Beiträge von Geronimo

    Natürlich lässt sich nicht am Kaliber festmachen ob es sich bei einer Waffe um ein harmloses Sportgerät oder ein gefährliches Tötungsinstrument handelt. Das hängt wie bei den meisten anderen Dingen auch - ich denke da beispielsweise an Messer, Baseballschläger oder Fahrzeuge - in erster Linie vom Mensch ab. Verfolgt man die Diskussionen in den großen Foren drängt sich einem leider der Verdacht auf bei uns Sportschützen würde es sich ausschließlich um leicht sonderbare Waffennarren handeln. Dort wird der Besitz großkalibriger Waffen erschreckend oft damit begründet sich und seine Familie vor irgendwelchen abstrusen Gefahren wie nächtlichen Einbrüchen von schrankwandgroßen Schwerverbrechern schützen zu müssen. Bei einer solchen Einstellung ist es zur zugriffsbereiten Aufbewahrung im Nachttisch nur noch ein ziemlich kleiner Schritt. Die Aufforderung wir Schützen müssten doch zusammenhalten und eine einflussreiche Waffenlobby bilden wird schon fast gebetsmühlenartig wiederholt. Vielleicht bietet die aktuelle Diskussion uns endlich die Möglichkeit uns deutlich von solchen Waffennarren zu distanzieren.

    Wo seht ihr einen Zusammenhang zur Mitgliederentwicklung im Deutschen Schützenbund? Dan More, du empfindest die obengenannte Aussage als Todesstoß für den Schießsport? Ich stehe dazu.

    Wir haben eine RM II im Einsatz. Für 200 Euro würde ich euch die RM III allerdings sofort abkaufen (privat). Wir sind mit unserer RM II zwar ansich sehr zufrieden, aber manchmal wäre doch eine direkte Anbindung an WM-Shot hilfreich.

    Wir reden von Themen mit bundesweiter Bedeutung und nicht von der bayrischen Provinz. Wir verlassen uns nicht auf ferner Schützenverbandsfunktionäre. Sie sollen ihren verdammten Job machen, oder zur Seite treten denn dafür wurden sie gewählt. Zu ihrem Job gehört das Entgegentreten gegen die verleumderischen Äußerungen von AAW und Konsorten.

    Wir sprechen von Problemen mit starker Bedeutung für regionale Vereins- und Verbandsarbeit. Du siehst da unsere Verbandsfunktionäre in der Pflicht solchen Anschuldigungen ganz entschieden entgegenzutreten. Verstanden. Wir sollten den gewählten Vertretern allerdings auch zugestehen nach eigenem Ermessen zu handeln und ggf. auch einzelne Äußerungen zu ignorieren. Ist sicher keine einfache Aufgabe angesichts des teilweise recht stürmischen Gegenwindes einzelner Interessensgruppen. Die stehen aber offensichtlich nicht für die große Mehrheit aller Sportschützen.

    Alle Berichte, die Ihr in die Medien bringen könnt, so gut und sinnvoll sie auch sind, enden spätestens an der jeweiligen Kreisgrenze. Was in Eurem Verein passiert, wie da die Wettkämpfe ausgegangen sind, wie Eure Jugendarbeit Früchte trägt, kommt im benachbarten Landkreis nichth mal an, geschweige denn bei mir in Hessen, oder in irgendeinem anderen Bundesland. Es ist rein Regional wenn nnicht sogar nur rein Lokal.

    Richtig. Und hinter der Kreisgrenze ist bereits der nächste Schützenverein bzw. Schützenverband.

    Und genau da muss das Umdenken ansetzen. Weg von nur Lokal und Regional und mehr hin zu Überregional. Aber das geht eben nur mit den Verbandsspitzen! Und selbst wenn Ihr es mal tatsächlich in eine der großen Zeitungen schaffen solltet, dann auch wieder nur im Lokalteil, der im nächsten Bundesland nicht mit beiliegt.

    Mich verwundert diese bedingungslose Verbandsgläubigkeit. Die lokale Begrenztheit der Öffentlichkeitsarbeit auf Vereinsebene heißt vor allem: Selbst aktiv werden und sich nicht auf andere verlasssen! Wenn bei euch der Schießsport einen positiven oder negativen Ruf besitzt, dann seid auch ihr dafür verantwortlich und nicht ein ferner Schützenverband.

    Das klingt für mich ein bisschen nach Hauptsache erst einmal distanzieren. Warum kann man nicht einfach mal einsehen, dass man nicht zu jedem Thema das irgendwie mit Schusswaffen zu tun hat etwas sagen muss? Schützen, Vereine und Verbände stehen für unsere Sportart und nicht für Waffenmissbrauch und das sollte auch so bleiben.

    Ich würde es mit dem Attribut "feig" belegen. [...] Wir dürfen den Journalisten und Politikern nicht die Meinungsführerschaft überlassen, wir brauchen entschlossene Interessenvertreter die zwar höflich und ruhig in der Art aber kompromisslos und klar in der Sache Stellung beziehen. Sicher, wir können dabei verlieren aber wir haben schon verloren, wenn wir es nicht tun.

