Beiträge von Geronimo

    Und zwar weil ich sehe - und anspreche - wo dort (bei LDS) das Problem liegt. So wie z.B. - andere Baustelle - bei Dir in der (nicht-)Berücksichtigung des gender-Aspekts, hatten wir ja schon. [...] Genauso wie die Untervertretung von Frauen in den meisten schießsportlichen Disziplinen (und in den Vereinen sowieso) nur in der Außenwelt existiert, nicht in der eigenen Monade. Die Welt als Wille und Vorstellung.

    Hm, daran kann ich mich dunkel erinnern, aber so recht folgen konnte ich dir damals allerdings nicht. In der Hoffnung, dass vielleicht ein kleiner Exkurs zum gegenseitigen Verständnis beiträgt, möchte ich da einfach mal konkrete Zahlen beisteuern: Wir haben aktuell 10 Schützen der Schülerklasse und Jugendklasse, davon sind genau 5 Schützen männlich und 5 Schützen weiblich, die besten Ergebnisse erzielen 2 männliche Schützen und 4 weibliche Schützen. Das aktuelle 50/50-Verhältnis entspricht der vorhandenen Geschlechtsverteilung. Wo könnten / sollten / müssten wir Genderaspekte also zukünftig besser berücksichtigen? Antworte bitte konkret, du weißt ich kann dir sonst nicht immer folgen, danke.

    PS: mw_x, sehr interessanter Beitrag, ich lese noch und kann deshalb erst später was dazu schreiben. :)

    Carcano bist du in diesem Punkt nicht eher der Betriebsblinde der eigene Überzeugungen über handfeste Erfahrungen eines Schützenvereins stellt? Ich find's klasse wenn ein Verein einen so regen Trainings- und Wettkampfbetrieb auf die Beine stellt ob nun mit Luftgewehr oder mit Luftpistole. LDS sagt ja selbst sie wären für weitere Disziplinen aber durchaus aufgeschlossen. Wir betreiben nur Luftgewehr, Luftpistole und nebenbei etwas Sommerbiathlon und haben das 3-Stellungs-Schießen auch wieder fallengelassen, weil einerseits wenig Interesse und andererseits keine großartige Kompetenz für diese Disziplin vorhanden war und gegenwärtig ist, wobei da sicher eine gewisse Wechselwirkung besteht.

    Nur weil man eine Disziplin auf seinem Stand schießen könnte, heißt das allerdings noch lange nicht, dass man das auch muss. Ein reiner Luftgewehrverein wird kaum Luftpistolenschützen ansprechen, begeistern und trainieren können. Warum kann oder darf es eurer Meinung nach neben eierlegenden Wollmichsäuen keine spezialisierten Sportvereine geben die vielleicht nur wenige Disziplinen anbieten aber darin die absoluten Cracks sind und gute Rahmenbedingungen (Stände, aber durchaus auch Trainer, Mannschaften, Wettbewerbe) für eine bzw. wenige Disziplin(en) bieten?

    Ich zitiere mal einfach den Originaltext: „Bei der Jahresversammlung des Bezirkes Oberbayern wurde der Gau Schrobenhausen zudem für die erfolgreiche Jugendarbeit positiv erwähnt und konnte nach 2009 erneut den Mitgliederpreis des Ehrenbezirksschützenmeisters Niedermeier erringen. Hier kommt es darauf an im Geschäftsjahr, in diesem Falle 2009, sowie in den letzten drei Jahren die größten Zuwächse bei den Mitgliedern verzeichnen zu können. Während zwei Drittel der 30 Gaue, bei den Schützenmitgliedern teilweise drastische Rückgänge hinnehmen mussten, zeigte der Sportschützengau Schrobenhausen mit 8,01 Prozent Zuwachs aus den genannten Zeiträumen die mit Abstand beste Mitgliederentwicklung. Der Zweitplatzierte, der Gau Weilheim, lag mit 4,11 Prozent Zuwachs schon deutlich zurück.“

    Das bedeutet bei 8 Prozent / 3 Jahren wohl einen Mitgliederzuwachs von 2,7 Prozent / 1 Jahr. Wir haben hier zwar einen sehr aktiven Bogensportverein, der allerdings mit ingesamt 59 Mitgliedern (Erst- und Zweitmitglieder) nicht wirklich ins Gewicht fällt, beim Sommerbiathlon starten die gleichen Schützen wie auch bei Nachwuchsrunde oder Rundenwettkampf.

