Beiträge von Geronimo

    Ken, mit hin und wieder mal anziehen kommt man nicht rein in eine Disziplin, der Vorteil einer Schießkleidung erschließt sich ebenfalls nicht automatisch. Spaß ist natürlich eine geeignete Grundlage, aber dann muss man halt schauen was man draus macht und ich bin da recht zuversichtlich, dass dir das sicher für euch gelingt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass andere Disziplinen unseren Schützen keinen Spaß machen würden (Field Target klingt jedenfalls sehr interessant), wir bieten aber Luftgewehr und Luftpistole.

    Klar, und ich glaube das erwartet auch niemand, nur kann man dann halt nicht sagen das statische Luftgewehrschießen samt textiler Ritterrüstung taugt euren Jugendlichen nicht, denn sie konnten es bisher nicht probieren. Ich würde euch empfehlen einen eigenen Weg zu gehen, und - ich glaube da bist du genau der richtige - aus vermeintlichen Schwächen überzeugende Pluspunkte zu machen. Muss ja nicht jeder das gleiche anbieten, oder?

    Nein, ich bin der Meinung, dass du voll hinter einer Disziplin stehen musst um andere dafür begeistern zu können, denn wenn du dich schon selbst in Schießkleidung unwohl fühlst, für dich beschlossen hast, dass du sowas nicht brauchst und im Verein auch niemand eine trägt, wie soll dann deine Jugend sie und damit das Luftgewehrschießen für sich entdecken?

    Dan More, mit der Einstellung „Ich schau mir an was es alles so gibt und was mir Spaß macht...“ findet man natürlich kaum Zugang zu anspruchsvollen Disziplinen mit entsprechender Materialschlacht und kann die Disziplinen auch vermutlich nicht vermitteln. Wie heißt's doch treffend: „In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst.“ (Aurelius Augustinus).

    Murmelchen, ich finde aber deine Anmerkungen beschreiben sehr treffend die Situation unserer Sportart, wir müssen nicht versuchen mit anderen Sportarten mit anderer Zielgruppe mitzuziehen, sondern einfach unsere Stärken ausspielen. Eine elektronische Schießanlage ist natürlich eine interessante Bereicherung, sofern finanzierbar und gewünscht, aber bestenfalls ein kurzfristiges Heilmittel für Sportbetrieb und Vereinsleben.

    ich weis nicht, ob ich den restlichen Vorstand davon überzeugen kann. Eine Voreiterrolle sehe ich da nicht unbedingt, sondern rein wirtschaftliche Gründe. [...] Die Möglichkeiten sind einfach viel größer und damit eine enorme Vielseitigkeit vorhanden. Ob andere Vereine dieses Weg beschritten haben, weis ich nicht und ist mir eigentlich eher egal.

    Ein wirtschaftlicher Grund klingt halt immer nach „man schafft sich selbst ab“, Vorreiterrollen lassen sich deutlich besser verkaufen und wenn man aus einer Schwäche einen Vorteil machen kann umso besser.

    1 Teiler = 1 Hundertstel Millimeter.

    Stimmt. Hab' mich oben leicht verrechnet. :D

    Und um die Genauigkeit gängiger Auswertemaschinen mal etwas aussagekräftiger zu überprüfen, reicht es, die Scheiben einfach mal mehrfach mit unterschiedlicher Orientierung, sprich gedreht, in die Maschinen einzuführen.

    Daraus resultierten unsere festgestellten Abweichungen. Bei gleicher Ausrichtung und gleicher Maschine gab's natürlich deutlich kleinere Abweichungen. Ein eigentlich nicht überraschendes Ergebnis.

    Der Schießsport war immer und ist ein sehr spezieller Sport, der auch schon immer nur einen bestimmten Typus von Menschen angezogen hat. Diese Menschen gibt es auch heutzutage noch. Deshalb muss man auch nicht krampfhaft versuchen, irgendetwas vermeintlich Spaßiges für die Massen zu erfinden. Da herrscht schon ein Überangebot. Mann muss sich schon die Mühe machen, diese speziellen Menschen zu finden und diese dann auch richtig fördern. Und genau daran fehlt es leider heutzutage in vielen Vereinen.

    Danke. Da kann ich voll und ganz zustimmen.

