Beiträge von Geronimo

    Du scheinst es nicht zu verstehen. Weder im DSB noch in einem anderen deutschen Schießsportverband ist das Bewegungsschießen erlaubt. Es ist per Gesetz in Deutschland verboten aus der Bewegung heraus sportlich zu schießen. In anderen Ländern sieht es anders aus, da mag es gesetzlich erlaubt sein, in Deutschland nicht. Und es macht sehr wohl einen Unterschied, ob der Schütze stehen bleibt oder aus der Bewegung heraus schießt. Es ist nämlich eine Frage der Suggestion in der Öffentlichkeit.

    Das weiß ich, und doch ist es nicht maßgeblich was man in Deutschland gut findet oder erlaubt, Suggestion trifft es eigentlich ganz gut, man könnte auch Augenwischerei sagen, denn letzendlich ist es egal ob ein Ziel oder eine Person aus der Bewegung oder aus dem Stillstand beschossen wird, aus der Bewegung dürfte sogar die Trefferquote deutlich niedriger ausfallen.

    Ich stimme Dir darin zu, dass man die Jugend für die eigenen Disziplinen begeistern muss und das auch langanhaltend, kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass kein einziger Jugendlicher in Eurem Verein mal die Frage gestellt hat, in Bezug auf Feuerwaffen, sorry.

    Hm, also ich bin jetzt seit 10 Jahren Jugendtrainer, nein, KK oder GK wollte bisher niemand ausprobieren, wenn jemand im kritischen Alter von 15 bis 18 Jahren aufhört oder zumindest drüber nachdenkt, dann nicht weil unsere Disziplinen ihm keinen Spaß mehr machen, sondern weil sich einfach die Interessen bzw. Bedingungen stark verändern.

    Bogen schießen ist auch eine sehr schöne Disziplin, die genauso wie das Lichtgewehr als Einstieg für Jugendliche oder Kinder unter 12 Jahren in das Sportschießen verwendet werden kann. Jeder Schützenverein kann das anbieten, auch wenn man keine eigene Wiese zur Verfügung hat.

    Bogenschießen ist wirklich sehr interessant - und deswegen eine ernstzunehmende Konkurrenz - aber es hat mit unseren Disziplinen halt wenig bis nichts zu tun, das bedeutet wir haben dafür weder den Platz (wobei man da evtl. noch eine Lösung finden könnte) noch die Ausrüstung oder die Trainer und dann überlassen wir das lieber spezialisierten Bogensportvereinen. Klar, das könnte man durchaus als weitere Disziplin anbieten, wir haben schon jetzt kaum die Zeit neben Luftgewehr noch Luftpistole zu trainieren, aber vielleicht später irgendwann.

    Gerhard, es gibt im DSB (bisher) keine Lichtpunktdisziplin und es gibt auch weder Wettkämpfe noch Meisterschaften im DSB! Warum behautest Du trotzdem immer wieder das Gegenteil?

    Falsch, nur weil diese Disziplinen keiner Sportordnung bzw. Genehmigung bedürfen, heißt das nicht, dass es diese oder jene Disziplin nicht gibt oder es sich um keine „richtige“ Disziplin handeln würde, wer sowas behauptet der gefährdet die Vereins- bzw. Verbandsautonomie und unterstützt die merkwürdige Argumentation vieler Schießsportgegner. Eine solche Einschränkung gibt's in keiner der anderen Sportarten! Und nochmal falsch, Wettkämpfe und Meisterschaften gibt's teilweise schon längere Zeit, wir schießen heuer beispielsweise Gaumeisterschaft und Bezirksmeisterschaft mit Lichtpunktgewehren.

    Auch wird dieses Lichtpunktdinges natürlich nicht vom DSB als Ersatz vermarktet. Aber schon diese von der DSJ herausgegebene mit massiven Fehlern und Falschaussagen versehene und wie von der Industrie kreierte Werbebroschüre, in der interessanterweise hauptsächlich Jugendliche und Erwachsene statt der wirklichen Zielgruppe Kinder abgebildet sind, spricht subtil eine verräterische Sprache.