    Was die Mitgliederzuwächse angeht ist unser Sportschützengau mit 8 Prozent oft Spitzenreiter in Oberbayern. Was machen wir anders? Ich vermute die größten Pluspunkte sind sicherlich perfekt organisierte Wettkämpfe (Rundenwettkampf mit 119 Mannschaften und Nachwuchsrunde mit 48 Mannschaften, Sommerbiathlon mit 26 Mannschaften, Gauschießen mit 1000 Teilnehmern, Gaumeisterschaft mit 549 Teilnehmern, etc.) und generell eine ziemlich straff organisierte Verwaltung.

    Der heutige Föhn war allerdings leicht nervig. Nach der zweiten oder dritten Schmerztablette ist dann aber doch aus dem lauten Pochen ein leises Ziehen im Kopf geworden. Aber trotzdem ein absolutes Traumwetter. Noch jetzt 24 Grad!

    Ein kleiner Zwischenbericht: Vor wichtigen Wettkämpfen und auch als Vorbereitung auf Rundenwettkampf bzw. Nachwuchsrunde auch freitags zu trainieren, hat sich nicht bewährt, denn teilweise haben unsere Schützen am Freitag schlecht Zeit (Gottesdienst im Nachbarort) und außerdem sind auch alle anderen Schützen eher schlecht vertreten.

    [...] mit dem einstellen eines Gewehrs hält man aber keine Jugendlichen im Verein....... ;)

    Aber passende Ausrüstung und damit eine ernsthafte Chance auf sportliche Erfolgserlebnisse ist trotzdem eine absolute Grundvoraussetzung, oder? Ich mag's nicht zu sagen da kann man nichts machen, anstatt erstmal darüber nachzudenken, ob man nicht doch etwas verbessern kann.

    Es wäre illusorisch zu denken, dass man von 30 Kindern/Jugendlichen, alle 30 im Verein halten kann, über Jahre hinweg. Interessen kommen und gehen. Darin aber gleich ein Problem zu sehen, ist falsch. Das ist der Gang des Lebens.

    Natürlich. Die langjährige Quote von einem oder vielleicht zwei Schützen pro 30 Jugendlichen (wie haben nur 10 bis 12) ist allerdings nicht tragbar. Da wurde bisher vieles versäumt. Im zweiten Jahr als Jugendleiter - nach vorher acht Jahren als Jugendtrainer - möchte ich genau das anpacken.

    Hallo Franz,

    das eine oder andere Gewehr könnte man sicher auf Erwachsenengröße hochrüsten, nur stellt sich dann halt immer die Frage auf wen man das Gewehr einstellt, auf den 15-jährigen der die Minimallänge (aber größer als Jugendgewehre) benötigt oder doch auf den 25-jährigen der die Maximallänge benötigt. Für die kleinen fällt dieses Gewehr dann komplett weg, denn längere Schaftkappenstangen schränken die Verstellmöglichkeit nach unten doch etwas ein. Wir haben folgende Luftgewehre (und natürlich noch zahlreiche private): 2 x Anschütz 2002 Jugend, 1 x Feinwerkbau P70 Jugend, 2 x Anschütz 2002 Verein, 2 x Anschütz 8001 Verein, 2 x Anschütz 8002 Verein und 1 x Hämmerli AR50 Verein (nicht sonderlich beliebt). Mit langen Schaftkappenstangen ist momentan ein Vereinsgewehr ausgerüstet. Ein zweites habe ich gerade auf kurze umgebaut, um es auch wieder für die Jugend nutzen zu können und extreme Schaftlängen zu vermeiden.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Ich finde auch ein gutes Vereinsklima ist sicherlich die Grundlage, dass Jugendliche die einige Zeit pausieren später wiederkommen, nur etwas an das ich mich gerne erinnere werde ich später - vielleicht - wieder aufgreifen. Wie Albert (clarence) aber bereits feststellte, gehört dazu aber auch das Gefühl, dass die Türe immer offen bleibt und man jederzeit wieder willkommen ist, und genau an dieser Stelle möchte ich einhaken, wie gelingt es euch diese Schützen wieder in den Sportbetrieb zu integrieren? Vielleicht können wir das mal an zwei konkreten Beispielen durchspielen.

    Das erste Beispiel wäre ein Schütze der etwa mit 16 Jahren pausiert und mit 18 Jahren wieder einsteigt, sein früheres Vereinsgewehr nutzen längst andere Jugendliche, Schießkleidung ist vermutlich aber vorhanden, er müsste sich allerdings mit einem oder zwei anderen Schützen abstimmen, und ggf. mit ihnen in der gleichen Mannschaft schießen, damit sie die Kleidung zu zweit oder zu dritt verwenden können. Das zweite Beispiel ist meinetwegen ein Schütze mit 26 Jahren der „spontan“ die Lust am Schießen wiederentdeckt. Die Jugendgewehre und Vereinsgewehre dürften ihm längst zu kurz geworden sein, Schießkleidung gibt's ebenfalls keine vereinseigene (max. Größe L).