    Wir hatten das Thema ja schon häufiger. Viele Vereine haben einige Jahre keine Jugend trainiert, aus welchem Grund spielt erstmal keine Rolle. Bedeutet sie haben altes Material. Es bedarf eines kompletten Austauschs der Gewehre und Pistolen (Luftdruck). Damit werden schon mal nur für die Vereinswaffen Beträge zwischen € 5000,- und € 10.000,- je nach Anzahl der Waffen auf die Tagesordnung gerufen. Selbst wenn ich hingehe und pro Jahr ein Gewehr kaufe, oder eine Pistole, so werde ich keine Jugendgruppe bis zum Schluß damit bedienen können, geschweige denn sie auf Wettkämpfe schicken. Bei 7 Jugendlichen (stand jetzt) wären das 7 Jahre. In dieser Zeit sind sie entweder alle schon wieder weg oder gehen anderen Disziplinen nach.

    Klar, ist sicher schwierig nach etwas längerer Pause wieder einzusteigen, aber vielleicht ganz konkret: Sieben Schützen, das wären zwei Mannschaften, also mindestens zwei benötigte Gewehre. So würde ich's machen: Wir kaufen ein Anschütz 8001 für 1100 Euro, wir verkaufen die fünf oder sind's sieben Altgewehre und kaufen ein weiteres Anschütz 8001 für 1100 Euro bzw. beide für 2000 Euro (das erfordert etwas Verhandlungsgeschick), vielleicht können wir außerdem einen Sponsor für ein drittes Gewehr auftreiben, aber auch mit zwei Gewehren lässt sich bereits ein Trainings- und Wettkampfbetrieb sicherstellen. Keine perfekte Lösung aber trotzdem eine solide Basis. Und wenn sich erst die ersten Erfolge einstellen dann klappt das schon mit dem vierten und fünften Gewehr und es kauft sich sicher der eine oder andere sein eigenes Gewehr.

    Ich stehe im Moment vor der Überlegung, mit den restlichen Vorständen eine Entscheidung zu treffen, dass wir Jugendliche erst ab 14 aufnehmen und dann direkt auf KK gehen. Die erforderlichen Vereinswaffen (Gebrauchte) kosten einen Bruchteil von dem, was eine gebrauchte Luftdruckwaffe kostet, mit der man gerade so noch konkurrenzfähig wäre.

    Eine erstmal sehr spannende Lösung. Gibt's bereits andere Vereine die diesen Weg eingeschlagen haben bzw. vorhaben ihn einzuschlagen und könnt ihr damit vielleicht sogar eine Nische besetzen? Luftgewehrschießen könnt ihr sicher als Schnupperdisziplin, so ähnlich wie's Lichtpunkt für Luftdruck ist, verwenden. Da tun's auch ältere Waffen.

    Wenns funktioniert ist es ja gut nur du verlässt dich halt auch einfach auf die Technik. Wer sagt dir das Beide Geräte richtig funktionieren? Habt ihr händisch den Teiler ausgewertet? Wie gesagt, habt ihr vorher die Scheibe vermessen? Du verlässt dich hier auch nur auf die Technik. Meines Erachtens kann generell ein elektronisches System reproduzierbarere Werte liefern als ein Analoges.

    Du kannst die Ergebnisse durch Augenschein, Auswertung auf Fremdsystemen und Auswertung in Handarbeit überprüfen und vergleichen. Klar, die ermittelten Ergebnisse von scheibenlosen Systemen sind sicherlich immer reproduzierbar, es handelt sich schließlich um lediglich ein System bzw. einen Stand und der wird hoffentlich immer gleich richtig bzw. gleich falsch werten. Wobei's schon verdächtig ist, dass man auf manchen - wohl schlecht gepflegten - Anlagen sein Gewehr von Stand zu Stand verstellen muss. Hat da jemand evlt. weitere Erfahrungswerte? Ich frage mich auch immer was erhält das Rundenwettkampfgericht bei evtl. Einsprüchen gegen die Wertung? Die teilweise wohl scheinbar nicht vorhandenen Kontrollstreifen? Lassen sich diese denn nachwerten oder zeigen sie lediglich ob ein Treffer erfolgt ist oder nicht?

    wenn du mal die KK 3x40 geschossen hast wirst du wissen warum. Auch wenn du Trainieren willst und deine Zeit nicht mit Scheibenwechseln vergeuden willst ist ein elektronisches System das Richtige. Kleiner Nebeneffekt: Die Stände werden wieder voll!