    Naja, der DSB sieht das durchaus viel offener, es ist ja auch nicht so, dass man Luftgewehr nur bis 14 Jahre, Kleinkaliber nur bis 18 Jahre und ab dann nur noch Großkaliber schießen dürfte, das sind jeweils ganz eigene Disziplinen. Aber wenn man sich halt die Broschüre mal genauer anschaut erkennt man Unterschiede, dass Anschütz („Spaß, Sport & Events“) und Walther („für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“) jede Altersgruppe ansprechen und Disag („Professionelles Laserschießen für Kinder“), Feinwerkbau („Ideal für den Schützennachwuchs bis zwölf Jahre“) und Hämmerli („Das Ideale Einstiegsgewehr für Kinder in den Luftgewehr-Schießsport“) vor allem die Kinder adressieren und sich das auch jeweils in den Bilderwelten wiederspiegelt.

    frank17 hat die mehr als berechtigte Frage gestellt, warum der Einsatz dieser Lichtpunktdinger, wenn schon wirklich nötig, dann nicht auch immer ganz eindeutig mit dem Hinweis als aufgezwungene Notlösung in Bezug auf die bestehenden Altersgrenzen verkauft wird. Eine Antwort darauf hat er bisher noch nicht bekommen und sorry, Lippenbekenntnisse hier im Forum bringen nicht viel, wenn das vor Ort und auch gegenüber der Presse und auch Politikern immer ganz anders rüberkommt. Woher hat denn wohl der Herr Grindel seine Kenntnisse? Aus den Fingern gesogen?

    Ich denke das vermittelt - natürlich positiv formuliert - auch durchaus die angesprochene Lichtpunktbroschüre, es heißt dort einleitend „Dazu müssen wir zunächst das Angebot der Industrie annehmen und breitensportlich mit unseren Schülern im Alter von acht bis zehn Jahren Lichtgewehr und Lichtpistole zum Einsatz bringen. Darauf aufbauend kann das leistungsorientierte Präzisionsschießen mit dem Luftgewehr oder der Luftpistole, ab etwa zehn Jahren mit Sondergenehmigung angefangen werden. Die Deutsche SchützenJugend macht mit diesem Programm deutlich, dass alles daran gesetzt werden soll zu zeigen, dass jeder junge Mensch im Deutschen Schützenbund herzlich willkommen ist. Jeder, ob Breiten- oder Leistungssportler, wird seinen Platz in einem der 15.000 Schützenvereine des Deutschen Schützenbundes finden. Wir müssen deutlich machen, dass alle Jugendlichen in unseren Vereinen hervorragend betreut und altersgerecht geschult werden.“ Klar, dass man eine Werbebroschüre nicht damit einleitet wie schlecht und gemein doch alles sei.

    Nun zeige mir mal eine Publikation aus der letzten Zeit in der mit der 'Faszination Feuerwaffen' in gleicher Weise wie für Bogensport und Leuchten geworben wird. Hinzukommt meine Wahrnehmung, daß die Feuerwaffendisziplinen beim DSB scheichend, heimlich und mit kleinen Nadelstichen, aber kontinuierlich abgebaut werden.

    Also wenn's sowas nicht gibt, dann wird's doch höchste Zeit, nur ist die DSJ (Schützenjugend!) eher nicht der richtige Ansprechpartner, aber ich denke ihre tolle Arbeit könnte man zumindest als Anregung verwenden.

    Du sagst, du hast keine Vorurteile. Lies dir bitte deinen eigenen Post durch, die rote Markierung ist von mir. Falls du das anders gemeint hast, kläre mich bitte auf.

    Ich muss sagen jetzt bin ich verwirrt. Was möchtest du mir denn damit mitteilen? Sie werden beide mitunter von Schießsportgegnern adressiert, einmal als mögliche Alternative und einmal als schlimmste Variante, ja, das kann ich dir gerne noch zuordnen, Lichtpunkt wird gelegentlich als mögliche Alternative angeführt und Großkaliber als Auswuchs der beschränkt oder verboten werden sollte, bei beiden Disziplinen sollte es Sportschützen nicht schwerfallen das geradezurücken, oder?

