde klar davon abraten. Missionierungseifer erweckt Misstrauen und Ablehnung. Das musste die „Waffenlobby“ (ich schreibe das bewusst in Anführungszeichen, denn die richtige Waffenlobby interessiert sich kein bisschen für Sportwaffen) hier bereits feststellen. Den stärksten Eindruck hinterlässt aber sowieso die eigene Erfahrung.

    Bei solchen Aktionen wie Sponsoring von Sportvereinen sehe ich einen sehr großen Stolperstein: Schützen die sich unter Vorwänden an Kinder und Jugendliche heranmachen und sie mit Waffenbesitz und Waffenrecht gewissermaßen zwangsweise konfrontieren? Da würde ich selbst als Jugendleiter eines Schützenvereins ganz entschieden dagegen protestieren. :thumbdown:

    Wie könnte eine solche PR-Kampagne ausschauen? Ich hab da immer die dämlichen Werbefilmchen der Milcherzeuger im Kopf. Man sollte den Schießsport, auf keinen Fall abstrakt, so nach dem Motto „Sportschießen - Do it!“ (da gibt's einen Aufkleber...), sondern mit konkreten Veranstaltungen, viel stärker präsentieren. Was bewirkt eine international recht gefeierte Weltmeisterschaft wenn weder die eigenen Schützen noch die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommen?

    Volker, das wäre die Vorgehensweise die Schützenverbände bevorzugen und zelebrieren. Wir bieten die Möglichkeit sich selbst zu informieren, seine eigenen Schlüsse zu ziehen und selbst aktiv zu werden. Und zwar vor Ort, da wo man die Menschen direkt erreicht und wirklich etwas bewegen kann. Da braucht's keine Zeitplanungen, Arbeitsgruppen und Kontrollinstanzen. Man findet hier mehr als genug Ideen für die eigene Arbeit auf Vereins- oder Verbandsebene.

    Jain. Ein umkommentierter Link bietet halt einfach keine Diskussionsgrundlage. Die verschiedenen Varianten zur Ermittlung der Schützenkönige sind sicherlich sehr interessant und wurden hier bereits diskutiert. Und trotzdem eine klitzekleine Anmerkung von mir als langjährigen Schriftführer: Gut, die Fakten sind bereits zusammengetragen, der erste Schritt ist damit geschafft, und jetzt solltet ihr aus den einzelnen Punkten einen Artikel zaubern. Für kleine und größere Berichte aus Schießsport und Vereinsleben eignet sich übrigens unser Blog.

    Ich glaube viele machen es sich zu leicht, indem sie sämtliche Probleme auf Verbände abschieben, das kommt dann mitunter sogar soweit, dass sich jemand drüber beklagt, dass der Verein überaltere und der untätige DSB nichts dagegen unternehme (ich verlinke das Thema jetzt besser nicht...). Wo ich aber Handlungsbedarf sehe: Auf unserer Vereinsebene und auch den unteren Verbandsebenen werden Veranstaltungen gekonnt in lokalen Medien angekündigt und dokumentiert. Nur warum hört man dann wenig bis nichts von Weltmeisterschaft (die war - was selbst viele Schützen nicht wissen - vor kurzem in Deutschland) oder Bundesliga? Ein kleines Werbebudget würde ansich dafür ausreichen, oder?

    Mir geht es nicht darum, was der einzelne kleine Michel in seinem Verein oder Kreis oder seiner Gau macht, da dies nur Regional ist und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.

    Ich glaube die breite Öffentlichkeit erreichen wir über gut verwurzelte Schützenvereine und eben nicht über die Schützenverbände. Sie bestimmen die öffentliche Wahrnehmung: Feierwütige, Leistungssportler, Traditionspfleger oder Waffennarren. Das zeigt der lokale Schützenverein. Ein ausschweifendes Schützenfest, ein leichtsinniges Vereinsmitglied kann durchaus eine größere Herausforderung darstellen als Kriegseinsätze, Laserschießen und Massenmorde zusammen.

    Das ist mit Verlaub Bullshit. Bisher sind es eher die Schützen der Olympischen Disziplinen, die durch ihre passivität und untätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit glänzen. Was soll also diese Abgrenzung? [...] Sportschießen wurde doch nicht mit er LuPi oder dem Luftgewehr ins Leben gerufen, sondern wohl viel eher mit Vorderlapdern und Perkussionswaffen. Und die sind nunmal GK vom Kaliber her.

    Sprach's und holte zum Gegenschlag aus... ;)

    Ich meinte vor allem die Umstellung vom Übungsleiter „J“ auf den Lizenzierten Jugendleiter - eine dämliche Bezeichnung, denn Jugendleiter gibt's nur einen und zwar den gewählten - und außerdem vom Übungsleiter „F“ auf den Trainer C Basis, Trainer C Leistung und Trainer C Trendsport wo scheinbar die Grenzen fließend bis nicht vorhanden sind.

    Der VÜL-Leitfaden Gewehr / Pistole bzw. VÜL-Leitfaden Bogen werden jedenfalls laufend aktualisiert. Die meisten Gauübungsleiter dürften außerdem weitere sinnvolle Inhalte ergänzen. Nur kann man sicher nicht erwarten, dass Lehrgangsleiter ihr über viele Jahre entwickeltes und erfolgreiches Konzept (wie beispielsweise beim Übungsleiter „Jugend“) so einfach über den Haufen werfen nur weil der DSB meint das müsse jetzt alles anders laufen.

    Qualitätssicherungsmaßnahme. Die damals vorgesehene Übergangslösung („Wer bisher keine der oben genannten Ausbildungen absolviert hat, seit drei Jahre aktiv Jugendarbeit betreibt und eine Sachkunde nachweisen kann, kann die JugendBasisLizenz des DSB beantragen. Ein Antrag ist nur bis 31. März 2004 möglich. Danach muss eine Ausbildung für die Kinder- und Jugendarbeit absolviert werden.“) klang halt schon nach Augenwischerei, oder? Wir hatten hier früher VÜL (Vereinsübungsleiter), ÜL „J“ (Übungsleiter „Jugend“) und ÜL „F“ (Übungsleiter „Fach“). Einstiegsqualifikation für Jugendtrainer war und ist die Kombination aus Schießleiter (Schieß- und Standaufsicht) UND Vereinsübungsleiter (Trainerausbildung mit Eignung zur Obhut von Kindern und Jugendlichen). Die weiteren dort genannten Ausbildungen zum Übungsleiter „Jugend“ und Übungsleiter „Fach“ ermöglichten die anschließende Spezialisierung auf Jugendbereich bzw. Leistungsbereich. Sie entsprechen dem derzeitigen „Lizenzierten Jugendleiter“ bzw. „Trainer C Leistung“.