    Teuer erkaufte Bequemlichkeit. Was kostet ein solcher Stand? Das ganze mal 24. Aber dass die Stände wieder voll werden, nicht dass sie das nicht bereits wären, das wage ich dann doch zu bezweifeln. Ja, vor einigen Jahren, eher einem Jahrzehnt wäre das sicher der Renner gewesen, aber heute sind Computer - und gerade auf einem Niveau wie bei den Schießständen - doch sowas von normal, dass der Schießsport gerade durch Ursprünglichkeit punkten könnte, oder?

    Das Schießen auf elektronischen Anlagen macht das Schießen (Training und Wettkampf) allgemein einfacher. Diese Vereinfachung ist für den Schießsport wichtig und die richtige Konsequenz. [...] Schon mal eure Papierscheiben nachgemessen? Schätze mal nicht oder? Man verlässt sich hier auch einfach auf den Drucker. Ich glaube die Feuchte des Papiers misst auch keiner. Hat aber auch einen Einfluss auf das Ergebnis. Wie oft werden bei den Auswertemaschinen ein Service gemacht? Wie oft werden die ausgewerteten Schüsse per Auge nachkontrolliert? Werden dann doch noch zweifelhafte Schüsse nachgestochen? Wer kann denn noch einen Schuss nachstechen? Die Angst bzw. Kritik ist daher bei den elektronischen Anlagen total unbegründet da in den letzten 15 Jahren eigentlich schon unkritisch mit dem Scheibenmaterial umgegangen wurde.

    Hm, dazu hätte ich gleich mehrere Fragen, du sagst Training und Wettkampf auf Elektroniksysteme sei „allgemein einfacher“, in welchen Punkten denn genau? Klar, Schussbilder sind sicherlich eine wertvolle Unterstützung, die kann man allerdings auch einfach dadurch erhalten, indem man mehrere Schüsse auf eine Scheibe abgibt, sich eine Serie anschaut und die Trefferlage im Kopf ermittelt oder die Scheiben durchs Auswertgerät jagt. Ich würde eigentlich eher drauf tippen, dass elektronische Schießanlagen sowohl Training als auch Wettkampf etwas komplizierter machen, man benötigt jemanden der die komplizierte Technik bedient, kontrolliert, wartet, man kann nicht einfach so einen anderen Scheibentyp einsetzen, sondern muss diesen erst programmieren (Glücksscheiben), ja sogar der Wechsel von Gewehr auf Pistole erfordert einen manuellen Eingriff, und gefährdet - wenn nicht absolut genau ausgeführt - die Genauigkeit des Schießstandes.

    Und eben diese (Un)Genauigkeit hast du ja beim Auswerten normaler Pappscheiben angesprochen. Wir haben beim Gauschießen - mit etwas über 1000 Startern die größte Veranstaltung die wir als Verein in den letzten Jahren durchgeführt haben - uns auch diese Frage gestellt und kurzerhand die angezeigten Ergebnisse verschiedener Auswertmaschinen vergleichen. Die Ergebnisse für Luftpistole: Abweichung von 0,02 Teilern bei gleicher Maschine aber unterschiedlicher Scheibenausrichtung, Abweichung von ebenfalls 0,02 Teilern bei anderer Maschine und unterschiedlicher Scheibenausrichtung und von 0,03 Teilern im direkten Vergleich zur ersten Maschine. Ein überraschend wenig schwankendes Ergebnis, wir haben dann diesen Test während des Wettkampfs mehrmals wiederholt, die ermittelten Werte blieben unverändert. Gewertet wurden lediglich die Zehntelteiler. Bei den Luftpistolenschützen - der erste und der zweite hatten jeweils einen 0,3 Teiler - entschied das bessere Deckblattl. Gibt's eigentlich eine vergleichbare Kontrollmöglichkeit für elektronische Scheiben?

    Also ich kann nur für meinen Verein sprechen. Wenn ich mir anschaue, wie ein klassisches Matchgewehr aussieht, dann kann ich den Trend durchaus verstehen. Nein, ich spreche jetzt nicht von der eher futuristisch angehauchten Optik der Sportwaffen, sondern von den verwendeten Materialien und dem damit zusammenhängenden Gewicht der Sportwaffen. Ich betrachte Kinder nahezu gleichgesetzt mit Senioren. Beide sind Kräftetechnisch oftmals nicht in der Lage (mehr) ein Matchgewehr über einen längeren Zeitraum zu halten. Die Kinder haben die Kraft noch nicht und die Senioren oftmals nicht mehr!