    Interessant ist dein letzter Satz: Anti-Gunner haben etwas gegen Lichtpunktschießen. Unter diesem Gesichtspunkt sollte die GK-Fraktion auch mit den LG/KK-Schützen endlich zu einer Einigung kommen.

    Das wird - bewusst oder unbewusst - leider ignoriert. Es passt wohl nicht ins Weltbild und ist ein dankbares Opfer, weil einerseits junge Disziplin und andererseits etwas herausstechendes, was, keine Schusswaffe, keine Munition, das ist, das ist, das ist, ... Anders! So mancher hat größere Probleme mit Veränderungen.

    Das wäre möglich, wenn der DSB sich hinstellt und Lichtpunktschießen als das deklariert, was es ist: Werbemittel in Arkaden und Einstiegsmöglichkeit für die Kleinsten. Dabei gleichzeitig darauf pocht, dass die Anhebung der Altersgrenze für LG einen schweren, internationalen Nachteil für den Nachwuchs darstellt. Ich bin mir zuversichtlich, dass die GK-Fraktion nicht mehr auf Lichtpunktschießen eindrischt, wenn der DSB dieser "Disziplin" ihre Schranken erklärt und wir nicht glauben müssen, dass Schumann u.a. Lichtpunktschießen als Alternative zu LG in Zukunft ansehen. Von daher wäre ich allen DSBlern hier im Forum verbunden, wenn sie Kontakt mit ihren vorständen, Kreis-, Bezirks- und Landespräsidenten aufnehmen würden, um solch eine Aussage von oben zu erhalten.

    Also, Katja, das würde ich jetzt echt gerne mal wissen, inwiefern der DSB - in deinen Augen - das Lichtpunktschießen als Ersatz für Schusswaffendisziplinen vorstellt bzw. vermarktet, ich kenne, obwohl Jugendleiter in einem direkt angrenzenden Disziplinbereich, jedenfalls keine entsprechende Publikation. Ja, natürlich gibt's längst auch Wettkämpfe und Meisterschaften, aber warum denn nicht? Ich kann mir schon denken welche Reaktion auf eine Forderung nach einem solchen „Glaubensbekenntnis“ kommt, die verdrehen die Augen, so nach dem Motto „Die kapieren's wohl niemals.“, ich bin es auch leid, dass andere Schützen, immer und immer wieder, meinen, ich müsse mich warum auch immer vor ihnen oder anderen rechtfertigen, wir müssten hier dieses oder jenes tun, etc.

    Das hat nichts mit Vorurteil zu tun, sondern damit, dass hier etwas falsches mitgeteilt wird. Im Deutschen Schießsport gibt es kein Bewegungsschießen und das sollte auch genauso immer und immer wieder gesagt werden.

    Wir sind - auch wenn das von einzelnen immer mal wieder behauptet wird - kein DSB-Forum. Nur weil es etwas hier nicht gibt muss das weder schlecht sein noch todgeschwiegen werden. Ich glaube einem Schießsportkritiker dürfte es völlig egal sein, ob jemand aus der Bewegung schießt oder erstmal dafür stehenbleibt, oder?

    Damit beantwortest Du meine Frage nicht, leider. Wie geht Ihr damit um, wenn Jugendliche danach fragen mit KK schießen zu wollen? Was erzählt Ihr diesen Kids. Wie erklärt Ihr es ihnen?

    Wie gesagt wir trainieren mit Luftgewehr und Luftpistole, das weiß auch jeder, denn dafür haben wir die Schießanlage, Ausrüstung und Trainer. Nein, mich hat noch keiner gefragt ob ich ihm einen Verein für KK- oder GK-Disziplinen empfehlen oder vermitteln kann, aber das Bogenschießen würden wohl einige gerne ausprobieren, wir werden da mal im Sommer einen Ausflug organisieren, aber generell versuchen wir schon unsere Jugendlichen primär für unsere Disziplinen zu begeistern, denn die Jugendarbeit muss sich schon daran messen lassen, ob es gelingt Jugendliche für unsere Disziplinen zu gewinnen.

