Doch, weil das übliche 'das ist eben so' und ' du hast keine Ahnung' als Erklärung eher dürftig bleibt.
Verständlich. Na dann hoffe ich ich konnte für dich zumindest etwas Licht ins Dunkle bringen, Ahnungslosigkeit kann man eigentlich keinem zum Vorwurf machen, denn das müssen schon wir, die wir uns ständig mit der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigen, kommunizieren.
Na und? Bei vielen Sportarten ist das auch nicht so. Niemand fährt mit 6 Jahren Autorennen und Golfspieler im Vorschulalter sehe ich auch eher selten. Wo bekommen dann bloß die Rennsport- und Golfverbände ihre Mitglieder her?
Hab' gerade mal recherchiert: Das Einstiegsalter für den Motorsport ist 8 bis 10 Jahre, Golf beginnt sogar bereits ab 3 bis 5 Jahren, ist übrigens echt beeindruckend was Golfvereine, ich empfand die bisher als altmodisch, für Kinder auf die Beine stellen. Respekt!
Ab Ende zwanzig wenn man ein Fußballspiel, Karateturnier oder einen Turnwettbewerb nur noch mit Hilfe des Notarztes durchsteht wäre z.B. ein guter Zeitpunkt sich dem Schießsport zu widmen.
Ja, ein großer Vorteil den wenige Sportarten besitzen und trotzdem keine Rechtfertigung, nur weil man Versäumnisse eventuell wieder gutmachen kann, die Kinder- und Jugendarbeit zu vernachlässigen. Ein lebendiger Schützenverein erreicht Interessenten von „0 bis 100 Jahren“.
Ein Hauptgrund sind m.M.n. weniger die blöden Kinder, die ihr Recht sich auszuprobieren wahrnehmen, sondern eher, daß sich kein Jugendlicher und kein Kind in einem Verein wohlfühlt wenn das jüngste Vereinsmitglied nach ihm auf die 70 zugeht. Hier hätte man wohl mehr erreicht wenn man mit attraktiven Disziplinen und allgemeiner Förderung des Schießsports für eine gesunde Altersstruktur gesorgt hätte.
Hätte, hätte, hätte. 
Auf die Idee, daß sich der viertgrößte Sportverband Deutschlands ruhig auch mal für eine Senkung des Mindestalters einsetzten könnte ist man aber noch nicht gekommen?
Du weißt doch genau, dass der DSB das bereits vor einiger Zeit fast spruchfertig hatte, bevor mal wieder eine Sportwaffe für einen Massenmord missbraucht wurde und es nicht mehr darum ging das Mindestalter zu senken, sondern eine weitere Erhöhung zu verhindern.
Am ausgestreckten Arm verhungern? Wie viel Prozent der Jugend bleibt den im Verein aktiv und decken dann den wirklich wichtigen Bereich der 21 bis 45 jährigen ab? Diese Frage entscheidet doch darüber inwieweit diese Jugendfixiertheit insbesondere bei Berücksichtigung des demografischen Wandels aus Sicht der Vereine überhaupt zielführend sein kann.
Ich würde nicht sagen die eine oder andere Altersgruppe wäre wichtiger oder weniger wichtig. Jugendarbeit - und dafür ist Lichtpunkt halt einmal gedacht - ist immer jugendfixiert, Neumitglieder sind allerdings in sämtlichen Altersgruppen möglich und gefragt, wie bereits oben festgestellt. Das mit dem demografischen Wandel ist meiner Meinung nach etwas zu kurz gedacht, denn wenn ich heute die Altersgruppe der 60- bis 70-jährigen adressiere, dann muss ich auch damit rechnen, dass mir die nach 10 bis 15 Jahren wegfallen bzw. wegsterben, die nächsten 60- bis 70-jährigen sind bereits etwas weniger und früher oder später sind heutige Jugendliche die 60- bis 70-jährigen (gilt analog für andere Altersgruppen).