Analyse ist scheinbar ein anderes Wort für Meinung. Was man dagegen machen kann? Seine eigene Meinung beitragen. Und wenn nicht dort - Kommentarfunktion ist abgeschaltet - dann halt woanders. Ich finde die Argumentation allerdings sehr dürftig, da heißt's beispielweise „Und die Polizei kann nur unter gewaltiger Mühe herausfinden, woher die bei Verbrechen benutzen Waffen stammen, welchen "Lebensweg" sie hinter sich haben, wenn sie von Besitzer zu Besitzer wanderten. Sage und schreibe 551 Behörden und Registrierstellen sind bundesweit für die Dokumentation des Waffenbesitzes zuständig. Will die Polizei in diesem bürokratischen Gestrüpp Auskünfte erlangn, dauert es aktuell drei bis vier Monate, bis eine Antwort vorliegt. Elektronisch ist da nichts zu machen, da es ein gemeinsames Netz der Waffenbehörden bisher nicht gab. Zuweilen wurden die Waffenunterlagen noch in vergilbten Aktenordnern verwahrt.“, als ob es irgendeinen Unterschied macht ob eine legale Waffe, und nur die werden vom Waffenregister erfasst, von Hersteller A hergestellt, vom Händler B verkauft, vom Schützen C gekauft, vom Schützen C verkauft, vom Schützen D gekauft, etc. wurde, viel interessaner wären solche Wege doch eigentlich bei illegalen Waffen, doch da scheint man sich nicht so arg dafür zu interessieren.
Ein einheitliches Register ist eigentlich nicht problematisch, es hilft ggf. Kosten zu senken und den ganzen Ablauf zu vereinfachen, aber entscheidend ist immer wer unter welchen Voraussetzungen darauf Zugriff erhält und da ist der beste Datenschutz halt immer die Daten gar nicht erst zu erheben. Die „Analyse“ befasst sich aber gar nicht so sehr mit einem Waffenregister, sondern mit grundsätzlichen Fragen zu Waffenbesitz und Waffenaufbwahrung, wobei man da - meiner Meinung nach - generell den falschen Weg geht, man kann regeln und regeln, zentrale Aufbewahrung oder häufige Überprüfungen, entscheidend ist allerdings, dass sich Waffenbesitzer ihrer Verantwortung stets bewusst sind und entsprechend handeln. Das erreicht man nicht durch Verbote, sondern indem man ihnen, nach entsprechenden Prüfungen, umfangreiches Vertrauen entgegenbringt. Selbst die tollste Verbotskulisse lässt trotzdem noch scheunentorgroße Lücken.