    Und genau hier zeigt sich wieder, wie die Vorurteile in den Köpfen drin sind. In Deutschland gibt es kein Bewegungsschießen. Das ist per Waffengesetz verboten. Es gibt dynamische Diszipline, aber bei der Schussabgabe muss der Schütze stehen bleiben. Was ist schlimm daran? Biathleten machen das genauso. Sommerbiathleten ebenfalls. Sie bewegen sich mit der Büchse auf dem Buckel, wenn sie aber auf der Schießbahn sind, stehen, knien oder liegen sie still. Genauso ist es bei IPSC! Ich kann da keine Extreme erkennen.

    Wie soll man auf sowas denn reagieren? Ich werde das Gefühl nicht los, der eine oder andere möchte, aus welchen Gründen auch immer, in allem und jedem ein Vorurteil sehen. Ja, ich verstehe gut, dass einige bei solchen Diskussionen nicht mitmischen bzw. sich schleunigst wieder zurückziehen. Ok, du unterstellst mir irgendwelche Vorurteile, klar, dann kommt wie immer eine Pfennigfuchserei, Bewegungsschießen gibt's überhaupt keins, naja, zumindest in Deutschland, und außerdem muss man ja stehenbleiben... Meinst du wirklich das interessiert Presse, Politiker und Öffentlichkeit?

    Du sagst, Du bist Jugendleiter und Jugendtrainer. Was machst Du, wenn die Kids ab 14 Jahren fragen, ob sie KK schießen können? Habt Ihr einen eigenen KK Stand oder einen Partnerverein, wo die Jugend auch mal KK schießen kann um es selber zu probieren, oder lehnt Ihr das bei Euch einfach ab? Was erzählst Du den Kids, wenn die Fragen zum GK kommen oder zum Waffenrecht, wenn die Jugendlichen 18 geworden sind und GK schießen dürfen? Habt Ihr einen eigenen GK Stand oder einen Partnerverein, wo die Jugend auch mal KK schießen kann um es selber zu probieren, oder lehnt Ihr das bei Euch einfach ab?

    Wir trainieren mit Luftgewehr und Luftpistole. Für andere Disziplinen gibt's entsprechende Nachbarvereine.

    Eine standardisierte Software ist auch ein Innovationskiller. Das offizielle WM-Shot-Supportforum wird komplett hierher umziehen, wir möchten die vorhandenen Beiträge ggf. ebenfalls noch übernehmen, damit das gesammelte Wissen nicht verlorgen geht, aber da sträubt sich leider noch der alte Anbieter. Auf jeden Fall schon einmal herzlich willkommen! :)

    Brennsuppe? Du bist mir schon ein Herzchen. Ganz ehrlich, gerade bei Dir habe ich oft den Eindruck, dass Du in Wirklichkeit nur sehr wenig Ahnung von der Wirklichkeit und Vielfalt da draußen im Lande von unserer schönen Sportart hast. Andererseits blitzt gerade bei Dir immer wieder dieses festgefügte Bild von Vorurteilen durch, scheinbar hauptsächlich gebildet durch unsere Medien und Hollywood und gefestigt durch diese mittlerweile weit ausgeprägte Gutmenschensozialisierung. Das ist mir erst gestern bei einem Beitrag von Dir wieder sehr deutlich aufgefallen.

    Falsch. Ich spreche aus meiner Erfahrung als Jugendtrainer und Jugendleiter.

    Du nanntest darin Lichtpunkt und GK als die beiden Extreme des Schießsports. Weißt Du eigentlich wirklich, wovon Du da überhaupt sprichst? Ich glaube kaum. Auf Lichtpunkt als Simulation und gar nicht vorhandene Disziplin will ich hier jetzt nicht mehr eingehen, aber was ist denn GK für Dich überhaupt und was ist in dem Zusammenhang damit überhaupt mit Extrem gemeint? Schaut man mal in die Disziplinentabelle der DSB Sportordnung, dann stellt man ganz eindeutig fest, dass es dort deutlich mehr GK-Disziplinen als KK- und Druckluft-Disziplinen gibt. Ja, man lese und staune.

