Beiträge von Geronimo

    Ja, Veranstaltungen wie bspw. die Bundesliga und sogar die Weltmeisterschaft sind deutlich weniger präsent als kleine Pokalschießen. Die Weltmeisterschaft im eigenen Land - ich verrate jetzt nicht in welchem Jahr - haben viele überhaupt nicht mitbekommen. Mangelndes Interesse? Mangelnde Information! BSZ oder DSZ besitzen nur geringe Reichweite.

    Die Präsentation und Vermarktung der Wettbewerbe übernimmt der jeweilige Veranstalter (Schütze, Verein, Verband, ...) und insofern ist natürlich der Deutsche Schützenbund für Bundesliakämpfe und Rahmenprogramm verantwortlich. Daran besteht kein Zweifel. Warum er diese Aufgabe einzelnen Vereinen überlässt, die jeweils ihr eigenes Süppchen kochen, ist mir ein Rätsel. Die perfekte Gelgenheit für authentische Eindrücke statt irgendwelcher Werbesprüche.

    Eine interessante Info. Die Frage ist halt immer was genau man kontrollieren und damit bestätigen kann, man kann abgleichen ob Wahrnehmung und Ergebnisanzeige zumindest halbwegs übereinstimmen, die korrekte Wertung, und da geht's ja auf Zehntel und Teiler, ist allerdings nicht kontrollierbar. Die korrekte Einrichtung und Bedienung der Anlage bei Wettkämpfen auf Vereinsebene schon dreimal nicht. Ich find's schlecht geregelt für unsere extrem präzise Sportart.

    Er „bestätigt“ seinen Ergebnisausdruck. Was heißt das konkret? Sind spätere Einsprüche noch möglich? Wie werden diese - nein - wie müssen diese geprüft werden? Sorry, aber soviel Grauzone oder Unwissen ist irgendwie schon erschreckend.

    das ist zwar so recht geschickt (für den Ausrichter), aber als Schütze kann ich gar nicht die Richtigkeit des Ergebnisses beurteilen, ich muss es einfach so hinnehmen, es sei denn, es passieren so Sachen wie Nuller, obwohl ich mittig abgekommen bin. Aber sonst muss ich auf die Korrektheit der Anlage vertrauen. Ich habe zwar bisher auch immer schön brav unterschrieben, bin ja auch nicht immer renitent, ;) aber eigentlich ist das mit der Unterschrift so schon fragwürdig. Vielleicht sollte man sich diese Unterschrift mal einfach verkneifen. ^^

    Ja, das hab ich mich da eben auch schon gefragt, wofür unterschreibe ich eigentlich? Was könnte / sollte / müsste ich vorher überprüfen? Und wenn ich meine Unterschrift verweigere weil beispielsweise der fünfte Schuss statt der angezeigten 8 eine gefühlte 10 ist, welche Kontrollrechte, Kontrollpflichten und Kontrollmöglichkeiten ergeben sich daraus für Teilnehmer, Schießaufsicht und Wettkampfleiter? Im Chat war gestern die Rede von hoher Einspruchsgebühr und pauschaler Ringabzugsstrafe. So kann man Zweifel bzw. deren völlig legitime Äußerung natürlich auch vermeiden.

    Die genaue Wortwahl, Schützenvereine oder Sportschießen, ist vermutlich eher unbedeutend, es geht wohl auch darum die Schützenvereine als Ganzes zu präsentieren und nicht nur auszugsweise Breiten- oder Leistungssport, also insofern ist „Wochenende der Schützenvereine“ die richtige Bezeichnung. Ich wollte nicht darauf hinaus, dass die Schützen bzw. einzelne Schützen negativ auffallen würden, sondern dass unsere Vielfalt auch oftmals eine Herausforderung darstellt.

    Schützenverein ist 0 % Brauchtum und 100 % Schießsport bis 100 % Brauchtum und 0 % Schießsport. 8)

    Darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Es ist halt immer die Frage wie Schützenvereine lokal wahrgenommen werden: Gesellschaftspflege, Faschingsgesellschaft, Traditionspflege oder halt auch Sportverein mit Brauchtum. Wenn lokal bereits ein Schützenverein vor allem als Faschingsgesellschaft (nicht negativ gemeint) mit phantastischen Uniformen und militärischem Gehabe sehr präsent ist, dann ist auch der Begriff Schützenverein damit bereits besetzt und Sportvereine - und bereits eine Sportgruppe - haben's nicht leicht diese „Begriffsprägung“ zu verändern bzw. zu korrigieren.

    Ich denke Brauchtum kann sowohl Vorteil als auch Nachteil sein, oder wie bei uns eher neutral, wenn aber von einem Verein sagen wir mal 1000 Mitglieder wilde Saufgelage veranstalten und Schilder aufstellen man möge ihnen doch bitte auf dem Nachhauseweg vom Schützenfest nicht auf die Finger treten, dann wird's für Schützen dieses Vereins sicher schwer bis unmöglich als Sportler ernst genommen zu werden. Besäufnis und Schießsport: Das passt halt nicht zusammen.