    Ein wichtiger Punkt. Ermöglichen uns nicht gerade die modernen Matchwaffen mit ihrern enormen Bandbreite was Größe, Gewicht und Einstellung angeht für eigentlich jeden Schützen eine optimal geeignete Sportwaffe zu finden? Was es an Kraft mangelt das braucht man an optimalem Material und ausgefeilter Technik. Für unsere kleinste Schützin hat's immerhin zur Teilnahme an Gaumeisterschaft und Bezirksmeisterschaft gereicht, wir konnten die Technik inzwischen auch bereits von schnell und kraftsparend auf stabiler und treffsicherer umstellen. Wenn ich mit dem Marathonlaufen anfange, dann darf ich doch auch nicht erwarten gleich Bestzeiten zu laufen oder die Strecke überhaupt in einem Stück zu schaffen, das muss ich mir auch erst aufbauen, oder?

    Bei Kindern kommt der Faktor "Generation X" hinzu. Wir sprechen hier meist über Kinder die an der Spielekonsole Zocken. Shooter spielen und da stellenweis auch in die Rolle eines Snipers schlüpfen. So bitter und traurig es auch sein mag, und ungeachtet wie oft man den Kids versucht zu erklären, dass Sportschießen damit nichts zu tun hat, so begeistert sie das "Sniper"hafte Schießen mehr, als in einer Ritterrüstung wie erstarrt auf einem Fleck zu stehen und das schwere Gewehr von einem Tisch oder Stativ in den Anschlag zu nehmen und wieder abzusetzen.

    Nachvollziehbar. Aber geht nicht jeder gerne den Weg des geringsten Widerstands (sei Wasser sagte Bruce Lee :D), bis er das ganze als Herausforderung begreift und gezielt daran arbeitet die Disziplin zu erlernen und zu perfektionieren?

    Nun mag dies durchaus eine rein regionale Thematik sein, oder eine Frage der Menthalität, aber man muss sich durchaus auch die Frage gefallen lassen, ob die heutigen Disziplinen der ISSF (ich sage jetzt bewußt nicht DSB) für Jugendliche noch Zeitgemäß und Interessant sind. Ich hatte es ja schon erwähnt, zu einem früheren Zeitpunkt, bei der DSU weis ich es nicht aber der BDMP und der BDS bieten auch hoch interessante und auch sehr anspruchsvolle Luftdruckdisziplinen für Kinder an. [...] Bitte versteht mich nicht falsch, ich möchte keineswegs die LP/LG Disziplinen des ISSF schlecht reden. Sie haben ihre Tradition und Anerkennung verdient, aber die Generation X lockt man damit meist nichts mehr von der Konsole weg [...]

    Hm, ob's allerdings der richtige Weg ist Konsolenspiele nachzubilden und „Sniperschießen“ anzubieten, das wage ich dann doch zu bezweifeln. Klar, die klassischen Disziplinen erfordern Trainingsfleiß und Durchhaltewillen, aber macht das nicht irgendwo einen Sport aus, etwas zu erlernen was man vorher nicht konnte? Aber nicht dass ich's noch vergessen, danke für deinen sehr interessanten Überblick, davon kannte ich einiges nicht, eine weitere „Actiondisziplin“ wäre übrigens Sommerbiathlon bzw. generell alle Biathlondisziplinen.

    [...] und die Kosten für die Geräte sind schlichtweg exorbitant hoch.
    Selbst gebrauchte LP`s/LG`s mit denen man sich in der heuten Zeit auf Wettkämpfe trauen kann und halbwegs mithalten kann, liegen beim Gewehr bei € 400,- aufwärts (bei Vorkomprimierer angefangen) und bei Luftpistolen eher noch höher. Wenn ich im Vergleich dazu eine SpoPi sehe, so bekommt man eine klassische GSP, die noch immer recht weit vorne mithalten kann, ab € 150,- bei egun. Match KK-Büchsen sind teilweise für unter € 100,- zu bekommen. Einen neuen Schaft drauf und schon hat man eine brauchbare Einsteigerbüchse, die ordentliche Ergebnisse vorweisen kann.