    Ja, genau das meinte ich mit Extreme, einmal eine Möglichkeit unsere Sportart ohne Altersgrenzen und ohne große Bürokratie vorzustellen und auf der anderen Seite eine facettenreicher Bereich von Traditionspflege bis Bewegungsschießen. Sie beiden werden mitunter von Schießsportgegnern adressiert, einmal als mögliche Alternative und einmal als schlimmste Variante, auch deshalb sind das wohl Extreme, wobei Schießsportgegner oftmals gerade das Lichtpunktschießen besonders vehement ablehnen.

    Klar ist das LG bei uns im Lande das Sportgerät Nr. 1 und viele Schützen kennen auch nichts anderes, aber wie kann man bei der großen Vielfalt von Disziplinen, welche alleine im DSB mit großkalibrigen Waffen geschossen werden, überhaupt von einem Extrem reden? Als Schütze solltest Du es eigentlich besser wissen und auch, dass die Mär vom ach so gefährlichen GK von unseren Gegnern einmal aus purer Ahnungslosigkeit, aber anderseits auch ganz bewusst eingesetzt wird, um weitere Schneisen auf dem Weg zur 'waffenlosen' Zukunft zu schlagen. Und natürlich, um die Schützen zu spalten, was ja auch, wie man sieht, ganz offensichtlich und immer wieder ganz prima funktioniert. Also ganz konkret gefragt, was verstehst Du unter GK und wieso ist das für Dich ein Extrem?

    Ja, als Sportschütze, nein, als Forennutzer kenne ich viele der Facetten, aber ist das wirklich hier relevant, es zählt die Wirkung auf Schützen, Politiker, Öffentlichkeit und wenn du von deinen Sportkameraden noch verlangen kannst, dass sie gewissermaßen jede Meinungsäußerung mit einem „Disclaimer“ versehen, nur damit keiner meint man hätte den einen oder anderen Aspekt verdrängt, so kannst du's allerdings hier vergessen, es zählt der erste Eindruck und da ist es fatal wenn jemand meint mal etwas lauter werden zu müssen, ja, du musst ggf. etwas wieder und wieder erklären und ggf. auch akzeptieren, dass jemand zu anderen Schlüssen kommt, und wenn du das nicht kannst, dann bleibt dir immer die Möglichkeit zu einem Thema nichts zu sagen, aber um sich zu schlagen wie ein beleidigtes Kind ist sicher eher kontraproduktiv und bestätigt ggf. sämtliche Vorurteile.

    Weil, ich weiß, dass das resigniert klingt, der nächste auftaucht, der meint andere Sportschützen wären auf der Brennsuppe dahergeschwommen und müssten durch ihn erleuchtet oder wahlweise auch zurechtgewiesen werden. Um es nochmal ganz klar zu sagen, wer Lichtpunkt als Gefahr für andere Disziplinen darstellt, der kommuniziert damit, bewusst oder unbewusst, dass Lichtpunkt in seinen Augen viele etablierte Disziplinen verdrängen oder ersetzen könnte, was bereits bei Luftdruckdisziplinen weder möglich noch erwünscht ist und spätestens beim Großkaliberschießen nun wirklich jedem einleuchten sollte.

    Aber in dem Moment, wenn ein Verfechter dieser Technologie sich hinstellt und sagt, es wäre ein Ersatz für bestehende Disziplinen anzusehen, dann muss er damit rechnen einen Gegenwind zu bekommen. So einfach ist das ganze.

    Ja, aber sollten diese Gegenwind nicht auch jeder zu spüren bekommen, der ersthaft diese Technik als mögliche Gefahr für andere Disziplinen bezeichnet, als würde sie irgendeine Disziplin ersetzen oder verdrängen können? Ich glaube den Aspekt übersehen viele komplett.

