Beiträge von Geronimo

    Um noch mal zum Thema zurück zu finden. Ich meinte nicht die selbst geschaffenen Hürden im Verein (sicherlich auch ein interessantes Thema). Sondern es geht um bürokratische Hürden, die man als Verein bzw. Funktionär überwinden muss, wenn man z.B. ein Schützenfest organisiert und dabei dieses und jenes Dokument bei den Behörden abliefern muss, gesetzliche Regelungen, Verischerungen, Haftung, Genehmigungen, Belehrungen etc.

    Ich glaube gar nicht, dass das so ein arg großes Problem ist, denn diese Regelugen haben ja durchaus ihren guten Grund. Gerade in Vereinen hat man es mit Leuten zu tun, die das nicht täglich machen und sich an diesen Regelungen orientieren und Probleme vermeiden können. Wenn ein Verein bspw. als Gastronom auftritt, dann muss er halt auch die Regeln einhalten und wenn er das nicht kann oder möchte auf externe Dienstleister zurückgreifen.

    Sorry, aber ich kann dir nicht folgen, Kogge. Aber ich vermute du meinst, dass der Gau vorgibt, wie der Wettbewerb abläuft, das ist aber nicht der Fall. Klar, Eckpunkte wie Gaukönige und Leistungszeichen müssen angeboten werden, aber darüber hinaus hat der Verein freie Hand. Er trägt auch das finanzielle Risiko. Wir haben uns bspw. auch viele Dinge ausgedacht die es zuvor so noch nie gegeben hat. Die Preise sind aufgeteilt nach Luftgewehr und Luftpistole, aber ansonsten hat man die komplett freie Auswahl, nur wenn jemand nicht zur Preisverleihung erscheint und auch keinen Vertreter schickt, wird nach Wert entschieden.

    Genau deshalb wär's vielleicht viel sinnvoller dieses altbackene Postendenken abzuschaffen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Da braucht's kein selbstgefälliges Egostreicheln und kein antrainiertes Durchhaltevermögen, sondern einfach nur Spaß am Sport-und Vereinsleben, wer alleine kämpft wird verlieren bzw. hat schon verloren. Aber wenn sich dann noch einzelne aufspielen, sie würden ja erst die Bedingungen schaffen, dass andere sich engagieren, dann ist das Problem vermutlich tiefer verwurzelt. Auflösen und neu anfangen wäre vielleicht eine Lösung.

    So viele Fragen. Die Preise werden teilweise gespendet aber größtenteils einfach gekauft. Man kann sich als Verein um die Ausrichtung bewerben, wenn sich kein Verein findet, richtet der Gau den Wettbewerb, ohne Preise und nur mit dem Ziel neue Gaukönige zu ermitteln, selbst aus. Bilder findest du in meinem Album Gauschießen. Die Sachpreise sieht man aber leider nicht komplett.

    Bei uns gibt es zwar keine Preisschießen, aber dafür ein Gauschießen, das einerseits der Ermittlung der Gaukönige dient, aber bei dem es andererseits auch viele Sachpreise zu gewinnen gibt. Die Sachpreise haben ungefähr einen Gesamtwert von 25.000 Euro. Klar benötigt eine solche Veranstaltung einige Vorbereitung, aber wenn man sich nicht ganz blöd anstellt, bleibt da einiges dabei hängen, so dass man sich damit durchaus für die nächsten Jahre sanieren kann.

    Stimmt. Ich glaube mit dem krassen Gegenteil würde man ziemlich gut fahren. Warum muss denn heute immer alles professioneller werden? Wir reden hier schließlich von unserer Freizeit! Die Vereine die gut laufen das sind die Vereine die gemeinsam Spaß bei den vielfältigen Aktivitäten aus Sport- und Vereinsleben haben und sich eben nicht durch hausgemachte Bürokratie und übertriebenes Anspruchsdenken selbst auf dem Fuß stehen.

    Stimmt. Die Inhaber dieser Ausbildungen wissen aber normalerweise sehr genau, was sie dürfen und was sie nicht dürfen, aber für andere ist das oftmals kaum einschätzbar. So benötigt ein Jugendtrainer bei uns die Ausbildung zum Schießleiter für Luftdruckwaffen und die Ausbildung zum Vereinsübungsleiter. Die Frage, ob ein Standaufsichtslehrgang und eine Jugendbasislizenz ebenfalls dafür ausreichen, müsste man ggf. erstmal klären. Und da gibt's bestimmt noch viele regionale Besonderheiten.

    Du ganz ehrlich wen interessiert der ganze politische Hintergrund, wenn die Ausbildung dann doch so ausschaut, wie sie in der Praxis benötigt und seit Jahrzehnten angeboten wird? Die Politik fordert irgendwas, der DOSB macht daraus ein eigenes Konzept, der DSB macht daraus ein eigenes Konzept, der Landesverband macht daraus ein eigenes Konzept, der Bezirk macht daraus ein eigenes Konzept, der Gau macht daraus ein eigenes Konzept und der Verein macht daraus ein eigenes Konzept bzw. schaut was er davon unbedingt haben muss. Und dann stehen halt solche Ausbildungen wie der Schießsportleiter und die Jugendbasislizenz im Stukturplan die überhaupt nicht angeboten werden. Wenn man dann doch mal ein übergeordnetes Konzept aufgreift, dann läuft's halt darauf hinaus, dass man zwar die Bezeichnungen ändert, aber die für den eigenen Bedarf entwickelten Inhalte gleich lässt.

    Es ist auch nicht so, wie Du behauptest, dass die Landesverbände dem DSB hier in irgendeiner Art voraus wären. Der Qualifizierungsplan ist die verbindliche Antwort sowohl auf die Vorgaben und Forderungen des Gesetzgebers in Sachen Waffenrecht - Anerkannter Schießsportverband - und auch auf die des DOSB. Er ist mehr als nur der Versuch, die Ausbildung im DSB endlich zu vereinheitlichen und damit auch einen gewissen Qualitätsstandard zu schaffen, der bisher so nicht gegeben ist. Ersteres - Gesetzgeber und DOSB - muss man auch nicht unbedingt gut finden, letzteres ist aber auf jeden Fall zu begrüßen, und sicher nicht nur wegen solcher Stilblüten wie Schießleiter = Standaufsicht oder (weniger schlimm) Vereinsübungsleiter = Schießsportleiter.

    Naja, der BSSB hatte bspw. bereits ein Ausbildungskonzept, mit Schießleiter -> Vereinsübungsleiter -> Übungsleiter J / Übungsleiter F erfreulich übersichtlich aufgebaut, und hat die Begrifflichkeiten nach und nach etwas angeglichen. Der Übungsleiter J ist heute der Jugendleiter und der Übungsleiter F der Trainer C. Die Inhalte sind jedoch die gleichen. Man wirft doch nicht die Arbeit von Jahren über den Haufen nur weil sich der DSB mal wieder ein neues Konzept ausdenkt.

    Und es handelt sich dabei gemäß dem DSB- und DOSB-System um eine sogenannte Vorstufenqualifikation. Mit der andersartigen Basisqualifikation des "Schießsportleiters-DSB" hat sie wenig zu tun.

    Kann es sein, dass du da vor lauter Bezeichnungen etwas durcheinander gebracht hast? Der DSB kennt lediglich einen Schießsportleiter auf der Ebene einer Vorstufenqualifikation (Ausbildungsstruktur).