    Auf die Schießkleidung möchte ich momentan gar nicht näher eingehen, aber wie macht ihr es / wie macht man es mit den Jugendgewehren und Vereinsgewehren, die allesamt für Trainingsschießen und Rundenwettkämpfe der Schützenjugend im Einsatz sind? Sie ausgerechnet zum Wettkampfbeginn auf Erwachsenenmaße hochzurüsten und unweigerlich die Jugendlichen zum Wechsel auf andere Gewehre zu zwingen, ist sicher nicht optimal, also sollte man vielleicht ein oder zwei Gewehre das ganze Jahr für solche Fälle im Schrank stehen haben und nicht fürs Jugendtraining nutzen? Die wären auch praktisch wenn doch mal ein Erwachsener das Gewehrschießen ausprobieren und in den Schießsport einsteigen möchte.

    Diese Tat war ein schreckliches Verbrechen und sollte entsprechend geahndet werden. Nur habe ich mal gehört daß es in den meisten Rechtsstaaten keine Sippenhaft mehr gibt. Ein betrunkener Autofahrer überfährt einen Menschen. Bin ich als Autofahrer deshalb per se mitverantwortlich? Sollten wir deshalb Autos verbieten, oder verantwortlichen Alkoholkonsum? Sind deshalb alle Rennfahrer potentielle Totschläger?

    Und doch kontrolliert man alle Autofahrer. Ich finde solche Vergleiche nicht gerade hilfreich.

    Dieser Satz ist so zumindest formal nicht richtig und das ist hier keine Haarspalterei. Er konnte an diese Waffe kommen, aber zumindest theoretisch hätte er (bei der hohen Dichte der vermuteten illegalen Waffen) auch an andere Waffen kommen können. Also weder das 'nur' noch der Begriff 'eine' sind hier wirklich zulässig. Ja, das ist wichtig und deshalb auch keine Haarspalterei.

    Ob jemand die Tatwaffe bei Vater, Opa, Schwager oder Nachbar entwendet, das dürfte den Mordopfern und ggf. ihren Angehörigen doch egal sein. Es wurde eine unserer Sportwaffen entwendet, da kann man jetzt zwar drüber fachsimpeln ob „eine“ oder „diese“ oder ob's vielleicht ein anderes Tatwerkzeug auch getan hätte und ob die Waffe nun zum Zeitpunkt des Entwendens oder kurz danach nun legal oder illegal war, aber das muss für Betroffene doch wirklich wie Hohn wirken, oder?

    Ist denn wirklich auszuschließen, dass er nicht auch bei korrekter Aufbewahrung mit einer Flex nebst 10er-Pack Trennscheiben aus dem Baumarkt und ein paar Stunden sturmfreier Bude an eine Waffe aus dem Besitz des Vaters hätte gelangen können?

    Eine klare Steilvorlage für Befürworter zentraler Aufbewahrung, am besten unter Aufsicht der Polizei, dabei wissen wir doch alle, und ich glaube das muss ich hier wirklich nicht ausführen, dass sich daraus kein echter Sicherheitsgewinn ergibt.

    Aber wie gesagt, er benutzte einen selbst gefertigten Flammenwerfer. Warum nur? [...] Es sind immer die Täter, welche irgendwann diese fatalen Entschlüsse treffen. Die Tatwerkzeuge sind dabei fast beliebig austauschbar. Wer das nicht berücksichtigt, entfernt sich schon sehr weit von der Realität und wird dadurch auch keine wirkliche Lösung für das Problem finden können.

    Zu diesem Thema habe ich vor kurzem einen interessanten Kommentar gelesen, es wird wohl tendenziell das Tatwerkzeug gewählt, das maximale Aufmerksamkeit garantiert, damals war sicherlich ein Flammenwerfer spektakulär, heute sollte man schon „traditionsgemäß“ (so perfide das klingt) eine wuchtige Schusswaffe verwenden, möchte man großes Medienecho erzielen und darum geht's wohl. Das könnten die Medien ganz schnell abstellen. Feigling statt Titelheld.

    Ken, keine Lust oder keine Zeit, das hört man ständig, nur sollte man vielleicht mal nachforschen was dafür die eigentliche Ursache ist. Keine Lust, dafür gibt's doch immer einen Grund, oder? Klar, Ausbildung, Karriere, Familie, das können und wollen wir nicht beeinflussen. Mir geht's hier auch gar nicht darum was wir alles nicht können, sondern was wir beitragen können optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Keine Zeit, da gibt's ganz häufig einen Zusammenhang zu keine Lust, Zeit hat man nicht, die nimmt man sich, und zwar dann wenn einem etwas Spaß macht und keine lästige Pflicht darstellt.