    Absolut, bei Ringlesegeräten schaut man ja auch was genau die werten und lässt sie alle paar Jahre warten bzw. justieren. Vor einiger Zeit habe ich schon mal versucht das rauszufinden, aber leider keine Infos gefunden, welche Möglichkeiten habe ich als Schütze / Trainer ein wohl fehlerhaftes Ergebnis zu überprüfen? Bei klassischen Ringlesegeräten vertraut man ja auch nicht blind aufs angezeigte Ergebnis, sondern entwickelt mit der Zeit einen gewissen Kontrollblick um Fehler finden und korrigeren zu können. Sollte der vermeintliche Fehler vom Gegner nicht als solcher gesehen werden, haben wir außerdem die Möglichkeit sofort Protest einzulegen und das Ergebnis vom Wettkampfleiter bzw. Wetttkampfgericht überprüfen zu lassen. Aus diesem Grund müssen Wettkampfscheiben ja aufbewahrt werden. Kontrollstreifen oder Kontrollscheibe ermöglichen das ebenfalls, oder? Soweit ich das mitbekommen habe, werden oftmals die Kontrollscheiben - Kontrollstreifen habe ich bei Disag zumindest nicht gesehen - gar nicht von Schütze zu Schütze gewechselt, gibt's denn da keine Regelung oder lässt sich trotzdem eine einwandfreie Kontrolle durchführen? Welche Kontrollrechte / Kontrollpflichten / Kontrollmöglichkeiten habe ich als Schütze auf einer scheibenlosen Anlage? Wo kann ich diese nachlesen?

    Wenn ein Verein, egal für welchen Sport, gut mit den öffentlichen zu erreichen, oder nur ein kurzer Fußmarsch erforderlich ist, dann ist das ein Pluspunkt für den Verein, aber nicht Kriegsentscheidend, für die Jugendarbeit. Liegt der Verein aber Außerhalb, wie Euer Zweitverein, oder wie mein Verein, ist es für Kinder/Jugendliche schwierig hinzukomen, wenn die Eltern nicht können.

    Da viele unserer Schützen bereits ein eigenes Gewehr besitzen, müssen sie sowieso von den Eltern gebracht bzw. vom Trainer abgeholt werden, also insofern ist unsere sehr zentrale Lage kein Vorteil aber auch kein Nachteil.

    Hallo Uwe,

    kann man denn die Schusswerte nicht anhand des Kontrollstreifens bzw. der Kontrollscheibe überprüfen? Das wäre ja doch auch bei evtl. Einsprüchen bzw. nicht korrekt gewerteten Schüssen notwendig, oder? Ist vielleicht eine typische ITler-Sicht, aber Technik ist immer nur so gut wie der Mensch der sie kontrolliert und Kontrolle ist ausnahmslos immer notwendig.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Karl, du nanntest zwei Links, und der Artikel des zweiten ist angeblich vom 9. August. Eine Hausdurchsuchung zu beantragen und genehmigt zu bekommen, obwohl die Aufbewahrung bereits am Tattag überprüft und für gut befunden wurde und die dafür zuständigen Behörden jederzeit ihre normale Kontrolle hätten durchführen können, ja, das empfinde ich als übertrieben. Es erweckt den Eindruck man wollte bisherige Versäumnisse noch schnell korrigieren.

    „Der 14-Jährige gab trotz der ausweglosen Lage zunächst nicht auf und verschanzte sich in einem Holzunterstand. Eine Verhandlungsgruppe der Polizei nahm Gespräche mit ihm auf. Dennoch feuerte der Jugendliche immer wieder um sich. Er habe mehrfach geschossen, "aber nicht gezielt auf Polizisten", sagte der Sprecher. Zudem hielt er sich zeitweise eine seiner zwei Waffen an den Kopf.“ so schreibt der Stern. Den von Katja angegebenen [i]„Suicide by Cops“ halte ich nach meinem Wissensstand auch für etwas weit hergeholt aber vielleicht hat sie einfach die besseren Quellen.

    09.08.2012? Das nenne ich aktuell. :D Auch wenn sich die Abendschau des Bayerischen Fernsehens da erfreulich vorsichtig geäußert hat, schrieben doch zahlreiche Medien, dass die Waffen korrekt aufbewahrt wurden. Die spätere Durchsuchung war allerdings echt übertrieben (Ordnungswidrigkeit!). Soweit ich bisher hörte, hat er wohl um sich geschossen und es durchaus darauf angelegt, erschossen zu werden, Katja hat da sicher auch die offiziellen Quellen.

    Bei beiden hier genannten Ereignissen war allerdings die Polizei vor Ort. Ich habe bisher nichts von einer biometrischen Sicherung mitbekommen und weiß nicht wie ausgerechnet Waffenforen auf sowas kommen. Eine solche Aussage der ermittelnden Behörde hat deutlich mehr Gewicht als Einschätzungen von Passanten, Nachbarn oder Presse, und sollte deshalb nicht leichtfertig abgegeben werden, nur damit die Presse etwas zu schreiben hat.

    Interessant ist doch eigentlich woher die Presse immer diese Halbwahrheiten / Schnellschüsse / Vermutungen erhält, ok, kann jeder verstehen, dass man dekorative Stücke nicht von funktionsfähigen Waffen unterscheiden kann, zumindest als Laie, zu denen halt einmal die meisten Polizisten zählen, oder stabile Tresortüren zunächst einmal für vorschriftsmäßig gehalten werden und sich erst bei genauer Prüfung als nicht ausreichend herausstellen, aber warum dann immer eine Pressemitteilung? Die Polizei macht sich damit doch lächerlich und zwar nicht nur bei Waffenbesitzern. Ob beispielsweise ein Waffentresor in sechs Stunden statt in acht Stunden aufzubrechen ist, spielt letztlich keine Rolle, wenn man mangels Schäden doch bereits weiß, dass entweder ein Schlüssel verwendet oder die Schließung manipuliert wurde.