    Vorsichtig. Ich glaube man muss auch recht vorsichtig sein, möchte man nicht selbst gängige Vorurteile verbreiten, verstärken und bestätigen. Schon alleine die völlig richtige Aussage „Sportschützen sind keine Amokläufer“ bringt das Sportschießen bereits mit Amokläufern in Verbindung und liefert eine komfortable Steilvorlage: Kamen denn nicht alle Amokläufer aus dem Dunstkreis der Sportschützen? An dieser Stelle schwächeln unsere ansonsten recht lauten Lobbyisten. Die traurige Antwort lautet halt schlicht: Ja; Gut gemeint und schlecht umgesetzt. Aus diesem Grund bevorzuge ich eindeutig die positive Öffentlichkeitsarbeit durch Berichterstattung von Schießsport und Brauchtum.

    Der LG Schütze der auf Sicherheitskräfte geschoßen hat, der fehlt uns natürlich noch. Hoffen wir das der DSB die richtigen Worte in der Öffentlichkeit findet um das Schützenwesen davon zu distanzieren.

    Egal ob richtige oder unglückliche Worte: Das würde die Verbindung zu Waffenbesitz und Sportschießen erst herstellen bzw. hervorheben. Wir müssen noch lernen so manches zu ignorieren.

    Die Idee war ja schon öfter diskutiert worden, aber ich erwähnte es ja schon mal kürzlich, WER SCHIEBT DAS AN? Darüber sind wir uns doch sicher einig, wird die Sache in Gange gebracht, werden ziemlich alle mit ziehen.

    Der eine oder andere Entscheidungsträger liest hier bereits mit. ;)

    Aber was ist dann die Konsequenz? Ausschließlich Aktionen auf Vereinsebene? Sicher besser als Nichts und Hochachtung den Akteuren, aber ist das ausreichend? ich meine Nein, die Politik nimmt nur die Masse war. Die Masse muss vertreten werden, dies geht nun mal nur über Verbände, Lobbygruppen, etc.

    Klar, die breite Masse muss sicherlich auch verteten werden. Ich denke der DSB geht da aber keinen ganz falschen Weg, indem er nicht drohend oder angreifend wie die bekannten Lobbytruppen, sondern immer dialogbereit reagiert. Ein forsches Auftreten einer Teilgruppe darf niemals die Bemühungen anderer Teilgruppen schädigen oder zerstören. Und genau die Gefahr sehe ich halt bei Lobbytruppen. Die Antwort auf alles oder nichts lautet häufig: Nichts. ;)

    wie sollte dann Deiner Meinung nach die normale Bevölkerung aufgeklärt werden?
    Wie sollen die Lügen der Waffenantis wieder ins gerade Licht gerückt werden?

    Na durch positive Medienpräsenz. :)

    Durch Schnupperschießen, Lichtgewehrschießen, oder sonstige derart gelagerte Veranstaltungen wird das in der Kürze, die den Sportschützen zur Verfügung steht, nicht zu schaffen sein.

    Klar, der eine oder andere Schützenverein hat einige Jahrzehnte geschlafen und fatalerweise die Jugendarbeit und überhaupt die Mitgliedergewinnung vernachlässigt. Da braucht's ein deutliches Zeichen, dass sich der Verein wieder zurück meldet. Nur warum immer diese Weltuntergangsstimmung? Die meisten Schützenvereine haben längst einen Weg gefunden Interessierte und Öffentlichkeit sehr gezielt anzusprechen. Die regelmäßigen Berichte in der Tageszeitung sind sowieso selbstverständlich, oder?

    Hallo, Dan More den Weg den Du beschreibst ist der Richtige. Wir haben zum Beispiel Flyer gedruckt und über eine Firma die Flyer abschnittsweise in der Stadt verteilen lassen. Wir werben in der Zeitung, habe jetzt gerade wieder an unsere Zeitung eine Werbung ab gegeben, wo wir auch Lichtpunkt und Armbrust anbieten. Wir sind in der glücklichen Lage auch Sponsoren zu haben die uns unterstützen. Mehr kann ich als kleiner Verein nicht tun.

    Eine zeitsparende aber kostenintensive Möglichkeit. Ich würde die Flyer entweder selbst austragen oder einfach einem Zeitungsausträger mitgeben. Eine kommerzielle Werbeanzeige ist ebenfalls recht kostspielig. Eine gelungene Vorankündigung (Text + Foto) erzielt sogar oftmals eine bessere Wirkung und ist völlig kostenlos.

    Nicht jeder Verein hat das nötige Kleingeld, um solche Flyer drucken zu lassen. Hier könnte genauso eine art Gemeinschaftstopf bereitgestellt werden, wo die Vereine sich solche Werbemittel drüber anforder können, etc.

    Die deutsche Schützenjugend hat übrigens recht ansprechende Informationen zu Schulsport und Lichtschießen. Die besten Werbeflyer sind aber noch immer die selbst erstellen. Der Verein kennt seine Zielgruppe und weiß am besten wo seine Stärken liegen und was er anbieten kann und will. Ein farbiges Papier und ein normaler Laserdrucker und schon kann's losgehen. Bei vielen Onlinedruckerein gibt's allerdings schon 1000 Flyer für 50 Euro.

    Mein Vorschlag hat auch, nicht wie Geronimo es denkt, mit Missionieren zu tun, sondern mit Aufklärung.

    Das glaube ich dir gerne. Entscheidend ist aber nicht nur wie's gemeint ist, sondern wie's aufgefasst wird.