    Ich verlange von keinem, dass er meinen Sport oder die Disziplin die ich Schieße mag oder ausübt. Ich erwarte aber, dass er sich nicht hinstellt und die Abschaffung dieser Diszipline fordert. Genauso wenig, wie er möchte, dass ich eine Abschaffung seiner Disziplin fordere. Es ist ein Geben und ein Nehmen.

    Wer fordert das? Und jetzt bitte keine Ausflüchte von wegen Funktionär X oder Politiker Y, hier, ganz konkret, denn hier macht ihr auch den Wind darum, also, wer fordert das?

    Die GK Seite will die Abschaffung der Lichtimpulsgeräte und die Seite der Lichtimpulser will die Abschaffung von GK.

    Und wieder das platte Vorurteil. :thumbdown:

    Für mich besteht dieser Unterschied auch gar nicht und in meinem Umfeld (überwiegend DSB, manchmal Kyffhäuser) ist das so auch gar kein Thema.

    Ist es denn hier ein großes Thema? Das möchten uns einzelne immer und immer wieder einreden, ja, so mancher glaubt's irgendwann, aber wenn ich abseits von den Forenaktivitäten etwas gegen Großkaliberschießen höre, dann könnte man diese „Totschlagargumente“ alle mit etwas Öffentlichkeitsarbeit (nein, keine emotionalen Angriffe, sondern positive Eindrücke) ausräumen. Aufwachen ist diesbezüglich echt treffend. Tick, tick, tack, die Zeit läuft ab (BBF-Zitat). :D

    Ich habe an sich überhaupt kein Problem mit diesen Lichtpunktteilen und das ist auch gar nicht das Thema! Ich habe aber ein großes Problem damit, dass diese Sache als Legitimation für weitere Verschärfungen genutzt wird. Und dass von politischer Seite her auch schon genauso argumentiert wird, kann man ja nun wirklich nicht mehr leugnen.

    Das gilt für beide „Extreme“ unserer Bandbreite, Lichtpunkt und Großkaliber, und - wie schon oft gesagt - wer Solidarität fordert, der solle auch Solidarität beweisen, Angst ist immer ein schlechter Ratgeber.

    Hm, also ich habe mir gerade mal das Thema rausgesucht und durchgelesen, ja, das scheint tatsächlich – kurz – vor dem forschen Auftreten einiger angeblicher „GK-Schützen“ gewesen zu sein und wenn man sich mal reinliest, zeigt sich eigentlich ein recht differenziertes Meinungsbild. Was man dort auch schön sieht, ist, dass ich damals die Diskussionen noch moderiert habe bzw. das zumindest versucht habe, um die Diskussionen in unserem noch jungen Forum (4 Monate) in Gang zu bringen. So viel zu damals. Wie schaut’s nun heute aus? Von einigen kommen die immer gleichen Vorurteile, sie pflegen – bewusst oder unbewusst – längst verblasste Grenzen und schaffen munter weitere Gräben, ganz unabhängig davon, ob man dieses oftmals fast schon selbstzerstörerische Verhalten gut finden oder unterstützen muss, halte ich es für fatal wenn jedes Thema in diese Richtung abdriftet und der positive Austausch und die konstruktive Diskussion zu kurz kommen. Ich habe lange Zeit versucht mit unseren „Bedenkenträgern“ einen akzeptablen Kompromiss zu finden und meine Bemühungen in den letzten Tagen noch einmal verstärkt, aber da kommt leider wenig bis nichts, mal abgesehen vom gebetsmühlenartigen Vorwurf, man würde nur schwammig formulieren, sorry, aber ich fordere halt weder ein Verbot von Lichtpunkt noch von Großkaliber, aber ich mache mir dazu meine Gedanken und habe oft genug kommuniziert wie dieses und jenes auf mich wirkt. Die geeignete Konsequenz ist wohl ein harter Schnitt, aufkeimende Themenverfehlungen sofort zu löschen, moderative Entscheidungen niemals zu diskutieren und ggf. das Thema Waffenrecht hier komplett auszuklammern.