    Die hohen Kosten für die Schießausrüstung sind sicher eine Herausforderung, wobei man das etwas relativieren muss, denn einerseits haben die meisten Vereine sehr brauchbare Vereinsausrüstung für Kinder / Jugendliche / Junioren und teilweise sogar Erwachsene und andererseits kosten Handys heute auch schon 600 Euro, Spielkonsolen ihre 400 bis 500 Euro (inkl. Spiele), Fahrräder schnell 400 bis 800 Euro und da ist dann plötzlich das Geld da. Klar, trotzdem ein Problem das Vereine angehen müssen, sei es durch eine interne „Ausrüstungsbörsen“, Preisvereinbarungen mit Schützenbedarfshändlern oder Unterstützung talentierter Jugendlicher.

    Im übrigen finde ich die Wahl der Überschrift sehr unpassend, da sie mal wieder suggeriert, dass ggf. regionale Erscheinungen pauschal auf alle Bundesländer und Kreise zutreffen.

    Genau das möchte ich rausfinden.

    Hallo,

    wir sind vorhin im Chat drauf gekommen, dass Auflageschießen teilweise bereits ab 46 Jahren angeboten und betrieben wird und da wollte ich mal nachfragen, wie's eigentlich dazu kommt? Auflageschießen ist sicher eine nette Alternative für Späteinsteiger die kurzfristig die erforderliche Fitness nicht aufbauen können, oder vielleicht die direkte Konkurrenz zu erfahrenen Sportschützen scheuen, oder? Aber wenn's soweit kommt, dass Vereine das Schießen ohne Hilfsmittel gar nicht mehr beherrschen, dann wird's zu einer Sackgasse. Man kann neuen Schützen dann gar nicht mehr andere Disziplinen anbieten, sondern ist endgültig und altersunabhängig auf Auflageschießen festgelegt.

    Interessant war außerdem, dass Senioren - richtige und nicht nur welche die sich dafür halten - wohl neuerdings das Lichtpunktschießen für sich entdeckt haben, nur verstehe ich nicht so recht aus welchem Grund. Lichtpunkt bietet doch, einen zugelassenen Schießstand einmal vorausgesetzt, keine Vorteile gegenüber Luftdruck, oder? Allerdings ist das möglicherweise die konsequente Weiterentwicklung scheibenloser Schießstände wie man sie von der Bundesliga, Meisterschaften, usw. bereits seit vielen Jahren kennt.

    Wozu eine Kugel durch die Luft bewegen wenn es doch gar nichts zu treffen gilt, sondern nur errechnet wird wo denn der Schuss gelandet wäre, auch deshalb sehe ich solche Systeme - und nicht nur Lichtpunkt - kritisch. Ums allerdings nochmal klarzustellen: Für's Training von Kindern unter 12 Jahren und öffentliche Veranstaltungen ohne zugelassenen Schießstand ist Lichtpunkt natürlich eine wunderbare Ergänzung.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Wer hat die Bemühungen des Herrn Ambacher schlechtgeredet? Ganz im Gegenteil!

    Bei einigen Diskussionen, nein nicht hier, ist eher die Frage wer spricht nicht schlecht über engagierte Leute.

    Aber die Frage, ob er in der jetzigen Zeit und der jetzigen Situation der richtige Mann an dem Posten war, sollte schon erlaubt sein!

    Natürlich. Sie wurde auch bereits diskutiert.

    Aber, wenn Du möchtest, dass wir die Klappe halten, dann komme bitte meine Bitte aus der PM nach, die Du augenscheinlich bis jetzt ignoriert hast.

    Hm, hab' gerade mal nachgeschaut, seit Januar keine Nachrichten.