    Ok, nur damit ich das verstehe, wenn jetzt jemand also seine Meinung ändert, dann wird das zwar irgenwie zur Kenntnis genommen, aber er wird trotzdem weiter persönlich angegangen, denn es ist ja schlimm genug, dass er diese Meinung mal hatte oder überhaupt eine entsprechende Frage zugelassen bzw. diskutiert hat, ja, das deckt sich durchaus mit meinen Erfahrungen, aber dazu kann ich dir eines sagen: Wir tolerieren das keinesfalls!

    Und genau das ist das Problem, das die LWB in Deutschland haben. Es geht eben genau darum: LP/LG ist gut und die wahren Sportschütze, KK kann man leben lassen und den Rest kann man entsorgen. Da ist es wirklich kein Wunder, dass eine Einigkeit innerhalb der Schützenwelt nicht zu erzielen ist. Diejenigen, die solche Kommentare von sich geben, sollten am besten selber mit dem Sport aufhören, denn die sind es, die dem Sport schaden.

    Nein, ein Problem sehe ich eher darin, dass manche diese uralte Mär immer und immer wiederholen und überhaupt keine Meinungsänderung zulassen bzw. überhaupt nicht bereit sind einem eine solche abzunehmen. Man möchte keine positive Wirkung erzielen. Man möchte seine Vorurteile bestätigen. Koste es was es wolle.

    Es sind nicht die Waffen- oder Kalibertypen, es sind nicht die Lichtimpulsgewehre, die Druckluft oder KK Waffen. Es ist die Denkweise vieler Schützen und vieler Vereinsfunktionäre, die der Aufassung sind, dass man andere über die Klinge springen lassen kann, um seine eigene kleine Welt in Sicherheit zu wiegen. Es zeigt genau auf, wo die Unstimmigkeiten, selbst in der Denkweise hier im Forum schon, wie Murmelchen aufgezeigt hat. Und wenn diese Denkweise sich nicht schlagartig ändert, werden wir machen können, was wir wollen, wir werden immer wieder Friendly Fire erleben, in Foren, im TV und in den Zeitungen.

    Die zitierten Beiträge, bei meinen Beitragen handelte es sich um moderative Fragestellungen, stammen - korrigiert mich wenn ich falsch liege - von 2009, also aus einer Zeit wo sich einige „Großkaliberschützen“ (das setze ich bewusst in Anführungszeichen, denn viele meinten damals und meinen noch heute es hätte sich um Schießsportgegner gehandelt die versuchten Schützen verschiedener Disziplinen gegeneinander aufzubringen bzw. gegeneinander auszuspielen) wie die letzten Deppen (nein, keine Blödheit, mieses Benehmen) aufgeführt haben und wir leider die Reißleine ziehen mussten um zu verhindern, dass unsere Idee eines konstruktiven Austauschs über Disziplin-, Verbands- und Landesgrenzen hinweg scheitert bevor sie überhaupt eine Chance hatte sich zu entwickeln. Ja, es ist mal wieder soweit und nein, wir werden nicht zulassen, dass einige ein Thema nach dem anderen dazu missbrauchen ihre Vorurteile runterzubeten.

    Es ist richtig, es nicht um LG/LP vs. KK oder GK geht. Letztlich geht aber um die schleichende Einführung einer Technologie, mit dem Ziel andere Diszipline dafür über die Klinge springen zu lassen. Und da diese vornehmlich aus den Reihen der LP/LG Schützen kommt, mit dem Ziel vornehmlich GK abzuschaffen, geht also sehr wohl um das Thema LP/LG s GK.

    Ahja, du erklärst also mal eben deine persönlichen Vorurteile zur allgemeingültigen Wahrheit und versuchst leicht durchschaubar Sportschützen verschiedener Disziplinen erneut gegeneinander auszuspielen, danke, das hatten wir vor einiger Zeit schon einmal und nein, das werden wir, selbst im Rahmen dieses Themas, nicht nochmal hier dulden!