    Bei aller Enttäuschung sollte man trotzdem doch anerkennen, dass sich Josef Ambacher - wie wenig andere - für den Schießsport eingesetzt und gerade das sportliche Großkaliberschießen stark gefördert hat. Das ständige Schlechtreden jedes kleinen Engagements ist einfach nur demotivierend. Und gerade bei Persönlichkeiten wie Josef Ambacher - und natürlich auch verdienten Leuten anderer Verbände - möchte man manchmal nur rausschreien: Haltet doch einfach eure vorlaute Klappe, hört endlich auf Bemühungen anderer zu torpedieren und leistet erst einmal etwas vergleichbares. X(

    Ich glaube da muss jeder mit der Zeit seinen Stil entwickeln und der ist abhängig von zahlreichen Dingen, wie der Gruppenzusammensetzung (Alter, Leistung, Ziele, ...) und natürlich der eigenen Persönlichkeit. Es gibt da viele Ansätze und ich würde jetzt nicht sagen, dass der eine oder der andere besser oder erfolgreicher wäre, aber ich stelle immer wieder fest, dass Trainer mit authoritärem Auftreten zwar durchaus Disziplin erreichen, aber diese bereits bei sehr kurzer Unaufmerksamkeit zusammenfällt, das ganze ist oftmals ein reiner Machtkampf zwischen Gruppe und Trainer. Man macht etwas damit der Trainer nicht schimpft, das schafft keine Verbundenheit zur Sportart und zur Gruppe, oder? Mein eigener Stil? Ich versuche zu motivieren. Wenn ich jemanden mal zurechtweise, dann hat das umso mehr Gewicht, weil jeder weiß, dass das äußerst selten vorkommt.

    Ich halte nichts davon Themen parallel in mehreren Forenthemen zu diskutieren, ja, vielleicht mit anderer Ausrichtung, aber die beiden Themen verschwimmen meist zunehmend ineinander. Waffensachkunde ist übrigens bei Luftdruckschützen ebenfalls Grundvoraussetzung (Luftdruck- und halt nicht Feuerwaffen). Ich fände es eine gute Idee, wenn die Verbände sich absprechen und ggf. geeignete Nachschulungen erarbeiten, dann muss auch keiner wieder bei null anfangen, wobei es sicher nicht schadet, sich Einstiegskurse wie für den Schießleiter einfach nochmal anzuhören. Die konkrete Ausgestaltung ist dann aber doch ein separates Thema…

    Naja, ich finde das sollte man vielleicht nicht ganz so stark vereinfachen, klar, die Verbände könnten sicherlich stärker zusammenarbeiten, aber Neiddebatten bleiben dann nicht aus. So sehr der eine oder andere die Öffnung für weitere Disziplinen ersehnt, so sehr würde jede Bemühung bei anderen auf Häme stoßen, oder?

    Die angesprochenen Ausbildungen sind regional stark unterschiedlich, so unterscheidet unsere Schießleiterausbildung beispielsweise zwischen Luftdruck- und Feuerwaffen, ich dürfte also überhaupt keine Feuerschützen beaufsichtigen und würde mir das schon alleine wegen der fehlenden Sachkunde für Feuerwaffen auch nicht zutrauen.

    Beim zweiten Beispiel finde ich diese Abgrenzung allerdings eher unbegründet, klar, Vereinsübungsleiter oder Jugendbasislizenz unterscheiden sich vermutlich in einzelnen Inhalten, die geforderte Eignung zur Obhut von Kindern und Jugendlichen wird allerdings immer erworben (sofern Bestandteil der Ausbildung) und sollte auch anderswo gelten.

    Ich könnte mir vorstellen, Dan More meinte damit, dass der von Josef Ambacher begonnene Weg fortgeführt und der DSB für weitere GK-Disziplinen geöffnet werden sollte, wobei er allerdings in Konkurrenz mit anderen Verbänden treten würde, was sicher bei diesen für Verstimmung sorgen dürfte. Mit modern oder nicht hat das allerdings nichts zu tun. 8)

    Jürgen Kohlheim ist fachlich eine absolute Koryphäe - in seinem Bereich - und ich denke in diesem Bereich von Vereinsrecht bis Waffenrecht kann er sicher am meisten bewirken und sollte er deshalb auch bleiben. Aber eines gibt mir sehr zu denken: Wie farblos bzw. unbekannt müssen eigentlich die anderen Präsidiumsmitglieder sein, wenn einigen ausgerechnet der nüchterne „Hausjurist“ als geeigneter Nachfolger erscheint? Ich denke man sollte das Waffenrecht bei diesem Amt - trotz teilweise aufkommender Weltuntergangsstimmung - nicht so sehr in den Mittelpunkt der Arbeit des Präsidenten stellen, da zählen eher Softskills wie Mitarbeiterführung, Öffentlichkeitsarbeit, Persönlichkeit und natürlich auch fundierte Kenntnisse von Schießsport, Vereinsleben und Brauchtum.